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Krimi/Thriller: Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman
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Titel:      Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2181
Autor:      Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt
ISBN-10(13):      3862520196
Verlag:      Rowohlt Polaris
Publikationsdatum:      2011-11-01
Edition:      5
Number of pages:      592
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Rezensionen
Der Mann, der kein Mörder war

01.11.2011 Bewertung:  5 Themistokeles vergibt 10 von 10 Punkten

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Inhalt: In einem Tümpel wird die Leiche des sechzehnjährigen Roger gefunden. Vermisst wurde der Junge schon seit mehreren Tagen, doch die Polizei hat zu langsam reagiert und wie die Leiche zeigt, wurde er brutal ermordet und sein Herz entfernt. Da die Ortspolizei von Västerås sich nicht zutraut, den Fall allein zu lösen, bentragen sie Unterstützung von der Reichsmordkommission. Ab diesem Augenblick nimmt das Team um Torkel Höglund die Ermittlungen im Fall Roger auf und stößt auf viele Hindernisse, die die Ermittlungen erschweren. Bekannt ist jedoch, dass Roger auf seiner alten Schule gemobbt wurde und deswegen auf ein exklusives Privatgymnasium wechselte.
Zeitgleich kehrt der Psychologe Sebastian Bergmann nach Västerås zurück, um das Haus seiner Eltern zu verkaufen, auch wenn er sich geschworen hatte, nie wieder dorthin zurückzukehren. Er hat nicht mehr gearbeitet, seit er bei einem tragischen Unfall sowohl seine Tochter, als auch seine Frau verloren hat, denn ihm geht ihr Tod so nah, dass er psychisch nicht vollkommen auf der Höhe ist. Um jedoch von seiner Trauer und den Schuldgefühlen loszukommen, die ihn plagen, stürzt er sich in immer neue One Night Stands und Affären. Zudem genießt er es vor allen das Ekelpaket zu geben und will auch von niemandem gemocht werden, einzig zu den Frauen, die er erobern will, ist er so lange nett, bis er bekommt, was er haben wollte.
Sebastian und Torkel treffen während Torkles Ermittlungen zufälligerweise aufeinander und sind beide jeweils überrascht, den anderen zu sehen, denn vor längerer Zeit hat Sebastian als Polizeipsychologe der Reichsmordkommission mit Torkel zusammengearbeitet und sie waren fast soetwas wie Freunde, denn ein Ekel war Sebastian schon vor dem Unfall. Bald hat Sebastian seine eigenen Gründe, warum er bei den Ermittlungen helfen will, da er diese jedoch nicht äußert, ist Torkel überrascht darüber, stimmt jedoch zum Missfallen seines Teams zu. Doch trotz seiner Art wird Sebastian immer wichtiger für die Ermittlungen, denn er ist nicht nur hochintelligent, sondern kennt auch das Privatgymnasium sehr gut und nach und nach tun sich immer mehr Abgründe hinter den Mauern der Eliteschule auf.

