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Krimi/Thriller: Der Engelspapst
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Titel:      Der Engelspapst
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      21
Autor:      Jörg Kastner
ISBN-10(13):      3426626241
Verlag:      Droemer/Knaur
Publikationsdatum:      2004
Edition:      1
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
"Habemus papam! -- Wir haben einen Papst!" Dicht zusammengedrängt sieht die Menschenmenge die weißen Rauchwolken aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigen. Allen düsteren Prophezeiungen zum Trotz, mit dem Tod des letzten Papstes sei das Ende der römisch-katholischen Kirche und gar das der gesamten Menschheit gekommen, hatte die Konklave der Kardinäle sich auf einen Nachfolger geeinigt. Nun tritt Jean-Pierre Gardien, der sich fortan Papst Custos nennen wird, vor die versammelte Menge, hält eine flammend-liberale Rede und "schnell wurde allen klar, dass dieser Papst ein ganz besonderer Mensch war". Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnte: Dieser außerordentlichen Rede sollten bald Ereignisse folgen, die die gesamte Christenheit bis in die Grundfesten erschüttern würde.

Nicht schlecht, so weit. Dieses Endzeitszenario musste ja zur Jahrtausendwende von irgendjemandem aufgegriffen werden. Und Jörg Kastners Vatikan-Thriller um den jungen Schweizergardisten Alexander Rosin, der nach dem rätselhaften Mord an seinem ebenfalls bei den Papst-Bodyguards arbeitenden Onkel ein uraltes, ungeheuerliches Geheimnis aufdeckt, kommt schon ganz schön routiniert, klerikal-düster und gut recherchiert daher. Schon bei seiner ersten Audienz zeigt Papst Custos, was in ihm steckt: Er nimmt eine Wunderheilung an einer Gelähmten vor. Doch auch Alexander war nicht müßig. Zusammen mit der hübschen Journalistin Elena findet er ein geheimnisvolles Manuskript seines Vorfahren Albert Rosin (Schweizergardist, selbstredend) aus dem 16. Jahrhundert -- und er entdeckt die Existenz eines Geheimbundes, des "Zirkels der Zwölf", die sich für die wahren Christen halten. Am Ende stellt sich ihm gar die dräuende Frage, ob Custos der seit langem angekündigte Engelspapst oder womöglich gar der Antichrist selbst sein könnte!

Spannend, Spannend! Wie betäubt taumeln wir also auf der Spur nach der Lösung durch die vatikanische Unterwelt. Verlaufen können wir uns dabei nicht, denn dank des im Buchdeckel aufgedruckten praktischen Lageplans kennt sich der Leser im Vatikanstaat bald besser aus als in der heimischen Wohnküche. --Ravi Unger

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic"Oje! Noch ein Vatikanthriller! Ich wette einen Mercedes darauf, daß es wieder um irgendeinen uralten und geheimen (das versteht sich von selbst) Orden dreht sowie um die böse böse Kirche samt korrupten und machtgierigen Kardinälen."
;-)

Nein, dies denkt man nach dem Lesen des Romans nicht mehr.
"Der Engelspapst" ist ein spannendes Buch über einen Schweizergardisten, der in eine Intrige hineinschlittert. Zusammen mit seiner Freundin entdeckt er tief unter dem Vatikan die Spuren eines alten Geheimbundes, der dem neu gewählten Papst nach dem Leben trachtet.

