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Krimi/Thriller: Schlaf still
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Titel:      Schlaf still
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1559
Autor:      Kate White
ISBN-10(13):      3548282458
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-09-08
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      464
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
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Beschreibung:      Product Description
Schlaf still
   


Rezensionen
Schlaf still

13.09.2010 Bewertung:  4 goat vergibt 8 von 10 Punkten

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Das Leben der Marketingexpertin Lake Warren droht im Chaos zu versinken. Sie befindet sich mitten in einem Scheidungskrieg. Ihr Noch-Ehemann Jack gibt sich nicht mehr mit dem gemeinsamen Sorgerecht zufrieden, sondern beantragt das alleinige Sorgerecht für die beiden Kinder. Lakes Anwalt rät ihr, besondere Vorkommnisse zu vermeiden und sich auch in Punkto Dates etwas zurück zu halten, damit die Scheidung glatt über die Bühne läuft und Jack keinen Grund findet, ihr die Kinder wegzunehmen.

Lake, die zurzeit an einer Präsentation des Park Avenue Fertility Center arbeitet, lernt bei ihren Recherchen in der Klinik den smarten Arzt Mark Keaton kennen und verbringt eine Nacht mit ihm. Als sie mitten in der Nacht aufwacht, begibt sie sich auf die Terrasse seiner Penthousewohnung und schläft dort ein. Als sie morgens erwacht und zurück ins Schlafzimmer geht, findet sie ihren Liebhaber mit durchschnittener Kehle vor. In ihrer Panik flieht sie aus der Wohnung. Der Polizei kann sie sich nicht anvertrauen, denn in einen Mordfall verwickelt zu sein und zum Kreis der Verdächtigen zu gehören, würde bedeuten, dass sie das Sorgerecht für ihre Kinder verliert. Wer könnte den jungen Arzt auf dem Gewissen haben? Kam er der Fruchtbarkeitsklinik in die Quere, als er versuchte, einen Skandal aufzudecken?
Als sich die mysteriösen Vorfälle in der Klinik häufen, weiß Lake nicht mehr wem sie vertrauen kann und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Ein missglückter Mordanschlag auf sie, treibt sie in die Arme des Reporters und Klinikgegners Kit Archer...

Der flüssige Schreibstil der Autorin und die detaillierten Beschreibungen haben dafür gesorgt, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Es gibt zwei parallel laufende Handlungsstränge: Lakes berufliche und ihre private Ebene. Zwischen diesen beiden Ebenen springt die Autorin immer wieder hin und her, so dass es für den Leser nicht mehr möglich ist herauszufinden, ob die Anschläge gegen Lake nun aus ihrem privaten oder ihrem beruflichen Umfeld stammen. Im Grunde ist jeder ein Verdächtiger und genau so fühlte ich mich beim Lesen. Hinter jeder Figur habe ich den Mörder vermutet. Die letzten Seiten habe ich gar nicht so schnell lesen können, wie ich wohl gewollt hätte. Die Spannung war schon fast unerträglich. Der Schluss war sehr überraschend und ich kann den Thriller nur empfehlen.

Warum nur vier Sterne und nicht fünf?
Stellenweise wirkte der Thriller nicht glaubwürdig. Es kommt so rüber, als wären die Kinder von Lake und Jack die kompletten Ferien über im Ferienlager und das ist wohl eher unwahrscheinlich. Für den Verlauf der Geschichte aber natürlich sehr praktisch. Dann schnüffelt Lake in Patientenakten herum und auch hier bezweifle ich, dass in einem Krankenhaus die Patientenakten so leicht zugänglich sind. Die ehemaligen Patienten, die sie anruft, verabreden sich meiner Meinung nach viel zu schnell mit ihr und erzählen ihr bereitwillig alles, was sie wissen möchte. Kit Archer hingegen wirkt für einen Reporter untypisch verhalten. Gerade für ihn wäre ein Skandal doch ein gefundenes Fressen. Zweimal wurden Namen vertauscht, was beim Lektorat eigentlich sofort hätte auffallen müssen. Aber wir sind alle nur Menschen und auch wenn der Thriller manchmal etwas konstruiert gewirkt hat, so hat er seinen Zweck doch völlig erfüllt: Er hat mich bestens unterhalten.

