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Krimi/Thriller: Tödlicher Fehler: Thriller
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Titel:      Tödlicher Fehler: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10219
Autor:      Gregg Hurwitz
ISBN-10(13):      9783426197882
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2011-02-14
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

1.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Zum Fürchten und zum Heulen!

24.03.2013 Bewertung:  1.5 mr.matze vergibt 3 von 10 Punkten

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Tödlicher Fehler – Greg Hurwitz

Hurwitz? Hurwitz? Abgesehen davon, dass bei mir nicht das leiseste Glöckchen klingelte, als ich den namen Hurwitz hörte, habe ich instinktiv gleich 14 Wortwitze in meinem Kopf über den Namen des Autors explodieren lassen.

Ich bekam das Exemplar Tödlicher Fehler von Greg Hurwitz als Rezensionsexemplar in die Finger und ahnte schon beim Umdrehen des Buches und dem Lesen des hinteren Buchdeckels kalte Schauer über den Rücken – allerdings nicht wegen des plakativen Dreizeilers

Wir wissen, wer du bist.
Wir wissen, wo du wohnst.
Wir wissen, was du getan hast.

in den oberen Zeilen, sondern wegen der Empfehlung eines weiteren Autors am unteren Ende der Geschichtszusammenfassung (und mit Geschichte meine ich nicht Historie, sondern Plätscher-Storyline).

Da stand nämlich „Herausragend in jeder Hinsicht“, geschrieben von Lee Child, dem Autor, der den Groschenroman in meinen Augen neu erfunden hat und dem jetzt sogar die Ehre zuteil geworden ist, dass seine mehr als fragwürdigen Krimis jetzt auch noch für die Kinoleinwand verfilmt werden. Hauptdarsteller, und das ist der eigentliche Witz an der Geschichte, ist Tom Cruise, den ich seit seiner lustigen Rolle in Mission Impossible ganz oben auf der Liste derjenigen Filme und Hauptdarsteller habe, die ich nicht mal geschenkt im Regal stehe haben will …. aber zurück zu Hurwitz.
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Der Klappentext verrät, dass die Hauptfigur Nick seit zwanzig Jahren mit dem Schuldgefühl lebt, den Tod seines Stiefvaters verschuldet zu haben. Dass dies als Jugendsünde bezeichnet wird, mag Ansichtssache sein. Denn eben in jener Nacht, als Nick sich aus dem Haus schleicht und eine beginnende Affäre mit einer Frau nachverfolgen will und so die komplexen Sicherheitsmechanismen des Alarms außer Kraft setzt, wird in eben jenes eingebrochen und der Stiefvater stirbt.

Jahre später, in denen Nick stets um 2:18 Uhr aus dem Schlaf schreckt, wird er im Schlaf von einem Sondereinsatzkommando aufgebracht, die ihn zu einem Atomkraftwerk bringen. Hier hat sich ein vermeintlicher Terrorist mit einer ebenso vermeintlichen Bombe verschanzt und will mit niemandem außer Nick sprechen. Nach bevor Nick ahnungslos dem Terroristen seinerseits eine getarnte Bombe übergibt, erhält in Anspielung auf Geschehnisse von damals einen Schlüssel überreicht, mit dem er sich auf den Weg in seine eigene Vergangenheit macht und Verschwörungen auf die Spur kommt, die bis in höchste Regierungskreise ihre Kreislinien ausufern lassen.

Tödlicher Fehler – Greg Hurwitz - Die Kritik

Es deutete sich ja bereits an: ich kann dem Buch nichts abgewinnen. Das fängt bei den eigentlich hochgelobten ersten Seiten an, bei dem beschrieben wird, wie der junge Nick in die Falle gelockt wird und unter der Aussicht einer möglichen Affäre dazu verleitet wird, dem offensichtlich paranoiden Stiefvater, der durch den Job als Leibwächter für Prominente auch sein eigenes Haus alarmverkabelt hat, seinen Mördern ans Messer zu liefern. Die Geschichte im Atomkraftwerk ist schlicht und ergreifend hanebüchen, der anschließende rasante Verlauf hin zu eigenen Ermittlungen mit einem im Schuh versteckten Schlüssel – stets zwischen Kumpel, Politiker und Mördern ist Stoff, den das ZDF nicht mal annähernd im Montagskino bringen würde.

Dass ich das über 400 Seiten durchgehalten habe, ist ein größeres Kinoerlebnis wert, finde ich. Wer in den Rezensionen von reißender Spannung und atemlosem Thrill spricht, wird auf der nächsten Kirmes wahrscheinlich unfassbare Todesängste vor lauter Action aushalten müssen.

Ich habe mich gequält, ein skurriler anfänglicher Spannungsbogen mündet in einem abflachenden Groschenroman, den man im Großformat für zu teures Geld verkauft hat. Der Hauptdarsteller bleibt ebenso anonym wie die Geschichten rund um die große Politik blass bleiben. Vielleicht nicht realitätsfern, aber in meinen Augen ist ein Cody McFadyen wesentlich spannender, weil er nicht krampfhaft versucht Spannung und Überraschung zu erzeugen. Für mich ist Tödlicher Fehler misslungen, ein Fehler es zu lesen, wenn auch nicht tödlich.


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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