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Krimi/Thriller: Der zweitbeste Koch. Kriminalroman
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Titel:      Der zweitbeste Koch. Kriminalroman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1789
Autor:      Kurt Bracharz
ISBN-10(13):      385218634X
Verlag:      Haymon Verlag
Publikationsdatum:      2010-09-09
Edition:      1
Number of pages:      180
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Der zweitbeste Koch
   


Rezensionen
Potential leider nicht ganz ausgenutzt aber trotzdem schön zu lesen

22.12.2010 Bewertung:  3.5 Tialda vergibt 7 von 10 Punkten

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Worum geht es?

Xaver Ypp ist Wiener Gourmetkritiker des Magazins „Lukull“ und hat ganz deutlich einen Lieblingskoch – Wang Li. Deshalb ist er umso geknickter, als er erfährt, dass Wang Li angeblich das Land verlassen hat. Als er im gleichen Restaurant in seinem Essen ein Stückchen Fleisch findet, das er nicht identifizieren kann und dieses zur Analyse mitnimmt beginnt die Sache komisch zu werden – er wird auf dem Heimweg überfallen, seine Tasche wird geklaut und ein paar Straßen weiter wieder gefunden, allerdings ohne die Fleischprobe…

 

Rezeption:

Ich stand diesem Buch Anfangs etwas skeptisch gegenüber, da ich mir bei einem 180-Seiten-Werk nicht vorstellen konnte, dass darin eine gute Geschichte stehen kann. Aber nachdem ich anfing zu lesen, wurde ich erst einmal eines besseren belehrt.

 

Ich mag die Art in der Kurt Bracharz schreibt, da sich immer wieder österreichische Ausdrücke im Buch finden lassen und er mit einem gewissen Humor schreibt, der mir sehr gefällt. Wie z.B. hier: „Ich fürchte ich muss aufbrechen. Hab noch zu tun. Du weißt ja, ich bin eine Nachteule.“ Wusste ich eigentlich nicht. Als er noch mein kleiner Bruder war, hatte ich ihn eher für einen Kuckuck in unserem Nest gehalten.


Außerdem liest sich der Text fast wie von selbst, so flüssig wie er geschrieben ist und recherchiert wurde auch sehr gut. Man lernt auf diesen wenigen Seiten so einiges über Asien und darüber, was es für außergewöhnliche Gerichte gibt.

 

Was mich allerdings sehr enttäuscht hat, war das Ende. Die ganze Geschichte baut sich eigentlich richtig toll auf und teilweise schimmert durch, dass das Stückchen Fleisch Menschenfleisch sein könnte – aber diese abgefahrene Idee wird leider nicht aufgenommen… Schade. Da hätte man echt eine tolle Geschichte draus spinnen können – gut schreiben kann der Autor nämlich.

 

Fazit:

Vielversprechender und richtig gut geschriebener Roman, dessen Potential leider nicht ganz ausgeschöpft wurde.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


Ein Ausflug in die kulinarischen Abartigkeiten fremder Kulturen

23.12.2010 Bewertung:  3.5 kleinfriedelchen vergibt 7 von 10 Punkten

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Xaver Ypp, Gourmetkritiker und Journalist für ein Feinschmecker-Magazin, ist nicht gerade begeistert, als er einen pubertierenden Burger- und Pommesliebhaber zum neuen Superkritiker ausbilden soll, weil dieser keinen Geschmack vergisst, den er je kennengelernt hat. Doch der Anweisung vom Chefredakteur kann sich Xaver leider nicht verweigern und führt den Teenie daher in die besten Restaurants der Stadt. Als er dabei auf ein Stückchen Fleisch trifft, dessen Geschmack nicht einmal das Geschmacksgenie erkennt, beginnt der eigenartige Kriminalfall. Xaver nimmt eine Probe zwecks Untersuchung mit, die ihm jedoch kurz darauf gestohlen wird. Was hat ihm die Restaurantküche da bloß auf den Teller getan? Und was hat das alles mit dem Verschwinden des Kochs Wang Li zu tun, dem zweitbesten Koch der Welt?

Was anfangs wie ein kulinarischer Krimi wirkte, schlug irgendwann im Laufe des Buches in etwas anderes um. Plötzlich tauchen mächtige Milliardäre und eine Tierschutzorganisation in der Stadt auf, die dem Verlauf des Buches eine ganz andere Richtung geben als ursprünglich angenommen. Als richtigen Krimi würde ich das Buch allerdings eh nicht bezeichnen. Der eigentliche Inhalt der Geschichte scheint nämlich die chinesische Küche zu sein, in der ja bekanntlich alles gegessen wird, was kreucht und fleucht. So macht der Autor mit dem Leser einen amüsant makaberen Ausflug in die kulinarischen Abartigkeiten fremder Kulturen. Und das passt auch wunderbar zum kuriosen Fall, der doch schließlich mit einem kleinen Stückchen Fleisch startet. Leider war das Rätsel um dieses nicht sonderlich geheimnisvoll, wenn man vorher den kurzen Satz auf der Rückseite des Buchumschlages gelesen hat. So konnte man sich als Leser schon vieles denken. Doch das nahm dem Buch nichts vom Lesevergnügen, denn es unterhält den Leser nicht vordergründig mit dem Kriminalfall.

Das Ende hat mir den Eindruck vom Buch dann doch etwas getrübt. Ich finde es immer sehr schade, wenn ein bis dato gutes Buch durch ein eher schwaches Ende runtergerissen wird. So ging es mir hier leider auch: die Auflösung des Krimifalls hatte letztendlich kaum noch etwas mit dem Fleischstückchen zu tun und es kam mir irgendwie banal vor, zu simpel, das Ganze wirkte konstruiert und erzwungen.

Abgesehen davon bietet das Buch aber gute ungewöhnliche Unterhaltung für Feinschmecker und für Liebhaber unblutiger Spannungsgeschichten.


kleinfriedelchen hat insgesamt 60 Rezensionen angelegt.


 
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