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Krimi/Thriller: Zorn - Vom Lieben und Sterben: Thriller
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Titel:      Zorn - Vom Lieben und Sterben: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      10133
Autor:      Stephan Ludwig
ISBN-10(13):      9783596195077
Verlag:      Fischer Taschenbuch Verlag
Publikationsdatum:      2012-10-09
Edition:      1
Number of pages:      368
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Schröder, mach schon mal die Arbeit

03.11.2012 Bewertung:  5 NiliBine70 vergibt 10 von 10 Punkten

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Inhalt:

Zorn und Schröder, die beiden Protagonisten des ersten Bandes mit dem ach so sprechenden Namen „Zorn – Tod und Regen“, sind wieder da! Und sie müssen sich mit ihrer gewohnten Art einem Fall stellen, der auch sie und ihre Vergangenheit weitaus mehr berührt, als man zunächst vermutet.

Ein Junge, still und in sich gekehrt, wird auf einem Radweg von einem gespannten Draht quasi enthauptet. Mitten in einem beschaulichen Waldstück, wo Leute ihre Hunde Gassi führen, andere Radfahrer entlangkommen und dann so etwas. Zorn und der so leidlich genesene Schröder müssen sich hiermit auseinandersetzen und ermitteln. Doch keiner ahnt zunächst, in welches Wespennest sie stechen und welche Abgründe sich im Laufe der Geschichte auftun. Und es wimmelt von Verdächtigen. Da wird es nicht einfacher, dass Schröder sich recht merkwürdig benimmt und Zorn einer Liebe nachtrauert, was er aber niemals zugeben würde.

Eine Geschichte, wie ein gut inszenierter Samstagabendkrimi!

Meine Meinung:

Schröder, mach schon mal die Arbeit

Zumindest hieß es das noch mehr oder weniger im ersten Zorn-Band, den ich mit so viel Vergnügen gelesen habe. Zorn, mit seiner schnoddrigen, menschenverachtenden Art, der niemanden an sich ran lässt, überheblich durchs Leben poltert und ausgerechnet an seiner Seite der kleine, typisch „beamtische“ Schröder, clever, ausgebufft, unscheinbar. Und dann kommt dieser Fall hier, über den ich nicht allzu viel verraten mag, weil er wirklich sehr gut gestrickt ist, man jagt quasi mit nach dem Täter, glaubt irgendwann, es müssen mehrere sein, oder wars doch der oder die oder doch jemand ganz anderes…und schön auch, wie Schröder ins Visier gestellt wird, so offensichtlich hat er ein schreckliches Geheimnis, was einem suggeriert wird, eines Tages vielleicht dazu führt, dass er derjenige ist, den Zorn jagen soll. Nun, ob das wirklich stimmt, das lasse wir jetzt mal dahingestellt sein.

Nichtsdestotrotz wird ein Junge brutal ermordet. Ich hatte nicht mit dieser Art und Weise des Mordes gerechnet und war wirklich –positiv- überrascht, dieses in einem Krimi vorzufinden. Genauso überrascht bin ich im Ganzen über die persönliche Entwicklung von Zorn und Schröder. Zorn wird immer offensichtlicher –nicht nur für uns, die wir das im ersten Teil schon erkannt haben!- ein echter, emphatischer Mensch, er zeigt Gefühle. Erst recht Schröder gegenüber, den er doch ab und zu behandelt, wie einen Fußabtreter, doch als eine brenzlige Situation auftaucht, bzw. eigentlich in diesem Buch von Anfang an merkt man, wie viel ihm der kleine, dicke Schröder doch tatsächlich bedeutet. Wunderbar!

Es ist alles da, was ein Kult-Krimi-Gespann braucht: Ein superspannender Fall, dessen geladene Stimmung man fast greifen kann, nicht zu unrealistisch, genau wie seine Figuren, Täter, die man vor sich sieht, Opfer, mit denen man mitleidet und betet, dass sie heil aus der Angelegenheit raus kommen und eben Zorn und Schröder, der Harry und Toto quasi des literarischen Krimis! Da kann ich nur das gleiche sagen, wie nach dem ersten: Bitte mehr davon!

Fazit:

Eine Fortsetzung, die es in sich hat, die aber die Fans der ersten Stunde bestätigt und hoffentlich noch mehr Leute davon überzeugt, dass hier zwei Kult-Ermittler am Werk sind. Ich freue mich jetzt schon auf die –hoffentlich bald kommende- Fortsetzung und bedanke mich bei CrimeThrill, dass ich das Buch in der Leserunde lesen durfte, ebenso dem Autor, dass er sich hat von uns so gnadenlos löchern lassen!

 


NiliBine70 hat insgesamt 188 Rezensionen angelegt.


Nothing, Chef!

07.02.2013 Bewertung:  4 coffee2go vergibt 8 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Die beiden Hauptkommissare Zorn und Schröder ermitteln in ihrem zweiten Fall an der Aufklärung einer Mordserie innerhalb einer Jugendclique. Innerhalb kürzester Zeit wird ein Jugendlicher nach dem anderen auf brutalste Weise ermordet und Zorn und Schröder, die gerade einen Mordverdächtigen im Visier haben, sind doch wieder einen Schritt zu spät dran. Bis zum Schluss fließt viel Blut und die beiden Hauptkommissare gelangen psychisch und physisch an ihre Grenzen.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der zweite Fall der beiden Hauptkommissare Zorn und Schröder ist für alle, die den ersten Fall gelesen haben, schon fast ein „Muss“. Ich habe das Lesen wieder sehr genossen, obwohl ich den ersten Teil noch eine Spur witziger gefunden habe. Für diejenigen, die den ersten Teil nicht gelesen haben, würde ich empfehlen, zuerst Teil eins zu lesen, denn es werden Andeutungen gemacht und gewisse Sachverhalte vorausgesetzt und nicht näher erläutert, die im ersten Teil vorkommen.

Der Autor spart auch im zweiten Teil nicht an sarkastischen, spitzen Bemerkungen, aber in diesem Buch lernen die LeserInnen auch eine zweite Seite an Schröder kennen. Vor allem zum Schluss gibt es ein trauriges Outing von Schröder, der auch schon während des gesamten zweiten Falles nicht mehr so witzig zu sein scheint, wie im ersten Fall. Man lernt eine zweite Facette von Schröder kennen, vielleicht auch zusätzlich bedingt durch den schweren Unfall, den er im ersten Teil erlitten hatte und von dem er sich noch nicht ganz erholt hat. Aber auch Staatsanwältin Frieda Borck lässt ihre kalte Schale zerspringen und wirkt durch dieses Mal emotionaler und authentischer. Zorn zeigt diesmal viel mehr Engagement und Elan bei seiner Arbeit, wälzt nicht mehr alles an seinen Kollegen Schröder ab und wirkt auch nicht mehr ganz so griesgrämig, dafür leidet er an Liebeskummer. Die Morde an den Jugendlichen werden sehr brutal und detailliert geschildert, trotzdem würde ich das Buch eher in das Genre „Krimi“ anstelle von „Thriller“ einordnen.

 

Titel und Cover:

Der Titel und das Cover sind sehr schlicht und geradlinig gestaltet und passen beide sehr gut zum ersten Buch dieser Serie.

 

Mein Fazit:

Die beiden Krimis mit dem ungleichen Ermittlerduo Zorn und Schröder haben für mich bereits Kult-Status erreicht und ich würde mich sehr über eine baldige Fortsetzung freuen.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


 
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