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Krimi/Thriller: American Devil: Thriller
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Titel:      American Devil: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1640
Autor:      Oliver Stark
ISBN-10(13):      3492259235
Verlag:      Piper Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-11
Edition:      3
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
American Devil
   


Rezensionen
Amerikanischer Teufel

23.10.2010 Bewertung:  4 antjemue vergibt 8 von 10 Punkten

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Wieder einmal waren 100 Vorableseexemplare eines Thrillers, der genau in mein Beuteschema passte, auf einer meiner Lieblingsseiten im Netz zur Verlosung ausgeschrieben. Die Leseprobe konnte ich mir nicht entgehen lassen und mein Leseeindruck brachte mich in den Lostopf. Die Glücksfee küsste mich und nun halte ich, reichliche zwei Wochen nach der Verlosung, „American Devil“ von Oliver Stark auch schon wieder ausgelesen in der Hand.

Oliver Stark – nie gehört

„American Devil“ ist das Thrillerdebüt des heute mit seiner Familie in London lebenden Autors Oliver Stark. Bevor er zum Schreiberling wurde arbeitete er u.a.  als Buchmacher und Wirt. Doch Schreiben ist seine Leidenschaft und irgendwann studierte er Literatur und unterrichtete kreatives Schreiben. Beherrscht er sein Fach? Schauen wir mal.

American Devil

Am 14. Februar 1982 geht das Leben der 15-jährigen Chloë Mestella in ihrem Zimmer im elterlichen Haus in West Virginia jäh zu Ende. Ihr Mörder, ein Junge, der sie im Schlaf überrumpelte und ihr eigentlich 12 rote Rosen zum Valentinstag, mit der Frage ob sie seine Freundin sein will, überreichen wollte.

Zwanzig Jahre später wütet in New York ein Serienmörder. Mehrere junge Frauen fielen ihm innerhalb kürzester Zeit zum Opfer. Alle waren jung, blond, schön und reich. Detectiv Tom Harper und seine Kollegen sind ihm auf den Fersen, doch der mordende Vergewaltiger, von der Presse als „American Devil“ bezeichnet, scheint nicht fassbar…

Hält das Buch, was die Leseprobe versprach?

Obwohl das Thema nun wirklich nichts Neues im Thriller-Genre ist, reizt es mich doch immer wieder. Verspricht es ja während der Zeit des Lesens spannende Unterhaltung und ist so was von meilenweit von meiner Realität entfernt, dass ich dabei sogar noch richtig entspannen kann.

Den Prolog aus der Vergangenheit kannte ich schon aus der Leseprobe. Die Gedanken und die Tat des noch etwas linkischen, aber definitiv nicht normalen Jungen, lassen mir auch beim nochmaligen Lesen eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Ich ahne, dass es sich hierbei um die Bestie handelt, die später den jungen hoffnungsfrohen Frauen das Leben nimmt.

Zu dem Zeitpunkt, als mich der Autor als Leser in die „Jetztzeit“ einsteigen lässt, sind bereits zwei junge Frauen auf die gleiche bestialische Art und Weise gestorben. Die Ermittlungen sind im Gange, doch das NYPD ist noch keinen Schritt weiter.  Ich lerne die Hauptfiguren kennen. Mit deren Einführung und Charakterisierung nimmt sich der Autor etwas Zeit.

Tom Harper

Als die ersten Opfer des Serienmörders gefunden werden, ist Tom Harper eigentlich kein Detective mehr, sondern beschäftigt sich mit Vogelbeobachtungen. Er wurde aufgrund des tätlichen Übergriffs auf einen Vorgesetzten, der ihn provozierte, vom Dienst suspendiert. Seine Frau Lisa hatte ihn nach 12 Ehejahren verlassen, damit kommt Tom noch immer nicht klar und ist in dem Punkt auch extrem schnell reizbar. Als Captain Lafayette ihn zum Dienst zurückholen will, lehnt Tom erst einmal ab. Doch da er auch mit Leib und Seele Polizist ist, lassen ihn die Opfer nicht los. So kehrt er zurück zum NYPD und stimmt sogar einer psychologischen Therapie zu. Diese erfolgt durch

Dr. Denise Levene.

