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Krimi/Thriller: Das weiße Grab: Kriminalroman (Droemer)
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Titel:      Das weiße Grab: Kriminalroman (Droemer)
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10286
Autor:      Lotte Hammer, Søren Hammer
ISBN-10(13):      3426198959
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2013-02-01
Number of pages:      512
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Angela Merkel in ihrem ersten Kriminalroman

07.08.2013 Bewertung:  4 mr.matze vergibt 8 von 10 Punkten

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== Søren Hammer, Lotte Hammer - Das weiße Grab ==

 

Wieder ein Rezensionsexemplar, wieder habe ich mal in die Nordeuropa-Kiste gegriffen, diesmal aber nicht ganz so hoch. In Dänemark spielt der Thriller und ich gebe zu, dass ich dann zunächst etwas stutzig wurde, dass der Thriller von zwei Geschwistern geschrieben wurde.

 

Meine Fantasie reicht nicht ganz aus, um mir den Arbeitsalltag der beiden vor Augen zu führen. Im Ernst, wie läuft das? Sie ist gelernte Krankenschwester, kommt nach der Schicht nach Haus und fragt, wie weit das Brüderchen gekommen ist mit dem Schreiben.

 

Er antwortet, dass der Killer gerade den Wagen des Kommissars geklaut hat und auf der Autobahn Richtung Norden rast ... Zwei Szenarien: in Szenario 1 ist Schwesterchen begeistert und schreibt in einer Nachtschicht die Verfolgungsjagd weiter, während Brüderchen schläft oder Szenario 2: sie findet das Mist, löscht die letzten 30 Seiten und schreibt die Geschichte anders weiter. Brüderchen ist sauer, redet drei Tage kein Wort mehr mit ihr und schreibt aus Trotz ein Kinderbuch?!

 

Nun denn ... Konrad Simonsen ist der Name des Protagonisten, auf den sich die beiden geeingt haben. Allerlei Helfer und Figuren kommen vor – die Geschichte sei in Kürze zusammen gefasst und ebenso kurz sei das Lesevergnügen bewertet.

 

 

=== Søren Hammer, Lotte Hammer - Das weiße Grab - Klappentext===

 

„Kriminalhauptkommissar Konrad Simonsen ist mit seinen Kräften am Ende, als ein spektakulärer Mordfall auf Grönland seine komplette Aufmerksamkeit fordert. Erst vor kurzem ist bei ihm Diabetes diagnostiziert worden. Besorgt sehen Simonsens Team und seine Lebensgefährtin Nathalie von Rosen mit an, wie er völlig erschöpft die Ermittlungen aufnimmt. Zudem erschüttert der Fall die Polizisten zutiefst: Ein perfider Killer hat vor vielen Jahren sein Opfer im Inlandeis vergraben. Die Klimaerwärmung hat nun die Leiche zutage gebracht. Schnell wird klar, dass der Fund auf Grönland mit einer Mordserie in Dänemark zusammenhängt. Als Simonsen erkennt, dass er vor Jahren einen fatalen Ermittlungsfehler begangen hat, der seine Kollegin Pauline nun in die Gewalt des Serienkillers führt, greift der geniale Ermittler zu drastischen Mitteln …“ [Droemer-Verlag]

 

 

=== Søren Hammer, Lotte Hammer - Das weiße Grab – Rezension und Kritik ===

Der dänische Kommissar Konrad Simonsen ist eigentlich drauf und dran in den Urlaub zu fliegen und Zeit mit seiner Tochter zu verbringen. Dazwischen funkt ihm ausgerechnet die deutsche Bundeskanzlerin. Nicht direkt, aber bei einem Hubschrauberflug bei einem Auslandsbesuch wird eine Leiche im Eis entdeckt, derer Simonsen sich annehmen soll.

 

Die Geschichte gewinnt zunächst dadurch Fahrt, dass sich Parallelen zu einem alten Fall entwickeln und Simonsen muss dahinter kommen, dass er sich damals wohl fatal und dramatisch geirrt hat.

 

Hin und hergerissen zwischen dem Fall von damals und der Motivation des neu aufgerollten Falls entwickeln sich Verbindungen, die ihn und seine Kollegen auf die Spur des Täters führen.

 

Dabei kommen die junge, dynamische und ehrgeigzige und die etwas seltsam anmutende Comtesse ebenso in das Blickfeld, wie das Leben des Kommissars, der aber seinen Beruf über Vieles im Leben stellt.

 

Ein guter Roman. Warum? Er hat Anklänge eines Polit-Thrillers, stoppt aber immer rechtzeitig, bevor es sich in Details und Einzelheiten verliert. Ein guter Roman, weil die Spannung sich mit Phasen der Beschreibung und der Ruhe abwechselt, wobei zu bemerken ist, dass der Vorlauf manchmal doch etwas lang erscheint.

 

Ein guter Roman, weil er sich unauffällig in die Reihe dänischer Krimis einreiht, die seit Jahren eigentlich immer guten Lesestoff bieten. Gut vielleicht auch deswegen, weil sich der Hauptdarsteller nicht in Alkohol- oder Beziehungsexzesse begibt, dadurch bleibt mehr Zeit für Kleinigkeiten, deren Beschreibung es durchaus wert ist zu lesen.

 

Ruhig ja, langweilig auf keinen Fall.

 

=== Søren Hammer, Lotte Hammer - Das weiße Grab – Statistisches ===

 

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten

 

Verlag: Droemer (1. Februar 2013)

 

ISBN-10: 3426198959, ISBN-13: 978-3426198957

 

Originaltitel: Alting har sin pris

 

Größe: 21,8 x 15 x 4 cm

Preis: 19,99 Euro

 

 

 

=== Søren Hammer, Lotte Hammer - Das weiße Grab – Fazit ===

 

Es ist wieder einer dieser Skandinavien-Krimis. Man mag sie, man erkennt viele Muster wieder, die man so oder anders schon einmal gesehen hat. Es ist ein bisschen Gewalt, es ist viel Hauptkommissar. Der Spannungsbogen ist sichtbar, verliert sich aber manchmal ein wenig in vielerlei Abschnitten, in denen es um deskriptive Elemente geht, bei denen man an schlechten Tagen darüber nachdenkt, ob eine Kürzung des Romans um hundert Seiten nicht den Bogen deutlich straffer hätte werden lassen.

 

Und wenn man das Buch dann doch gelesen aus der Hand legt, denkt man sich, dass die typischen Skandinavien-Thriller seit 10 Jahren doch etwas haben, was man an manch anderem Krimi vermisst.

 

Neben den deutschen Regionalkrimis – Nele Neuhaus lässt grüßen – bestehen in meinem Bücherregal vor Allem die Skandinavier. Neben Carl Morck ist auch der hier beschriebene Konrad Simonsen auf einem guten Weg. Von den Amerikanern kommt an das Schock-Horror-Thriller-Genre ohne größeren Anspruch auf Niveau nur noch Cody McFadyen heran, aber der Vergleich mit dem Geschwisterbuch der Hammers hinkt der Vergleich, da sich die Akzente doch etwas verschieben.

 

Ich werde diesen Weg gerne ein Stück mit gehen ...

 

 


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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