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Sachbuch: Achtsame Ziele setzen: Vorsätze und Versprechen bewusst wählen
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Titel:      Achtsame Ziele setzen: Vorsätze und Versprechen bewusst wählen
Kategorien:      Sachbuch
BuchID:      10854
Autor:      Jan Chozen Bays, Stephan Schuhmacher (Übers.)
ISBN-10(13):      3864101298
Verlag:      Windpferd
Publikationsdatum:      2016-10-12
Edition:      1. Auflage 2016
Number of pages:      200
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
Das wurde absichtlich! gemacht

04.11.2016 Bewertung:  4 ragantanger vergibt 8 von 10 Punkten

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Eine medizinische Doktorin, eine amerikanische Staatsbürgerin und doch ein interessanter, tiefgründiger, bewundernswerter Mensch: gibt’s nicht? Zumindest schwer vorstellbar, aber Jan Chozen Bays bietet in vielerlei Hinsicht eine wohltuende Ausnahme. Auf dem Esoterikmarkt, auf der Achtsamkeitswelle, in Religionsfragen. Die Zen-Meisterin und Äbtissin hat vor einigen Jahren mit dem Buch „Achtsam durch den Tag“ eine besondere Perle auf dem überlaufenen Markt geschaffen und schickst sich nun im gleichen Verlag bei Windpferd an, diesen Erfolg nachzulegen. Das wird naturgemäß etwas schwerer: Die Messlatte liegt hoch und der Fokus geht noch stärker in Richtung religiöser Praxis, wie es die Gelübde im Titel bereits verraten. Glücklicherweise kann man Gelübde hier auch durch Absicht, Willen, Glaubenssatz, Versprechung etc. ersetzen, so dass deutlich wird, dass es sich um alltägliche, realistische Aufträge handelt, die es im Grunde zu jeder Zeit einzulösen gilt.

Auch in diesem Buch fällt die unglaubliche Sanftheit der Autorin auf, die an Hanh oder den Dalai Lama erinnert, die weich und schwerelos auf dem Odem der Autorenschaft dahin schwebt. Sie ist es, die es zuvorderst zu Ehren gilt. Der Aufbau ist klar, die Sprache scharf und schön wie ein Diamant, die Methodik mit allerlei Übungen garniert, das ganze Buch methodisch ein Leckerbissen. Sicher kann man sich inhaltlich streiten, warum ausgerechnet Benjamin Franklin (einer der größten Übeltäter unserer modernen Hekitkkultur) als Leitfigur angepriesen wird, warum Gelübde ganz ähnlich wie im Christentum mit dem Gewissen in Verbindung gebracht werden, aber diesen Streit wird Bays immer gewinnen; denn sie streitet nicht, sie meditiert beim Schreiben, sie schenkt reinen, leckeren und ganz klaren Wein aus. Der ist kostbar und heilig, wenn auch nicht immer inhaltlich lecker.

Wer mit gleicher kristallklaren Absicht antritt, wird etwas geschenkt bekommen, auch wenn er nicht alles blindlings übernehmen muss. Namaste.

 


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