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Sachbuch: Das Leben adeliger Frauen: Alltag in der k.u.k. Monarchie
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Titel:      Das Leben adeliger Frauen: Alltag in der k.u.k. Monarchie
Kategorien:      Sachbuch
BuchID:      2147
Autor:      Martina Winkelhofer
ISBN-10(13):      385218892X
Verlag:      Haymon Verlag
Publikationsdatum:      2011-08-25
Edition:      1., mit zahlreichen Abbildungen
Number of pages:      256
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Fesselnd und faszinierend

30.09.2011 Bewertung:  5 roccosmom vergibt 10 von 10 Punkten

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Man kennt das Leben der Aristokratinnen nur aus Filmen und denkt bei der Donaumonarchie in erster Linie an Kaiserin „Sissi“. Doch inwieweit stimmt das Bild, das wir von den Damen in der k. u. k. (kaiserlich und königlich) -Zeit haben, mit den realen Verhältnissen überein? Wozu Adel wirklich verpflichtete, das erfährt man in diesem Buch.

 

Martina Winkelhofer entführt einen in eine längst vergangene Zeit. Man erfährt viel über die Erwartungen, die an die Aristokratinnen gestellt wurden und über ihre beengten Lebensverhältnisse.  In ganz eigenen Kapiteln erfährt man mehr über die Kindheit, Jugend, Verlobung, Heirat, Ehe, Familienleben, welches Schicksal unverheiratete Frauen hatten, Standesbewusstsein, Traditionen, Werte, Wohltätigkeiten, die aristokratische Salonkultur, den Jahresablauf und das Vermögen der Aristokratie, Krankheiten, Schicksalsschläge, Depressionen, Witwenschaft, Alter und Tod bis hin zum Ende des Adels in Österreich, nach dem großen Krieg.

 

Die Autorin lässt die glanzvolle Zeit der Monarchie, in ihrem schon fast belletristisch anmutenden Werk wieder auferstehen. Sie hat eine wunderbare Art die Dinge zu beschreiben und hat mich mit jedem einzelnem Kapitel in ihren Bann gezogen. Großartig, wie Frau Winkelhofer einem zum Beispiel näher bringt, wie die Aristokratinnen bei aller Weitläufigkeit der adeligen Güter einer engen gesellschaftlichen und familiären Rolle in einer Männerwelt gegenüber standen. Voller Pflichtbewusstsein lebten diese Damen in einer streng geregelten Welt, mit vordiktierten Verhaltensregeln und Moralvorstellungen. Einfach faszinierend zu lesen, wie selbstverständlich sie damit umgegangen sind!

 

Während des Lesens sieht man die damalige Gesellschaft aber nicht nur vor dem inneren Auge entstehen, nein, sie zerfällt auch wieder. Nämlich dann, wenn man von den Veränderungen der Gesellschaft liest und dem Untergang der Aristokratie. Denn bei all ihrer Treue zur Dienerschaft  war auch der Adel, nach dem großen Krieg, nicht vor einem Untergang gefeit.

 

Die vielen Abbildungen der  Originalfotos adeliger Frauen lockern das Buch auf und geben einen schönen visuellen Einblick auf die damaligen Schönheitsideale und Kleiderordnungen. Für Wissensdurstige gibt es im Anhang dann auch noch ein Glossar, Fußnoten und ein Adelsregister.

 

Das gezeichnete Cover zeigt, im unteren Drittel, ein Zusammentreffen der adeligen Gesellschaft.

Auf dem gesamten Oberteil prangt, in goldener Schrift mit Spotlack, der Titel. Obwohl „nur“ ein Taschenbuch, sieht die Aufmachung dadurch standesgemäß aus!

 

„Das Leben adeliger Frauen“  kann man problemlos auch ohne großes Vorwissen lesen. Zudem hat mich das Buch sprachlich und inhaltlich auf jeden Fall überzeugt. Ich bin regelrecht überrascht, wie fesselnd die Zeilen waren. Von mir gibt es daher die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung!


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Ein Stück Frauengeschichte

24.11.2011 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

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Rezension:

„Das Leben adeliger Frauen“ ist ein sehr umfassendes Werk über den Alltag der adeligen Frau in der königlichen und kaiserlichen Monarchie.

 

Martina Winkelhofers Schreibstil ist zwar sachlich aber trotzdem angenehm zu lesen und so vermittelt sie dem Leser interessant einen Teil der Geschichte der Donaumonarchie. Aufgeteilt ist das Buch in 12 grobe Kapitel und am Anfang jeden Kapitels stehen in Stichpunkten welche Themen das Kapitel genau behandelt.

 

Es wird nicht unnötig kompliziert herumformuliert – die Autorin erzählt frei heraus, als würde sie einem gegenübersitzen und deckt dabei eigentlich jedes interessante Thema ab. So geht es um die Kindheit und die Jugend, Verlobung und Heirat, Ehe und Familienleben, wie es unverheirateten Frauen erging und welche Traditionen und Werte allgemein galten. Auch wird ein genaueres Augenmerk auf die Charity-Events der Kaiserzeit, das Vermögen der Aristokratie, Krankheiten und vor allem Depressionen und das Alter bis hin zum Tod gelegt. Abgeschlossen wird das Buch mit einem Kapitel, das sich mit dem Ende des Adels in Österreich beschäftigt.

 

Am interessantesten fand ich vor allem die Kapitel der Aristokratischen Salonkultur und dem Jahresablauf der Aristokratie. So steckte hinter der Salonkultur ein richtiges System, wann man wen zu besuchen hatte und was dies für Konsequenzen hatte, wenn man dabei etwas wichtiges vergaß. Beim Jahresablauf wird auf die verschiedenen Wohnsitze zu den verschiedenen Jahreszeiten und auf die unterschiedlichen „großen“ Feste des Adels eingegangen.

 

Abgerundet wird das Werk mit Zitaten aus Briefen und Tagebucheinträgen (sowohl von Männern als auch von Frauen) und vielen schwarz/weiß Fotos um noch tiefer in die Welt der Aristokratie im späten 19. Jahrhundert eintauchen zu können.

 

Zudem findet man am Ende des Buches ein Glossar, in dem die wichtigsten Worte erklärt werden, ein Quellen- und Literaturverzeichnis, was die verschiedenen Fußnoten bedeuten und ein Register mit allen Namen der Aristokraten, die im Buch Erwähnung finden.

 

Fazit:

Ausgezeichnet recherchiert wird einem ein Stück Frauengeschichte näher gebracht.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


 
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