Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Krimi/Thriller: Welt in Angst
  Print


Titel:      Welt in Angst
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      47
Autor:      Michael Crichton
ISBN-10(13):      389667210X
Verlag:      Karl Blessing Verlag
Publikationsdatum:      2005-01-17
Edition:      Hardcover
Number of pages:      608
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Michael Crichtons Thriller beginnt wie eine Amour fou. In einem Pariser Restaurant lernt Jonathan Marshall, Physikdoktorand an einem Labor für Wellenmechanik, die Halbvietnamesin Marisa kennen. Er zeigt ihr sein Labor, und sie nimmt ihn zu einem Glas Wein mit nach Hause. Alles sieht nach dem Anfang einer Affäre aus. Doch plötzlich stürmen drei Männer die Wohnung. Marisa kann sie vertreiben, doch Marshall fühlt sich plötzlich miserabel. Marisa schlägt vor, ihn nach Hause zu fahren, während er auf dem Weg plötzlich am ganzen Körper gelähmt ist. Marisa packt ihn, schleppt ihn zum Wasser -- und stößt den Hilflosen in die Fluten. Später verschwinden in Marshalls Labor alle Daten, nachdem Unbekannte die Zahlenkolonnen zu Wellenentwicklungen „an eine unbekannte Stelle irgendwo in Frankreich“ gesendet haben.

Die Eingangsgeschichte mit dem offenbar in verbrecherischer Absicht geplanten Rendezvous erzählt Crichton zu durchsichtig, als das die mörderische Wendung richtig überraschen könnte. Was aber danach kommt, raubt einem schier den Atem. Denn die Aktion steht in direkter Verbindung mit einer militanten Umweltschutzorganisation, die ganz Kalifornien unter einen riesigen Tsunami begraben will. Das Geld bekommen die Ökoterroristen von der scheinbar harmlosen Organisation NERF, die von dem Millionenerben und Lebemann George Morton finanziell unterstützt wird. Morten glaubt, mit seinen Spenden ein gutes Werk zu tun: bis er der Verschwörung auf die Schliche kommt und nun in die Pflicht genommen wird, das ungeheuerliche Vorhaben der Extremisten zu verhindern.

Für einen handfesten Skandal ist Michael Crichton immer gut. Im Buch zum Erfolgsfilm Entüllung mit Demi Moore und Michael Douglas in den Hauptrollen war es das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, die hier von einer Frau ausging: nicht nur für Feministinnen ein echter Aufreger. Bei Welt in Angst könnten sich die Umweltorganisationen provoziert fühlen, und das aus gutem Grund. Denn die Vorstellung, dass Umweltschützer eine Naturkatastrophe initiieren könnten, um Angst vor der Klimaveränderung zu schüren, ist schon starker Tobak. Gerade vor dem Eindruck der großen, durch einen Tsunami ausgelösten Flutkatastrophe in Südasien zum Jahreswechsel 2004/2005 hat der Roman auf gespenstische Weise erschreckende Aktualität gewonnen. So oder so, echten Crichton-Fans wird die Glaubwürdigkeit oder politische Korrektheit der Story ohnehin egal sein. Denn Welt in Angst ist wieder einmal spannende Unterhaltung der Extraklasse. --Stefan Kellerer


Lebenslauf von Michael Crichton
Exklusiv bei Amazon.de: Einige biografische Fakten über den "Vater des Technothriller"

1942: Am 23. Oktober wird John Michael Crichton in Chicago geboren.

1960: Crichton beendet die Roslyn High School auf Long Island, New York, mit guten Noten und dem Ruf, ein erstklassiger Basketballspieler zu sein. Er beschließt, in Harvard Englisch zu studieren, leidet aber bald unter der überzogenen Kritik eines seiner Professoren. Crichton rebelliert und gibt einen Essay von George Orwell unter seinem Namen ab. Der Professor bemerkt den Schwindel nicht und gibt ihm auch diesmal nur eine mäßig gute Note. Nach diesem Erlebnis wechselt er zum Studium der Anthropologie.

