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Science-Fiction: Asylon: Roman
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Titel:      Asylon: Roman
Kategorien:      Science-Fiction
BuchID:      2117
Autor:      Thomas Elbel
ISBN-10(13):      3492267920
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2011-08-18
Edition:      2.
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Gelungenes Debüt

10.09.2011 Bewertung:  4 Jester vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt:
Bedingt durch eine Klimakatastrophe existiert nur noch eine Stadt auf der Erde. Mehrere Sicherheitsbarrieren schützen die Stadt vor der lebensfeindlichen Außenwelt und ihren degenerierten Überlebenden. Die Stadt wird von mehreren Clans beherrscht, deren Machtverteilung von den Levellern, staatlich legitimierten Berufskillern, reguliert und im Gleichgewicht gehalten wird. Asylon erzählt die Geschichten von Masterleveller Torn, der innerhalb kürzester Zeit Frau und Kind verliert und der Hausmeisterin Saina, deren Schicksale geheimnisvoll miteinander verwoben sind. Gemeinsam stellen sie die Stadt Asylon und ihre eigene Vergangenheit in Frage und entdecken, dass nichts so ist, wie es den Anschein hat.

Kritik:
Für einen Debütroman ist Asylon ein ziemlicher Hammer. Die Charaktere werden sorgfältig aufgebaut und wirken in keiner Phase eindimensional. Stück für Stück werden die Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner gelüft, so dass keine Spannungslücken entstehen. Die Story ist logisch aufgebaut und einige Kehrtwendungen sorgen für angenehme Überraschungseffekte. Durch einige doch recht heftige Gewaltszenen gehört der Roman allerdings nicht in Kinderhände, diverse Morde werden sehr plastisch und blutig geschildert, allerdings niemals mit dem Zweck der Gewaltverherrlichung. Sprachlich bewegt sich Asylon auf leicht überdurchschnittlichem Niveau, der angenehme Verzicht von übertrieben langen Schachtelsätzen und übermäßig vielen Fremdwörtern erzeugt einen Lesefluss, den ich bei vielen Neuerscheinungen vermisse. Nach etwas über 300 Seiten ist die Geschichte abgeschlossen und hinterläßt bei Leser keine (wichtigen) offen Fragen.

Fazit:
\"Gut gemacht, aber...\", das waren die Worte, die mir als erstes in den Sinn kamen, als ich das Buch abgeschlossen hatte. Nur 8 von 10 Punkten gibt es, weil es doch einige störende Kleinigkeiten zu bemängeln gibt. Ich benötigte nur rund 40 Seiten, um das Geheimnis der Stadt zu durchschauen, was allerdings der Spannung keineswegs schadet. Weiterhin sind mir einige dicke Rechtschreibfehler aufgefallen, hier hatte der Lektor offensichtlich einen schlechten Tag. Außerdem war mir das Ende der Geschichte ein wenig zu zuckersüß und wurde zu schnell herbei geführt, dies steht ein wenig im Gegensatz zu den sorgfältig ausgearbeiteten ersten Kapiteln. Trotzdem ist Asylon ein spannender und unterhaltsamer Roman, mit dem sich Thomas Elbel im Spitzenfeld dieses Genres einsortiert hat.


Jester hat insgesamt 20 Rezensionen angelegt.


Asylon

18.10.2011 Bewertung:  5 haTikva vergibt 10 von 10 Punkten

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Schon die Covergestaltung ist futuristisch und strahlt etwas Düsteres aus. Der Hintergrund ist in verschiedenen Grautönen gehalten. In der unteren Hälfte ist ein Zeichen zu sehen. Darüber steht in Großbuchstaben und Rot gehalten der Titel. Etwas kleiner ist der Autorenname am oberen Rand zu sehen. Der Titel sowie das Zeichen sind herausgeprägt, was ich beim drüber streichen mit der Hand spüre.

Asylon – die letzte zivilisierte Stadt auf Erden. So heißt es bei den Einwohnern, da sich niemand an eine Zeit vor einer großen Katastrophe erinnern kann.
In dieser Siedlung lebt Tron und er ist ein Levler: Er sorgt mit seinen Kameraden für ein Gleichgewicht zwischen den Clans der verschiedensten Mafias und dem Rest der Einwohner. Die Levler erledigen für die Polizei sozusagen die Drecksarbeit und sind beim Volk gefürchtet.
In einem Moment war noch alles gut. Torn und seine Frau erwarten ein Baby und er ist das Oberhaupt einer Spezialeinheit. Doch im nächsten Moment steht er vor den Scherben seines Lebens. Seiner Frau geht es immer schlechter und plötzlich ist ein wichtiges Mitglied eines Clans tot und Tron soll ihn erschossen haben. Dadurch verliert er seinen Job, dementsprechend den Status bei seinen Mitmenschen und er gilt nun für alle Clans als vogelfrei, zum Abschuss bereit. Und das ist erst die Spitze des Eisberges, der Torn nach unten zieht ...

