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Krimi/Thriller: Schneemann
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Titel:      Schneemann
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      165
Autor:      Jo Nesbø
ISBN-10(13):      9783550087578
Verlag:      Ullstein Hardcover
Publikationsdatum:      2008-09-01
Edition:      Ungekürzte Ausgabe
Number of pages:      496
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Leiche, die Gert Rafto in der Nähe von Bergen im Schnee liegen sieht, ist nur anhand ihrer Brust als Frau zu erkennen. Den Rest hat der Mörder bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt. In der Nähe der Leiche findet der Polizist einen Schneemann: wie noch bei vielen anderen Frauen, die auf ähnlich bestialische Weise ermordet worden sind -- und werden. Kommissar Harry Hole findet heraus, dass die Morde unmittelbar mit den Kindern der Ermordeten zusammenhängen. Und er steigt hinab in die dunkle Seele eines Täters, den die Presse publikumswirksam „Schneemann“ nennt -- und der es nicht zuletzt auf Holes große Liebe Rakel abgesehen hat. Aber welche Rolle spielen der zwielichtige Gert Rafto und seine Tochter in dem tödlichen Spiel? Massenmörder haben Hochkonjunktur in der internationalen Krimiszene -- wobei sich die Autoren bei der Beschreibung der von diesen an den Tag gelegten Grausamkeiten schier zu überbieten scheinen. Bei dem ein oder anderen Buch hat man dabei den Eindruck, dass die bestialisch getöteten Opfer nicht nur die Handlung strukturieren, sondern auch darüber hinwegtäuschen sollen, dass der Verfasser offenbar nicht in der Lage ist, die Entwicklung der Lösung über 200 bis 400 Seiten mit nur einer Leiche durchzuziehen. Bei Jo Besbø ist das etwas anders. Denn der norwegische Bestseller-Autor beherrscht seinen Plot, wie der Leser bei der Lektüre unschwer erkennen kann, auf jeder Seite.

So ist Schneemann nicht nur psychologisch eisig, klug und stringent aufgebaut sowie mit vielen raffinierten Wendungen bestückt: Er ist auch noch mit einem Schluss versehen, der einem -- trotz des etwas allzu effektvollen (vielleicht schon für eine Verfilmung geschriebenen?) Showdowns -- einen kalten Schauer über den Rücken laufen lässt. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Blindfisch /// Tista vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic
Wie rezensiert man 488 spannende Seiten, ohne zuviel vom Inhalt zu verraten?
Ein Buch, in dem ganz viele Begebenheiten so detailgenau erzählt werden, dass einem ständig neue Schauer über den Rücken laufen und man das Buch  trotzdem - oder gerade deshalb - nicht aus der Hand legen kann - unbedingt sofort von Kapitel zu Kapitel mehr erfahren möchte?
Da ist zum Beispiel die Szene, als Sylvia dem Bösen entkommen kann und voller Angst und Entsetzen in den Wald flieht. Man hört ihren keuchenden, schmerzhaften Atem - man spürt förmlich die Kälte in den Beinen, als sie in dem eiskalten Bachlauf weiter flieht und hört das Glucksen des Baches - und man spürt ihre Panik und ihre Todesangst.
Jo Nesbo ist in meinen Augen wieder ein Meisterwerk gelungen. Harry Hole, der z.Z. trockene Alkoholiker und immer noch in seine ehemalige Freundin Rakel verliebte, eigenwillige Kommissar ist einem sofort sympatisch und vertraut, da man immer wieder Einzelheiten aus seinem Leben und von seinem Charakter erzählt bekommt. Er widersetzt sich seinen Vorgesetzten, er hat eigenwillige Ermittlungsmethoden, er findet immer wieder neue Fährten, die den Leser oft umdenken lassen. Die Taten aus der Vergangenheit fügen sich nahtlos in die neuen Taten ein und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Harry Hole weiter geht - er will ja das Böse verstehen und auch die Liebe - wird das klappen? Oder sieht seine weitere Zukunft wirklich düster aus? Führt sie ihn in die Hölle? Ich freue mich auf eine Fortführung - es wird bestimmt wieder spannend.
Das Cover ist gut gemacht und ich würde in einer Buchhandlung drauf zugehen und mir das Buch näher ansehen.
Das Buch kann man wirklich weiter empfehlen - so wie die sechs Vorgänger auch schon. Oft hat man ja das Gefühl, wenn man ein oder zwei Bücher eines Autors gelesen hat, dann kennt man sie alle - aber Jo Nesbo fesselt mit jedem Buch aufs neue und das ist schon eine hohe Kunst des Schreibens.