Meinung: An diesem skandinavischen Krimi hat mir schon von Beginn an eine Sache sehr gut gefallen, die grade bei den Krimis von Schriftstellern aus diesen Ländern verbreitet ist, nämich dass neben der Haupthandlung, auch die in der Hanldung inbegriffenen Charaktere ein wenig besser und deutlicher beleuchtet werden. Grade durch teilweise diese Kleinigkeiten, die man als Leser über die Charaktere erfährt, wenn ab und an auch etwas über deren Privatleben gesagt wird und man deren Gedanken und Handlungen erfahren darf, kann man auch andere Handlungen der Charaktere in Bezug auf den Fall oder ähnliches, viel besser verstehen und nachvollziehen. Zudem werden die Charaktere durch diese Kleinigkeiten für mich auch immer deutlich plastischer, so dass ich sie mit viel besser vorstellen kann und nicht das Gefühl habe, dass sie weiterhin flach auf dem Papier bleiben. Auch wurden mir manche Charaktere besonders sympathisch, wie zum Beispiel auch der Protagonist Sebastian Bergmann, der mit trotz seiner verschrobenen Art, irgendwie sympathisch ist, denn auch wenn er ein ziemliches Ekel ist, was man einfach nicht leugnen kann, muss ich sagen mag ich den Charakter sehr gerne und finde auch, dass die Autoren es geschafft haben ihn sehr plastisch darzustellen.
Neben den sehr gelungenen Charakteren fand ich auch den Kriminalfall an sich sehr spannend, denn dieser war zwar ansich nicht vollkommen unblutig, aber das was ich an einem Krimi immer gut finde, ist wenn er ohne viele sehr blutige Morde auskommt, sondern eher dadurch reizt, dass er einem zum Rätseln bringt und man unbedingt erfahren möchte wer der Mörder ist, wie er es gemacht hat und was die Beweggründe sind. Wobei dieses Rätseln grade durch die Informationen, die die Ermittler finden noch weiter angeheizt wird und man dann durch Indizien auf den Täter kommt und grade diese Art des Ermittelns im Vordergrund steht und nicht die bestialischen Morde des Täters, denn dann wäre ein Roman für mich eher ein Thriller. In diesem Roman hat das miträtseln um den Täter besonders viel Spaß gemacht, da es so viele unterschiedliche Charaktere gab, bei denen man sehr gut den Verdacht hegen konnte, dass sie entweder mehr wissen, als sie zugeben oder dass sie sogar als Täter in Frage kämen. Des Weiteren konnte man nicht nur beim Mordfall super miträsteln, sondern auch in manchen persönlicheren Dingen des Protagonisten, da der Charakter des Sebastian Bergmann eindeutig viele interessante und manchmal auch rätselhaft Facetten aufweist.
Außerdem geizt das Buch, wenn auch in vielen Situationen eher ernst, nicht mit Stellen die irgendwie Witz haben, auch oftmals ausgelöst, durch die interessante Art Bergmanns. Ansonsten würde ich sagen, dass der Roman in der typischen Art für skandinavische Romane an manchen Stellen nicht so extrem ausschmückend ist, aber trotzdem auch sehr bildhafte Beschreibungen enthält. Das Einzige, das mir persönlich nicht ganz so sehr gefällt, ist die Gestaltung des Covers, welches einfach gar nicht meinen Geschmack trifft und auch nicht so recht zur Geschichte passt.
Ich bin auf jeden Fall auf die weiteren Sebastian Bergmann Romane gespannt, denn wenn der nächste Fall wieder so interessant wird und der Charakter des Sebastian Bergmann sich treu bleibt, kann ich mir vorstellen, dass es wieder ein ziemlich gutes Buch werden kann.


Themistokeles hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt.


Spannendes Debüt

28.12.2011 Bewertung:  4.5 KimVi vergibt 9 von 10 Punkten

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Der sechzehnjährige Roger Eriksson wird von seiner Mutter vermisst gemeldet. Durch Nachlässigkeit verzögert sich allerdings die Bearbeitung durch die Polizei. Erst Tage später startet eine intensive Suche nach dem Jungen. In der Nähe von Västerås wird schließlich Rogers grausam zugerichtete Leiche gefunden. Da sich schnell herausstellt, dass dem Jungen das Herz aus der Brust gerissen wurde, ist die Polizei vor Ort mit dem Fall überfordert. Deshalb reist ein angesehenes Ermittlerteam aus der schwedischen Hauptstadt an. Unverhofft bekommt das Team Unterstützung durch den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman. Dieser ist zwar hochintelligent und fachlich angesehen, doch sein Ruf, ein echtes Ekelpaket zu sein, bestätigt sich bei den Ermittlungen schnell. Die Suche nach Rogers Mörder gestaltet sich schwierig, denn nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und die mühsam zusammengetragenen Puzzleteile wollen einfach nicht passen...


Meine Meinung


Das Interesse am Buch wird bereits ganz am Anfang geweckt. Denn dort schaut man dem Mann, der kein Mörder war, dabei über die Schulter, wie er gerade die Leiche eines durchtrainierten Jungen verschwinden lässt. Er geht dabei seinen Gedanken nach und scheint sich keiner Schuld bewusst zu sein. Der weitere Verlauf der Handlung wird in der Erzählperspektive geschildert, wobei unterschiedliche Handlungsstränge verwendet werden.

