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Sachbuch: Was würde Jesus heute sagen?: Die politische Botschaft des Evangeliums
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Titel:      Was würde Jesus heute sagen?: Die politische Botschaft des Evangeliums
Kategorien:      Sachbuch
BuchID:      528
Autor:      Heiner Geißler
ISBN-10(13):      3499615940
Verlag:      rororo
Publikationsdatum:      2005
Edition:      12
Number of pages:      155
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Eine Revolution vor 2000 Jahren. Warum "gerieten die Leute außer sich", wie der Jesus-Biograph Matthäus schreibt, "als sie seine Worte hörten"? Was an ihm hat die Menschen fast verrückt gemacht? Warum forderten die Machthaber seinen Tod? Was würde Jesus heute sagen? Heiner Geißler erzählt die unerhörte Geschichte des Jesus von Nazareth. Dabei beschäftigt er sich mit den Originaltexten, kommt falschen Übersetzungen auf die Spur und schildert, mit welchen Folgen sich Jesus in die damaligen Machtverhältnisse eingemischt hat. Er überträgt die Aussagen des Evangeliums auf die heutige Zeit und konfrontiert die politische, kulturelle und ökonomische Gegenwart mit der schönsten und zugleich revolutionärsten Botschaft der Weltgeschichte.
Aus der Amazon.de-Redaktion
In Zeiten, in denen man in der CDU den Abbau der sozialen Sicherungssysteme bejubelt und die Nase über die "Herz-Jesu-Sozialisten" rümpft, kommt das neue Buch von Heiner Geißler gerade recht. Während andere das C im Namen der Partei am liebsten streichen würden, plädiert der ehemalige Generalsekretär der CDU dafür, das Evangelium als politische Botschaft ernst zu nehmen. Geißler weigert sich, die Bergpredigt als religiöse Romantik abzutun. Statt dessen zeigt er, wie sich das, was Jesus vor 2.000 Jahren gepredigt hat, auf die Probleme unserer heutigen Gesellschaft übertragen lässt.

Geißler, der vor seinem Jurastudium bei den Jesuiten Philosophie studierte, ist dabei alles andere als ein religiöser Fundamentalist: Er klammert sich nicht an den Wortlaut der häufig ungenauen Überlieferung. Wenn er die Botschaften der Bibel interpretiert, geht er vom historischen Kontext aus und sucht nach Parallelen zu heute. Die Bergpredigt wird so zum Plädoyer gegen Sozialabbau ("in einem modernen Industriestaat zeigt sich die Nächstenliebe nicht mehr allein in warmen Suppen") und einen ungezügelten Sharholder-Value-Kapitalismus, in dem nur noch die Dividende zählt.

Asylrecht, Drogen, Sexualität und Frauenrechte, Irak-Konflikt und Internationaler Währungsfonds -- es gibt kaum ein Thema, für das Geißler kein passendes Gleichnis in der Bibel findet. Seine Kritik -- oft beißend, aber immer unbestechlich -- spart weder die politischen Parteien, noch die Kirche aus. Was würde Jesus heute sagen? kann man als Grundsatzprogramm für eine christdemokratische Politik im 21. Jahrhundert lesen, die diesen Namen auch verdient. Angela Merkel sollte sich das in erfrischend flottem Ton geschriebene Büchlein ganz oben auf den Schreibtisch legen. --Bernhard Wörrle

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicWas würde Jesus heute sagen ? - Das ist die Frage mit der sich der Autor und CDU-Politiker Heiner Geißler in seinem gleichnamigen Buch, das im November 2004 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist, auseinandersetzt.
Um diese Frage beantworten zu können, überträgt Geißler die Aussagen der Evangelien auf unsere heutige Zeit und untersucht diese anhand der Geschichte des Jesus von Nazareth auf ihre politische Botschaft hin.
Obwohl der Autor die Bibeltexte des Neuen Testaments zur Basis seiner Argumentation macht, ist Heiner Geißler alles andere als ein religiöser Fundamentalist. Vielmehr widmet er sich der Aufgabe, falsche Übersetzungen zu enttarnen und ungenaue oder gar durch die Evangelisten bewusst veränderte Geschehnisse unter Berücksichtigung des historischen Kontextes neu zu interpretieren. Dabei zieht er Parallelen zu unserer Gegenwart und zeigt, wie sich das, was Jesus vor 2000 Jahren gepredigt hat, auf die Missstände unserer heutigen Gesellschaft übertragen lässt.
Egal ob Asylrecht, Irak-Krieg, Islam und Frauenrecht - Es gibt nahezu kein Thema mit dem Geißler seine Leser nicht konfrontiert und für das er kein passendes Zitat aus der Bibel zur Hand hat, um seine Meinung zu untermauern. Kompromisslos schreckt der katholische Geißler auch nicht davor zurück sowohl Fehler seiner eigenen Partei als auch Missstände in Bezug auf die Katholische Kirche aufzuzeigen. Seine Kritik ist provozierend und nachvollziehbar, seine Erzählweise erfrischend und informativ. Der Autor überzeugt mit seinem ehrgeizigen Engagement für Nächstenliebe und soziale Gerechtigkeit.
Trotz deutlich überwiegender Vorteile, die das Buch Geißlers aufweist, gilt es jedoch auch die etwaigen Mängel der Darstellung des Autors aufzuzeigen. So scheint Heiner Geißler an einigen Stellen der Argumentation auf die mangelnden Bibelkenntnisse des Lesers zu spekulieren, um sich die Glaubwürdigkeit seiner Thesen zu bewahren. Andernfalls ist es nicht zu erklären, warum er das Johannesevangelium kritiklos als historisches Dokument anerkennt, obwohl es sich bei diesem um das Jüngste der insgesamt vier Evangelien handelt und deshalb schwerlich als vollkommen real gewertet werden kann. Des Weiteren zeigt sich, dass Geißler gerade zu Beginn des Buches versucht davon zu überzeugen, welche Fehler bei der Übersetzung der Bibel entstanden sind, was häufig zu falschen Interpretationen der eigentlichen Aussage führte. Wie kommt es dann, dass Geißler wörtlich Zitate aus den Evangelien aufführt und zur Stützung seine Position nutzt ? Es scheint so, als wäre dem Autor die Übersetzung gerade dann recht, wenn diese seine Thesen stützen, ansonsten jedoch als falsch bezeichnet werden müssen.
Insgesamt lässt sich jedoch sagen, dass die positiven Eigenschaften des Buches deutlich Überwiegen und Geißlers leidenschaftliches Plädoyer für die Realisierung der Botschaft Christi in unserer heutigen Zeit eindeutig empfehlenswert ist, wenn der Leser bereit ist, die Einladung des Autors zum Nachdenken und Diskutieren anzunehmen und sich seine eigene Kritikfähigkeit zu bewahren. Das Buch eignet sich ebenfalls gut als Schullektüre für den Religionsunterricht der Oberstufe und dürfte einigen Zündstoff für das Unterrichtsgeschehen bieten.

ka

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