Blindfisch /// Tista hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicAtemberaubende Mörderjagdrn------rn"Schneemann" ist bereits der siebte Titel der Reihe um den Osloer Ermittler Harry Hole. Diesmal hat er es mit einem skrupellosen Serienmörder zu tun, dessen Opfer ausnahmslos verheiratete Mütter sind. Als Visitenkarte hinterlässt der Mörder am Tatort stets einen Schneemann. Harry, der immer noch unter der Trennung von seiner großen Liebe Rakel leidet, wird allmählich klar, dass der Täter ihm einen Platz in seinem grausamen Spiel reserviert hat. Bis der Hauptkommissar endlich merkt, mit wem er es zu tun hat, sind er und sein Ermittlungsteam etlichen falschen Fährten gefolgt. Auch die neue Kollegin Katrine Bratt macht sich verdächtig. Harry bleibt langsam nicht mehr viel Zeit, um seinen Gegenspieler zu entlarven, denn das nächste Opfer auf der Liste des "Schneemanns" ist keine andere als Rakel... rn------rnJo Nesbø ist mit "Schneemann" ein extrem spannender und rasant erzählter Kriminalroman gelungen. Seine Sprache ist sehr kraftvoll und beschränkt sich auf das Wesentliche. Der Leser fühlt sich wie auf einer Achterbahnfahrt, so schnell überschlagen sich manchmal die Ereignisse. Wer sich nicht sehr gut auf die einzelnen Handlungen und Gespräche konzentriert, verliert schnell den überblick und übersieht wichtige Informationen, die für die Auflösung der Fälle relevant sind. Denn Nesbø schreibt anspruchsvoll und fordert seine Leser. Sein Ermittler Harry Hole ist kein einfacher Mensch. Er ist Alkoholiker und berüchtigt wegen seiner sehr eigenwilligen und unorthodoxen Ermittlungsmethoden, die ihn jedoch meistens ans Ziel führen. Seine berufliche Besessenheit hat dazu geführt, dass sein Privatleben einem Scherbenhaufen gleicht. Sehr geschickt baut der Autor ungewöhnlich viele persönliche Informationen über sämtliche Beteiligten in die Handlung ein, was der Spannung jedoch keineswegs abträglich ist, sondern die Geschichte noch interessanter und vollständiger macht. Die Tätersuche ist sehr verschachtelt, da sich die Handlung auf drei verschiedenen Zeitebenen abspielt und es etliche Verdächtige gibt, die ein Motiv hätten. In düsteren und schonungslosen Bildern werden ihre sorgsam gehüteten Geheimnisse enthüllt. Dennoch führt jede neue Spur ins Leere und erst kurz vor dem spektakulären Show-down am Schluss gibt der Roman nach vielen überraschenden Wendungen die wahre Identität des Mörders und sein erschreckendes Motiv preis. Nur selten tauchen kleinere Ungereimtheiten auf und bis auf ein, zwei Ausnahmen bleibt Nesbø seinen Lesern keine Antwort schuldig. rn------rnFazit: Dieser Roman ist definitiv nichts für zart Besaitete. Für hartgesottene Fans von intelligenter, hochspannender und sehr realistischer Krimikost jedoch ein absoluter Leckerbissen! rnrnrn

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicNesbø legt mit "Schneemann" schon den siebten Band um den Ermittler Harry Hole vor. Aber auch, wenn man bisher keinen Band der Reihe kennt, lässt sich "Schneemann" gut lesen. Der Leser bekommt alle wichtigen Infos über die Vergangenheit und hat nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.

Das Buch handelt um die Ermittlungen im Fall "Schneemann". Ein Serienmörder mordet Frauen über Jahre hinweg und hinterlässt nur eines: einen Schneemann. Scheinbar ohne zusammenhang werden die Frauen ausgewählt. Als die Ermittler um Harry Hole schließlich Zusammenhänge zwischen den Opfern finden - und damit auch Tatverdächtige, geschehen weitere Morde.

