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Krimi/Thriller: Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 7)
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Titel:      Die Lebenden und die Toten (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 7)
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10562
Autor:      Nele Neuhaus
ISBN-10(13):      3550080549
Verlag:      Ullstein Hardcover
Publikationsdatum:      2014-10-10
Number of pages:      560
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Nele Neuhaus hat sich selbst übertroffen

05.11.2014 Bewertung:  5 KimVi vergibt 10 von 10 Punkten

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Kriminalkommissarin Pia Kirchhoff hat heimlich geheiratet und will mit ihrem Mann über Weihnachten in die Flitterwochen fahren. Beim Packen der Koffer, erreicht sie ein Anruf von ihrem Chef Oliver von Bodenstein. Eine ältere Dame wurde beim Spaziergang mit dem Hund erschossen. Da von Bodenstein nicht so schnell am Tatort eintreffen kann, und einige Mitglieder des Teams erkrankt sind, bittet er Pia darum, kurz einzuspringen. Kurz entschlossen fährt Pia zum Tatort und verschafft sich einen Überblick. Als wenig später eine weitere Frau erschossen wird, unterbricht Pia ihren Urlaub und unterstützt das Team bei den Ermittlungen. Die beiden getöteten Frauen hatten scheinbar keine Feinde. Der Verdacht liegt nahe, dass ein Sniper die Vorweihnachtszeit nutzt, und wahllos tötet. Doch Pia Kirchhoff kann das nicht glauben, sie denkt, dass viel mehr dahinter steckt.............

"Die Lebenden und die Toten" ist bereits der siebte Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, können die Bände auch unabhängig voneinander gelesen werden. Dem aktuellen Fall kann man auch ohne Vorkenntnisse aus den vorangegangenen Büchern folgen. Hintergrundinformationen zu den Hauptprotagonisten sind in die Handlung eingeflochten, sodass man sich beim Lesen mühelos orientieren kann. Um der Weiterentwicklung der bekannten Charaktere, und den beruflichen und privaten Nebenhandlungen zu folgen, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt mühelos, da man sich sofort mitten im Geschehen befindet und dem geheimnisvollen Sniper dabei über die Schulter schaut, wie er sein erstes Opfer ins Visier nimmt und gezielt zur Strecke bringt. Das Interesse ist dadurch sofort geweckt, denn man möchte unbedingt erfahren, wer der Schütze ist und was ihn zu dieser Tat treibt. Die Spannung ist von Anfang an da und wird durchgehend gehalten. Obwohl man im Verlauf der Handlung erfährt, welches Motiv hinter den Schüssen des Snipers steckt, tappt man hinsichtlich der Identität des Schützen lange Zeit im Dunkeln. Nele Neuhaus legt dabei geschickte Fährten aus, denen man allzu bereitwillig folgt. Allerdings bekommt man beim Lesen Zweifel an den eigenen Ermittlungen und wirft diese oft über den Haufen. Man ist hin- und hergerissen und weiß nicht, wer nun wirklich der Täter ist. Dieses Geheimnis, und die gesamten Zusammenhänge, werden erst kurz vor Schluss gelüftet, sodass man bis zum Ende gebannt der spannenden Handlung folgt.

Das Ermittlerteam des Hofheimer K11 ist durch Erkältungs- und Urlaubszeit geschwächt, sodass Pia freiwillig ihren Urlaub abbricht. Da die Zeit drängt und der Sniper regelmäßig zuschlägt, wird ein Fallanalytiker hinzugezogen. Dennoch, oder gerade deswegen, treten die Ermittlungen zunächst auf der Stelle. Denn der Berater kann und will sich nicht in das Team einfügen und ist von sich, und seiner Arbeit, vollkommen überzeugt. Damit treibt er nicht nur Pia Kirchhoff an den Rand des Wahnsinns. Das Wiedersehen mit den alten Bekannten aus dem Hofheimer K11 verläuft reibungslos. Durch eingestreute Hintergrundinformationen ist man auch nach einer längeren Pause gleich wieder auf aktuellem Stand. Die privaten Nebenhandlungen nehmen nicht zu viel Raum ein und fügen sich sehr gut in die Handlung ein.

Ich habe mich beim Lesen dieses siebten Bandes sehr gut und durchgehend spannend unterhalten. Der Krimi hat mich von der ersten Seite an gepackt, sodass ich mich nur schwer vom Gelesenen lösen konnte. Nele Neuhaus ist es mal wieder gelungen, mich durch sympathische Progatonisten, einen interessanten und sehr aktuellen Plot und eine durchgehend spannende Kriminalhandlung vollkommen zu überzeugen. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Die Lebenden und die Toten

26.04.2015 Bewertung:  4 Astrid vergibt 8 von 10 Punkten

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Ein neuer Kriminalroman von Nele Neuhaus, der hält, was er verspricht! Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein stehen in „Die Lebenden und die Toten“ vor der Aufgabe, einen Serienmörder zu überführen, der seine Opfer aus dem Hinterhalt erschießt. Dabei kommen sie einem Organspendeskandal auf die Spur, der den Täter zu Vergeltungstaten an den Angehörigen der Schuldigen dieses Vorfalls verleitet. Pia Kirchhoff sieht sich gezwungen, auf ihre Flitterwochen zu verzichten, um ihre Kollegen bei der Suche nach dem Täter zu unterstützen.

 

Nele Neuhaus führt hier ihre bewährte Krimiserie mit den Kommissaren Kirchhoff und Bodenstein in ihrem gewohnten Schreib- und Erzählstil fort. Auch in diesem Roman erfährt man wieder einiges über die private Situation der beiden Ermittler, allerdings meinem Gefühl nach weniger als in den vorherigen Romanen. Das gefällt mir persönlich besser, vor allem da mir die beiden Hauptpersonen auch im siebten Teil der Kirchhoff-Bodenstein-Krimis noch nicht sympathischer geworden sind.

 

Dennoch hat mir dieser Kriminalroman besser gefallen als einige andere Romane dieser Reihe, da mich sowohl die Thematik interessiert hat, als auch die Beweggründe der Opfer und des Täters. Ob die Handlungen der dargestellten Personen unbedingt so realistisch sind, lasse ich mal dahingestellt, da mich dieser Roman, wie alle anderen Kirchhoff-Bodenstein-Romane von Nele Neuhaus auch, gut unterhalten hat.

 

An sich handelt es sich hier um ein sehr aktuelles Thema. Meiner Meinung nach hätte die Thematik der Organspende aber noch etwas genauer beleuchtet und mit Fakten unterfüttert werden können. Nach diesem Roman hatte ich eher den Eindruck, dass Nele Neuhaus Organspenden generell ablehnt. Dieser Roman ist mir demzufolge etwas zu einseitig. Sicher ist es interessant, diese Schattenseite der Organspendepolitik zu schildern und mögliche Konsequenzen für die Leidtragenden eines derartigen Organspendeskandals. Aber die Vorteile von Organspenden werden hier vollkommen außer Acht gelassen und es wird angedeutet, dass die Vergabe von Spenderorganen weniger auf Grundlage von medizinischen Gesichtspunkten als finanziellen geregelt wird. Hier hätte ich mir eine etwas differenziertere Darstellung der Organspendeproblematik gewünscht.

 

Trotzdem kann ich abschließend sagen: Ein guter Kriminalroman, den ich allen weiterempfehlen kann, die bereits Fan von Nele Neuhaus sind oder es noch werden wollen. Es handelt sich hier um einen spannenden deutschen Kriminalroman, der den Leser (wahrscheinlich) nicht enttäuschen wird.


Astrid hat insgesamt 7 Rezensionen angelegt.


 
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