Deshalb vier Sterne und meine Empfehlung!


goat hat insgesamt 193 Rezensionen angelegt.


Kate White - Schlaf Still

23.09.2010 Bewertung:  2 Stahlfixx vergibt 4 von 10 Punkten

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Über das Buch:
Lake Warren ist 44 Jahre alt, Mutter von zwei Schulkindern und ist freiberufliche Marketingberaterin für eine Klinik die künstliche Befruchtungen durchführt. Sie wurde von ihrem Mann verlassen, der versucht das alleinige Sorgerecht für beide Kinder zu bekommen. Ihr Anwalt rät ihr, sich sehr vorsichtig zu verhalten und der Gegenseite für den Prozess keine Angriffspunkte zu liefern, also nicht auffallen, sich sehr fürsorglich um die Kinder kümmern, keine Männergeschichten… In der Klinik lernt sie den smarten Womanizer Dr. Keaton kennen und kann ihm nicht widerstehen, sie treffen sich heimlich in seinem Apartment und nach der gemeinsamen Nacht zieht sich Lake auf seine Dachterrasse zurück, schläft dort ein und als sie zu Mark Keaton zurückkommt liegt er mit durchschnittener Kehle im Bett. Lake läuft panisch davon, verheimlicht allen, dass sie bei Mark war, um nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden, stürzt sich in ihre Arbeit und stellt nach kurzer Zeit fest, dass auch in der Klinik nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Meine Meinung:
Also ich muss sagen, das Buch hat mich ziemlich enttäuscht, es wird als Thriller angeboten und ist meiner Meinung nach nicht einmal ein \"Lady-Thriller\", selbst für einen Kriminalroman ist die Geschichte (ohne wirklichen Thrill) noch etwas zu dünn (für potenzielle  männliche Leser würde ich es als komplett unlesbar definieren). Sex and the City (Abklatsch) trifft auf (magersüchtigen) Thriller - nur das Carrie im Gegensatz zu Lake noch Freundinnen hatte, die sich zusammen über irgend etwas (pseudowichtiges) austauschen konnten.
Prinzipiell erwarte ich von einem Thriller auch keine literarische Höchstleistung, sondern im besten Fall spannende Unterhaltung, mit einer neuen Idee und alles nicht zu plump oder durchschaubar präsentiert. Neben der Klassifizierung als Thriller ist auch das Cover ansprechend gemacht, lässt mehr vermuten (ein blutendes Herz), als die Geschichte zu bieten hat (blutig ist einzig das Ende von Mark Keaton). Der Titel \"Schlaf still\" bekommt, nachdem man das Buch gelesen hat, doch noch eine Bedeutung - den Schlaf raubt dieses Werk sicherlich niemanden.
Dazu kommt noch der Klappentext und frage ich mich wirklich - wer schreibt diese Texte? Über dem Klappentext prangt eine Überschrift - Sie nehmen Dir das Liebste was du hast - ja hmm, oder eher nein, das hat mit dem Buch eigentlich gar nichts zu tun, ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass die Kinder jemals wirklich in Gefahr waren und die Geschichte mit dem Ehemann - Schlammschlachten um das Sorgerecht sind doch eigentlich recht normal - wenn man davon ausgeht, dass sich die wenigsten Paare im guten trennen, vor allem, wenn es um das liebe Geld geht.