Das Buch ist spannend bis zum Schluß. Nesbø legt viele falsche Fährten, die den mitermittelnden Leser auf die Probe stellen. Einige davon umsonst, denn ein paar Sachen werden recht deutlich.
Hatte ich zwischendrin oftmal das Gefühl, dass ich nicht mehr mitkomme, weil wieder eine neue Fährte gelegt wurde, wurde das Buch dadurch aber auch noch spannender und ich stellte immer wieder fest, dass ich wohl doch nichts verpasst hatte, sondern vollkommen im Bilde war.
Das Lesen dieses Buches hat viel Spaß gemacht und das wird sicherlich nicht mein letztes von Jo Nesbø gewesen sein.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicErst einmal wieder ein paar Worte zum Inhalt: In Norwegen geht ein Serienmörder um, er entführt & tötet Frauen und hinterlässt immer nur einen Schneemann an den Tatorten. Harry Hole und seine neue Kollegin Katerine Brett versuchen den Täter zu stellen, bevor noch mehr Frauen verschwinden.
Schneemann ist mein erstes Buch von Jo Nesbö, aber es ist kein Problem wenn man die vorherigen Bücher nicht gelesen hat. Es werden zwar hin und wieder verstorbene Polizisten oder andere Fälle erwähnt, aber nicht so, das es stören würde. Auch das Privatleben von Hole wird nochmal beschrieben, so das man nichts verpasst hatte.
Das Buch beginnt mit einem kurzen Einstieg im Jahr 1980 und danach geht es sofort aktuell weiter. Man weiß lange nicht was es mit dem Schneemann oder dem Ereignis vor 24 Jahren auf sich hat. Außerdem werden auch andere Morde aus dem Jahr 1992 geschildert. Das bringt schon eine gewisse Spannung mit sich. Ständig wechselnde und neue Verdächtige, sowie einige andere Überraschungen bis hin zum überraschenden Ende lassen einen immer weiter lesen. Bis zum Ende werden dann auch die Ereignisse in der Vergangenheit ideal eingebaut und man erhält ein gutes Gesamtgerüst.
Die Personen sind gut geschildert, man kann alle Handlungsweisen gut nachvollziehen. Trotz seiner etwas nervigen ( und nicht mehr neuen ) Alkoholsucht ist auch der Ermittler Harry Hole sehr sympathisch.
Die Sprache ist leicht und flüssig zu lesen, so dass man das Buch innerhalb kurzer Zeit durchlesen kann.
Wenn man alles zusammennimmt, hat man mit "Schneemann" einen gut durchdachten, kalt und finster wirkenden Krimi mit einem sehr guten Gesamtkonzept der spannend und auf jeden Fall zu empfehlen ist.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Vom Feinsten. Unbedingt lesen!

Es werden Frauen ermordet. Zunächst scheint es keinen Zusammenhang zu geben, aber Mordermittler Harry Hole erkennt ziemlich schnell ein Muster. Viele glauben ihm anfangs nicht, da sie ihn für besessen von Serienmördern halten. Es stellt sich jedoch heraus, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt. Bei den Ermittlungen entpuppen sich verschiedene Verdächtige immer wieder als unschuldig, während sich die symbolische Schlinge um Holes Hals immer weiter zusammen zieht – auch er ist im Visier des Mörders.

Jo Nesbøs Thriller besticht nach einem sehr verwirrenden ersten Kapitel sowohl durch die Handlung als auch durch die Zeichnung der Personen.

Der Name Harry Hole wirkte anfangs schlicht lächerlich auf mich. Die Persönlichkeit des Ermittlers überzeugte mich jedoch sofort von der Figur. Er ist nicht der typische Ermittler. Im Gegenteil – er ist Alkoholiker, der mal mehr und mal weniger von seiner Sucht beeinflusst wird. Die Polizei kann und will jedoch nicht auf ihn verzichten, da er einfach genial ist.

Hole zeigt sich oft als Einzelgänger. Er offenbart seine Gedanken meist erst dann, wenn er sich ihrer Richtigkeit sicher ist und stößt bei Kollegen und Vorgesetzten des Öfteren auf Widerstand und Unglaube. Dies stört ihn jedoch nicht ansatzweise und macht ihn für mich sehr authentisch und sympathisch.

Privat zeigt sich Hole von einer ganz anderen Seite. Zwischen seiner Ex-Frau Rakel und ihm existiert immer noch eine Verbindung, die dem Leser auch die „weiche“ Seite des Kommissars offenbart.

Die Handlung an sich ist weder langatmig noch wirkt sie konstruiert, sondern ist absolut spannend. Es werden viele Mordopfer in den verschiedensten Zuständen und an den unterschiedlichsten Orten gefunden. Die Ermittlungen laufen mehrmals ins Leere, aber Hole findet jedes Mal einen neuen Ansatz, der ihn letztlich auch zum Mörder führt.

Das Ende übertrifft die Spannung des gesamten Buches und meine Erwartungen nochmals um Einiges. Die „Lösung“, sprich die Identität des Mörders, wird dem Leser nicht erst auf den allerletzten Seiten offenbart, trotzdem verliert das Buch dadurch nicht an Spannung. Die Beschreibungen der Szenerie sind wunderbar gelungen und kurbeln die Adrenalinausschüttung beim Leser erheblich an. Das ist wirklich ein Showdown vom allerfeinsten.

