Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Krimi/Thriller: Die Offensive: Roman
  Print


Titel:      Die Offensive: Roman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      25
Autor:      Matthew Reilly
ISBN-10(13):      3550083971
Verlag:      Ullstein Hardcover
Publikationsdatum:      2003-04-01
Edition:      1
Number of pages:      557
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicEs ist keine Übertreibung, wenn man die Werke des Australiers Mathew Reilly als "pausenlose Actionfeuerwerke" oder "Hollywood-Blockbuster in Buchform" bezeichnet. Bereits mit seinem ersten Roman, "Ice Station", hat der 30jährige Reilly bereits weltweit für Forore gesorgt - und so ganz nebenbei fünf Millionen Bücher an den Mann gebracht. Auch seine nachfolgenden Werke - "Der Tempel" und "Showdown" - gingen in die gleiche Richtung, wobei letztgenanntes Buch leider mehr enttäuschend als befriedigend war.
Mit "Die Offensive" bringt Reilly nun einen alten Bekannten zurück - nämlich den Hauptdarsteller aus seinem Debüt, den knallharten Sergeant Shane Showfield. Zwei Jahre sind seit den Ereignissen in der Wilkes Station im Eis der Antarktis vergangen, und Showfield gehört mittlerweile zum Team des amerikanischen Präsidenten - den es nun zu retten gilt, als ein wahnsinniger Weltverbesserer ihn und seinen Stab in der "Area 7", einer streng geheimen Anlage mitten in der Wüste Utahs, gefangennehmen. Stirbt der Präsident, stirbt auch das Land - dank mehrerer Atomsprengköpfe, die überall im Land verteilt sind. Ob es Showfield und seinem Team auch diesmal gelingen wird, die Katastophe zu verhindern?
Bevor ich weiter auf "Die Offensive" eingehen möchte, sollte ich besser einen Schritt zurück machen, genauer gesagt, zu den letzten drei Werken Reillys. Diese waren voller Action und Rasanz, besaßen originelle Ideen und Cliffhanger en masse und man konnte den Spaß des Autors an seiner Gesichte spürbar fühlen. Bei der "Offensive" schien mir dieser Spaß ein wenig abhanden gekommen zu sein. Zwar besitzt das Buch noch immer einen beeindruckenden Anteil an Action und Tempo (ganz zu schweigen von den vielen Herausforderungen, die Reilly seinen Protagonisten regelmäßig vor die Füße wirft), dennoch wird man das Gefühl nicht los, als wäre dieser Roman konstruiert worden - und zwar nach dem "Ice Station"-Format. So gibt es auch hier einen unterirdischen Komplex, mehrere gegnerische Gruppen, ein wenig Verschwörungstheorie und statt der Killerwale lässt Reilly nun eine wildgewordene Bärenfamilie bzw. ein paar ausgehungerte Krokodile auf die Helden los, aber das Gefühl von Deja-vu bleibt einfach. Kann es wirklich sein, dass Reilly jetzt schon, nach seinem gerade Mal dritten Roman, die Ideen ausgehen und er sich auf Altbewährtes stützt? Hoffentlich nicht, denn dazu besitzt der Australier meiner Meinung nach einfach zu viel Potenzial, um jetzt schon in der Menge zu verschwinden. Ich fände es jedenfalls sehr schade, wenn Reilly seinen guten Ruf gefährden würde, indem er fortan nur noch Schema-F-Romane herunterkurbeln würde ... Wobei man, trotz aller Schwächen, auch eine Entwicklung im Schreibstil ausmachen kann: So ist die Recherche über das Militär bzw. die eingesetzten Waffen sehr gut und anders als noch in den Vorgängern geht Reilly etwas mehr auf seine Protagonisten ein und verleiht ihnen dadurch deutlich mehr Tiefe.
Bleibt also unterm Schnitt ein noch immer spannender, rasanter und stellenweise wirklich spektakulärer Action-Thriller (vorallen das Finale ist atemberaubend!), der aber dank seiner hohen Deja-vu-Momente an einer Höchstbewertung vorbeischrammt. Schade!

Anonym hat insgesamt 0 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla