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Krimi/Thriller: Berufung
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Titel:      Berufung
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      9969
Autor:      John Grisham
ISBN-10(13):      3453006623
Verlag:      Heyne
Publikationsdatum:      2008
Edition:      Hardcover
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      no-img_eng.gif



Beschreibung:      Jeanette Baker zieht gegen Krane Chemical vor Gericht, weil die Firma mit ihren Giftmüllabfällen das Wasser ihrer Heimatstadt verseucht hat und sie dadurch Sohn und Mann verloren hat. Das Gericht verurteilt das Unternehmen zu einer immens hohen Schadenersatzsumme, jedoch geht dieses in Berufung. Dem Chef des größten Chemiekonzerns der USA ist jedes Mittel recht, um die Richter am Supreme Court für ihn zu gewinnen. Als dann eine Wahl ansteht ist alles klar. Die übrige Welt merkt nichts, aber die Elite weiß genau welches Spiel gespielt wird und schaut zu.
   


Rezensionen
Richter werden gekauft

21.11.2010 Bewertung:  4 verbatim158 vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicDiesen Roman hatte ich nun schon eine Weile aufgeklappt liegen gehabt, weil mein Freund noch mit im Urlaub war. Als mein Schatz dann nach Haus geflogen war, begann die Lesesaison des Urlaubs und so richtig habe ich dann auf der Fähre von Kavala nach Lesvos gelesen. So ungefähr 3 bis 4 Stunden am Stück. Ich bezeichne mich nicht als einen schnellen Leser, aber ich bin auch nicht die Lahmste. Genau diesen Roman hatte ich mir aus dem Regal meines guten Freundes gegriffen, weil er mir vom Klappentext her zusagte und das Cover gut aussah. Ich dachte ja nicht, welche Welten ich beim Lesen verstehen musste. *Aussehen* Wie ich ja schon erwähnt habe, hatte mich das Cover des Buches irgendwie fasziniert. Wahrscheinlich nicht nur weil es in Blautönen gehalten ist und einen Geldschein mit Benjamin Franklin als Gesicht drauf abbildet, sondern weil es einfach rund herum gut aussieht. So genau kann ich es nicht erklären, aber ich denke es war so. Auch die Rückseite des Buchumschlages ist in dem Farbton blau gehalten, was ja logisch ist bei der Vorderseite, und der Text ist in weiß gedruckt worden. Auf dem Buchumschlag wird nur der EAN- Code angegeben und sonst nur Klappentext sowie Schriftsteller- und Buchname. Der Roman strotz nur so vor politischen Themen und obwohl ich solche Romane sonst eher meide, war ich hier doch eher angetan. Ich las schließlich weiter, denn mich interessierte das Schicksal von Jeanette Baker und von den Anwälten, die sie vor Gericht vertraten. Auch das Schicksal der Stadt Bowmore interessierte mich. Außerdem war ich geschockt darüber, dass man sich einen Sitz als Richter im Supreme Court erkaufen könnte, wenn man ein gutes Gesicht habe. Da fragt plötzlich so gut wie keiner nach woher das Geld stammt, welches der Wahlkandidat für seine Publicity ausgibt. Selbst der Kandidat wird erst am Schluss richtig stutzig, als schon alles zu spät ist. Teil II des Romans beschäftigt sich allein mit dem Wahlkampf der einzelnen Kandidaten und in diesem ”Kapitel” werden auch viele politische Themen angesprochen. Mit diesen Themen sehen wir uns in Deutschland kaum konfrontiert, aber sind es dennoch. Schließlich geht es uns etwas an, wenn in dem Staat unserer Weltmacht etwas Bewegendes passiert. Es werden Themen angesprochen wie: Homosexuellenehe, Waffengesetz und dass die Kirche wieder mehr Einzug in den Staat erhalten sollte. Ich fand es erschreckend, wie manche Romanfiguren über diese Sachverhalte denken. Ein Beispiel was mir im Kopf hängen geblieben ist: Waffen wurden 10m im Umkreis einer Schule vom Staat verboten, die Waffenlobby klagte und bekam Recht, so wurde dieses Gesetz wieder aufgehoben. Ich finde einfach, dass es zu viele Waffen in Amerika gibt. Ich glaube nicht, dass das Gewaltpotenzial verringert werden kann, wenn man die Waffen abschafft. Ich möchte nun nicht auf Intelligenz abspielen oder so, aber wer eine Waffe in der Hand halten darf, schreckt auch nicht davor zurück sie eins zu benutzen. Ob nun auf Tiere, Gegenstände oder Menschen sei einmal dahingestellt, aber ich finde es nicht in Ordnung, dass ein Mensch so etwas kann. In unserer heutigen Zeit ist es nicht mehr unbedingt nötig dies zu können. Man muss nicht mit einer Kugel treffen können. Ein Jäger darf gern mit Betäubungsmittel schießen dürfen, aber nicht mit Kugeln. So könnten auch bei uns in Deutschland Amokläufe eingedämmt werden, aber dies ist nun ein zu weit führendes Thema. - Anliegen des Autors - Das Anliegen von John Grisham in diesem Roman ist es, dass Richter gekauft werden können indem man ihnen genug Spendengelder zur Verfügung stellt. “ Solange bei der Richterwahl private Gelder fließen dürfen, werden widerstreitende Interessengruppen um die Ämter kämpfen. Diese Probleme sind weitverbreitet. Die gegnerischen Parteien sind überwiegend zutreffend beschrieben. Die Taktiken sind nur allzu vertraut, die Ergebnisse nicht weit von der Realität entfernt.” (John Grisham in den Anmerkungen des Autors des Romans >BerufungBerufungBerufungn Grisham sehr stark abweichen und so lasse ich diese Debatte lieber. Nur mit mir allein zu diskutieren ist ja auch irgendwie zu simpel. Abschließend muss ich hier noch erwähnen, dass ich wegen den politischen Themen die für mich hohe Seitenzahl gar nicht so bemerkt habe. **Fazit** Brennendes Thema, welches mehrere Schriftsteller behandeln sollten, dadurch ist der Roman wirklich lesenswert. Spannung ist eher im Rahmen gehalten. Preis ist zu hoch, aber sicherlich ist das Buch heute schon als Taschenbuch erhältlich oder zu einem geringeren Preis.

verbatim158 hat insgesamt 13 Rezensionen angelegt.


 
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