Jo Nesbø hat mich mit „Schneemann“ absolut überzeugt. Dieses Buch übertrifft viele andere Bücher des Genres. Meine absolute Empfehlung.


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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicEiskaltrnrn"Schneemann", der siebte Fall aus der Reihe um den Ermittler Harry Hole, war mein erstes Buch von Jo Nesboe.rnEs lässt sich aber zum Glück auch sehr gut ohne Kenntnisse aus den vorherigen Bänden lesen.rnrnDer Einstieg in das Buch gelingt spannend und neugierig machend mit einem Prolog, der 20 Jahre zurück liegt.rnHier werden die ersten Spuren gelegt und es deutet sich schon an, dass keine Langeweile zu erwarten ist.rnrn20 Jahre später wird Harry Hole mit den Ermittlungen um einen Serientäter, der bald "Der Schneemann" genannt wird, beginnen.rnEs werden viele Fährten gelegt, vielleicht ein paar zuviel und zu unglaubwürdig, aber die Geschichte ist doch spannend aufgebaut.rnSehr gut fand ich auch, dass immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wurde. So erlebt man quasi live die Panik und ängste der Opfer mit.rnrnBis zum grossen, und sehr gut gemachten, Showdown werden viele Geheimnisse gelüftet und viele Verdächtigungen ausgesprochen und widerlegt.rnrnEin ganz grosser Kritikpunkt ist für mich der Klappentext des Buches ( ich bin sehr froh, ihn erst hinterher gelesen zu haben ). Er verrät eindeutig viel zu viel vom Inhalt des Buches und ich kann nicht verstehen, weshalb dies vom Verlag so gehandhabt wurde.rnrnEin spannendes Buch, ein guter Krimi, ein interessanter Ermittler - ich liebe einfach die nordischen Krimis. rnUnd schon wieder eine Reihe, die ich von Anfang an lesen will. rnrn

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWieder ein echter Nesbo ....
.... und ein verbissener Harry Hole, der im verschneiten November 2004 in Oslo das Verschwinden bzw. die Ermordnung von vier Frauen aufklären muss. Am Tatort finden er und sein Team immer einen Schneemann, der auf einen Serienmörder schließen läßt. Was haben die Frau gemeinsam, außer dass sie Ehefrauen und Mütter sind? Auch wenn ich nicht zu dieser "Kategorie" gehöre und im November in meiner Heimatstadt noch kein Schnee gelegen hat, habe ich meine Haustür zweimal abgeschlossen und beim Lesen eine Gänsehaut gespürt.
Wieder ein echter Nesbo .... den man als Krimi-Fan unbedingt lesen muss, wie auch die vorherigen sechs Bücher, in denen man den etwas skurilen und in seiner Ermittlungsarbeit hartnäckigen und unkonventionellen Harry Hole kennen lernt.
Nicht-Krimi-Fans werden durch Jo Nesbo zu solchen gemacht!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  0.5 Anonym vergibt 1 von 10 Punkten

UserpicManchmal weiß man nicht, wonach man sucht, bis man es gefunden hat.“

Das ist einer der ersten Sätze, die „die Neue“ Katrine Bratt, von Hauptkommissar Harry Hole zu hören bekommt, als er sie unter seine Fittiche nimmt. Und direkt winkt auch schon der erste große Fall für die junge Ermittlerin: Mehrere Frauen, allesamt Ehefrauen und Mütter, sind verschwunden. Zurück bleibt nur ein Schneemann. Harry Hole, trockener Alkoholiker mit Beziehungsproblemen, merkt bald, das Kinder in diesem Fall der Schlüssel zur Lösung sind. Verdächtige gibt es genug – doch nur einer kann der echte Schneemann sein ….........

„Der Schneemann“ ist der siebte Fall des Ermittlers Harry Hole. Für mich war es der erste Roman des Autors Jo Nesbo um den etwas schrullig wirkenden Kommissar – ich hatte aber dennoch keinerlei Probleme, die Zusammenhänge mit dem Kollegium und seiner bewegten Vergangenheit zu verstehen, da alles kurz erklärt war. Harry selber, der ständig auf dem schmalen Grat zwischen Nüchternheit und der Versuchung des Alkohols wandert, ist ein sehr sympathisch dargestellter Protagonist, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Er hat einige etwas ungewöhnliche und erfindungsreiche Ermittlungsmethoden, so überrascht er einen Verdächtigen beispielsweise in einer Talkshow. Selten habe ich einen Krimi gelesen, in dem der Ermittler so persönlich und emotional in einen Fall involviert war wie hier. Die Geschichte an sich ist sehr spannend, von der ersten Seite an spannt er den Bogen vom Jahr 1980 über einen verschwundenen Ermittler im Jahre 1992 bis hin zum aktuellen Fall im Jahr Jahr 2004. Dabei zeigt er uns eine Reihe origineller Lösungsmöglichkeiten, man tappt mit den Ermittlern auch als Leser im dunklen. Eigentlich würde das schon alleine genügen, um eine vielschichtige Geschichte zu einem überdurchschnittlichen Krimi zu machen. Aber hier kommen noch Nesbos Liebe zum Detail und zu seinen Figuren hinzu. Auch die emotionale Ebene fehlt in diesem Buch nicht, so ist die komplizierte Beziehung zu seiner Exfreundin Rakel und deren Sohn Oleg schön beschrieben, ohne in eine kitschige Richtung zu gehen. Selbst die Beweggründe des Täters kann man letztendlich nachvollziehen.