Der Autor hat sich mit dem Roman sichtlich Mühe gegeben: Die Plünderung Roms im Mittelalter, die Gründung der Schweizergarde und selbst die Morde an einen Kommandanten und dessen Frau haben tatsächlich stattgefunden. Er hat die geschichtlichen Daten ein wenig ausgeschmückt - und voilá! - herausgekommen ist ein Buch, in dem eine spannende Szene die nächste jagt.
Die Hauptfigur fand ich sehr gelungen. Man kauft Alexander Rosin Freude, Verzweiflung und Ringen mit den inneren Dämonen gut ab.
Was die Beschreibung der Ewigen Stadt angeht, so braucht man für den nächsten Besuch dort ganz bestimmt keinen Stadtplan mehr. Kennt man den "Engelspapst", weiß man auch, wo's lang geht. Mich persönlich haben diese Details über Straßen und Ruinen eher gestört, schließlich ist das Buch ein Roman und kein Reiseführer.
Ebenfalls negativ aufgefallen sind mir die vielen Namen und Personen, die in der Handlung vorkommen. Besonders am Anfang hat Jörg Kastner Dutzende Charaktere eingeführt, so daß man sich als Leser etwas vor den Kopf geschlagen fühlt. Natürlich hat jede dieser Figuren eine Rolle zu spielen und keine davon ist überflüssig, aber sie allesamt auf einmal vorzustellen dient nur der Verunsicherung es Lesers.
Und ein letzer Meckerpunkt: Obwohl die meisten Szenen und Ereignisse durchaus glaubhaft geschildert werden, sind doch einige dabei, bei denen man eher ungläubig den Kopf schüttelt. Mir erging es bei Elenas Geschichte so. Ihre Vergangenheit - sicher ein wichtiger Punkt - taucht so plötzlich in der Handlung auf, daß man einfach nicht anders kann, als sie als Unfug abzutun. Aber das ist Ansichtssache.

Im großen Ganzen ist "Der Engelspapst" ein gelungener Roman, voller Intrigen und überraschender Wendungen, den jeder Vatikan-Thriller-Fan gelesen haben sollte.
Jörg Kastner hat bereits eine Fortsetzung veröffentlicht - "Der Engelsfluch". Ich werde dieses Buch ganz bestimmt lesen.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicIn einer Nacht ändert sich alles. Alexander Rosin, Schweizergardist mit langer Familientradition, erfährt, daß sein Onkel, der Gardekommandant, sowie dessen Frau erschossen in ihrer Wohnung aufgefunden wurden. Neben ihnen liegt der angebliche Mörder, der sich nach dem Mord an dem Ehepaar selbst das Leben nahm. Das nimmt Alexander natürlich schwer mit. Aber das allein scheint noch nicht zu erklären, warum der neue Papst Custos so vertrauensvoll mit ihm umgeht. Alexander kann aber diese ach so stimmige Geschichte nicht glauben und versucht, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Kurz darauf wird er im Waffenlager niedergeschlagen und weiß, daß er auf der richtigen Spur ist. Aber die Wahrheit ist noch viel phantastischer, als er es sich je hätte träumen lassen: ein Geheimbund trachtet nach des Papstes Leben und die Verschwörung reicht hinauf bis zu den höchsten Würdenträgern. Gemeinsam mit der Journalistin Elena findet Alexander schier Unglaubliches heraus - und nicht nur die Geschichte seiner Familie, sondern auch die Vergangenheit Elenas erscheinen plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Als ich diesen Roman gelesen habe, stand im Hier und Jetzt gerade die Wahl des neuen Papstes an und ich habe vieles im Buch ungleich intensiver miterlebt, da man durch die Medien sehr viel erfuhr. Der Vatikan mit seiner Geschichte in sehr spanned und bietet Stoff für die phantastischsten Geschichten. Ob es nun die vielbesprochenen Dan-Brown-Romane "Illuminati" und "Sakrileg" oder die Bücher anderer Autoren sind: für sehr viele Autoren ist der geheimnisumwitterte Vatikan, die Geschichte dieser Macht und das Beharren auf Wortlaut und Tradition unwiderstehlich. Jörg Kastner setzt aus kleinen Bausteinen, historisch belegten Fakten und Fiktionen, die als Bindeglied dienen, einen dichten und spannenden Roman zusammen, der informativ, aber nicht belehrend ist. Eine willkommene Auflockerung ist die Geschichte in der Geschichte: ein Tagebuch, das Alexander in die Hände fällt und das eine sehr aufreibende Geschichte aus dem Leben eines seiner Vorfahren schildert. Ein sehr empfehlenswerter Roman - und die Fortsetzung "Engelsfluch" liegt schon bereit!

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