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Reportage: Antonio im Wunderland
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Titel:      Antonio im Wunderland
Kategorien:      Reportage
BuchID:      1354
Autor:      Jan Weiler
ISBN-10(13):      349924263X
Verlag:      rororo
Publikationsdatum:      2006-09-01
Edition:      17
Number of pages:      272
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Jan Weilers Antonio im Wunderland beginnt wie eine Kolumne von Max Goldt. "Hollywoodschaukeln gehören zu den Dingen, die nicht in Würde altern können", kann man da lesen, und das ist vom nostalgischen Inventar des heute kaum noch populären Abhänginstruments ebenso wie von der darauf folgenden Verknüpfung ein Satz von jener Qualität, den man eigentlich in Goldts Büchern erwartet hätte: Einer, der in Würde altern kann, sei Jean-Paul Belmondo, behauptet Weilers Erzähler: "Der Unterschied zwischen einer Hollywoodschaukel und Jean-Paul Belmondo besteht darin, dass die Hollywoodschaukel die meiste Zeit draußen steht und rostet, während Jean-Paul Belmondo vermutlich reingeht, wenn es anfängt zu regnen". Aber darum geht es gar nicht.

Es geht um einen italienischen Gastarbeiter mit dem süßlichen Namen Antonio Marcipane, von dem sich im Roman erst noch herausstellen muss, ob er der Hollywoodschaukel oder doch eher Jean-Paul Belmondo gleicht. Marcipane ist in die Jahre gekommen und blickt von eben jenem aus der Mode gekommenen Abhänginstrument im Garten seines Reiheneckhauses auf sein Leben als Gastarbeiter in Deutschland zurück. Seit Kindertagen zieht es Marcipane nach Amerika: Nun soll der Traum endlich Wirklichkeit werden. Und dann wandelt sich der Trip, den der Italiener mit seinem Sohn unternimmt, noch zur Rettungsaktion, bei dem ein Stararchitekt und ein italienisches Städtchen eine besondere Rolle spielen ...

Der 37-jährige Münchner Autor Jan Weiler kommt aus der Werbung und vom Journalismus. Das merkte man schon seinem zum Bestseller avanciertem Debütroman Maria, ihm schmeckt’s nicht -- immerhin dem erfolgreichsten Erstling der letzten Jahre -- beizeiten etwas an. Auch Antonio im Wunderland kann sich bisweilen nicht ganz entscheiden, ob er plakativ-reißerisches Essay oder witzig geschriebene Fiktion sein will. Da letzteres überwiegt, will man Weiler ersteres gern verzeihen. Denn bei der Lektüre von Antonio im Wunderland kann man sich bestens amüsieren. Anders als bei Goldt, aber das ist ja auch gut. --Thomas Köster

   


Rezensionen
Italienischer Schwiegerpapa macht grande Reise!

24.05.2010 Bewertung:  4.5 Cornelia Bruno vergibt 9 von 10 Punkten

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„Antonio im Wunderland“ ist die ebenso herzerfrischende und witzige Fortsetzung von „Maria, ihm schmeckt´s nicht!“ Antonio Marcipane geht in Rente. Er hat nahezu alles erreicht, was er sich je gewünscht hat ein Reihenhäuschen, einen netten Schwiegersohn... Nur eines fehlt ihm noch zu seinem Glück. Antonio will eine Reise machen, nein nicht nach Italien. Er will nach Amerika, genauer gesagt nach New York. Denn dort vermutet er seinen alten Schulfreund Mauro Conti, der inzwischen ein gefeierter Architekt ist. Diesen muss er schließlich finden, wie er seinem Schwiegersohn eröffnet, denn nur dieser könne die Altstadt von Campobasso vor dem Abriss retten.
Leichter gesagt als getan, denn Antonio spricht so gut wie kein Englisch, aber das muss er ja auch nicht, denn schließlich hat er ja seinen Schwiegersohn. Und da dieser ja „keine dumme Salat“ ist, muss der kurzerhand als Organisator und Übersetzer mit.
Zuerst stimmt der Schwiegersohn freudig zu. Diese Vorfreude auf die Reise gibt sich allerdings sehr rasch, als er erfährt, daß außer ihm und Antonio auch noch dessen bester Freund Benno mitkommt. Benno´s Lebensmotto: „Watt wills`e machen? Kanns`e nix machen!“
Allerdings will der Autor/Schwiegersohn ja nicht riskieren, dass sein Schwiegerpapa verloren geht und so machen sie sich auf die große Reise....

Das Buch zeigt einmal mehr, daß in Italien nur eines gilt „die Familie, der Zusammenhalt und die Wurzeln“. Bei vielen Stellen musste ich schmunzeln und nicken, da ich selbst mit einem Italiener verheiratet bin, konnte ich viele Klischees nachvollziehen. Manche Dinge sind wirklich typisch italienisch.

Jan Weiler hat einfach ein Händchen für amüsante, kurzweilige und großartige Bücher. Man bekommt ein Gefühl für die Herzlichkeit und die Wärme, die in italienischen Familien herrscht. Man merkt auch wie sehr Herr Weiler seinen Schwiegervater schätzt und mag.

Herr Marcipane (als auch das Buch) mag vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber ich fand beides von Anfang an einfach nur zum schießen. Und ich würde es jedem empfehlen, der Italien mag und eine kurzweilige heitere Urlaublektüre braucht!

Ich hoffe auf einen dritten Teil! J Also Herr Weiler, seien sie keine dumme Salat und machen sie sich bitte schnellstens an einen weiteren Teil! DANKE!


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