Schlussendlich ist Finale dann auch noch ganz anders, als man erwartet. Wer Spannung pur liebt, sollte sich den „Schneemann“ auf keinen Fall entgehen lassen!


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Mit dem ersten Schnee

06.10.2009 Bewertung:  4 silkedb vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt:
Harry Hole ist Kommissar bei der Polizei in Oslo. Seit er in Australien einen Serienmörder festgenommen hat und an einem Seminar des FBI teilgenommen hat, gilt er in Norwegen als Fachmann für alle Fragen rund um Serienmörder. Seither wittert er auch bei jedem Mordfall den Auftakt eines Serienmordes, kann doch Norwegen bisher noch keinen eigenen Serienmörder in der Polizeigeschichte vorweisen. Als Alkoholiker und mit einer gescheiterten Beziehung hinter sich, bietet Harry Hole auch noch weitere Angriffsflächen. Eigentlich würde man nicht erwartet, dass dieser Mann tatsächlich ein fähiger Polizist ist. Doch im richtigen Moment gelingt es ihm immer sich zusammen zu reißen und die richtigen Rückschlüsse zu ziehen. So ist er auch der Einzige, dem die Verbindung zwischen zwei Mordfällen auffällt. In beiden Fällen waren die Opfer junge Mütter und in der Nähe des Tatorts wird ein Schneemann gefunden. Dieser Schneemann scheint auch der entscheidende Hinweis zu sein, denn ein Schneemann wird auch in den Akten vieler ungelöster Vermisstenfälle erwähnt. Immer wenn der erste Schnee fällt, verschwinden junge Mütter. Doch was steckt wirklich hinter dem ganzen?


Meine Meinung:
\"Schneemann\" von Jo Nesbø hat mir sehr gut gefallen.
Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und mit einem Kommissar, der alles andere als perfekt ist.
Ich vergebe nur deshalb nicht die volle Punktzahl, weil mir einiges einfach zu unrealistisch ist. Der Wunsch nach einem Serienmörder, weil Norwegen ja noch nie einen hatte, ein offener Alkoholiker als hochrangiger Polizist und die recht unkonventionelle und eigenmächtige Vorgehensweise von Kommissar Harry Hole war mir ein wenig zu viel.
Bei \"Schneemann\" handelt es sich bereits um den siebten Fall von Harry Hole. Es ist jedoch nicht erforderlich alle Bücher vorher gelesen zu haben, da sie jeweils in sich abgeschlossen sind. Wer jedoch wissen möchte, ob Harry Hole immer so wenig Respekt vor seinen Vorgesetzten hat und wie das denn eigentlich früher mit seiner Ex-Freundin Rakel war, der sollte ruhig die Reihe in der richtigen Reihenfolge durchgehen.
Besonders gut gefallen haben mir an \"Schneemann\" die kleinen Details. Sowohl in der Vorgehensweise des Mörders, als auch in der Ermittlung von Harry Hole gab es einige Stellen, die ich toll ausgearbeitet fand und gute Überlegungen.
Auch moralisch werden hier einige Fragen in den Raum gestellt, gerade was die Motivation des Mörders betrifft.
Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich sehr gut in die Haupt- und Nebencharaktere hinein versetzen. Gerade bei den Nebenfiguren ist es sonst eher selten der Fall, dass sie so mit Leben gefüllt werden, wie es dem Autor hier gelungen ist. Harry Hole hat sich im Laufe der Reihe soweit entwickelt, dass man bei ihm selbst den Tonfall aus den Zeilen heraus zu hören glaubt. Ein echtes Unikat und wenn auch etwas unrealistisch, so doch auf jeden Fall sympathisch.
Stilistisch bedient sich Jo Nesbø einiger Zeitsprünge und Perspektivenwechsel, die bei mir dazu führten, dass ich bei der Suche nach dem Täter aufs Glatteis geführt wurde. Bis fast zum Schluss hatte ich die Geschichte noch nicht vollends durchblickt und so blieb auch die Spannung bis zum Ende erhalten.
Das Buch gefällt mir auch von seiner Aufmachung her sehr gut. Titelcover und Bucheinband sind sehr ansprechend und hochwertig.


