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Krimi/Thriller: The Lost God: Tag der Verdammnis
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Titel:      The Lost God: Tag der Verdammnis
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2416
Autor:      Gregor Spörri
ISBN-10(13):      3905896338
Verlag:      Münster
Publikationsdatum:      2012
Edition:      1
Number of pages:      495
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Wer fürchtet sich nicht vor den Aliens?

11.04.2012 Bewertung:  4 lenchen vergibt 8 von 10 Punkten

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Ich habe das Buch „The Lost God“ von dem Schweizer Autor Gregor Spörri bei einer Testleser-Aktion bei Facebook gewonnen.

Das Werk ist derart reichhaltig an Informationen und es gibt so viele parallele Handlungen, dass man erst nicht recht weiß, was und wie alles zusammenhängt.

Der österreichische Fotokünstler und Umweltschützer Maximilan Lindner macht seine Entdeckungen in den Wäldern Indonesiens, was ihm auch fast das Leben kostet.

Der australische Jungastronom Ned Kelly erblickt am Himmel ein neues Objekt, vermutlich einen Satelliten unbekannter Herkunft.

Die \"hohen Tiere\" wie Barack Obama oder Papst Benedikt XIV sind auch vertreten, allerdings machen sie im Roman nicht viel Lärm.

Besonders interessant fand ich die (angeblich) reale Geschichte aus dem Reisetagebuch des Autors mit einem mysteriösen Fund in den ägyptischen Pyramiden und ihre Weiterentwicklung. Hier wünschte ich mir übrigens mehr konkrete und sachliche Erklärungen, was leider im Laufe des Lesens nicht passierte.

Die Ereignisse überschlagen sich. Auf den ersten Blick kann man diese verschiedenen Erzählstränge nicht miteinander verbinden. Und das ist auch nicht im Sinne des Autors. Obwohl es alles natürlich in einem (schockierenden) Zusammenhang bleibt, lässt Gregor Spörri die Leser erst ziemlich lange im Dunkeln tappen. Der Autor baut gekonnt die Spannung auf und hält die Leser immer auf Trab. Die ständig wechselnde Erzählperspektive trägt dazu bei.

Die Charaktere sind nicht besonders tief gestrickt, aber das ist auch nicht nötig für diesen Katastrophenthriller, wo im Zentrum des Sujets nicht die Personen, sondern die grausamen Ereignisse stehen. Es liest sich ohnehin schnell und ist fesselnd, man überfliegt die Seiten ohne es zu merken.

Der Autor beschreibt jede Einzelheit so detailliert (manchmal zu detailliert), dass es scheint, er hat das Thema sehr gut recherchiert und überhaupt viel zu viel über das Problem der Invasion der Fremden nachgedacht. Wie es auch sein soll, um die Leser überzeugen zu können.

Wer von uns hat sich in seiner Kindheit nicht vor Aliens gefürchtet? Aber die Vision von Georg Spörri übersteigt alle möglichen Spekulationen zu diesem Horrorthema. Die Aliens kommen nicht plötzlich von irgendwo an, sie sind schon längst hier. Man hofft insgeheim, dass so was nie passieren würde. Der Schluss ist aber schonungslos.

Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite bestehen. Die düstere Story ist grandios beschrieben, sie lässt einen in die Mitte der Geschehnisse einfühlen. Die vielen Dialoge der Protagonisten um die heutigen brennenden Situationen, die man auch als das Schwerpunkt-Programm des Autors bezeichnen könnte, machen einige schwierige politische Diskussionen einfacher und verständlicher.

Der Schreibstil ist flüssig, genauso interessant und leicht zu lesen, obwohl der Autor die vielen vielseitigen Informationen auch preisgibt. Das Glossar und einige Bilder zum Roman fand ich äußerst hilfreich. Es gibt auch eine Webseite zum Buch mit viel mehr interessanten Informationen.


lenchen hat insgesamt 58 Rezensionen angelegt.


Unheimlich spannender Endzeit-Thriller

07.09.2012 Bewertung:  5 Leseratte88 vergibt 10 von 10 Punkten

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Was geschieht mit Europa? Wohin steuert unsere Gesellschaft? Leben wir in einer Endzeit, die wie andere, alle großen Kulturen vor uns zum Verschwinden gebracht haben? Werden wir von religiösem Fanatismus bedroht? Sind wir Menschen Monster? Wer ist Gott? Erfüllen sich die schrecklichen Prophezeiungen aus der Bibel und anderen heiligen Schriften? „The Lost God - Tag der Verdammnis“ von Gregor Spörri gibt provokante, zum Teil hässliche Antworten auf all diese Fragen.

Ich habe den opulenten Roman in wenigen Tagen verschlungen und kann ihn aufgeschlossenen Zeitgeistern und Liebhaber/innen düsterer Literatur nur empfehlen.

Die ersten beiden Akte der gnadenlosen Geschichte berührten mich sehr, spielen sie doch in der heutigen, von politischen Unruhen, Finanzdesastern, organisierter Kriminalität und zunehmender Armut dominierten Welt. Seite um Seite führen die zum Teil köstlich überzeichneten Figuren dem nichtsahnenden Leser vor Augen, wieviel Schmutz an den Händen der Krone der Schöpfung klebt.

Doch kaum hatte ich diesen Teil der Story verinnerlicht – hörte, las und sah etwas desillusioniert die Nachrichten, von denen nichts anderes ausging und täglich ausgeht, als in den Buch längst geschrieben steht –, ließ der Autor auch schon den nächsten Hammer hernieder krachen ...

Der dritte und vierte Akt schien mit den beiden ersten zunächst nur sehr wenig zu tun zu haben, spielen sie teilweise doch im Erdorbit und sind weitgehend fictionaler Natur. Glaubt man dem Autor, stammt seine Inspiration hierzu von einem schauerlichen Relikt, dass er in Ägypten aufgestöbert haben will. Um dieses Relikt und dessen mystischen Ursprung geht es denn auch zum Schluss.

Zwar dauert es seine Zeit, bis die tragischen Helden der Geschichte sich aus den zahlreichen Handlungssträngen herauszuschälen vermögen, doch kaum ist dies geschehen, fiebert man mit, hadert mit jedem ihrer Schicksalsschläge, als wären es die eigenen. Spannung und Dramatik steigen in einer steilen Kurve an, und das Ende, bei dem alles miteinander verschmilzt und sich der tiefere Sinn von „The Lost God“ offenbart, kann ich ohne Übertreibung als gigantisch bezeichnen.

Der Schweizer Autor überzeugt bei vielen Themen mit detailliertem Wissen und schaffte es sogar, mich an Dinge außerhalb meiner bisherigen Interessensgebiete heranzuführen. Er glänzt mit bildhafter Sprache, enormer Spannung und spitzzüngiger Zivilisationskritik. Dabei nimmt er auch bei brisanten Themen kein Blatt vor den Mund und nennt kritisierte Personen und Institutionen vorbehaltlos bei ihren Namen, was ihm sicherlich Kritik einbringen wird.

Tipp für Wissbegierige: Unbedingt Glossar und Quellenverzeichnis auf der Webseite zum Buch besuchen – unglaublich, was es dort alles zu entdecken gibt.


Leseratte88 hat insgesamt 5 Rezensionen angelegt.


 
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