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Krimi/Thriller: Bleicher Tod: Psychothriller
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Titel:      Bleicher Tod: Psychothriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2205
Autor:      Andreas Winkelmann
ISBN-10(13):      3442475899
Verlag:      Goldmann Verlag
Publikationsdatum:      2011-10-17
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      384
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Einer von fünfundzwanzig....

24.11.2011 Bewertung:  5 KimVi vergibt 10 von 10 Punkten

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Die Kriminalkommissarin Nele Karminter besucht ein Seminar. Hier erfährt sie, dass einer von fünfundzwanzig Menschen kein Gewissen hat und damit ein potentieller Psychopath ist. Mit so einem Menschen hat es eine junge Frau zu tun, die irgendwo allein gefangen gehalten wird. Als ihr Peiniger sich ihr nähert, ahnt sie, dass ihr letztes Stündlein geschlagen hat. Doch schon bald muss sie feststellen, dass der Killer eine besonders schmerzhafte Methode gewählt hat, ihr das Leben zu nehmen. Nie hätte sie gedacht, dass der Tod eine Erleichterung sein könnte....



Meine Meinung


Auch bei diesem Psychothriller von Andreas Winkelmann gibt es keine langsame Eingewöhnungsphase. Der Prolog startet rasant. Man beobachtet eine junge Frau, die gefangen gehalten wird. Sie weiß nicht von wem, und sie weiß auch nicht warum. Sie ahnt allerdings, dass ihr Leben bald beendet sein wird. Man ist sofort gefesselt von dem beschriebenen Szenario. Schon jetzt, ganz am Anfang der Lektüre, greift das blanke Entsetzen um sich. Die beängstigende Atmosphäre ist förmlich spürbar, als der Täter sich seinem Opfer nähert und sich dem Finale seines heimtückischen Treibens hingibt. Der Grundstein für ein gnadenlos spannendes Lesevergnügen ist somit von Anfang an gelegt.

Das Geschehen wird in verschiedenen Handlungssträngen geschildert, die sich im Verlauf der Erzählung langsam miteinander verknüpfen. Es gelingt dem Autor hervorragend, falsche Fährten auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Schnelle Szenenwechsel, die oft an entscheidenden Stellen stoppen, sorgen dafür, dass die Spannung durchgehend spürbar ist. Man gerät in den Sog der Ereignisse und folgt gebannt der Einführung der unterschiedlichen Charaktere.

In diesem Thriller gibt es ein Wiedersehen mit Hauptkommissarin Nele Karminter und ihrer Kollegin Anouschka Rossberg von der Kripo Lüneburg. Die beiden fahndeten bereits in \"Tief im Wald und unter der Erde\" nach einem gefährlichen Killer. Die aktuelle Handlung ist ein Jahr später angesiedelt, sodass man nun erfährt, wie es den beiden in der Zwischenzeit ergangen ist. Der Autor verrät allerdings nicht zu viel, sodass man die Bände vollkommen unabhängig voneinander lesen kann. Das Ermittlerteam wirkt sympathisch und hat, neben der kriminalistischen Arbeit, auch im Privatleben wieder einiges zu verarbeiten. Die eingeflochtenen Nebenhandlungen lassen die Charaktere lebendig und ihre Handlungen nachvollziehbar wirken. Sie nehmen allerdings nicht zu viel Raum ein, denn im Vordergrund steht die spannende Jagd nach dem heimtückischen Killer, der seinen Verfolgern immer einen entscheidenden Schritt voraus zu sein scheint.

Auch die weiteren Protagonisten wirken glaubhaft und lebendig. Sie haben Fehler und Schwächen und wecken Sympathien oder spontane Abneigungen. Da man die Erkenntnis des Seminars, dass einer von fünfundzwanzig Menschen ein potentieller Psychopath ist, ständig im Hinterkopf hat, stellt man sich die Frage, wer gut oder böse ist. Wem kann man trauen und liegt man mit den eigenen Vermutungen richtig? Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man gebannt der Handlung folgt und das Buch erst beruhigt aus der Hand legen kann, wenn der Täter enttarnt ist. Doch bei genauerer Betrachtung ist die Beruhigung nur von kurzer Dauer, denn immerhin ist einer von fünfundzwanzig ein potentieller Psychopath, und wenn man mal hochrechnet, mit wie vielen Personen man es im Laufe eines Tages zu tun hat, dann kann einen schon ein mulmiges Gefühl beschleichen....


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Gänsehaut-Garantie

08.02.2012 Bewertung:  5 allegra vergibt 10 von 10 Punkten

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Der Thriller „Bleicher Tod“ von Andreas Winkelmann hat mich gleich vom Prolog an bis zum Schluss gefesselt.

 

Das Ermittlerduo Nele Karminter und Anouschka Rossberg wurden bereits in \"Tief im Wald und unter der Erde\" eingeführt. Im Laufe dieses Thrillers wird immer wieder Bezug darauf genommen. Ich fand es für das Verständnis nicht störend, dass ich den ersten Teil der Serie nicht gelesen habe. Allerdings wäre es sicher von Vorteil, wenn man die Bände in der richtigen Reihenfolge lesen würde, da mir das Ergebnis des ersten nun vorweg genommen wurde.

 

In diesem Buch geht es um einen oder mehrere Täter, die junge Frauen entführen und auf grausame Weise langsam umbringen. Die Protagonisten und ihr Umfeld werden in einzelnen Handlungssträngen auf sehr klare Weise eingeführt. Durch immer schnellere Perspektivwechsel werden die einzelnen Stränge im Laufe des Geschehens miteinander verwoben und finden zu einem unerwarteten Ganzen. Dabei bleiben der oder die Täter bis zum Schluss unerkannt. Andreas Winkelmann beschreibt schonungslos, was der brutale Täter seinen Opfern angetan hat. Für schwache Nerven würde ich das Buch deshalb eher nicht empfehlen. Es fließt reichlich Blut, aber wesentlich beklemmender empfand ich die Ängste der jungen Frauen sowie die Ungewissheit der Ermittler und Angehörigen, die der Autor sehr eindrücklich zu vermitteln mag.

