Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Krimi/Thriller: Sieh mir beim Sterben zu
  Print


Titel:      Sieh mir beim Sterben zu
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1722
Autor:      P. J. Tracy
ISBN-10(13):      3805208596
Verlag:      Wunderlich
Publikationsdatum:      2010-09-17
Edition:      1. Auflage.
Number of pages:      384
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Roman
Erscheinungsjahr: 2010
Übersetzung: Handels, Tanja
Gewicht: 480 gr / Abmessungen: 205 mm x 125 mm
Von Tracy, P. J. / Übersetzt v. Handels, Tanja

Eine Braut wird ertränkt. Live.
Zuerst halten alle den kurzen Film für eine Inszenierung. Doch dann werden Leo Magozzi und Gino Rolseth von der Minnesota Police zu einem Tatort gerufen. Ein Mann ist ertrunken. Er trägt ein Brautkleid.
Leo und Gino holen die Monkeewrench Crew ins Boot. Was Grace MacBride und ihre Freunde im Netz entdecken, ist schlimmer als alles, was sie bisher gesehen haben. Denn der Kurzfilm ist nur einer von vielen

   


Rezensionen
\"Wunderbare\" Welt des Internet

18.11.2010 Bewertung:  4 Toschi3 vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Ein Mord geschieht, und kurz darauf findet man im Internet ein Video davon. Bei der Suche stellt das FBI fest, dass es nicht der einzige war. Und das weitere folgen könnten. Das und die Tatsache, dass einer der Morde in Minneapolis stattfand, ruft das Team der dortigen Polizei auf den Plan. Bei der Suche in der virtuellen Welt kann der Polizei nur noch das Team von Monkeewrench, einer Softwarefirma mit vielen Fähigkeiten, helfen. Werden sie den Tätern auf die Spur kommen und weitere Trittbrettfahrer verhindern?

 

Bei diesem Buch von PJ Tracy, einem Autorenteam aus Mutter und Tochter, handelt es sich bereits um den fünften Fall um das Team von Monkeewrench. Zwar schafft es PJ Tracy hervorragend, sich in die handelnden Personen hineinzufinden, dennoch hatte ich in der ersten Hälfte des Buches das Gefühl, eine Außenstehende zu sein, da die Beziehungen der Personen untereinander nur vage angedeutet werden. Leider werden auch einige Hinweise zum Verlauf der vorherigen Fälle gegeben, so dass der Wunsch, die Vorgänger auch noch zu lesen, ein wenig gedämpft wird.

 

Der Schreibstil der Autoren ist fantastisch. Er ist anspruchsvoll aber nicht übertrieben literarisch. Das Buch liest sich flüssig weg und auf den letzten 100 Seiten will man es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Darstellung der Charaktere könnte aus den o. g. Gründen etwas besser sein. Auch geraten am Anfang einige Passagen zur Vorstellung des Teams in meinen Augen etwas langweilig. Aber das tut der Spannung keinen Abbruch!

 

Interessant ist auch das Thema. Es gibt schon sehr zu denken, wie sich die tolle, anonyme Welt des Internet so entwickelt. Der Thriller regt auf jeden Fall zum Nachdenken hierüber an.

 

Fazit: ein toller, spannender Thriller. PJ Tracy-Kenner sind nur ganz leicht im Vorteil gegenüber Neulingen.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Endlich Nachschlag vom Monkeewrench-Team

09.01.2011 Bewertung:  4 Pharo72 vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Die Spezialisten für Computerkriminalität vom FBI stoßen im Internet auf Snuff-Filme, die live die Tötung von Menschen zeigen. Handelt es sich um nachgestellte Szenen oder echte Morde? Der Ursprung der Videos lässt sich mit ihren Mitteln nicht zurückverfolgen und so bitten sie die Firma Monkeewrench, eine Gruppe von hochspezialisierten Hackern, die bereits in der Vergangenheit an Mordfällen mitgearbeitet hat, um Mithilfe. Als ein Mord in Minneapolis geschieht, werden auch die Detectives Leo Magozzi und Gino Rolseth in den Fall involviert. Erste Erfolge des Monkeewrench-Teams weisen auf eine Vielzahl echter Morde hin, die vorher im Internet angekündigt worden sind. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Endlich ist nach „Memento“ (2006) ein neuer Fall der Monkeewrench-Reihe des Mutter-Tochter-Autoren-Duos P. J. Tracy erschienen. Wer die Serie kennt und sich in die außergewöhnlichen Figuren sowohl der Hacker als auch der zwei unverwechselbaren Detectives Leo und Gino verliebt hat, wird auch vom fünften Teil nicht enttäuscht sein. Mit FBI-Agent John Smith kommt ein weiterer sympathischer Charakter hinzu.