Diese hat die Stelle als Psychologin beim NYPD  vor allem deshalb angenommen, weil sie hier Praxiserfahrung sammeln und sich nebenher trotzdem ihren Forschungsprojekten widmen kann. Sie ist Expertin in der Ursachenforschung von Gewalt und beschäftigt sich mit Profiling. Als Tom Harper ihr Patient wird, bietet sie ihm ihre Hilfe beim Täterprofil des Serienkillers an.

Stark(e)s Thrillerdebüt

Wie bereits erwähnt, ist das Thema „Serienmörder tötet blonde Frauen“ und auch die Konstellation der Hauptfiguren „Ermittler und Psychologin“ im Genre definitiv nichts Neues. Trotzdem hat es Oliver Stark verstanden, mich mit seinem Debütroman zu fesseln. Das lag daran, dass er es geschafft hat, seinen temporeich fesselnden Schreibstil von Anfang bis Ende durchzuziehen und seinen Hauptfiguren trotzdem den Schliff zu geben, dass sie lebendig und bildhaft wirkten.

Sicher verwendet der Autor auch diverse Klischees, wie Pressehaie und Kompetenzgerangel. Bei letzterem bin ich allerdings dankbar, dass dieser diesmal nur kurz angerissen wurde und nicht Hauptthematik war. Obwohl es mich in anderen Büchern dieses Genres auch nicht stört, empfand ich es auch als sehr positiv, dass der Ermittler und die Psychologin zwar ein sehr freundschaftlich, partnerschaftliches Verhältnis zueinander haben, diese Grenze jedoch nicht überschreiten.

Die Darstellung des Mörders empfand ich jedoch überhaupt nicht als klischeehaft. Mit diversen, für mich als Leser nicht vorhersehbaren Einschüben und Wendungen, empfand ich fast ein morbides Verlangen auch über diese Person mehr zu erfahren. Das und sein Verhältnis zu anderen, im Laufe der Geschichte auftauchenden Protagonisten, hätten durchaus noch ein bisschen ausgebaut werden können. Die Auflösung am Ende ging mir fast ein wenig zu schnell und ein paar wenige, für die Haupthandlung an sich aber nicht unbedingt wichtige, Fragen blieben ungeklärt.

Alles in Allem empfand ich den Thriller jedoch als spannend und unterhaltsam und kann ihn Freunden des Genres in jedem Fall empfehlen.

Ihr möchtet selbst vorab einmal rein lesen? Eine Leseprobe findet ihr auch auf der Verlagsseite.
Hier der Direktlink: http://www.piper-verlag.de/media/0000464671.pdf

Piper Verlag 2010
Übersetzung: Gabriele Weber-Jari? und Bettina Zeller
ISBN 978-3-492-25923-1
446 Seiten
Als Taschenbuchausgabe für 9,95 EUR ab 25.10.2010 überall im deutschen Buchhandel erhältlich.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


... drum töte ich, was du liebst

30.10.2010 Bewertung:  4 Toschi3 vergibt 8 von 10 Punkten

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In New York treibt ein grausamer Killer sein Unwesen. Er beobachtet junge Frauen, spioniert ihr Leben aus, um sie dann zu töten und bestialisch zuzurichten. Die Presse, die über erstaunliches Insiderwissen verfügt, hat dem Monster schon einen Namen gegeben: American Devil. Der suspendierte, jedoch reaktivierte Polizist Tom wird in die Ermittlungen einbezogen. Er ist der einzige, der der Polizei jetzt noch helfen kann.

 

Dieser Thriller ist das erste Buch von Oliver Stark und passt sich gut ein in die Reihe spannender amerikanischer Thriller. Spannend erzählt der Autor aus verschiedenen Perspektiven. Viele Ebenen sind deutlich zuzuordnen, einige fügen sich erst spät in das Gesamtbild ein.

