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Krimi/Thriller: Ausgebrannt. Roman
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Titel:      Ausgebrannt. Roman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      122
Autor:      Andreas Eschbach
ISBN-10(13):      3785722745
Verlag:      Bastei Lübbe
Publikationsdatum:      2007-04-16
Edition:      4.
Number of pages:      752
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Ausgebrannt - das ist Andreas Eschbachs dramatisches Endzeit-Szenario, das uns in die Zeit der versiegenden Ölreserven katapultiert. Wir erleben ein düsteres Szenario, das uns drastisch und spannungsgeladen vor Augen führt, wohin der immer größere Hunger nach Öl führen könnte.

Als Markus Westermann in New York zum ersten Mal amerikanischen Boden betritt, ist das für ihn ein magischer Moment: Endlich ist er im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten", wo er ganz groß rauskommen will. Sein amerikanischer Traum scheint jedoch ausgeträumt, bevor er richtig begonnen hat: Seine Firma will ihn entlassen. Zufällig lernt er den Österreicher Karl Block kennen. Der behauptet, mit einer einzigartigen Methode Erdöl finden zu können. Markus Westermann wittert seine Chance und tatsächlich: Die beiden überzeugen eine einflussreiche Risikokapitalgesellschaft und schwimmen bald im Geld. Westermann ist auf der Überholspur - bis nicht nur ihm, sondern auch den Saudis plötzlich das Öl ausgeht. Die Welt, wie wir sie kennen, gerät aus den Fugen.

Andreas Eschbach, bekannt geworden vor allem durch seinen Thriller Das Jesus-Video, weiß, wie man eine spannende Geschichte schreibt. Auch in Ausgebrannt webt er ein Netz aus Personen, Handlungssträngen, Orten und Epochen, das den Leser - ob er will oder nicht - in seinen Bann schlägt. Die Geschichte von Markus Westermann wird dabei erst nach und nach klar - Eschbach arbeitet häufig mit Rückblenden und Zeitsprüngen, zum Teil zu Ereignissen, die weit vor der eigentlichen Erzählung liegen; ganz allmählich weitet sich so die Perspektive. Und indem der Autor viele gut recherchierte Details einarbeitet, stehen plötzlich historisch scheinbar so entfernte Episoden wie der Bau der Bagdad-Bahn und die Terrorflieger vom 11. September 2001 in einem Zusammenhang.

Denn neben den Ereignissen um Markus Westermann erzählt Eschbach auch eine andere Geschichte: die Geschichte der globalisierten Welt, die förmlich am Öltropf hängt, und in der gewiefte Marketingleute, Berater und Finanzexperten mit Milliarden jonglieren. Produktion, Mobilität, Konsum, ja, unser gesamter Lebensstil wären ohne das schwarze Gold schlicht nicht möglich. Was diese Abhängigkeit für uns alle im Ernstfall bedeuten könnte, macht sich aber wohl kaum jemand klar. In Ausgebrannt spielt Eschbach diese Frage bis zum Ende durch - und bietet mit seinem Szenario, das eine ungemütliche Zukunft verheißt, wichtige Denkanstöße. --Holger Sweers, Literaturtest

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Zelda vergibt 10 von 10 Punkten

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Passend zur Klima-Diskussion legt Eschbach seinen Finger wieder mitten rein in die Wunde: was wäre, wenn uns das Öl schon jetzt ausgehen würde?

Die Frage stellt sich aber erst in der zweiten Buchhälfte, davor stehen andere, natürlich ebenfalls Öl-relevante Themen im Vordergrund. In mehreren Zeitebenen werden die Schicksale mehrerer Personen geschildert, was einer der wenigen Kritikpunkte des Buches ist. Denn zuweilen ist diese ständige Springerei nicht einfach zu verfolgen, noch zumal es immer ein paar Sätze braucht um klarzumachen, von wem und wann denn gerade die Rede ist. Natürlich hängen alle Personen zusammen und ebenso natürlich wird der Zusammenhang deutlicher, je weiter sich die Geschichte entwickelt.

Trotz der Verteilung auf viele Charaktere steht Markus Westermann bzw. „Mark Westman“ im Vordergrund. Im Kern eigentlich ein unsympathischer Zeitgenosse, der mit OPI und OPM (other people’s ideas und other people’s money) möglichst schnell und unkompliziert reich werden möchte, ist es einfach unmöglich, ihn nicht zu mögen. Eschbachs Darstellung von Arbeitswelt und verschrobenen Psychen in der „Business-Welt“ ist einfach nur genial. Sein Talent, immer wieder genau den Kern eines Problems zu treffen, macht jedes Eschbach-Buch lesenswert, hier sind die genüsslichen Beschreibungen besonders gelungen.

Als negative Randerscheinung bei Eschbach tauchen jedoch immer wieder Spuren auf, die im Sande verlaufen – was in „Der Nobelpreis“ mit einem Kniff, den der Leser unmöglich mitvollziehen konnte, überstrapaziert wurde, ist hier glücklicherweise nur eine Fußnote. Bewusst werden Hoffnungen aufgebaut, die dann vorsätzlich von jetzt auf gleich hinfällig werden. Es besteht nie die Frage, ob bei Eschbach ein solcher Handlungsstrang auftaucht, die Frage ist lediglich, wie schlimm er sich denn diesmal auf den Leser auswirken wird. Das ist bei „Ausgebrannt“ auch nicht anders, ist aber weniger störend als z.B. bei dem zitierten „Nobelpreis“ – so hat das Buch wenn schon nicht den Nobelpreis, dann aber bestimmt den „Geldbeutelpreis“ verdient.


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