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Krimi/Thriller: Der Nobelpreis
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Titel:      Der Nobelpreis
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      70
Autor:      Andreas Eschbach
ISBN-10(13):      3785722192
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Publikationsdatum:      2006-01-12
Edition:      5
Number of pages:      555
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Professor Hans-Olof Andersson hat ein gewaltiges Problem. Dem Mitglied des Nobelkomitees wurde gerade ein ungeheuerliches Angebot unterbreitet. Drei Millionen Kronen offerierte der fischäugige Mann mit dem Aktenkoffer, wenn Anderssons Stimme einer Schweizer Forscherin zum Medizinnobelpreis verhalf. Obwohl erst kürzlich drei Mitglieder des Komitees auf dem Mailänder Flughafen bei einem Crash ums Leben gekommen waren, lehnte Andersson das unseriöse Angebot ab. Schließlich stand die Reputation des berühmtesten Preises der Welt auf dem Spiel!

Als auch noch seine Tochter Kristina entführt wird, das liebste, was dem blässlichen Professor seit dem Unfalltod seiner Frau geblieben war, konnte nur noch einer helfen. Anderssons Schwager Gunnar Forsberg, der wegen Einbruchs und Industriespionage in Haft saß. Um Gunnar frei zu bekommen, lässt der Professor sämtliche Verbindungen spielen. Ab Seite 117 übernimmt der toughe Gunnar den Erzählfaden und schwingt sich zum eigentlichen Helden der Geschichte empor. Seine Suche nach Kristinas Entführern gerät bald zu einer schwindelerrregenden Odyssee. Ein menschliches und ganz und gar nicht nobelpreiswürdiges Katastrophengebiet erschließt sich. Von nun an windet sich die Story in verschlungenen Pfaden und nimmt schließlich eine völlig unerwartete Wendung, von der, um der Spannung willen, nichts verraten werden soll.

Starker Stoff, sieht man von einem erzähltechnisch nicht ganz schlüssig zu lösenden Problem ab. Gemeint ist das im ersten Viertel des Romans gewaltige Lügenkonstrukt, das (erzählerisch problematisch), als tatsächliches Geschehen geschildert wird, wie auch Ich-Erzähler Gunnar am Ende des Romans kleinlaut zugeben muss.

1998 Das Jesus-Video. Nun Der Nobelpreis. Zwei Pfunde, mit denen sich wuchern lässt. Wissenschaft meets Thriller. Eine Formel, die Frank Schirrmacher von der FAZ prompt veranlasste, einen deutschen Michael Crichton auszurufen. Vielleicht zuviel der Ehre --, aber einen Mini-Nobelpreis für die Kühnheit seiner Konstruktion hat Andreas Eschbachs verblüffend konstruiertes Verwirrspiel allemal verdient. --Ravi Unger

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Zelda vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicEin neues Buch von Andreas Eschbach ist eigentlich immer ein Grund zur Freude. Noch nie habe ich etwas von ihm gelesen, dass wirklich schlecht gewesen wäre und selbst bei den Werken, die mir weniger gut gefallen, liegt das eher am hohem Gesamtniveau.
Bei diesem Maßstab reiht sich "Der Nobelpreis" meiner Meinung nach im Mittelfeld ein, wobei der Roman in drei Teile zerfällt.

Der erste ist mehr eine Abhandlung über den Nobelpreis und liest sich in etwa so spannend wie ein Telefonbuch, ist aber zum Glück nicht allzu lang. Als nächstes wird der Leser mit einem Mitglied des Komitees zur Vergabe der Nobelpreise bekannt gemacht: Hans-Olof Andersson. Ab hier beginnt das Buch eigentlich erst richtig, allerdings wird Hans-Olof nicht die zentrale Hauptfigur, als die sie zunächst erscheint. Erst mit Beginn des letzten Abschnitts betritt der eigentliche Protagonist die Bild- bzw. Buchfläche: Gunnar Forsberg, der ab dann das Heft in Form eines Ich-Erzählers in die Hand nimmt.

Der Übergang wirkt in meinen Augen nicht ganz gelungen, da der Standpunkt von Hans-Olof bis dato sehr stark war und es einiges Umdenken erfordert, sich in den neuen Charakter herein zu denken. Dieser ist gleichmäßig sympathisch und doch wieder nicht. Vom Schicksal gebeutelt, ist man gerne gewillt, ihm einiges nachzusehen, vollständig warm wurde ich mit ihm aber nie. Mag sein, dass es daran liegt, dass mich vieles aus der Sicht von Hans-Olof viel mehr interessiert hätte.
Auf jeden Fall stellt der Übergang zur Ich-Perspektive einen Bruch da und mir schien diese Erzählweise z.B. im "Der Letzte seiner Art" wesentlich passender.

Von da ab nimmt die Handlung an Fahrt zu. Fakten werden gewohnt gut recherchiert eingestreut, Figuren mit Tiefe bestimmen das Geschehen.
Alles steuert auf das Ende zu, das dann eine vollständig andere Wendung nimmt, als zu erwarten gewesen war. Allerdings hat der Leser kaum eine Chance, vorher die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Eschbach verspricht am Anfang sozusagen eine Banane, liefert dann aber eine Gurke. Ähnlichkeiten sind nur rudimentär vorhanden…

Alles in allem liest sich der Roman gewohnt gut, mit allen üblichen Vorzügen wie ausgefeilten Charakteren, Fakten und guten Einfällen. Außerdem werden alle losen Enden zu einem runden Abschluss gebracht. Wie aber auch oft bereitet es Eschbach eine diebische Freude, den Leser an der Nase herumzuführen. Letzteres hat mir nur bedingt gefallen, auch verstärkt durch die Tatsache, dass mein Eindruck schwedischer Lebensart ein anderer ist als der von Gunnar Forsberg.

Somit ist "Der Nobelpreis" für mich ein überdurchschnittliches Buch, aber nur ein durchschnittlicher Eschbach.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Blindfisch /// Tista vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicSo unterschiedlich kann es sein:
Wir waren gerade nach einer Woche Stockholm wieder zu Hause, als ich dieses Buch in die Hand bekam und die Hintergründe über die Verleihung des Nobelpreises geradezu verschlungen habe - sie haben mich nicht gelangweilt! Es war für mich spannend und z.B. auch die Beschreibung des Festsaales, in dem das große Essen stattfindet, fand ich toll - zumal ich doch gerade vorher am gleichen Schauplatz war!

Auch das Buch hat mich wieder fasziniert! Nach "Eine Billion Dollar" war ich etwas enttäuscht, aber "Der Nobelpreis" ist wieder ein gut recherchierter, spannend und fesselnd geschriebener Eschbach. Als Leser wird man immer wieder in die Irre geführt und das macht das Buch so fesselnd - man muss immer wieder umdenken und folgt dem Autor gerne- man weiß nie, wer sind denn nun die Guten und wer die Bösen und das Ende ist ein krönender Abschluss.

Blindfisch /// Tista hat insgesamt 40 Rezensionen angelegt.


 
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