Das Buch beginnt spannend mit einem Prolog, Lake ist gefangen, verletzt, ihre Situation verzweifelt und für den Leser unklar. Bisher deutet alles auf einen guten Thriller, optisch ansprechend und die ersten Seiten spannend, selbst die Geschichte hat durchaus Potenzial zu einem (zwar mehr nur für Frauen und/oder Mütter) Psychoterror-Szenario - jetzt kommt das \"aber\" - leider ist die Umsetzung nicht gelungen, die Story plätschert einfach nur vor sich hin, erinnert über weite Strecken an typische Frauenliteratur, bei der sich haarkleine Beschreibungen von Oberflächlichkeiten und Unwichtigkeiten aneinanderreihen (Augenfarben, Haarfarben, Nagellackfarben, Kleidung, Schuhe, Frisuren), die weder großartig mit der Geschichte zu tun haben oder diese in irgendeiner Form beeinflussen (…ich trage gerade halbhohe, tiefschwarze Sandalen, während ich auf meinem schneeweißen MacBook an dieser Rezension schreibe…;-)))).
Viele Möglichkeiten Spannung oder ein wenig \"Psychoterror-Stimmung\" zu erzeugen wurden leider verschenkt, es muss ja nicht immer blutig sein, das Erzeugen einer unterschwelligen, unfassbaren Bedrohung kann durchaus gruseliger als ein Mord mit allen seinen bluttriefenden Details sein und die Leserin fesseln. Der Schreibstil ist, zum Buch passend, als einfach zu bezeichnen, der Leserin werden keine geistigen Steine in den Weg gelegt.
Was mich erstaunte war die Einseitigkeit oder die Eindimensionalität dieses Buches, es gibt eigentlich keine Nebenschauplätze, keine wirkliche Vergangenheit, kein ganzes Bild nur das Teilstück Lake, der Streit um die Kinder und die Vorgänge in der Klinik - der Leser erfährt nur Bruchstücke und die auch nur soweit, wie sie einen Einfluss auf die Geschichte haben. Lake hat keine Freunde (bzw. lernt der Leser nur \"Molly\" kennen - was das heißt, kann man dadurch schon wieder erahnen), die Kinder sind (was für ein grandioser Zufall) während der ganzen Zeit in einem Ferienlager. Alle Charaktere, außer Lake, sind  anscheinend nur \"Füllobjekte\", um die Story voranzutreiben, man lernt niemanden wirklich näher kennen, alle erfüllen (brav) ihren Zweck, Lake auf der Suche nach den Vorgängen in der Klinik und dem Mörder Marks zu unterstützen. Alle bedrohlichen Situationen in die Lake schlittert sind entweder etwas \"mau\" oder etwas weniger \"mau\" dafür unglaubwürdig. Leider ist auch Lake kein wirklich glaubwürdiger Charakter, eine freiberufliche Marketingberaterin, bei der nie das Telefon klingelt, die keine Mails bekommt, die keine geschäftlichen Kontakte oder Freundschaften pflegen muss, die sich nicht um Aufträge kümmern muss… Eine Frau (Mutter) die nie etwas zum Essen im Kühlschrank hat, aber immer ein Glas Wein in der Hand (wenn ich jeden Abend (allein) und auch sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit Wein trinken würde - würde ich persönlich mal zu den Anonymen Alkoholikern gehen).
Das Ende fügt sich nahtlos zum Rest - der Mörder - unglaubwürdig, das Motiv - naja, die Vorgänge in der Klinik - auch naja, viel Wind um (meiner Meinung nach) wenig Skandal.