Ganz aktuell werden ein weiteres Mal die Gefahren des Internets thematisiert. Eine kleine Unüberlegtheit, aus Wut geboren, weitet sich zu einer drastischen Mordserie aus und ruft jugendliche Nachahmer auf den Plan, die das ganze Land in Angst und Schrecken versetzen. Man merkt der teils sehr jugendgerechten Sprache den Einfluss der Tochter im Autorenteam an. Mit einfachen Worten, die zum Verschlingen des Romans verführen, wird eine konstante Spannung aufgebaut.

Gerade die besonderen Charaktere der Monkeewrench-Crew kommen in diesem Roman jedoch nur wenig zum Tragen und Neuentdeckern der Serie entgeht daher einiges. Auch blieben für mich beim überraschend zügigen Finale einige Fragen offen, sodass ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben kann. Ein abwechslungsreicher und unterhaltsamer Thriller ist ‚Sieh mir beim Sterben zu’ aber allemal und lässt hoffen, dass die Fortsetzung nicht wieder so lange auf sich warten lässt.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Besseres Jugendbuch, getarnt als Thriller

24.02.2012 Bewertung:  1.5 rumble-bee vergibt 3 von 10 Punkten

Userpic

Nach der Leseprobe hatte ich schon nicht allzu viel erwartet, unter anderem aufgrund der für mich zu lockeren und ästhetisch unbefriedigenden Sprache in einigen Abschnitten. Leider hat das Buch meine Vorahnungen voll bestätigt.

Nun möchte ich das Werk aber nicht ganz verreißen. Denn von einem gewissen Standpunkt aus könnte man dem Buch durchaus einigen Wert bescheinigen: nämlich dann, wenn man es als Jugendbuch betrachtet. Ärgerlich nur, dass man einen \"echten\" Thriller erwartet hat. Nun gut, ich möchte beschreiben, was dieses Buch für mich zu einem Jugendbuch macht. Das sind vor allem a) die Verwendung eines \"moralisch wertvollen\" und mit stark erhobenem Zeigefinger angegangenen Themas (Internet-Kriminalität), b) die im wahrsten Sinne des Wortes \"blutarme\" Handlung - oder doch die weichgespülte Schilderung von Verbrechen, insofern sie überhaupt vorkommen (die Schlimmsten werden sogar verhindert!), c) die überdreht locker und \"hip\" wirkende Sprache, die einer stringenten Handlung vorgezogen wird, d) ständige Frotzeleien zwischen Personen, die aber nichts weiter zur Handlung beitragen, e) einen nicht übermäßig anstrengend konstruierten Handlungsfaden, und f) eine Auflösung in Friede, Freude, Eierkuchen.

Klingt das kritisch und sarkastisch? Ersteres würde ich bestätigen wollen, letzteres nur unter Vorbehalt. Denn je mehr ich über dieses Buch nachdenke, desto dringender wird mein Verdacht, dass das Buch/ die Bücher (das Buch ist eigentlich Teil einer Reihe) vom Autorenteam im Erscheinungsland, also den USA, ursprünglich tatsächlich für ein anderes Publikum gedacht waren, als sich das deutsche Verleger und Marketingexperten so denken mögen. Ich mag Vorurteile haben, aber als ich erfuhr, dass es sich auch noch um ein Team aus Mutter und Tochter handelt, da hat sich mein Verdacht noch einmal wesentlich verstärkt. Eine Mutter und ihre Tochter, na, wenn so etwas nicht wesentlich geeigneter ist für leichte Jugendlektüre, als für \"harte Thriller\"...

Noch einige Bemerkungen zu meinen oben angeführten Punkten. 
Zu a). Das Thema Internet-Kriminalität ist ja durchaus nicht ungeschickt gewählt. Und auch hierzulande hat man ja beispielsweise schon vom \"Kannibalen von Rothenburg\" gehört, der sich sein Opfer per Internet suchte. Seiten für Perverse gibt es also in der Tat. Dennoch, mich hat mit der Zeit genervt, wie penetrant auf den moralischen Aspekten herumgeritten wurde. In nahezu jedem Kapitel stöhnte einer der beteiligten Erwachsenen über die Gefahren, die durch das Internet drohen. Doch darauf folgten dann so banale Bemerkungen wie \"daran kann man wohl nichts mehr ändern\". Der einzige Vorschlag zur Besserung bestand darin, dass dann die Regierung selber kriminell werden müsse, um ausländische Server zu sperren. Das fand ich platt und einfallslos.

zu b). Wenn mir ein Buch als \"Thriller\" untergeschoben wird, dann erwarte ich Hochspannung, die gerne auch blutrünstig sein darf, die jedenfalls in Details schwelgt. Davon hier kaum eine Spur. Fast das ganze Spannungspotenzial wird schon in den allerersten zwei bis drei Kapiteln verschossen, in denen die beiden einzig \"erfolgreich\" verlaufenen Morde der Ermittlung geschildert werden. (Man verzeihe mir meine Wortwahl!) Weitere Straftaten werden entweder nur am Rande erwähnt, oder sogar verhindert!

zu c). Wenn es in einem Buch eine oder höchstens zwei Personen gibt, die sich ständig gegenseitig anfrotzeln, und die eine bemüht jugendlich wirkende Sprache verwenden, dann kann ich das verschmerzen. Aber hier nahm dieser überdrehte Tonfall ja gar kein Ende mehr. Ich vermute, das könnte auch etwas mit der Übersetzung zu tun haben. Die Originalfassung würde mich daher tendenziell interessieren! Sicher, an manchen Stellen durfte durchaus gelacht werden. Beispiel: \"Haben Sie ein Bier?\" \"Nein, tut mir leid, Sir.\" \"So leid wie mir kann\'s ihnen gar nicht tun.\" Aber insgesamt entstand für mich der Eindruck, hier sollte ein spezielles Publikum angesprochen werden, das selber in dieser Ausdrucksweise zu Hause ist. Aber so redet doch kein Mensch! Jedenfalls nicht andauernd! Auch nicht dann, wenn er frustrierter und gestresster Polizist ist.

zu d). Dieser Punkt geht nahtlos aus c) hervor. Es mag sein, wie ich schon sagte, dass man als Autor Frotzeleien zwischen zwei bestimmten Personen sozusagen als \"running gag\" verwendet. Man denke nur an \"Die Zwei\", oder Terence Hill und Bud Spencer. Aber auf ein ganzes Buch ausgedehnt, kann das nicht eine spannende Handlung ersetzen, die hier eindeutig fehlte.

zu e). Die Spannung, ja, die Spannung - wo war sie denn nur?? Ich habe sie, als Leser von \"echten\" Thrillern, leider vergeblich gesucht. Irgendwie geht das Buch ständig weiter, aber meist auch nur dadurch, dass wieder einer der Software-Hacker ein neues Programm ausprobiert, oder dadurch, dass die beiden Detectives Magozzi und Rolseth wieder einmal einen Anruf vom ständig betrunkenen Richter bekommen. Jedenfalls entsteht die Handlung NICHT dadurch, dass Ermittlungen im klassischen Sinne stattfinden, so, wie ich es erwartet hätte. Der Hauptakzent liegt viel eher auf den Konfrontationen verschiedenster Charaktere. Wie begegnen sich ein FBI-Agent und eine Hackerin in der Küche. Wie verhalten sich zwei Detectives in einer Bar für Drag-Queens. Und so weiter. Ach, es ist schade, so viel echtes Potenzial wurde hier verschenkt! Ich hätte viel lieber eine ausführlichere Schilderung des Schwulenmilieus und dessen Durchleuchtung gelesen. Oder die seelischen Nöte von Agenten, die kurz vor der Pensionierung stehen. Oder die zerbröselnden Ehen von einfachen Beamten. Oder die Einsamkeit von Computerhackern. Aber, aber, leider alles nur angerissen, nichts tiefer beleuchtet. Schade! Und dann auch noch diese Episode mit den zwei Jugendlichen, die mit dubiosen Paketen in der ganzen Stadt für Unruhe sorgten... Was SOLLTE das, bitteschön? Mit dem eigentlichen Fall hatte das NICHTS zu tun!! Und dafür sind, ich habe nachgezählt, über 50 Seiten draufgegangen..Jessas...

 

[ACHTUNG; SPOILER]

zu f). Ja, das Ende... kam letztlich sehr plötzlich. Und mich hat vor allem geärgert, dass es aus dem Vorhergehenden NICHT ableitbar war. Mit anderen Worten: der Leser hatte auch nicht den Hauch einer Chance, den Täter im Vorhinein zu erraten. Denn er kam im ganzen Buch nicht vor. Und selbst sein Name wird nicht genannt! Ich fühlte mich verschaukelt!! Und zu allem Überfluss kommt ganz zum Schluss noch eine zuckersüße Wendung, die erstens überflüssig war, und die auch noch eine Person mit einbezog, von der ich es nicht erwartet hätte - das war nicht stimmig, zumindest für mich. nee...!

[SPOILER ENDE]

Jetzt ist meine Rezension doch ein wenig arg kritisch geraten. Doch meine Grund-These möchte ich hier gerne wiederholen: wenn man alle meine Beobachtungen auf ein \"Jugendbuch\" anwendet, dann hätte das alles durchaus seinen Sinn. Jugendliche in einem bestimmten Alter schwärmen sehr für lockeren Umgangston, eine übermäßig komplizierte Handlung werden sie weder erwarten noch verarbeiten können, sie mögen eher wenig blutrünstige Details, und sie orientieren sich sehr an zwischenmenschlichen Konfrontationen und Humor. Das sieht man bei uns in Deutschland jeden Freitag und Samstag am Comedy-lastigen Fernsehprogramm.... Schluss damit. Ob man dieses Buch lesen mag oder nicht, wird jeder selber entscheiden müssen. Ich jedenfalls bin froh, es nicht selber gekauft zu haben. Dann hätte ich mich geärgert.

 


rumble-bee hat insgesamt 76 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla