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Liebesroman: Das Versprechen der Ehe: Roman
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Titel:      Das Versprechen der Ehe: Roman
Kategorien:      Liebesroman
BuchID:      567
Autor:      Jette Kaarsbøl
ISBN-10(13):      3492249558
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2007-05
Edition:      4
Number of pages:      560
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEin grandioses Debut von Jette Kaarsbol. Sie nimmt uns mit in eine Welt, die so authentisch beschrieben wird, daß man meinen könnte, sich in dieser Zeit ausgekannt zu haben. Sowieso nachvollziehbar sind die Beweggründe der jungen Frederikke. Sie soll jemanden heiraten, von dem sie nicht überzeugt ist. Zu dem sie eigentlich gar keine Meinung hat - wie zu so vielen Dingen in ihrem Leben.
Doch plötzlich lernt sie Frederik Faber kennen. Und neue Welten tun sich auf. Angetan nicht zuletzt von seinem illustren Freundeskreis, fühlt sich Frederikke magisch zu Frederik hingezogen. Und was kann ihr da noch besseres passieren, als daß er ihr einen Heiratsangtrag macht? Freudig und überglücklich nimmt sie diesen an, ohne sich Gedanken darüber zu machen, was Frederik für Bedingungen daran geknüpft hat. Sicher ist es nicht so, daß er nicht ein vorbildliches Verhalten an den Tag legt. Sie haben eine große Wohnung, die sie mit einrichten darf. Sie bekommt ausreichend Geld für Kleidung und kleinere Luxusgüter, sie darf ihre freie Meinung äußern, was in den damaligen Zeiten durchaus nicht üblich war.
Und doch ist da etwas, was ein wenig stört. Um das herauszufinden, muß man das Buch jedoch selbst lesen.
Es wird sicher ein Vergnügen sein, weil trotz der ein wenig an die Zeit angepassten Sprache der Schreibstil so flüssig und die Spannungspunkte so akzentuiert gesetzt sind, daß keine Langeweile auftritt. Es ist ein schwerer Stoff insofern, als daß es sich um eine Lebensgeschichte handelt, die im Prinzip der der mittlerweile kurz vor dem Sterben stehenden Frederikke erzählt wird. Und trotzdem macht es großen Spaß, sich hier mit auf die Reisen in den hohen Norden nehmen zu lassen.
Sehr empfehlenswert!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4.5 Anonym vergibt 9 von 10 Punkten

UserpicKlappentext: rnrnDie Zukunft der jungen Frederikke steht fest: Sie wird den Theologiestudenten Christian heiraten und Pfarrfrau in der dänischen Provinz werden. Doch dann lernt sie den charmanten Arzt Frederik kennen und löst ihre Verlobung mit Christian im 19. Jahrhundert ein gesellschaftlicher Skandal, der Frederikke jedoch nicht von ihrem Weg abbringen kann. Jette Kaarsbøl erzählt die dramatische Geschichte einer jungen Frau zwischen Konvention, der Sehnsucht nach Freiheit und der Suche nach persönlichem Glück. rnrnRezi: rnrnSchon im Prolog und im ersten Kapitel des Buches erfährt der Leser, dass die junge Frederikke, von der im Klappentext die Rede ist, 1933 als alte, verbitterte Frau in Kopenhagen stirbt. Auf den folgenden Seiten wechselt die Geschichte zwischen Frederikkes Vergangenheit und ihrer Gegenwart. Als Leser kann man sich manchmal nur wundern, wie groß der Unterschied zwischen der jungen und der alten Frau ist, und natürlich möchte man erfahren, wie es denn dazu kommen konnte. rnrnFrederikkes Geschichte beginnt 1875, als sie durch ihre zukünftige Schwiegermutter deren Nachbarssohn kennen lernt Frederik Faber, einen attraktiven und äußerst charmanten Arzt. Es dauert nicht lange und sie löst, nach einigem überlegen, ihre Verlobung mit dem langweiligen Theologiestudenten Christian. Als Frederik ihr gleich darauf die Ehe anbietet, stimmt sie zu, denn Frederik ist bereits zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden. Die beiden haben allerdings verschiedene Vorstellungen von der Ehe. rnrnDieses Buch kann ich nur als schön bezeichnen, schön und ein wenig schwermütig.rnDie Geschichte hat ihre spannenden Momente, ist aber die meiste Zeit eher ruhig, manchmal je nach Stimmung sogar hart an der Grenze zur Langeweile. Dennoch muss man einfach weiter lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht. rnIch kenne nicht viele historische Romane; in einigen wird dem Leser ein recht emanzipiertes Frauenbild präsentiert, die Frauen in diesen Büchern lassen sich von niemandem etwas vorschreiben und tun nur, was für ihr eigenes Glück erforderlich ist. Geschichten eben keine Geschichte. Jette Kaarsbøls Frederikke dagegen passt sich den gesellschaftlichen Konventionen an, sie bricht kaum jemals daraus aus. Sie ist schüchtern, aus der heutigen Sicht gesehen sogar ziemlich verklemmt und sie wirkt absolut glaubwürdig. Die Autorin hat diese Figur so detailreich gezeichnet, dass es einem nicht schwer fällt, sich in sie hinein zu versetzen, mit ihr zu leiden, zu lieben und zu hoffen. Manchmal möchte man sie aber auch mal kräftig schütteln, so passiv ist sie. rnrnNicht gefallen hat mir, dass das Buch in Präsens geschrieben worden ist. Meinen Geschmack trifft das nicht. Meinstens gewöhne ich mich nach ein paar Seiten daran, aber hier hatte ich bis zum Schluss damit zu kämpfen. Auch hat mir nicht gefallen, dass die Autorin den Leser in ihre Geschichte mit einbezieht, in dem sie schreibt "wir begegnen Frederikke" oder "lassen Sie uns [..]". Manchmal stellt sie auch Vergleiche zwischen Damals und Heute an, diese Stellen haben mich sehr gestört. Einiges hätte sie auch ganz weglassen können z. B. die Stelle über den Kindermörder, ich weiß wirklich nicht, was der im Roman zu suchen hatte. rnrnIm Großen und Ganzen aber hat mir dieses Buch sehr gut gefallen, es ist traurig-schön und auf jeden Fall zu empfehlen.

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