Parallel geht es um Saïna, eine junge Frau die eigentlich einen guten Job im Krankenhaus als Hausmeisterin hat. Als ihre Freundin spurlos verschwindet und ihr ihre Tochter hinterlässt, macht sie sich auf die Suche nach dem Grund ihres Verschwindens. Dabei trifft sie auf Tron. Schnell merken beide, dass jeder von ihnen in einem sinkenden Boot sitzt und nur gemeinsam könnten sie etwas dagegen unternehmen und vorwärts kommen.

Mit Asylon erschuf Thomas Elbel eine Welt, die unserer nicht unähnlich ist. Nur gibt es nichts in Hülle und Fülle. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren und nur wer sich zu unterordnen weiß, überlebt auf Dauer. Und doch scheint es Hoffnung zu geben, außerhalb der Grenzen von Asylon, oder ist es nur ein Trugbild?

Es ist ein rasanter Roman, in dem es keine Sekunde lang Stillstand für die Protagonisten gab. Kaum war ein Erlebnis vorbei, wartete das nächste Abenteuer.
Die Spannung, die nicht lange auf sich warten lässt, baute sich erst langsam auf und gewann dann an Geschwindigkeit. Aber mit umso mehr Wucht erfasste sie mich bei den dramatischen Szenen, die durch den Wechsel der Protagonisten mit den dazugehörigen Cliffhangern kamen. Phänomenal!
Und so musste ich immer weiterlesen, um zu erfahren, was als nächstes passiert und wie Torn oder Saïna sich aus der nächsten Situation befreien.

Die Idee mit dieser Stadt fand ich genial, denn von so etwas habe ich bis jetzt noch nicht gelesen. Dieser Ort ist so aufgebaut, dass die meisten Straßen und Gebiete übereinander gebaut dargestellt werden. Asylon wirkte wie eine düstere Konstruktion, da an den meisten Flächen die Sonne fehlt. Nur die obersten Clanchefs und einzelne wichtige Persönlichkeiten haben das Recht oben im Licht zu leben.
Wie der Autor diese verwinkelte Stadt beschrieb, war sehr realistisch. Ich konnte mir die Gänge, Schächte und Verzweigungen bildhaft vorstellen, als wäre ich selbst vor Ort. Gleichzeitig hatte ich immer wieder fast eine Gänsehaut, wenn die Protagonisten in den finsteren Gängen und Straßen unterwegs waren, in denen alles Mögliche auf sie lauerte ...

Während des Lesens fuhren meine Emotionen ständig Achterbahn. Ich freute mich, wenn etwas gelang und bangte mit Saïna und Tron, wenn es wieder ein unüberwindbares Hindernis gab, das sie zu verschlingen drohte.
Thomas Elbel hat einen sehr guten Roman geschrieben, der mich von Anfang an begeisterte und mich mit einem lauten \"WOW\" zurückließ. Einfach Wahnsinn!

Zum Schluss noch Allgemeines zum Buch:
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Die Kapitel sind sehr lang, aber durch viele Abschnitte etwas aufgelockert.
Dank der spannenden Cliffhanger ließ sich das Buch in einem Zug durchlesen.
Die einzelnen Figuren, aber natürlich besonders die Protagonisten, wurden gut beschrieben.
Am Ende hat Thomas Elbel in einem Nachwort bei den Danksagungen noch in kurzen Zügen erklärt, wie er dazu kam, diesen Roman zu verfassen.
Für mich ist sein Werk übrigens ein Bestseller und mein Highlight für Oktober 2011!

Mehr zum Autor und seinem phänomenalen Werk unter http://www.thomaselbel.de
Ich würde mich freuen, in naher Zukunft mehr aus Thomas Elbels Feder zu lesen.

© Tikvas Schmökertruhe 12.10.2011


haTikva hat insgesamt 117 Rezensionen angelegt.


Dystopie und Thriller zugleich

08.02.2012 Bewertung:  4 killerbiene75 vergibt 8 von 10 Punkten

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Die Menschen in Asylon glauben in der letzten Stadt der Erde zu leben, umgeben von hohen Mauern und Selbtschußanlagen zu Ihrer Sicherheit vor den hungrigen Heerscharen außerhalb der Mauern. Die Leveller, eine Spezialeinheit, versuchen die Ordnung zu wahren zwischen den verschiedenen herrschenden Clans. Torn, einer dieser Leveller wird in eine Schießerei verwickelt und gerät zwischen die Fronten. Er verliert sein Kind und kurz darauf auch seine Frau. Mithilfe seines Freundes Scooter und der jungen Frau Saiina versuchen Sie ein düsteres Geheimnis zu lüften und geraten dabei immer mehr in Schwierigkeiten.

Autor
Thomas Elbel, geboren 1968, aufgewachsen in Hildesheim, studierte Jura in Göttingen und Atlanta/USA. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Siamkatern in Berlin, wo er sich auch promoviert und in den vergangenen zehn Jahren in verschiedenen juristischen Berufen gearbeitet hat, bis er im Jahre 2011 eine Berufung auf eine Fachhochschulprofessur erhielt. Im August 2011 erscheint mit Asylon sein Debütroman im Piper Verlag.