Fazit:
Harry Hole in Höchstform!


silkedb hat insgesamt 32 Rezensionen angelegt.


Denn wenn der Schnee fällt

15.04.2010 Bewertung:  4.5 Sodom vergibt 9 von 10 Punkten

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Mit seinen kohlschwarzen Augen schaut er rauf zu dem kleinen Fenster, hinter dem gerade ein Mann mit seinem Sohn das Essen vorbereitet. Keine Bewegung, keinen Laut gibt er von sich, sondern starrt einfach nur nach oben. Auch als eine Frau fröhlich ins Zimmer tritt, rührt er sich nicht, zeigt keine Regung. Doch heute Abend wird sie das letzte Mal fröhlich sein. Morgen ist sie verschwunden. Die Personen verlassen den Raum, doch von draußen starrt die kleine weiße Figur weiter nach oben. Ein Schneemann!

Als die Frau verschwunden ist, gibt es keine Anhaltspunkte für den Täter. Natürlich gerät der Ehemann zunächst in Verdacht. Der war aber in einer anderen Stadt und scheidet somit zunächst aus. Mit Harry Hole übernimmt einer der spitzen Ermittler die Untersuchung und deckt nach und nach Hinweise auf. Doch sein Alkoholproblem, sein gestörtes Liebesleben und vor allem der undurchsichtige Fall werfen ihn immer wieder zurück.

Gerade in seiner Hauptfigur Harry Hole zeigt Jo Nesbo sein ganzes Talent zur Charakterausarbeitung. Natürlich handelt es sich bei \"Schneemann\" um den siebten Fall Harry Holes, so dass der Charakter ausgepfeilt sein sollte, doch auch in anderen Charakteren wie etwa der neuen Ermittlerin Katherin zeigt sich die hervorragende Rollengestaltung.

Zwar handelt es sich wie erwähnt bereits um den siebten Fall von Harry Hole, dennoch kann man auch ohne Kenntnis der anderen Bücher die Geschichte gut verfolgen. Nur kleine Andeutungen machen einem deutlich, dass es sich um einen Fortsetzungsroman handelt. Dies stört beim Lesen aber in keiner Weise.

Die Geschichte ist gut erzählt und nicht vorhersehbar. Die Spannung wird durchweg aufrecht erhalten, so dass Langeweile nie auftaucht.

Fazit: Dies war mein erstes Buch von Nesbo und es hat mich fasziniert. Gewiss wird es nicht das einzige Buch von ihm sein, das ich lese. Es ist hervorragend erzählt, die Charaktere gut ausgestaltet und die Spannung gleichbleibend hoch. Der Plot ist aber (für die momentane Zeit untypisch) \"Action-arm\", was manche Leser sicher etwas stören könnte. Mich hat dies zwar nicht direkt gestört, aber ein wenig mehr \"Action\" wäre schön gewesen. Ich kann deswegen keine Bestbewertung geben und bewerte es als \"spitzen\" Buch. Dies wird ihm im Endeffekt auch nicht gerecht, da hier einer der wenigen Fälle vorliegt, der wohl irgenwo zwischen \"spitze\" und \"fantastisch\" liegt. Empfehlenswert ist \"Schneemann\" in jedem Fall.


Sodom hat insgesamt 9 Rezensionen angelegt.