 

Die handelnden Personen sind gut umrissen. Die Aufklärung um die jeweiligen Motivationen und Hintergründe sind für einen Thriller dieses Formats ausreichend. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und die Handlung ist so aufgebaut, dass man das Buch auch mal einen tag aus der Hand legen kann und trotzdem direkt wieder in das Geschehen hineinfindet. Der Schreibstil des Autors ist recht gut, flüssig und nicht zu gestelzt, dennoch hatte ich einige Anlaufschwierigkeiten mit diesem Buch. Diese kann ich jedoch nicht an etwas bestimmten festmachen. in der zweiten Hälfte entwickelte sich der Fall jedoch auch für mich zu einem klassischen Pageturner und ich konnte das Ende kaum erwarten.

 

Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass nichts wirklich neues verarbeitet wurde und gängige Thriller-Klischees etwas zu deutlich bedient werden.

 

Fazit: ein spannendes Buch. Fans amerikanischer Thriller werden nicht enttäuscht sein.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Teuflisch

02.11.2010 Bewertung:  4 KimVi vergibt 8 von 10 Punkten

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Tom Harper wurde vom Polizeidienst suspendiert. Doch seine ehemaligen Teamkollegen brauchen ihn. Denn Tom ist darauf spezialisiert Serienmörder zur Strecke zu bringen und es hat ganz den Anschein, als ob in New York ein brutaler Mörder sein Unwesen treiben würde. Dieser hat es auf blonde, gutaussehende und wohlhabende Frauen Anfang zwanzig abgesehen. Der Killer legt die grausam zugerichteten Leichen in Posen, bestreut sie mit Blütenblättern und nimmt ein Körperteil als Souvenir mit.

 

Trotz seiner Suspendierung wird Tom ins Ermittlerteam geholt. Um seine Wutausbrüche, die zu seiner Suspendierung führten, zu kontrollieren, muss er sich allerdings in Therapie bei der Polizeipsychologin Denise Levene begeben. Nur widerstrebend folgt Harper diesen Auflagen. Doch die Zeit drängt, denn der Serienmörder scheint völlig außer Kontrolle zu geraten. Die Abstände zwischen seinen Morden werden immer geringer. Ausserdem sitzt die Presse dem Team im Nacken. Denn die Reporterin Erin Nash veröffentlicht Insiderwissen in ihren Berichten und gibt dem Killer den Namen \"American Devil\". Es hat den Anschein, als ob ein Teammitglied  blutige Details an die Reporterin weitergibt. Doch nichts kann Erin Nash dazu bewegen ihre Quelle zu enthüllen.

 

Der \"American Devil\" ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus und versteht es meisterhaft das Team auf falsche Fährten zu locken.

 

Meine Meinung


Der Thriller beginnt mit einem Prolog und ist in vier Hauptteile mit insgesamt 119 Kapiteln gegliedert. Die Kapitel beginnen mit der Angabe des Handlungsortes, des Datums und der Uhrzeit. Da die Perspektiven und Schauplätze in diesem Thriller häufig wechseln, helfen die Informationen zu Beginn der Kapitel bei der Orientierung.

 

Bereits der Einstieg in den Thriller ist rasant. Man blickt zurück zum Valentinstag 1982 und beobachtet, wie ein unbekannter Junge der beliebten Chloe Mestella seine Liebe gestehen will. Die Situation gerät jedoch außer Kontrolle und Chloe stirbt. Dann schwenkt die Handlung zum aktuellen Thrillergeschehen. Auch hier nimmt die Spannung nicht ab. Gleich zu Beginn wird man mit  grausam zugerichteten weiblichen Leichen, des gleichen Frauentyps konfrontiert. Die Polizei tappt zunächst im Dunklen, der Täter schlägt jedoch in rascher Folge wieder zu und ein spannendes Katz- und Mausspiel, zwischen Serienkiller und Ermittler beginnt. Durch die raschen Szenenwechsel bleibt die Handlung durchgehend interessant und abwechslungsreich. Die relativ kurzen Kapitel verführen ausserdem zum Weiterlesen.

 

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos und der Handlung kann man, trotz des rasanten Tempos und der wechselnden Schauplätze, mühelos folgen. Die Morde und die bestialisch zugerichteten Leichen werden teilweise sehr detailliert und blutig beschrieben, sodass die Erzählung nichts für schwache Nerven ist. Blutrünstige Thrillerfans dürften hier auf ihre Kosten kommen.