Das Autorenduo führt eine Vielzahl an Charakteren in die Handlung ein. Zunächst fällt es nicht leicht, die Übersicht zu behalten und die Personen zuzuordnen. Nach einer kurzen Zeit hat man sich allerdings eingelesen und kann dem Geschehen dann relativ mühelos folgen. Die Protagonisten dieses Thrillers überzeugen durch ihre Lebendigkeit, denn sie haben Stärken und Schwächen, die sie glaubwürdig machen. Die Figur des Sebastian Bergmann dürfte besonders polarisieren. Denn Bergmann ist sich stets selbst der nächste, redet niemandem nach dem Mund, reißt sexistische Witze, liebt Affären und behält gerne das letzte Wort. Dadurch wird er zum Außenseiter, doch das scheint ihn nicht zu stören. Dieser Figur gelingt es mühelos, spontane Abneigung beim Lesen zu erzeugen. Doch im späteren Verlauf kann man noch ein wenig hinter die Fassade schauen und die Handlungen besser nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere wirken vielschichtig und die Ereignisse, die sich neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit zutragen, sind interessant und lassen keinen Moment Langeweile aufkommen.

Die Autoren legen geschickt ihre Spuren aus, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Oft meint man, kurz vor der Enttarnung des Täters zu stehen, doch die entscheidenden Puzzleteilchen scheinen einfach nicht zu passen. Die unterschwellige Spannung ist deshalb durchgehend spürbar und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Fall ist deutlich schwieriger zu lösen, als es zunächst den Anschein hat. Das Ende hält noch einige Überraschungen bereit, sodass man bis zum Schluß mit den Protagonisten mitfiebern kann.

Normalerweise greife ich nicht so gerne zu Thrillern oder Krimis von skandinavischen Autoren, da in diesen Romanen meist eine Atmosphäre herrscht, die auf mich zu düster und schwermütig wirkt. Bei diesem Thriller war das allerdings keinen Moment so. Obwohl es mir anfangs nicht ganz leicht gefallen ist, die Personen richtig zuzuordnen und mir die ungewohnten Namen zu merken, wurde ich insgesamt gesehen, mit einer spannenden und gut durchdachten Kriminalhandlung belohnt, die mich durchgehend fesseln konnte. Obwohl Sebastian Bergman gewiss kein Sympathieträger ist, würde ich gerne einen weiteren Fall von ihm lesen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Mörder oder doch kein Mörder?

27.02.2012 Bewertung:  5 coffee2go vergibt 10 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Der 16jährige Roger wird brutal ermordet, sein Herz wird ihm aus dem Leib geschnitten und anschließend wird er in einem Tümpel im Wald versteckt.  Die Suche nach Roger beginnt sehr schleppend und die örtliche Polizei in Västeras muss die Reichspolizei als Unterstützung anfordern. Auch das Elite-Gymnasium, an dem Roger war, gerät zunehmend in die Ermittlungen und der Direktor hat zu tun, um den guten Ruf der Schule zu retten.

 

Meine Meinung zum Buch:

Die beiden Autoren haben den Krimi systematisch aufgebaut und nach und nach immer mehr von den Charakteren preisgegeben, sodass das Buch von der ersten bis zur letzten Seite äußerst spannend zu lesen war. Gut gefallen hat mir auch, dass man erst ziemlich am Schluss eine Ahnung davon bekommt, wer als Täter in Frage kommt und was die Motive gewesen sein könnten – solche Krimis mag ich gerne lesen!

Der ehemalige Polizeipsychologe Sebastian Bergmann wird im Laufe des Buches auch immer sympathischer. Mir gefällt es, dass er ehrlich und authentisch ist und sich nicht für andere verstellt und verbiegt. Vielleicht schafft er ja auch den Wiedereinstieg in seinen Beruf, damit sich sein Privatleben wieder etwas normalisieren kann, nach dem traurigen Schicksal, das er mit seiner Familie erfahren musste. Gespannt bin ich auch, wie sich sein Privatleben weiterentwickelt und wie er mit der Erkenntnis aus seiner Vergangenheit umgehen wird, die er ganz am Ende des Buches erfährt.

Auch die weiteren Ermittler waren sehr gut beschrieben, vom tollpatschigen Haraldsson, der so bestrebt ist einen Ermittlungsdurchbruch vorzuweisen und seiner Frau ihren Herzenswunsch zu erfüllen, dass er sich selbst am meisten im Wege steht, bis zu Torkel und Ursula, die während ihrer Dienstreisen ein Verhältnis haben.

 

Titel und Cover:

Der Titel klingt schon einmal sehr vielversprechend und das Cover finde ich optisch auch sehr ansprechend.

 

Mein Fazit:

Sebastian Bergmann ist bis zum Ende des Buches gar nicht mehr so unsympathisch, sodass ich mich jetzt schon auf das Nachfolgebuch der beiden Autoren freue, das ich auf alle Fälle lesen werde.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


 
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