Buch
Das Buch ist endlich mal ein komplett abgeschlossener Roman, der nicht zu einer Serie gehört. Das Cover lässt schon auf einen recht spannenden und düsteren Roman schließen und der Leser wird nicht enttäuscht.

Wertung
Mit seinem Debütroman hat der Autor Thomas Elbel einen erstklassigen Roman voller Spannung und unerwarteten Wendungen geschrieben. Von der ersten Seite an wird der Leser gefesselt und mit Fragen überschüttet, die großes Interesse wecken und auf Aufklärung hoffen lassen. Asylon wird als eine sehr düstere Stadt beschrieben, deren Bewohner aus Platzmangel mehrere Ebenen errichtet haben. Auf den ursrprünglichen Häusern wurden weitere Behausungen gebaut, so dass das Sonnenlicht nie den Grund der Stadt erreicht. Nur die Reichen leben weiter oben, wo das Sonnenlicht noch hin kommt. Als Leser bekommt man eine Gänsehaut bei der Vorstellung in so einer Enge und düsteren Stadt wohnen zu  müssen.

Die Protagonisten erscheinen zu Beginn noch recht ruppig und unnahbar, was aber auch wunderbar zum Rest der Geschichte passt. Alles ist düster und nur die Härtesten überleben in dieser Stadt. Der von Anfang an sympathischste Held ist meiner Meinung nach Scooter gewesen, der seinem Freund Torn immer zur Seite steht, wenn es gefährlich wird. Torn und Saiina wachsen dem Leser aber schnell ans Herz, trotz ihrer recht harten Ausdrucksweise. Alle Helden haben ihre Schwachstellen und ecken in brenzlichen Situationen schnell mal an, was sie sehr realistisch erscheinen lässt.

In Asylon gibt es viel Gewalt und grausame Morde, die zum Glück jedoch nicht all zu detailreich und seitenweise beschrieben werden. Dennoch ist es nichts für zarte Gemüter.

Der Schreibstil ist rasant und es wird schnell ein Spannungsbogen aufgebaut, der sich durch das ganze Buch zieht und kein einziges Mal schwächelt. Die Protagonisten stolpern von einer riskanten Situation in die Nächste und immer mehr Fragen werden aufgeworfen, die am Ende des Buches jedoch alle gut aufgelöst werden.

Das Ende ist ebenso unerwartet wie genial. Allerdings fand ich es sehr schade, dass gerade Torn am Ende irgendwie ein ganz anderer Mensch zu sein scheint. Er ist viel weniger ruppig in seiner Art und legt auf einmal eine Schüchternheit an den Tag, die er in keiner einzigen Situation zuvor gezeigt hat.

In dem Buch gibt es ein paar Schwachstellen über die man aber gern hinweg sieht, da der Rest des Buches gut ausgearbeitet ist und fast alle aufgeworfenen Fragen überzeugend beantwortet werden.

Fazit
Eine ausgereifte und temporeiche Dystopie die viele Überraschungen parat hält und den Leser bis zum Ende fesselt.


killerbiene75 hat insgesamt 17 Rezensionen angelegt.


Asylon

10.04.2012 Bewertung:  4 Koldenhegt vergibt 8 von 10 Punkten

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Nach einer verheerenden Klimakatastrophe haben sich die wenigen Überlebenden in einer Stadt namens Asylon zusammengeschlossen, die sich nach außen gegen alles Böse und Gefährliche abschotten will. Und trotzdem herrschen in Asylon Korruption, Gewalt und Kriege zwischen den verschiedenen Clans.
Um ein zu starkes Ungleichgewicht abzuwenden, gibt es in Asylon Auftragsmörder, sogenannte Leveller. Einer davon: Torn.
Doch nachdem er mit seinem Kollegen eine Frauenleiche in einem Minenfeld (sozusagen ein futuristischer Burggraben, der Asylon schützen soll) findet, wird seine Welt auf den Kopf gestellt: seine Frau erleidet eine Fehlgeburt, verschwindet und er verliert seinen Job. Eine Flut von unabdingbaren Ereignissen entbricht und Torn beginnt, hinter das Trugbild von Asylon zu blicken.

Die Kombination aus Thriller und postapokalyptischem Szenario finde ich sowohl interessant und spannend als auch sehr gelungen. Auch wenn die Geschichte in einer weit entfernten Zeit spielt, gelingt es dennoch, sich in die Geschehnisse einzufühlen und die Charaktere zu verstehen.
Trotz riesiger Spannung auf jeder Seite finde ich das Ende jedoch eher knapp bemessen. Fragen bleiben offen, die Geschichte scheint vollendet, aber irgendwie auch wieder nicht.

Fazit: Thomas Elbels Asylon ist weiterzuempfehlen an alle Dystopie- und Thrillerfans. Obwohl mich persönlich das Ende nicht so überzeugt, ist es im Allgemeinen ein sehr gelungenes Werk. Ich vergebe 4 Sterne ;)


Koldenhegt hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


 
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