 

Die Hintergründe des Ermittlerteams halten für erfahrene Thrillerfans allerdings keine Neuheiten bereit. Denn, wie so oft in diesem Genre, hat der Chefermittler Probleme im Privatleben und auch in beruflicher Hinsicht, steht die Suspendierung noch im Raum. Er steht also kurz vor dem privaten und beruflichen Absturz, der nun durch die Polizeipsychologin aufgehalten werden soll. Widerwillig werden die Therapiesitzungen vom ihm abgeleistet. Wobei er diese eher dazu nutzt, den aktuellen Fall mit der Psychologin zu besprechen und diese ebenfalls in den Fall zu involvieren.

 

Die beiden Hauptprotagonisten Detective Tom Harper und die Psychologin Denise Levene wirken recht sympathisch und ihre Handlungen meist glaubhaft und nachvollziehbar. Man merkt zwar, dass die beiden sich im Verlauf der Handlung näher kommen, doch von einer Liebesgeschichte bleibt man verschont. Das Hauptaugenmerk dieser Erzählung ruht auf der Jagd nach dem Serienkiller. Dieser wird in verschiedenen Perspektiven näher vorgestellt, sodass man einen Einblick in seine Gedanken und Motive erhält. Er ist schlau und ziemlich gerissen und führt dabei die Polizei und den Leser auf falsche Fährten. Insgesamt scheint er den Ermittlern immer den entscheidenden Schritt voraus zu sein.

 

Mein Fazit


Insgesamt gesehen konnte mich das Thriller-Debüt von Oliver Stark, durch eine fesselnde und spannende Handlung überzeugen. Zwei Bewertungspunkte ziehe ich allerdings ab, da die Handlung für eingefleischte Thriller-Fans keine Überraschungen bereithält und auch sonst dem gängigen Schema dieses Genres folgt.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


American Devil

10.11.2010 Bewertung:  5 urmeli vergibt 10 von 10 Punkten

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Ein Serienkiller treibt in New York sein Unwesen. Er sucht sich junge, hübsche, blonde und reiche Frauen aus. Er foltert diese Frauen, vergewaltigt sie und nimmt \"Andenken\" von ihren Körpern mit. Die New Yorker Polizei ist ratlos, trotz Spuren am Tatort hat sie keinen Hinweis, wer der Täter sein könnte. Aus reiner Verzweiflung wird der wegen gewalttätigen Verhalten an einem Kollegen vom Dienst suspendierte Tom Harper wieder zurückgeholt. Um seine eigene Vergangenheit in den Griff zu bekommen, hat er die Polizeipsychologin aufzusuchen. Die ambitionierte Denise Levene schafft es nicht nur Tom Harpers Probleme zu verringern, sie erstellt auch ein Profil des Verbrechers, der entscheidend weiterhilft. Bis sie selbst in Gefahr gerät.

Dieser Thriller ist flüssig geschrieben, sehr spannend, ab Seite 100 wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Gelungen finde ich die psychologischen Betrachtungen, da jeder, egal ob Opfer, Täter oder Polizist mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Die Polizei wird mehrmals auf die falsche Fährte geschickt und man fiebert förmlich mit, wie sie es schaffen, dem Täter eine Falle zu stellen. Ein äußerst gelungener Debütroman.


urmeli hat insgesamt 92 Rezensionen angelegt.