1964: Crichton promoviert mit “summa cum laude” in Harvard im Fach Anthropologie. Er besucht als Gasthörer die Cambridge University und erhält das „Henry Russell Shaw Travelling Fellowship“, ein Reisestipendium, das ihn nach Europa und Nordafrika führt. Nach seiner Rückkehr in die USA studiert er an der Harvard School of Medicine. Um Geld zu verdienen verfasst er nebenbei unter verschiedenen Pseudonymen Spionagethriller. Eines dieser Werke mit dem Titel A Case of Need erhält 1968 den Edgar Allen Poe Preis der „Mystery Writers of America“.

1969: Crichton macht seinen Abschluss an der Harvard School of Medicine und bekommt eine Postgraduierten-Stelle am „Salk Institute for Biological Science“ im kalifornischen La Jolla. Seiner medizinischen Karriere kommt allerdings seine erste Veröffentlichung unter eigenem Namen -- Andromeda -- in die Quere. Dieser Roman über eine apokalyptische Epidemie klettert in die Bestsellerlisten und wird erfolgreich verfilmt . Über seinen Entschluss, sich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren, sagt Crichton: „Die Entscheidung, die Medizin für die Schriftstellerei aufzugeben, kam den meisten Leuten so seltsam vor, als würde jemand seine Stelle als Verfassungsrichter verlassen, um Privatdetektiv zu werden“.

1972: Mit Endstation erscheint ein zweiter Roman Crichtons unter seinem Namen. Auch werden zwei seiner unter Pseudonym veröffentlichten Werke -- Dealing und A Case of Need -- verfilmt. Nachdem er die Dreharbeiten miterlebt hat, beschließt Crichton, sich auch als Regiesseur zu versuchen. Bis zum heutigen Tag hat er bei sieben Filmen Regie geführt, darunter der erfolgreiche Science-Fiction Film Westworld aus dem Jahr 1973, der als erster Film Computer-Effekte einsetzte.

1980: Von seinem anthropologischen Wissen und seiner Begeisterung für neue Technologien lebt Crichtons Roman Congo -- ein Bestseller über die Suche nach Industriediamanten und eine neue Gorillaart. Das Buch erinnerte an die Abenteuerromane eines Henry Ryder Haggard, bereicherte das Genre aber um das Thema Hightech. Auch wenn dieser Roman aus heutiger Sicht veraltet wirken mag, hat er doch das Werk Crichtons geprägt und seinen Ruf als „Vater des Technothriller“ begründet.

1990: Nach seinem Unterwasserabenteuer Sphere -- Die Gedanken des Bösen und einer Einladung ans Massachusetts Institute of Technology im Jahr 1988, beginnt Michael Crichton die 90er Jahre mit einem Buch, das sein erfolgreichstes werden sollte: Jurassic Park. Der Roman ist ein hervorragende Beispiel für Crichtons Fähigkeit, Wissenschaft und Technik geschickt in sein Werk einzubauen. Der spannende Thriller, in dem eine Gruppe von Wissenschaftlern auf einer Insel mit geklonten Dinosauriern strandet, dreht sich um die Themen Gentechnologie, Chaostheorie und Paläontologie und wurde von Steven Spielberg verfilmt. Sowohl Buch als auch Film trugen zur allgemeinen Begeisterung für Dinosaurier maßgeblich bei.

1995: In Erinnerung an seine Zeit an der Harvard School of Medicine entwickelte Crichton die Fernsehserie Emergency Room. In diesem Jahr gewinnt die Serie acht Emmys und Crichton bekommt den Preis der „Producers Guild of America“ in der Kategorie „Fernsehserie“. Emergency Room spielt in einer irrsinnig stressigen und oft auch lebensgefährlichen Notaufnahme eines Chicagoer Krankenhauses und besticht durch Tempo und den bereits zu Crichtons Markenzeichen avancierten Einsatz von technischem Hintergrundwissen und Fachjargon. In diesem Jahr erscheint auch der Roman Vergessene Welt, der die Leser zum zweiten Mal auf die gefährliche Dinosaurier-Insel entführt.

