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Kinderbuch: Holundermond
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Titel:      Holundermond
Kategorien:      Kinderbuch
BuchID:      1947
Autor:      Jutta Wilke
ISBN-10(13):      3815753058
Verlag:      Coppenrath, Münster
Publikationsdatum:      2011-01
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      320
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Holundermond
   


Rezensionen
Ein Wettlauf zwischen den Zeiten

01.04.2011 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

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Die Zwölfjährige Nele ist über die Trennung ihrer Eltern überhaupt nicht glücklich. Als dem Vater dann in den Sommerferien auch noch die Arbeit wichtiger ist als Nele, da versteckt sie sich einfach in seinem VW-Bus und fährt als blinder Passagier mit nach Wien.

Während der Vater dort einem Kunsträuber auf der Spur ist und plötzlich spurlos verschwindet, durchstreift Nele mit ihrem neuen Freund Flavio ein altes Kloster. Schnell bemerken die beiden Kinder dass dieses Kloster und sein Altarbild ein Geheimnis bergen. Können sie das Rätsel des Klosters lüften und Neles Vater Jan retten?

 

„Holundermond“ ist ein schönes Kinderbuch, das größtenteils in der Gegenwart spielt. Kleinere Passagen und Handlungsteile spielen im Jahr 1783, was die ganze Geschichte noch spannender macht.

Was mich allerdings im ganzen Buch irritiert hat, war, das Nele ihre Eltern nicht Mama oder Papa, sondern Lili und Jan nennt. Das empfand ich eher als befremdlich und beirrend. Im Kopf musste ich das immer wieder umdenken.

Anfang hatte ich auch leichte Schwierigkeiten beim Lesen am Ball zu bleiben. Doch ab der Mitte des Buches wurde es dann immer besser, bis ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

 

Dr. Holzer kann man als bösen Gegenspieler von Anfang an nicht leiden. Jutta Wilke hat es geschafft sein intrigantes Wesen so zu beschreiben, das man gleich weiß das dieser nichts Gutes im Schilde führt. Er wirkt sofort unsympathisch, was auch Nele sofort auffällt.

Gut das sie und Flavio sich davon nicht beeindrucken lassen. Denn die Freundschaft der beiden wächst im Laufe der Geschichte, wird intensiver, und sie ermitteln im Fall der Kirchendiebstähle sowie Jans Verschwinden.  Nele selbst reift in ihren spannenden Sommerferien heran. Sie überdenkt die Beziehung zu ihren Eltern und deren Trennung  und reflektiert auch plötzlich ihr eigenes Verhalten.

  

Das Cover spiegelt hervorragend den Inhalt der Geschichte wieder. Vor einem großen gelben Mond liegt alles im Schatten. Mittig sieht man einen knorrigen Holunderbaum, der im Laufe der Geschichte eine Rolle spielen wird. Flavio und Nele rennen Hand in Hand in Richtung des herrschaftlich wirkenden Klosters.

 

„Holundermond“ ist auf jeden Fall ein richtiges Kinderbuch, das für Jungs und Mädels zwischen 10-12 Jahren gleichermaßen geeignet ist. Die 36 kurzen Kapitel mit der großen Schrift lassen dabei einen schnellen Leseerfolg zu.

Fazit: Die einfache aber dennoch spannende Geschichte ist für kleine Ermittler nur zu empfehlen!

 

Autoreninfo:

Über zwölf Jahre war Jutta Wilke selbstständige Anwältin für Familienrecht. Nach der Geburt ihres vierten Kindes hängte die heute fünffache Mutter ihre Robe an den Nagel, um sich ganz ihrer Großfamilie widmen zu können. Als dann auch der jüngste Spross einen Kindergartenplatz ergattern konnte, beschloss Jutta Wilke, noch einmal neu durchzustarten und endlich das zu machen, wovon sie ein Leben lang geträumt hatte: Kinderbuchautorin werden.

„Holundermond“ ist ihr erster Roman.

 


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Fesselndes Jugendbuch

18.05.2011 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Die Eltern der 12-jährigen Nele trennen sich. Mit großem Schmerz beobachtet Nele den Auszug ihres Vaters Jan. Schon jetzt sehnt sie die nächste Woche herbei, denn dann kann sie den Vater besuchen, seine neue Wohnung begutachten und einen Teil der Sommerferien mit ihm verbringen. Deshalb ist sie mehr als enttäuscht, als er diese Vereinbarung bereits nach wenigen Stunden absagt. Jan ist Kirchenhistoriker. Er muss umgehend nach Wien fahren, um dort das Verschwinden einiger religiöser Gegenstände zu untersuchen, und hat deshalb keine Zeit für die gemeinsamen Ferien. Doch so leicht gibt Nele nicht auf. Kurzentschlossen versteckt sie sich im Auto des Vaters und kann so heimlich mitfahren. Als Jan sie schließlich entdeckt, ist er alles andere als begeistert. Doch nun ist es für eine Umkehr zu spät. Zum Glück ist in der vom Vater gebuchten Pension noch ein Bett für Nele frei. Dort findet sie in dem Jungen Flavio schnell einen Freund. Flavios Vater führt ein Eiscafe im Kloster und deshalb kennt sich der Junge in dem alten Gemäuer bestens aus. Schon bald kommen die beiden einem Geheimnis auf die Spur, denn der Dieb der religiösen Gegenstände scheint ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Als dann auch noch Neles Vater spurlos verschwindet, beschließen die Kinder, der Sache auf den Grund zu gehen....


|| Meine Meinung ||


Die Erzählung beginnt mit einem Prolog, der zurück in das Jahr 1783 führt. Man wirft einen Blick in die Vergangenheit des Klosters und erfährt so von den damaligen Zuständen. Durch Jutta Wilkes intensive Beschreibungen erwacht die Handlung zum Leben. Man kann die dort herrschende, düstere und zum Teil hoffnungslose Atmosphäre nachempfinden und ist von Anfang an mitten im Geschehen. Als ein geheimnisvoller Fremder auftaucht, steigt die Spannung sprunghaft an, sodass man unbedingt erfahren möchte, wie es weitergeht. Der Einstieg gelingt durch den spannenden Prolog mühelos und weckt das Interesse am weiteren Geschehen.

Es handelt sich bei \"Holundermond\" um ein Kinder- bzw. Jugendbuch, bei dem das empfohlene Lesealter ab etwa 10 Jahren liegt. Die eigentliche Handlung ist in 36 Kapitel unterteilt, die relativ kurz sind. Wobei man das Abenteuer der Kinder aus der Erzählperspektive betrachtet. Außerdem ist das Schriftbild etwas größer, als bei \"normalen\" Romanen. Der Mix aus Spannung, Abenteuer und Kinderkrimi, ist mit einer wohldosierten Prise Mystery abgestimmt und dürfte sowohl Mädchen als auch Jungen begeistern. Die beiden Hauptprotagonisten Nele und Flavio wirken sehr sympathisch und deshalb kann man sich gut in sie hineinversetzen. Die schulischen und familiären Probleme, mit denen sie sich neben dem eigentlichen Abenteuer auseinandersetzen müssen, lassen sie lebendig und natürlich erscheinen. Allerdings wirken ihre Handlungen manchmal sehr reif und in einigen Szenen schon fast erwachsen. Dennoch kann man sich gut mit ihnen identifizieren und sich damit auf das spannende Geschehen einlassen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Es gelingt Jutta Wilke hervorragend, die jeweiligen Szenen zu beschreiben, sodass man sich Handlungsorte und Akteure gut vorstellen kann. Man entwickelt spontane Sympathien oder Abneigungen zu den jeweiligen Charakteren. Der Handlungsverlauf ist logisch und nachvollziehbar. Es kommt zu einigen Zeitsprüngen, die bei konzentriertem Lesen, ebenfalls verständlich sind.

|| Mein Fazit ||


Obwohl ich das empfohlene Lesealter dieses Buchs deutlich überschritten habe, konnte mich die Erzählung in ihren Bann ziehen und begeistern.  Für die gelungene Buchaufmachung, die spannende Geschichte, die lebendigen Protagonisten und den interessanten Genre-Mix vergebe ich vier von fünf Bewertungssternen. Den einen ziehe ich ab, da die Zeitsprünge für die Zielgruppe manchmal etwas verwirrend sein könnten und weil die Kinder an einigen Stellen etwas zu erwachsen wirken.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Faszinierender Kinderkrimi mit historischen und fantastischen Elementen

25.11.2011 Bewertung:  5 SabrinaK1985 vergibt 10 von 10 Punkten

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\"Sie stand auf und ging zum Fenster. Unter ihr lag der Garten. Trotz der Dunkelheit schimmerte er silbern im Licht des Mondes, der fast rund am Himmel stand. Vollmondnächte sind Zaubernächte, sagte Jan immer. Wenn du einmal zaubern möchtest, dann versuche es am besten in einer Vollmondnacht. Da sind die Türen zwischen den Welten weit offen und es gelingt dir vielleicht. Nele hatte darüber gelacht. Sie hatte nie versucht zu zaubern. Und jetzt war sie zu alt, um noch an solche Märchen zu glauben.\"
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Neles Eltern, Jan und Lilli, trennen sich. Als Jan dann auch noch den gemeinsamen Urlaub mit Nele aus beruflichen Gründen absagt, packt Nele ihr Köfferchen und fährt im Auto ihres Vaters mit nach Wien - als blinder Passagier. Jan ist Historiker, und in Wien wurden mehrere alte Kirchenschätze gestohlen. Gemeinsam mit Dr. Holzer soll er der Sache auf den Grund gehen...
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Jutta Wilkes Schreibstil ist wirklich schön, angenehm und flüssig zu lesen - und sie versteht es den Leser zu verzaubern. Es macht einfach Spaß ihren Worten und damit der Geschichte zu folgen. Ihren Worten, mit denen sie eine fantastische Geschichte spinnt, wie ich sie bis jetzt noch nicht gelesen habe: ein Kinderkrimi, gespickt mit historischen und fantastischen Elementen. Und das schöne dabei, alles harmoniert miteinander!
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Frau Wilke schafft es mit ihren Worten zu be- und verzaubern. Mir persönlich haben vor allen Dingen die Beschreibung der Pension, in der Nele mit ihrem Vater wohnt und die Ausführungen über den Holunderbaum sehr gut gefallen.
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Aber auch die Spannung kommt in \"Holundermond\" nicht zu kurz, denn Neles Vater verschwindet spurlos, Dr. Holzer ist nicht der, der er zu sein scheint und ein geheimnisvolles Altarbild ist ein Portal zwischen Gegenwart und Vergangenheit.
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Auch die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet, man merkt an diesem Buch wirklich wie viel Herzblut in ihm steckt.
Nele ist ein freundliches, aufgewecktes, liebenswertes und manchmal auch sehr eigensinniges Mädchen. Unterstützt wird sie in allen Situationen von Flavio, einem aufgeweckten Italiener, der mit seinem Vater ebenfalls in Vivianes Pension wohnt. Und noch viele andere interessante Protagonisten kommen in diesem Buch vor. Am besten lernt ihr Nele, Flavio, Viviane, Theo und Dr. Holzer selbst kennen...
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Eine wunderschöne Zugabe des Verlages ist das schwarze Notizbuch, in das Jan seine Entdeckungen einträgt, sowie ein Stadtplan von Wien, das geheimnisvolle Altarbild und ein Grundriss der Kartause Mauerbach. Eine ganz tolle Idee!
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Das Cover zeigt die Kartause Mauerbach, einen imposanten Baum und die Umrisse von Nele und Flavio.
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Ein wunderschönes Leseerlebnis mit einem interessanten Genremix! Auch ältere Leser werden mit diesem Buch ihre Freude haben!


SabrinaK1985 hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.


Zeitreise mal anders...

17.12.2011 Bewertung:  5 Cornelia Bruno vergibt 10 von 10 Punkten

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Nele will nicht, daß ihr Vater auszieht und muss doch hinnehmen, daß er seine letzten Sachen packt und auszieht. Als der Vater, den Nele nur noch Jan nennt, dann auch noch abends anruft und wieder mit der Mutter streitet, flüchtet sich das Mädchen in den Garten in ihr geliebtes Baumhaus. Dort verharrt sie, bis ihr Vater sie dort schließlich vorfindet und ihr erzählt, daß er beruflich nach Wien müsse und sie nicht wie geplant zu ihm kommen könne. Nele versucht Jan vergebens zu überreden, sie mit nach Wien zu nehmen. Da schleicht sich Nele heimlich in Jan´s Kleinbus und versteckt sich unter der hintersten Sitzbank... das Abenteuer beginnt.

 

Nele´s Eltern sind dabei sich zu trennen und streiten dabei die meiste Zeit. Dabei merken sie nicht wirklich wie schlecht es Nele damit geht. Bereits der Anfang des Buches wird deutlich, daß ihm Leben der zwölfjährigen Protagonistin Nele gar nichts gut zu laufen scheint. Man lernt als Leser bereits am Anfang sehr gut kennen und kann sich dank des einfachen und kindgerechten Sprachstils sowie den detaillierten Umgebungsbeschreibungen gut in die Situationen hineinversetzen.

 

Dem Leser wird nach der Ankunft in Wien schnell klar, daß es sich hier um viel mehr als nur den Diebstahl von Kunstgegenstände handelt. Stück für Stück kommt man zusammen mit Nele und ihrem neuen Freund Flavio dem Geheimnis auf die Spur. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten und auch wenn man als erwachsener Leser manches schon im voraus erahnen kann, so bleibt das Buch doch bis zum Ende spannend.

 

Besonders gefallen haben mir die historischen Aspekte und die Idee einer Zeitreise, die kein Beamen oder ähnliches neumodisches Zeugs erfordert. Auch daß es viele Rätsel um die verschiedensten Personen im Laufe des Buches auftauchen und man langsam aber sicher erst dem Rätsel auf die Schliche kommt finde ich wirklich gut gemacht.

 

Holundermond ist gemacht für Kinder und Junggebliebene, die gerne Fantasygeschichten lesen, welche nicht abgehoben sind, sondern auf dem Boden bleiben. Hier wurde die Wirklichkeit mit historischen Begebenheiten und einer guten Prise Fiktion vermischt und was dabei herausgekommen ist, ist ein wirklich sehr gelungenes und spannendes Kinderbuch.

 

Mit diesem Buch hat sich Jutta Wilke ihren Traum, eine Schriftstellerin für Kinderbücher zu werden erfüllt. Holundermond ist ihr Debütroman und wie ich finde sehr gelungen. Ich würde mich freuen in Zukunft noch mehr von ihr zu lesen.


Cornelia Bruno hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


 
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