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Krimi/Thriller: Das Ende der Welt: Claire DeWitt ermittelt: Ein neuer Fall für die beste Ermittlerin der Welt
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Titel:      Das Ende der Welt: Claire DeWitt ermittelt: Ein neuer Fall für die beste Ermittlerin der Welt
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10221
Autor:      Sara Gran
ISBN-10(13):      3426226375
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2013-03-01
Number of pages:      368
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Ein etwas anderer Kriminalroman - skurril, abgedreht und nicht immer nachvollziehbar

24.03.2013 Bewertung:  4 EmilyE vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt (Buchinnenseite)
In San Francisco löst Claire DeWitt, getreu der Lehre ihres großen Vorbilds, dem französischen Detektiv Jaques Silette, die schwierigsten Ermittlungsfälle. Dann stirbt Claires einstige große Liebe, der Musiker Paul. Er wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden, seine wertvollen Gitarren fehlen. Raubmord? Für die beste Ermittlerin der Welt ist sein Tod ein Zeichen mehr, dass sie im Zeitalter des Kali Yuga lebt, welches gezeichnet ist von Verlogenheit und Gewalt unter den Menschen. Sie redet sich ein, dass nur die Überführung des Täters ihren unerträglichen Schmerz und ihre Trauer lindern kann. Doch nach fast einhundertdrei Tagen harter Ermittlungsarbeit hat Claires Drogenkonsum lebensgefährliche Ausmaße angenommen – eine Lösung des Falls ist noch lange nicht in Sicht. Sie wird immer weiter hinabgezogen in den Strudel der Hoffnungslosigkeit, und auch für Claire ist das Ende der Welt nicht weit.

Über den Autor (Buchinnenseite)
Bevor Sara Gran, geboren 1971 in Brooklyn, hauptberuflich Schriftstellerin wurde, hat sie in einer Vielzahl von Berufen gearbeitet, die aber allesamt mit Büchern zu tun hatten. Nach ausgedehnten Weltreisen lebt sie nun in Kalifornien. Ihr Serienauftakt um die Ermittlerin Claire DeWitt, „Die Stadt der Toten“, wurde von der Presse einhellig gefeiert.

Meine Meinung
Dieses Buch ist anders – und man wird es entweder mögen oder man findet es langweilig und dämlich und legt es genervt zur Seite. Ich mochte es. Es ist kein typischer Krimi an sich, eigentlich bildet die Krimihandlung nur die Grundlage. Im Vordergrund steht mehr die Privatdetektivin Claire DeWitt, ihr Leben, ihr Wirken, ihr Leiden. Claire ist Anhängerin des (fiktiven) französische Detektivs Jaques Silette, dessen Weisheiten von ihr immer wieder zitiert werden. Hier eine Auswahl aus dem Umschlag des Buches:

"" Zitat

„Die Detektivin, die vorgibt, die Wahrheit nicht zu sehen, begeht mehr als eine Todsünde. Sie setzt ihr Seelenheil aufs Spiel, denn sie verurteilt und alle zu einem Leben in Schmerzen.“
„Glück ist die vorübergehende Folge der Verleugnung längst bekannter Tatsachen.“
„Was bleibt, wenn das Rätsel gelöst ist? Ein Nicht, ein Vakuum? Bleiben manche Rätsel besser ungelöst, sind wir mit nicht besser bedient als mit etwas?“

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und beschreibt Claires Suche nach Pauls Mörder – doch zunächst beißt sie sich an dem Fall die Zähne aus, was sie schwer trifft. Sie nimmt immer mehr Drogen, versinkt im Kokainrausch, klaut Valium und Oxycodon aus den Badezimmern von Zeugen, Freunden und Fremden, landet in den Betten verschiedenster Männer, bevor sie den Fall letztednlich löst. Neben der aktuellen Handlung, der Aufklärung von Pauls Mord, springt das Buch immer wieder nach New York im Jahr 1986, wo Claire und eine Schulfreundin das Verschwinden einer Freundin aufklären wollen. Hier beginnt quasi ihre Karriere als Detektivin. Und bereits hier ist Claire nicht das liebe, nette Mädchen von nebenan, sondern schwänzt die Schule und treibt sich in Bars rum. Zwischendurch tauchen im Buch lauter seltsame Gestalten als Nebenfiguren auf, wie z.B. der rote Detektiv, der in den Wäldern von San Francisco lebt und esoterische Weisheiten von sich gibt. Nicht alles erschließt sich einem beim Lesen, nicht alles macht Sinn und manche „Einspieler“ habe ich bis jetzt noch nicht begriffen. Daher finde ich auch den englische Reihentitel wesentlich passender: Claire DeWitt Mysteries. Trotzdem hat mir diese ungewöhnlich Art zu schreiben und die verrückte Claire gefallen und ich werde bestimmt noch den Vorgängerband lesen.

Leseprobe
Einen ersten Einblick in den Schreib- und Erzählstil gibt die Leseprobe auf Vorablesen. Wer sich für das Buch interessiert, sollte dort schon mal reinschauen. Im Laufe des Buches wird es dann allerdings eher noch seltsamer, verschachtelter und verschrobener als es in der Leseprobe schon ist.

Fazit
Das Buch erinnert mich ein wenig an Filme wie Lost Highway oder Donnie Darko – ziemlich skurril, nicht immer verständlich und trotzdem oder gerade deswegen faszinierend. Es ist definitiv kein typischer Krimi - wer so einen lesen möchte, sollte lieber die Finger von diesem Buch lassen. Wer auch gerne mal Bücher mit einer etwas abgedrehten Erzählweise liest, in denen der Kriminalfall eher eine untergeordnete Rolle spielt und die Handlung nicht immer rational verläuft, sollte sein Glück mit diesem Buch versuchen. Für mich insgesamt 4 Sterne.

EmilyE hat insgesamt 15 Rezensionen angelegt.


 
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