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Sachbuch:
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ISBN-10(13):      3662529823
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
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Rezensionen
Für Gaia und! Gehirnfreunde

03.05.2017 Bewertung:  4.5 ragantanger vergibt 9 von 10 Punkten

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Der bereits durch zahlreiche Publikationen bekannt gewordene Biologieprofessor aus Darmstadt, Ulrich Lüttge, begeistert bereits in der Einleitung mit einer einfühlsamen und verständlichen Aufbereitung des Wissen. Dass eine Rose nämlich nicht nur ein bezauberndes Objekt reiner Schönheit ist, sondern auch ein biologisches Objekt, das der naturwissenschaftlichen Forschung zugänglich gemacht werden sollte. Genau letzteren Bereich möchte er auch für den heimischen und nicht nur den akademischen Pflanzenfreund anbieten. Die Integration von Wissen gepaart mit der Hinwendung durch das Gefühl.

Die Reihenfolge ist stimmig und die Aufmachung gelungen (größere Schrift, sehr gute Abbildungen und Fotos, logisches und nicht zu verschachteltes Inhaltsverzeichnis, hilfreiches Register). Herausragend ist aber wie Lüttge es tatsächlich schafft, den interessierten Laien abzuholen. Selten hat man einen Wissenschaftler so menschlich sprechen gehört und schreiben gesehen. Fremdbegriffe werden wie in einem Gespräch behutsam eingeführt und erklärt. Hier wird nicht per se davon ausgegangen, diese zu kennen, sondern vielmehr wird versucht, immer in der Alltagssprache zu bleiben und nur da, wo es nicht anders geht, auf die Akademie zu greifen. Das ist wirklich sehr angenehm und nichtsdestotrotz muss man schon ein bisschen Gehirnarbeit mitbringen, ein bisschen sich reinfuchsen und reinlesen, aber auf diese Art und Weise kann das bestens gelingen.

Fazit: Lüttge holt die Leser da ab, wo sie stehen und das Buch ist wirklich Allen zu empfehlen, die neben ihrer Liebe zu Pflanzen auch ihr Wissen und Verständnis erweitern wollen. Sympathisch sind darüber hinaus die abschließenden Kapitel, in denen sich Lüttge auch mit dem Menschen und seinen nicht immer sinnvollen Einflüssen auf die Biodiversität der Erde auseinandersetzt. Dass er dabei Lovelocks Gaia-Hypothese zumindest als Referenz hinzu nimmt, sollte letzter Beweis für die Integration von akademischen Stubenwissen und wirklicher Naturerfahrung sein, die diesem Werk zu Eigen ist.


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