Oliver Stark - American Devil

17.11.2010 Bewertung:  4 Stahlfixx vergibt 8 von 10 Punkten

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Über das Buch:
Ein intelligenter Serienkiller treibt in New York sein Unwesen, die Opfer sind ausnahmslos blond, Anfang 20, hübsch und stammen aus gutsituierten Verhältnissen. Jeder Mord wird auf seine Weise besonders inszeniert, die Opfer werden gequält, vergewaltigt und den Frauen werden Körperteile oder Organe entnommen.
Die Polizei tappt im Dunkeln und nachdem kein vernünftiger Ansatz zur Identifikation des Täters gefunden werden kann, wird ein (wegen Gewalt gegenüber einem Kollegen) beurlaubter Ermittler, Tom Harper, der sich in der Vergangenheit durch ein sehr gutes Gespür für Serientäter hervorgetan hat, reaktiviert. Zur Auflage wird ihm gemacht, dass er sich in psychologische Behandlung geben muss, um seine Aggressivität besser unter Kontrolle halten zu können - das übernimmt die Polizeipsychologin Dr. Denise Levene, die sich nach kürzester Zeit zusammen mit Tom mehr um die Mordermittlung kümmert, als um Toms Gewaltproblem.
Die Abstände zwischen den Morden werden immer kürzer, der Täter wird, obwohl er immer unvorsichtiger wird, nicht gefasst und eine Journalistin beschreibt, obwohl die Details der Morde nie bekannt gegeben wurden, die Morde des \"American Devil\" in allen Einzelheiten.

Meine Meinung:
Das Buch ist ein genretypischer Ermittlungsthriller, der Oliver Stark (als Debüt) gut gelungen ist. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Tom Harper und aus der Sicht des Mörders erzählt, wobei der Teil, der sich um den \"American Devil\" handelt relativ viel Raum einnimmt, was ich persönlich sehr schätze. Die \"schnöde\" Ermittlungsarbeit nimmt relativ wenig Platz ein, dagegen versucht Oliver Stark genauer auf psychologische Aspekte und Ermittlungsansätze einzugehen.

Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, in dem ein pubertärer Junge bei den Eltern, der von ihm verehrten Chloe einbricht, er möchte sie nur ansehen, ihr nahe sein, da sie ihn komplett ignoriert. Sie erwacht und erschrickt, um sie zum Schweigen zu bringen und um zu verhindern, dass er bei dem Einbruch erwischt wird, wird sozusagen der \"American Devil\" geboren.
Danach (20 Jahre später) lernt man die Ermittler, bzw. Toms ehemalige Kollegen kennen, die  nach den ersten brutalen Taten des Mörders keinen Ermittlungsansatz finden und sich bemühen, dass Tom Harper ihnen zur Hilfe kommt. Zögerlich lässt er sich auf den Deal ein, wieder in die Ermittlungsarbeit einbezogen zu werden und schluckt dafür die Kröte, die es für ihn bedeutet, sich auf eine psychologische Behandlung einzulassen.

Das Buch hat (überdurchschnittlich) viele gute Ansätze, leider wurden sie nicht so konsequent umgesetzt,  dass aus dem Buch wirklich etwas neues oder besonderes geworden wäre. Für einen Genreliebhaber bietet das Buch relativ wenig, was es so oder in dieser Art nicht schon einmal in irgendeinem Buch oder Film (ähnlich) gegeben hätte, es ist aber auch nicht so, dass es ein reines Kopieren von bekannten Inhalten ist, nein, das Buch kann durchaus gegenüber der Konkurrenz bestehen, leider sticht es dabei aber auch nicht besonders aus der Masse heraus.
Die Geschichte ist gut gesponnen, die Handlung ist (zwar leider schon etwas abgedroschen, aber) gut angelegt und relativ ausführlich, keinesfalls nur eindimensional. Geschickt werden auch Wendungen eingebaut (die allerdings auch irgendwie schon bekannt anmuten), z.B. wird recht schnell ein Verdächtiger/Trittbrettfahrer gefasst, der sich zu den Morden bekennt, oder (relativ spät) wird einiges aus dem Umfeld der Familie des \"American Devil\" aufgelöst, auch die psychotische Persönlichkeit wird für den Leser zum Ende hin klarer, zwar ist immer alles stimmig war aber irgendwie fehlte auch immer das \"gewisse Etwas\".
Es sind leider viele Stereotype vorhanden - der geisteskranke, psychotische aber intelligente Killer, der mit den Ermittlern spielt, der Tathergang - relativ grausam, mit Verstümmelungen, Inszenierung und eine Trophäe die mitgenommen wird… Alles Elemente die nicht unbekannt sind.
Auch die (Haupt-) Charaktere, sind zwar teilweise fast (aber auch leider nur fast, denn es fehlt auch hier immer ein kleines Quantum, um etwas außergewöhnliches zu beschreiben, oder gute Ideen und Ansätze zu Ende zu bringen) liebevoll gezeichnet, bieten aber auch fast nichts, was es nicht schon gab - Tom Harper, eine \"relativ\" gescheiterte Existenz, von der Frau verlassen, Typ einsamer (und brummiger) Wolf und beruflich auf dem Abstellgleis, mit nettem \"Vogeltick\" (schön, endlich mal etwas anderes als \"Schema F\").
Eine  gut aussehende (junge und blonde (bei dem einen oder anderen dürfte es jetzt \"klingeln\") Polizeipsychologin, die in die Ermittlungsarbeit einbezogen wird, die sich allerdings - Vorsicht, kleiner Minispoiler - nicht in eine Affäre mit Tom stürzt, sondern \"normale\" Freundschaft mit ihm schließt. Für mich ein großes Plus (…der Verzicht auf pseudoerotische Elemente, bei denen ich immer noch nicht ganz weiss, warum sich, auch bei dem größten Gemetzel, immer Beziehungen oder zumindest Affären der Ermittler/Forensiker/Gerichtsmediziner/Psychologen ergeben…).
Bei den Nebencharakteren dagegen hätte es durchaus noch Spielraum gegeben, sie dem Leser irgendwie näher kommen zu lassen, die bleiben im Gegensatz zu Tom, Denise oder dem \"Teufel\" recht unscheinbar oder blass.