Jo Nessbø - Der Schneemann

20.05.2010 Bewertung:  4.5 Stahlfixx vergibt 9 von 10 Punkten

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Über das Buch:
Über Jahre hinweg verschwinden in Norwegen Frauen, alle am Tag des ersten Schneefalls, Gemeinsamkeiten lassen sich kaum finden, das einzige was alle Frauen gemeinsam hatten - sie waren Mütter und am/oder in der Nähe des Tatortes stand ein Schneemann.
Über Jahre hinweg wird nicht erkannt, dass es sich hierbei um ein wiederkehrendes Schema handelt, erst als Hauptkommissar Harry Hole einen Brief vom \"Schneemann\" erhält, erkennt er, auch und gerade durch die Mitarbeit seiner neuen Kollegin Katherine Bratt, dass es Parallelen zwischen den Fällen gibt.
Im Jahr 2004 verstärkt der \"Schneemann\" die Frequenz seiner Aktivitäten und es wird klar, das fehlende Verbindungsglied zwischen den Frauen ist der Schlüssel zum Täter und zu seinem Motiv.
Meine Meinung:
Der Schneemann ist das siebte Buch von Jo Nesbø, aus einer Reihe von Kriminalfällen, um den Ermittler Harry Hole. Es ist nicht notwendig, die anderen Bücher gelesen zu haben, der Schneemann besteht auch, aus diesem Kontext herausgelöst, als eigenständiges Buch. Wobei es dem nicht \"neueingestiegenen\" Leser natürlich etwas leichter fällt, sich gerade auch im privaten Umfeld von Harry Hole oder bei den anderen Ermittlern zurechtzufinden.
Das erste Drittel beginnt langsam, die Hauptcharaktere werden durchaus etwas tiefgründiger und komplexer eingeführt, aber auch mit dem Richtigen Maß, ohne zuviel überflüssigen Ballast, oder das es langweilig wird. Anfangs musste ich mich auch erst an die doch recht häufig gebrauchten norwegischen Namen und Begrifflichkeiten gewöhnen.
Das Buch verlangt dem Leser durchaus etwas Konzentration ab - der Schreibstil, die Zeitsprünge zwischen den Jahren 1980 bis 2004 und die immer wieder wechselnde Erzählperspektive, verlangen die volle Aufmerksamkeit, sonst kann es schnell passieren, dass Zusammenhänge verlorengehen und man zurück blättern muss, um wieder ins Geschehen zu finden.
Nach dem einführendem ersten Drittel steigt die Spannung zunehmend und bleib bis zum Ende auf hohem Niveau, es gibt immer wieder neue Verdächtige und Wendungen, Jo Nesbø hat mit dem legen falscher Fährten nicht gespart.
Einige Kleinigkeiten haben mir nicht so gut gefallen, wobei das meiner sehr positiven Einschätzung des Buches keinen Abbruch tut - so ist die Ausdrucksweise teilweise schon etwas derb und Harry Hole entspricht dem momentan so oft gelesenen Klischee - verkrachte Existenz mit Alkohol- und Beziehungsproblemen. Auch das Ende war mir einfach etwas zu überzogen. Eine kleine Kritik gilt auch dem Klappentext, der einfach zu viel verrät und dem Leser einiges an Spannung \"stiehlt\".
Mein Fazit:
Mehr ein durch und durch spannender Thriller als ein Kriminalroman und für mich ein \"nordisches Highlight\".


Stahlfixx hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


krimikost - eiskalt serviert

24.05.2010 Bewertung:  5 Toschi3 vergibt 10 von 10 Punkten

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Harry Hole bekommt es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun: viele verschwundene Frauen, und dann tauchen makabre Schneemänner auf, die Köpfe der Opfer statt einer Schneekugel aufgesetzt. Schnell ist der Fall gelöst und die Leitung der Polizei lässt sich feiern. Doch hat man auch den richtigen Täter? Und welche Ziele verfolgt Harrys Kollegin mit ihren eigenen Ermittlungen?

 

Ein toller Fall, den uns der Autor hier vorlegt. Es ist alles da, was das Krimiherz begehrt: Opfer, Intrigen, falsche Fährten, eigene Wege, der große Unbekannte und ein Finale furioso. Hinzukommt der gewohnte starke Schreibstil von Nesbo. Man fliegt durch die Seiten, hofft, dass das Buch noch etwas länger ist, und fiebert mit den Protagonisten. Spannung und Gänsehaut sind, nicht nur ob der frostigen Jahreszeit, garantiert.

 

Auch wenn der Autor auf ein eingespieltes Team von Ermittlern greift, hat man als Nesbo-Neuling nicht das Gefühl, im Regen zu stehen. Alle handelnden Personen werden ausreichend erklärt und beschrieben, die Zusammenhänge gut dargelegt. Auch die Verbindungen und Motive der mutmaßlichen Täter werden verdeutlicht.

 

Fazit: Auf jeden Fall macht dieser Krimi Lust auf mehr von Jo Nesbo. Sollte man nicht Harry-Hole-Junkie sein, wird man nach diesem Buch schnell die vorherigen krimis kaufen und damit die Wartezeit auf den nächsten Teil überbrücken.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


charakterkalt wie ein Schneemann

02.07.2011 Bewertung:  3 coffee2go vergibt 6 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Es ist Winter und wieder einmal treibt ein Serienmörder sein Unwesen: Er hat es auf junge Mütter abgesehen, die er brutal ermordet und dann als Symbol einen Schneemann hinterlässt. Die Ermittlung leitet Harry Hole, der sich durch eine Unzahl an Motiven und Verdächtigen kämpft und schließlich selbst persönlich in den Fall involviert wird.