Die Charaktere im Buch empfinde ich als sehr glaubwürdig in ihren Handlungen. Sie zeigen Schwächen, aber auch Entwicklungen. Ebenfalls in der Beziehung von Nele und Anouschka lässt sich eine Entwicklung feststellen, die neugierig auf den nächsten Teil macht.

Das Buch ist inhaltlich keineswegs als seichte Lektüre zu verstehen. Unaufdringlich wird man mit Fragen konfrontiert, die einen durchaus mal innehalten und grübeln lassen: Häusliche Gewalt, problematische Eltern-Kind Beziehungen, Gefahren in den Medien sowie wirklich beklemmende Informationen über Erscheinungsbild und die Häufigkeit von Soziopathen. Dabei kommt das Buch keinesfalls moralisierend daher, sondern regt ganz subtil zum Denken an.

Ein Thriller mit klassischen Krimiqualitäten zum Mitraten. Bitte mehr davon!!


allegra hat insgesamt 31 Rezensionen angelegt.


Vorsicht Nachgeschmack!

21.06.2012 Bewertung:  5 NiliBine70 vergibt 10 von 10 Punkten

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Wie meine Überschrift schon erahnen lässt, handelt es sich bei „Bleicher Tod“ um keine leichte Kost, nichts für wirklich schwache Nerven.

So ist denn schon der Beginn des Buches sehr schwer verdaulich. Eine junge Frau ist gefangen, in Dunkelheit, keine Geräusche, nichts dringen zu ihr durch und sie glaubt, dass dies ihr schlimmster Alptraum wäre, doch da irrt sie gewaltig, denn als ihr Peiniger sich ihrer wieder annimmt, kommt für sie die Stunde des echten Grauens.

Und auch Nele Karminter, Kriminalkommissarin aus einem früheren Buch von Andreas Winkelmann, macht eine erschreckende Erfahrung. In einem Seminar erfährt sie von der Dozentin, dass einer unter 25 Menschen gewissenlos ist, ein potentieller Psychopath, mehr oder minder gefährlich. Diese Eröffnung verändert ein für alle mal die Sicht auf die Mitmenschen.

Und doch hat Nele weitaus größere Probleme, vordringlich. Die Beziehung zu Anou, ihrer Kollegin, bzw. Untergebenen, darf nicht bekannt werden, auch nicht, als die beiden in eine Krise geraten. Anou scheint eine Todessehnsucht zu entwickeln und Nele möchte ihr helfen, doch darüber geraten sie in Streit.

Zeitgleich wird die Leiche einer Frau in einer verlassenen Mastanstalt gefunden, merkwürdig bleich und verwest erscheint diese. Und keine Spuren deuten auf einen Täter hin.

Gleichzeitig recherchiert der ehemalige BKA-Agent Alex Seitz, der nun als Privatdetektiv seine Brötchen verdient, im Auftrag der Eltern von Daniela, die spurlos und scheinbar grundlos verschwunden ist. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf einen „Literaturkenner“, der jungen Schriftstellern eine Chance geben möchte, dies aber hauptsächlich bei jungen Frauen Anwendung zu finden scheint und auch nicht ganz frei von Geheimnissen ist.

Als sowohl Nele, als auch Alex auf eben diesen Literaturkenner kommen, ist scheinbar ein Verdächtiger gefunden.

Doch da ist noch Nicola, die von ihrem Mann seit Jahren misshandelt wird und der in einem für sie verbotenen Raum merkwürdiges treibt. Ebenfalls ein dankbarer Verdächtiger.

Und Miriam Singer. Eine junge Frau, deren Erfahrungen sie dazu gebracht haben, einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen. Aber auch ihr widerfährt merkwürdiges auf einer einsamen Autofahrt. Doch wer dahinter steckt, bleibt erst einmal ein Geheimnis…

Etliche Szenarien, etliche Handlungsstränge und ebenso viele beteiligte Personen. Einige Verdächtige werden dem Leser präsentiert, genauso schonungslos, wie die Beschreibung der Leiche(n). Und eben diese Bilder lassen mich nicht los, obwohl es jetzt schon einige Tage her ist, seit ich das Buch beendet habe. Das spricht eindeutig für das Vermögen Andreas Winkelmanns, dem Leser durch Worte das Kopfkino zu befeuern.

Mich hat er von der ersten Seite an gefesselt, durch die sehr deutliche und wirkungsvolle Beschreibung der handelnden Personen und wie gesagt, auch der Leichen. Ich habe mich gefühlt, als ständ ich immer mit im „Bild“ und sehe den Leuten über die Schulter, bin live dabei. Ich habe die Kälte gespürt, die Angst „gerochen“ und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Es ist ein wirklich gelungener Thriller, hart, für viele mag er auch zu hart sein, ich fand ihn genau richtig und eben mit Nachgeschmack, den man nicht so leicht los wird.

Und bitte zwei Dinge beachten:

Diese These, dass 1 unter 25 ein möglicher Psychopath ist, ist wahr!

Und die Widmung, die der Autor an den Beginn des Buches gesetzt hat und die -so denke ich- ihre Bedeutung jedem im Laufe des Buches sehr deutlich offenbart.

Ich habe mich auf jeden Fall wunderbar unterhalten gefühlt und freue mich darauf, hoffentlich bald wieder von Herrn Winkelmann zu lesen!


NiliBine70 hat insgesamt 188 Rezensionen angelegt.


 
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