2000: Weil Michael Crichton mit seinen Büchern die Paläontologie populär gemacht hat, wird zu seinen Ehren ein im Süden Chinas entdeckter Dinosaurier nach ihm benannt. Der „Crichton Ankylosaurier“ ist ein kleiner Pflanzenfresser aus der frühen Jurazeit und lebte vor ca. 180 Millionen Jahren. Zu dieser Ehre sagte Crichton: „Für einen Menschen wie mich ist das mehr wert als jeder Oscar.“

2004: Crichtons neuester Thriller Welt in Angst erscheint.



   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  1 Anonym vergibt 2 von 10 Punkten

UserpicEigentlich ist Michael Crichton immer für einen guten Thriller zu haben, auch wenn dabei Realität und Fiktion leicht verschoben sind.
Bisher hatte er in "Prey" oder "Timeline" die Grenzen des machbaren und der Fiktion meisterlich vermischt, aber dieses Buch ist mit abstand das schlechteste, das ich jemals gelesen habe.

Die Geschichte ist zum Anfang eher an einen Grisham angelehnt, denn man findet sich in der Welt von Anwälten und Mandanten wieder. Dann springt das ganze in Richtung Ökoterrorismus und wird arg abstrus.

Die Geschichte ist durchsichitg wie eine Klarsichtfolie, bietet eigentlich keine wirklichen Überraschungen und das Ende wird derartig schnell abgehandelt, dass ich mich gefragt habe woran das wohl liegt: Das Crichton hier keine fundierten Quellen zur Erarbeitung hatte oder ob er einfach keine Lust mehr zum schreiben besaß.

Das einzige gute an dem Buch ist die Menge an Quellen, die Crichton zum besten gibt. Man ist also nicht versucht den Aussagen des Autors Glauben zu schenken, sondern auch durchaus versucht sich selbst ein Bild über die globale Erwärmung und deren vermeintliche Auswirkungen zu machen.

Alles in allem lohnt sich der Kauf des Buches aber nicht, da gibt es weit bessere Ökothriller, allen voran Frank Schätzings "Der Schwarm".

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


Eine andere Wahrheit über die Klimaerwärmung

04.02.2010 Bewertung:  5 lenchen vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Eine sehr interessante Idee gibt es ungefähr in der Mitte dieses \"Öko-Thrillers\": Klimaerwärmung ist ein Pfeil, den man am Ziel vorbei geschossen hat. Man kann viel und lange das Thema Klimaerwärmung diskutieren, aber die Leute vergessen es gleich, wenn der nächste Winter kommt, mit seiner Kälte und den Schneestürmen.


Ich habe den Roman Welt in Angst am Höhepunkt dieses Winters gelesen, begleitet von plötzlicher Kälte und starken Schneefällen. Wenn man fünfmal pro Tag die Gehwege und die Garagenzufahrt von dem Schnee freiräumen muss, klingen alle Erzählungen über Klimaerwärmung nur wie eine ätzende Phantasie der Ökofans.


Bei der Arbeit an diesem Roman wollte Crichton ein riskantes Ziel erreichen, das heißt, eine \"andere Wahrheit\" über Klimaerwärmung zu erzählen. Man könnte sagen, dass das Buch mit wissenschaftlichen Fakten überfüllt ist, die diese ausgeklügelte Gefahr beweisen. Und doch ist das Buch kein Traktat, sondern ein spannender Thriller, dessen Handlung auf die Enthüllung der Taten von ökologischen Terroristen basiert, welche die globale Angst vor der Klimakatastrophe verbreiten. Der Autor beschreibt unwahrscheinliche Technologien (sehr reelle, wie er behauptet), die man für die Entstehung des Klimachaos benutzt. Zum Beispiel retten sich die Hauptfiguren nicht vor den Schüssen der Terroristen, sondern vor den Blitzen, die vom Himmel gerade auf sie schlagen!


Dieser Roman wurde viel und stark kritisiert. Man sagte, Crichton diskreditiert alle Bemühungen der Zivilisation, das Klima zu retten und macht sich darüber sogar lustig. Aber in diesem Roman, wie auch in allen seinen Werken, bleibt Crichton sehr überzeugend.


Das Buch ist bestimmt lesenswert für alle, die sich für das Thema Klimaerwärmung interessieren. Man muss nicht nur die ganze Wahrheit kennen, sondern auch die \"andere Wahrheit\".


lenchen hat insgesamt 58 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla