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Krimi/Thriller: Cut
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Titel:      Cut
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2094
Autor:      Amanda Kyle Williams
ISBN-10(13):      3805250061
Verlag:      Wunderlich
Publikationsdatum:      2011-09-16
Edition:      Hardcover
Number of pages:      432
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Rezensionen
Gut, aber es fehlt das gewisse Etwas

19.08.2011 Bewertung:  3 Tialda vergibt 6 von 10 Punkten

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Worum geht es?

Privatdetektivin Keye Street hat einen langen Lebenslauf vorzuweisen. Früher arbeitete sie für das FBI und als Profilerin für das Nationale Zentrum für Analyse von Gewaltverbrechen in Quantico. Bis man ihr schließlich aufgrund ihres Alkoholproblems ihren Dienstausweis und ihre Waffe wieder abnahm. Inzwischen ist sie aber trocken, auch wenn sie immer wieder mit ihrer Lust auf einen Drink zu kämpfen hat. Als in Atlanta ein Serienkiller umgeht, der wahllos Menschen umbringt, wird sie von ihrem Freund Lieutenant Rauser zur Ermittlung hinzugezogen und schon bald nimmt der Mörder persönlichen Kontakt zu ihr und Rauser auf und spielt Spielchen, in denen Keye eine Rolle spielt.

 

Rezension:

Bei „Cut“ handelt es sich um einen Thriller, der aber oft an einen Krimi erinnert, da man viel von den Ermittlungen der Polizei mitbekommt.

 

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und somit angenehm zu lesen. Außerdem ist die Vielfalt an verschiedenen Textarten erwähnenswert, die das Buch spannender machen. So gibt es in erster Linie den Text, der in der Ich-Perspektive von Keye erzählt wird.

 

Desweiteren bekommt der Leser Einblicke in das Denken des Killers, indem man seine Blogeinträge, Briefe und teilweise kurze Erzählungen aus seiner Perspektive vorgesetzt bekommt. Das fand ich ganz gut – es lockert die Geschichte auf und macht sie interessanter.

 

Im Roman kommen viele Menschen vor, die in der Gesellschaft oft benachteiligt werden und der Autorin offenbar am Herzen liegen. So spielt ein geistig Behinderter eine Rolle, Keye und ihr Bruder sind asiatischer und afrikanischer Abstammung und haben hin und wieder mit Rassenhass zu kämpfen und außerdem spielt Homosexualität eine Rolle. Zudem wird dann noch oft Keyes überwundener Alkoholismus erwähnt. Sie schwächelt oft wenn sie gestreßt ist und malt sich dann aus, auf welchen Drink sie gerade Lust hätte.

 

Was aus dem Klappentext nicht herausgeht und trotzdem erwähnt werden sollte ist, dass es teilweise sehr brutal zugeht. Es wird bildhaft erzählt, was der Mörder alles mit seinen Opfern anstellt, wie er sie verstümmelt und was er sonst noch mit ihnen getrieben hat. Leser, die sich schnell ekeln, sollten die Finger von „Cut“ lassen.

 

Fazit:

Gut zu lesen, einigermaßen spannende Geschichte. Aber leider fehlt das „gewisse Etwas“, das den Leser fesseln sollte. Man kann das Buch zu leicht aus der Hand legen.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


Tiefe Einschnitte

27.09.2011 Bewertung:  4.5 antjemue vergibt 9 von 10 Punkten

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Als vor einigen Wochen der Thriller „CUT“ vorgestellt wurde, kam ich an der Leseprobe nicht vorbei. Schon seit der Ankündigung war ich gespannt auf diese. Das Buch, hochgelobt von einer meiner Lieblingsautorinnen, interessierte mich. Da mir das, was ich dann vorab lesen konnte, auch ausgesprochen gut gefiel, bewarb ich mich mit meinem Leseeindruck und hatte wieder einmal das Glück, eines von 100 Vorableseexemplaren zu gewinnen.

Kurzbeschreibung:

„Mein Name ist Keye Street. Der Vorname stammt von meinem asiatischen Großvater, den Nachnamen haben mir meine Adoptiveltern verpasst. Von Beruf bin ich Detektivin, genauer gesagt Privatdetektivin. Ansonsten bin ich trockene Alkoholikerin und Fan von Cheeseburgern und Donuts. Früher wurde ich mit Special Agent Street angesprochen. Klingt nicht übel, oder?

Ich hatte einige praktische Erfahrung, bevor ich als Profilerin in das NCAVC, das Nationale Zentrum für die Analyse von Gewaltverbrechen in Quantico, versetzt wurde. Ein paar Jahre später nahm mir das FBI meinen Dienstausweis und meine Waffe ab und überreichte mir die Entlassungspapiere.‹Sie haben die Fähigkeiten und das Talent, Dr. Street. Es fehlt Ihnen lediglich an Konzentration.› Ich weiß noch, wie ich in dem Moment dachte, dass mir nur eines fehlte. Und zwar ein Drink, was natürlich Teil des Problems war.