 

Meine Meinung zum Buch:

Das Thema habe ich sehr spannend gefunden, auch die Tatsache, dass der Ermittler selbst kein makelloses Leben führt und selbst in den Fall verwickelt wird, habe ich als Aufwertung des Buches empfunden. Allerdings habe ich einige Längen im Buch gefunden und auch die Ideen waren nicht immer gelungen ausgefeilt und durchdacht, der Autor bedient sich vieler Klischees. Die Charaktere, vor allem auch Harry Hole selbst, werden als sehr oberflächlich und kalt beschrieben, man kann kaum Sympathie für sie aufbringen. Ebenfalls werden manche Situationen zu lange und zu offensichtlich beschrieben, sodass man schnell einen Verdacht hat, und keine überraschenden Wendungen mehr kommen. Was passiert, geschieht zu offensichtlich. Der Krimi ist zwar nicht schlecht geschrieben, aber auch nicht so gut, wie er beworben wird – es ist ein durchschnittlicher Krimi, den man nach dem Lesen auch schnell wieder vergisst.

 

Titel und Cover:

Der Titel „Schneemann“ passt auch sinngemäß sehr gut zu der emotionalen Kälte, die der Ermittler ausstrahlt und offensichtlich auch zum Tatmotiv des Mörders. Das Cover ist ähnlich und abgestimmt auf die anderen Bücher von Jo Nesbo, hat also Wiedererkennungswert.

 

Mein Fazit:

Der Schneemann war für mich ein durchschnittlich guter Kriminalroman. Aufgrund der vielen durchwegs positiven Kritiken, die ich vorab über das Buch und den Autor gelesen habe, hatte ich mir einen überdurchschnittlich guten Krim erwartet. Diese Erwartung wurde leider nicht erfüllt.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


7. Roman mit dem Ermittler Harry Hole

21.09.2011 Bewertung:  4 Nazena vergibt 8 von 10 Punkten

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„Schneemann“ (OT: Snømannen) ist der siebte Harry Hole-Kriminalroman des norwegischen Autots Jo Nesbø.

Inhaltsangabe:

Harry Hole ist körperlich und geistig ein Wrack: abgemagert, erschöpft, kämpft er mit seiner Alkoholsucht und trauert seiner Ex Rakel nach. Außerdem erinnert er sich ständig an „den Club der toten Polizisten“, die im Dienst starben. Seine Kollegen fragen sich, ob er noch tauglich ist, wird er doch mit jedem Tag exzentrischer. Doch als sich bizarre Mordfälle ereignen, muss er wieder ermitteln. Junge Mütter verschwinden spurlos, dann wird eine Leiche gefunden, oder besser der Kopf: auf einem Schneemanntorso. Harry soll Recht behalten: Norwegen erlebt seinen ersten echten Serienkiller. Doch obwohl sich das Ermittlungsnetz immer enger knüpft und Harry langsam die Zusammenhäng versteht, schafft es der wahre Täter immer wieder ihn auf eine falsche Spur zu locken. Erst im letzten Augenblick erkennt er die Wahrheit, doch kann er das nächste Opfer noch rechtzeitig retten…

Mein Fazit:

Schneemann war mein erster Norwegen-Krimi und auch nach langer Zeit mein erster Krimimalroman überhaupt. Der Einstieg zog sich etwas, da ich die vorherigen Bücher nichtkenne, doch schon nach wenigen Kapiteln war ich positiv überrascht. Nesbø schafft überaus glaubhafte und auch glaubwürdig agierende Charaktere. Sie sind keine Superhelden, aber auch nicht überspitzt voller Fehler dargestellt.

Die Fallabwicklung war sehr spannend und faszinierend zu lesen: die medizinischen Hintergründe wurden ausführlich, aber nicht erschöpfend geschildert und haben dem Fall die richtige Portion Glaubwürdigkeit verliehen, ebenso wie die psychologischen Charakterbilder, die im Laufe der Handlung entworfen wurden. Der Fall wurde durch akribische Arbeit und nachvollziehbare Ermittlungen gelöst, und jedes Mal wenn man dachte, dem Ermittler einen kleinen Schritt voraus zu sein, hat der Autor wieder eine überraschende Wende eingelegt. Zum Schluß war zwar im Ausschlußverfahren erkennbar, wer denn nun der Täter sein musste (denn alle anderen vorgestellten Charaktere waren in der einen oder anderen Form außer Gefecht gesetzt…), dies tat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch. Das Motiv war in meinen Augen zwar nicht hundertprozentig überzeugend, der Charakter in seinem Wahn und auch seiner Selbstanalyse hingegen schon.

Insgesamt mein erster, aber bestimmt nicht mein letzter Hole-Roman.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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