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Krimi/Thriller: Schnapsleiche
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Titel:      Schnapsleiche
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2342
Autor:      Sabine Trinkaus
ISBN-10(13):      3839212286
Verlag:      Gmeiner
Publikationsdatum:      2012-02-13
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      322
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Kriminalroman
Erscheinungsjahr: 2012
Abmessungen: 200 mm x 120 mm x 24 mm
Von Trinkaus, Sabine

Walter Hutschendorf ist weg! Und mit dem Verschwinden des Bonner Schnapsfabrikanten ist es auch mit der Ruhe für Britta Brandner vorbei, wird sie doch mit der Suche nach ihrem Arbeitgeber beauftragt.
Dass ihr die trinkfeste, rheinische Frohnatur Margot zur Seite steht, die mangelnden Sachverstand durch großen Enthusiasmus wettzumachen sucht, erleichtert die Lage nicht wirklich. Dennoch kommt das ungleiche Gespann mit seinen unkonventionellen Ermittlungsansätzen dem dunklen Familiengeheimnis der Hutschendorfs schon bald gefährlich nahe

Pressestimmen:
Zwei grundverschiedene Frauen machen sich auf die Suche nach einem verschwundenen Schnapsfabrikanten spannend und zum Brüllen komisch.

   


Rezensionen
„Schnapsleiche“ – durchaus keine „Schnapsidee“!

28.02.2012 Bewertung:  4 rumble-bee vergibt 8 von 10 Punkten

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Dieser Debütroman der Autorin Sabine Trinkaus war für mich ein pfiffiges Lesevergnügen, lies sich flott weglesen, und vereinte angenehm mehrere Details, die ich so nicht erwartet hätte.

 

Als „klassischen Krimi“ würde ich das Buch weniger bezeichnen. Das Genre sollte hier deutlich verulkt werden. Nur zu Anfang wird (ganz kurz) die Polizei gerufen, doch dann geht die weitere „Ermittlung“ in den Privathaushalt der Familie Hutschendorf über. Der Schnapsfabrikant Walter Hutschendorf II. ist nämlich urplötzlich verschwunden – und dass, wo die Firma gerade vor wichtigen Abschlüssen steht, und seine Unterschrift gefragt wäre.

 

Alle drei Frauen des Haushalts erteilen der Physiotherapeutin Britta und ihrer Freundin, der Köchin Margot, unabhängig und unwissend voneinander (!), den Auftrag, Walters Verbleib schnellstmöglich zu klären. Schon allein dies sorgt für einige haarsträubende Situationen. Denn die grantelnde Agathe, 92jährige Matriarchin, Lucia, deren Tochter und aktuelle Firmenchefin, sowie Chantal, blondes, dümmliches Busenwunder und ihres Zeichens neueste Ehefrau von Walter II., könnten alle unterschiedlicher nicht sein. Jede dieser drei Figuren wird zwar nicht gerade „romanmäßig“ ausgestaltet, aber doch so kurz und prägnangt ge- bzw. überzeichnet, dass es eine wahre Freude ist.

 

Auf klassische „Ermittlungstätigkeit“ darf man sich aber wiederum nicht einstellen. Britta und Margot stolpern vielmehr durch einige Situationen, gebären sich mal als Ermittler, mal als Journalisten, und mal auch als harmlose Teilnehmer einer Betriebsführung. Man weiß nicht so recht, was man von den „Methoden“ der beiden Damen halten soll; jedoch sorgen ihre unterschiedlichen Temperamente, sowie Margots ständig klingelndes Handy, für unterhaltsame Zwischenfälle. Ganz zu schweigen von Louis, dem ständig furzenden Hund, der mitten in der Handlung vor Ort auftaucht – und auch noch bleibt…

 

Die Handlung wird ab der Mitte des Buches ein wenig vertrackt, denn nun wird so langsam klar, dass Walters Verschwinden mit lange gehüteten Familiengeheimnissen zu tun haben muss. Es tauchen mehrere Nebencharaktere und –schauplätze auf, und man muss sich schon ein wenig konzentrieren, um den Überblick zu behalten. Doch der überdreht-lustige Showdown entschädigt für so manche, kleinere Länge, die sich eingeschlichen haben mag. Alles kulminiert nachts auf der Veranda des Hutschendorf’schen Anwesens, und das ist doch teilweise so plötzlich und komisch, dass man sich das Schmunzeln nicht verkneifen kann. Gänzlich ohne Blut, und sogar ohne Polizei, löst sich der allgemeine Wirrwarr auf – wenn auch nicht in Friede, Freude und Eierkuchen, so doch in einen Prolog, der auf weitere unterhaltsame Bände hoffen lässt.

 

Insgesamt verleihe ich dem Buch vier wohlverdiente Sterne. Die Handlung hat mich zwar nicht zu 100 Prozent überzeugt, doch haben mich vor allem die lebendigen Dialoge, und die vielen Überraschungen bei der Stange gehalten. Und obwohl Agathe wahrlich kein Sympathieträger ist, war sie mir doch eindeutig die liebste Figur in diesem Buch. Als grantelnde Alte, die verzweifelt versucht, alles zusammenzuhalten, war sie großartig! Ich würde weitere Bände der Autorin definitiv lesen wollen.


rumble-bee hat insgesamt 76 Rezensionen angelegt.


 
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