Inzwischen ist Keye Street trocken. Als ein Serientäter in Atlanta vollkommen wahllos Menschen umbringt, wird sie von ihrem alten Freund Lieutenant Rauser in die Ermittlungen hineingezogen. Bald steckt sie tief in einem der gruseligsten Fälle, die sie je erlebt hat. Denn die Leute öffnen immer die Tür, wenn der Mörder klingelt. Dann sticht er zu – immer und immer wieder ...“


Pressestimmen:

„Grauenvoll, hochintelligent und unterhaltsam! Freuen Sie sich auf eine außergewöhnliche neue Thriller-Autorin“ (Karin Slaughter)

CUT

Schnell fand ich den Einstieg in diesen sehr flüssig und bildhaft geschriebenen Thriller mit sehr interessanten Protagonisten. Schon der kurze Prolog in Erzählperspektive ist höchst interessant. Spannend und unterschwellig grausig, weil ich als Leser weiß, hier passiert gleich etwas ganz Böses. Nachhaltig wirkend, weil ich mit dem abrupten Schnitt zu Kapitel 1 erst einmal nicht weiß was.

Abrupt ist der Schnitt nicht nur, wegen des Szenenwechsels. Es gibt auch einen – mich persönlich allerdings überhaupt nicht störenden - Perspektivwechsel. Die Hauptprotagonistin Keye Street, eine in Atlanta/Georgia lebende ehemalige FBI Profilerin, die jetzt als Privatdetektivin und Kautionseintreiberin fürs Gericht arbeitet, präsentiert mir während eines nicht ganz ungefährlichen Einsatzes, ihr bisheriges Leben sehr selbstironisch in gedanklicher Kurzfassung aus der ICH-Perspektive und berichtet regelrecht unterhaltsam über ihren aktuellen Auftrag und dessen Ausführung.

Obwohl ich hier ungeheuer viele Informationen über die taffe Detektivin erhalte, sind die Beschreibungen zu keinem Zeitpunkt langatmig und Keye Street hat durch ihre holprig-poltrige Art und ihren selbstironischen Humor bereits zu diesem Zeitpunkt all meine Sympathien. Diese übertragen sich dann im späteren Verlauf auch auf die anderen Protagonisten, die ihr nahe stehen, wie z. B. auf Rauser und Neil, aber auch auf ihre Adoptiveltern, die trotz des im Verhältnis zu Keye herrschenden Generationskonfliktes ungeheuer wichtig für sie sind.

Keye Street ist eine Heldin mit Ecken und Kanten, die nach wie vor tagtäglich einen schweren Kampf mit sich selbst und ihrer Alkoholsucht ausfechtet. Nah wird sie mir als Leser vor allem dadurch, dass ich so viele Details aus ihrem Privatleben erfahre. Situationen, Sorgen und Ängste die einerseits alltäglich wirken und die meisten von uns im Kleineren Ähnliches doch selbst schon einmal erlebt haben. Andererseits sind sie dann in Verbindung mit ihrem Beruf aber doch viel größer und umfassender, so dass sie auch die Distanz zur Realität schaffen.

Die Schauplätze der Morde sind sehr blutig und detailreich geschildert, die Ermittlungsarbeiten, in die Keye einbezogen wird, wirken glaubhaft und fesseln mit all ihren Fort- und Rückschritten. Häufige Szenenwechsel ins Internet, auf die Seite einer Community namens messerspiele.com, auf der ein User namens BladeDriver die Morde detailgetreu als Phantasien beschreibt, heizen die Spannung ebenfalls an. Die Autorin legt bis zur spektakulären, unerwarteten und auch menschlich sehr traurigen Auflösung eine Menge falscher Spuren und obwohl der Fall um den grausamen Serienmörder eigentlich geklärt wird, wird er nicht komplett gelöst und es bleiben doch Fragen offen.

Damit schreit „CUT“ regelrecht nach einer Fortsetzung. Und im Netz erfuhr ich dann auch, dass die selbst in Atlanta lebende Autorin

Amanda Kyle Williams

bereits daran schreibt. Amanda Kyle Williams hat für die Keye Street Serie Kurse bei Brent Turvey, einem bekannten Kriminologen und Profiler genommen, als Privatdetektivin fremde Menschen überwacht, und als Gerichtsbotin gearbeitet. (Verlagsinfo)

Mit Sicherheit hat die Autorin mit „CUT“ das Thrillergenre nicht neu erfunden. Aber sie hat für Fans des Genres eine fesselnde Unterhaltungslektüre mit lebendigen Charakteren geschaffen, mit denen man von Anfang an mitfiebert und von denen man einfach mehr will. Dem Urteil von Karin Slaughter schließe ich mit gern an und kann das Buch nur empfehlen.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


 
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