Auch der Schluss findet nichts wirklich neues, ein (geringfügig überzogener), dann doch recht plötzlich kommender Showdown (dazu fällt mir ein - wo gibt es sie nur, diese unendlichen unterirdischen Gänge und endlos großen leerstehenden Fabrikhallen, in dem man sich als \"kranker Geist\" (auch in der größten Stadt) ungestört zurückziehen kann…).

Trotz allem, das Buch bietet eine relativ dichte, sehr gut angelegte Story, mit netten (oder \"nett kranken\") Protagonisten und anfänglich fast durchgehend Spannung, die sich allerdings im Mittelteil etwas relativiert, evtl. hätte es der Geschichte etwas geholfen, wenn nicht ab (ca.) der Mitte, der \"American Devil\"  schon etwas zu viel (oder fast alles) über sich, sein Leben und seine Motivation Preis gegeben hätte und damit beginnt nur noch (unplausibel) auf persönlichen Konfrontationskurs mit Tom Harper zu gehen. Auch die Morde finden fast alle schon im ersten Drittel statt.
Sprachlich ist es, genretypisch eher einfach gehalten (aber nicht zu unterfordernd), flüssig geschrieben mit kurzen Kapiteln, stetem Schauplatzwechsel und natürlich einigen Cliffhangern. Die Handlung umfasst (neben dem Prolog) einen Zeitraum von knapp zwei Wochen und darunter leidet (wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt) schon auch etwas die Glaubwürdigkeit.
Das Cover ähnelt ein wenig einer Wand in einem Schlachthaus, es wirkt als laufe Blut an Wänden herab, mir gefällt´s - wobei ich bei dem Cover ein etwas härteres Buch erwartet hätte (…was auch nicht heißt, dass es unblutig ist...).

Ein solider Thriller und durchaus kein unbeachtliches Debüt, mit einigen guten Ansätzen, das sich aber nicht wirklich aus der Masse abheben kann, sehr vieles, ob Protagonisten oder Story, ist bereits \"x-mal\" ähnlich beschrieben worden. Genreliebhabern bietet das Buch wenig \"Innovationen\", für Genreneulinge allerdings sicherlich ein spannendes, (\"mittelblutiges\") Leseerlebnis.


Stahlfixx hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


American Devil

02.08.2011 Bewertung:  4 Themistokeles vergibt 8 von 10 Punkten

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Die Leichen zweier junger reicher Frauen. Ein vor langen Jahren von eienm Jungen begangener Mord in einem Provinznest. Ein kalter, kontrollierter, wahnsinniger Serienmörder. Ein jähzorniger, genialer, suspendierter Cop. Eine emanzipierte, gerissene, junge, gutaussehende Psychologin.

