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Liebesroman: Seide: Roman
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Titel:      Seide: Roman
Kategorien:      Liebesroman
BuchID:      1617
Autor:      Alessandro Baricco
ISBN-10(13):      342313335X
Verlag:      Deutscher Taschenbuch Verlag
Publikationsdatum:      2005-05-01
Edition:      Hardcover
Number of pages:      128
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Seide
Aus der Amazon.de-Redaktion
Hervé Joncour arbeitet nur für wenige Wochen im Jahr. In diesen Wochen kauft er die Larven von Seidenraupen ein -- den Rest des Jahres verbringt er genügsam mit seiner Frau zu Hause. Doch seit einiger Zeit ist eine Epidemie unter den Seidenraupen aufgetaucht, die auch durch den Nachkauf von Larven aus Afrika nicht mehr einzudämmen ist. Nur in Japan sind die Raupen noch völlig gesund; niemand konnte sie hier eingeschleppt haben, denn Japan ist für Ausländer nicht geöffnet. Doch Hervé wagt es, reist um die halbe Welt, um die Larven zu kaufen. Am Hofe Hara Keis trifft er eine Frau mit dem Gesicht eines sehr jungen Mädchens, deren Augen nicht orientalisch geschnitten sind. Er wechselt kein Wort mit ihr, blickt sie kaum an.

Im nächsten Jahr bricht er wieder auf nach Japan, um Larven von Seidenraupen zu kaufen. Wieder trifft er die geheimnisvolle Fremde am Hof Hara Keis -- und diesmal gibt sie ihm einen Brief mit. Lange Zeit unternimmt Hervé nichts, doch dann lässt er den Brief übersetzen. Vor seiner nächsten Reise nach Japan bricht dort Krieg aus. Ein gefährliches Unterfangen, jetzt nochmals hinzufahren, zumal man glaubt, die Ursache der Epidemie entdeckt zu haben, und aus Italien Nachschub verfügbar ist. Doch Hervé wagt es trotzdem. In Japan trifft er nicht mehr auf den Hof Hara Keis; dort ist nur noch Schutt und Asche vorzufinden. Und ein kleiner Junge, der ihn ins Lager führt -- ein letzter Blick auf jene geheimnisvolle Frau, und die Gewissheit, nie wiederkommen zu dürfen. Die Larven, die er kauft, bringt er nicht bis nach Hause. Zu lange dauert die Reise diesmal, zu warm ist es, und schon viel zu früh brechen die Larven auf. Hervé hat sich verändert seit dieser Rückkehr; er ist noch viel ruhiger und melancholischer geworden. Auch seine Frau bemerkt es, wenn er ihr auch die Ursache verschweigt. Eines Tages erreicht ihn wieder ein Brief mit diesen vogelfußähnlichen Schriftzeichen.

Was für ein Buch! Ich bin -- auch nach mehrmaligem Lesen -- immer noch restlos begeistert von diesem Buch, dieser Sprache, dieser Sinnlichkeit. Der Vorhang zu einer fremden Welt wird kurzfristig geöffnet; die Sitten in Japan, die so ganz anders sind als in Europa. Ein absoluter Hochgenuss! --Daniela Ecker

   


Rezensionen
Wunderschön geschrieben

14.10.2010 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Worum geht es?

Es geht um Hervé Joncour, der 1861 mit seiner Frau Hélène im südfranzösischen Städtchen Lavilledieu lebt. Er lebt davon, mit Seidenrauben zu handeln, die er in Ägypten und Kleinasien einkauft. Eines Tages sind die Seidenrauben aus diesen Ländern jedoch von einer Seuche befallen und jemand rät ihm, Seidenraupen in Japan zu kaufen, da diese angeblich von der Seuche verschont blieben – was dann auch stimmt. Er gelangt an den Hof des Edelmannes Hara Kei in dessen Gesellschaft sich oft ein schönes junges Mädchen befindet, das nie spricht und ihm zum Abschied einen Zettel, der mit paar japanischen Zeichen beschrieben ist, zusteckt. Von da an freut er sich jedes Mal sehr auf das Mädchen, wenn er nach Japan reist, bis das Land auf seiner letzten Reise vom Krieg völlig zerstört und das Mädchen weg ist. Als er wieder zu Hause ist, bekommt er einen langen japanischen Brief, den er sich irgendwann übersetzen lässt. Es handelt sich dabei um einen Liebesbrief, der ihn erkennen lässt, wem sein wahres Verlangen immer gegolten hat.

 

Rezeption

Ich hätte nicht erwartet, dass in einem so dünnen Buch soviel stecken kann. Den Titel „Seide“ kann man nicht nur auf die Geschichte des Buches beziehen, sondern auch auf die Art in der es geschrieben ist. Die meisten Sätze sind recht kurz, es gibt 65 Kapitel welche jeweils maximal 3 Seiten lang sind und in fast jedem Satz befindet sich der Name des Protagonisten, Hervé Joncour. Außerdem wiederholen sich teilweise ganze Sätze, wie z. B. dass das Mädchen aus Japan normal geschnittene Augen hat und sehr jung ist – somit erkennt man, dass es dem Protagonisten im Gedächtnis bleibt.

 

Fazit:

Worte so leicht, wie der Kuss eines Schmetterlings – wunderschön.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


 
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