Aus diesen Charakteren und Ereignissen setzt sich der Roman von Oliver Stark zusammen. Der eigentlich suspendierte Cop Harper wird wieder zum Einsatz gerufen, da das NYPD ohne ihn keine großen Erfolgschancen sieht den Serienmörder zu fassen. Einzige Voraussetzung für Harper, er solle sich wegen seines Jähzorns bei Dr. Denise Levene in Therapie begeben. Nach einigem Zögern nimmt Harper an und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Dieser hält sich für einen Künstler, der sein Werk möglichst bald vollenden will. Er schlägt daher schnell, umbarmherzig und präzise zu. Was selbst Harper vor einige Schwierigkeiten stellt, jedoch hat er einen Trumph im Ärmel, seine Psychaterin. Dr Levene forscht auf dem Gebiet der Gewaltanalyse und mit ihrer Hilfe kommt Harper dem Täter immer näher, auch wenn dieser ihm eine lange Zeit voraus ist und dem NYPD immer mehr Leichen beschert.

 

Stilistisch ist der Roman sehr gut aufgebaut, da er zum einen ein häufigen Perspektivenwechsel zwischen den Charaktern enthält, welcher den Spannungsfaktor enorm steigert. Zum andern ist die Sprache leicht, flüssig und fesselt einen. Auch geschehen im Handlungsverlauf noch einige Dinge, die so nicht erwartet wurden und auch wenn man sich recht schnell sicher sein konnte bei einigen Dingen, dann war in diesem Fall nicht das Ziel den Mörder zu entlarven, sondern ihn zu bekommen.

 

Das Thema an sich ist ein übliches und bekanntes, denn der typische Thriller basiert auf Serienmördern oder psychisch Kranken. Jedoch finde ich, dass durch die Art wie der Roman geschrieben und aufgebaut ist eine Spannung und auch der Reiz wissen zu wollen, wie es weiter geht so gut stimuliert werden, dass ich dieses Buch trotz bekanntem Grundgerüst als sehr guten Neubau empfinde.


Themistokeles hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt.


Bluttriefendes Debüt – aber nicht wirklich neu

29.06.2012 Bewertung:  3.5 Pharo72 vergibt 7 von 10 Punkten

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In New York hält ein Serienmörder die Polizei in Atem. Seine weiblichen Opfer sind alle jung, blond und vor allem wohlhabend. Bei der Presse eingehende Insiderinformationen erschweren die Ermittlungen für Detective Tom Harper. Er holt sich Unterstützung bei Denise Levene, die ihn aufgrund seiner Gewaltausbrüche eigentlich therapieren soll, aber viel lieber ein Profil des Täters erstellt. Dieses ist erstaunlich zutreffend, jedoch ist der Mörder seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus. Als ein kurz vor der Pension stehender Kollege brutal ums Leben kommt, beginnt eine gnadenlose Jagd.

Oliver Stark gelingt mit „American Devil“ ein beeindruckendes Debüt. Das flüssig zu lesende Buch verliert zu keinem Augenblick an Spannung. Die kurzen Kapitel und ständigen Wechsel der Perspektive zwischen Jäger und Gejagtem geben ein Tempo vor, dem sich der Leser nur schwer entziehen kann. Die Elemente des Thrillers genauso wie die Besonderheit des Täters sind allerdings keineswegs neu, was jedoch dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Empfindlichere Gemüter könnten sich bei einigen Tötungsszenarien abgeschreckt fühlen. Überraschende Wendungen sorgen immer wieder für Aha-Effekte, auch wenn der Täter schon recht lange vor Ende feststeht. Gerne hätte ich seinen Hintergrund mehr beleuchtet gesehen und vor allem den Auslöser für die Mordserie nach 20 Jahren Pause erfahren. Dies und einige andere kleinere Ungereimtheiten verhindern die volle Punktzahl, jedoch kann der Thriller Fans des Genres als gute Kost für zwischendurch uneingeschränkt empfohlen werden.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


 
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