Mein Fazit:
Leider kein gelungener Thriller, eher ein mäßig spannender Frauenroman.


Stahlfixx hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


Kurzweiliger Lesestoff

09.10.2010 Bewertung:  3 horrorbiene vergibt 6 von 10 Punkten

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Im Leben von Lake Warren geht grad alles drunter und drüber: Sie steckt mitten in einer Scheidung inklusive Sorgerechtsstreit; ihre Kinder sind im Ferienlager und sie bekommt einen anonymen Anruf mitten in der Nacht, der ihre Sorge um sie arg steigert; sie geht auf eine Liebesnacht mit einem Kollegen ein, der während sie anwesend ist, ermordet wird; ihre Katze wird während eines Wochenendausflugs gecatnapped; in der Klinik, für die sie das Marketing machen soll, läuft auch ein krummes Ding. Hängt etwa alles zusammen? ... und sie kann nicht mit der Polizei rede, da sie nicht im falschen Licht im Sorgerechtsstreit da stehen will.

Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben und liest sich praktisch von selbst. Man bangt mit der Protagonistin um ihre Sicherheit und um die ihrer Kinder. Dennoch handelt es sich nicht um Höchstspannung: Kate White hat es nicht geschafft, dass ich abends allein zu Haus und nur mit dem Buch auf dem Schoß frösteln musste. Der Prolog ist einfach eine Szene aus dem Spannendsten Teil des Buchs 1:1 herauskopiert, d.h. auf Spannung wie Prolog muss man sehr lange warten.

Was mir besonders negativ aufgefallen ist, ist die Figur des Reporters Archer. Er verdient sein Geld mit Schlagzeilen und guten Stories, lässt jedoch keine Sekunde Sensationsgier in Bezug auf Skandal in der Klink erkennen. Nein, stattdessen wird er fast als letzter Rettungsanker dargestellt. Sicherlich möchte White als Chefredakteurin ihre Berufsgruppe gut darstellen, aber so engelsgleich ist kein Reporter - denke ich. Die Figur Archer ist deshalb sehr unglaubwürdig und leider damit auch White. Außerdem bin ich mit der Figur Lake auch nicht ganz grün geworden: Sie hat Angst um ihre Kinder, weiß ihnen jedoch kaum etwas in die Faxe zu schreiben. Kaum geschieden, liegen ihr allerlei Männer zu Füßen. Sie hat zwar im Moment allerlei Probleme, dennoch wird sie so dargestellt, als würde sie auch sonst ihren Alltag kaum meistern: Nie hat sie etwas Ordentliches zum Essen im Haus etc.

Ich habe zwar schon bessere Thriller mit sympathischeren Protagonisten gelesen, doch aufgrund des zügigen Tempos und dem guten Lesefluss ist es Lesestoff für einen unterhaltsamen Abend.


horrorbiene hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


Powerfrau mit Blackberry

31.10.2010 Bewertung:  3.5 coffee2go vergibt 7 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Lake arbeitet derzeit als Marketingexpertin in einer Fruchtbarkeitsklinik, in der ihr einige Ungereimtheiten auffallen. Gleichzeitig befindet sie sich in einem Sorgerechtsstreit für ihre zwei Kinder mit ihrem Ex-Mann. Lake flirtet mit Mark, einem Arzt aus der Klinik und hat mit ihm einen One-Night-Stand. Noch in der gleichen Nacht wird Mark ermordet.

 

Meine Meinung zum Buch:

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach und flüssig, sodass man das Buch gut in einem Durchgang lesen kann. Die Spannung ist zu Beginn sehr hoch, im Mittelteil plätschert die Geschichte dahin und am Ende des Buches ist die Spannung wieder voll da. Für einen richtigen Thriller war mir persönlich etwas zu wenig „thrill“, ich würde das Buch eher als Krimi einstufen.

Die Charaktere des Buches sind sehr gut beschrieben, allerdings für meinen Geschmack etwas zu klischeehaft: zB Mark der gut aussehende machohafte Arzt;  Lake die Powerfrau mit Blackberry, Wochenendhäuschen, zwei Kindern im Ferienlager, Katze und Ex-Mann; die Polizeibeamten, unfreundlich und unfähig selbst zu ermitteln und nicht zuletzt Molly Lakes neue Freundin oder doch nicht?

Das Thema über Intrigen in einer Fruchtbarkeitsklinik habe ich spannend gefunden, dazu der zweite Handlungsstrang mit Lakes Scheidung war eine interessante Ergänzung. Allerdings konnte ich Lakes Motive, sich immer wieder in Gefahr zu begeben und gegen Anraten ihres Scheidungsanwaltes zu handeln, nicht ganz nachvollziehen, va. wenn sie sich so große Sorge um ihre Kinder und die Sorgerechtsgeschichte macht.

Was ich gut gefunden habe ist, dass die Autorin nicht durchblicken lässt, wer als MörderIn in Frage kommt. Bis zum Schluss könnten fast alle Charaktere verdächtig sein und mit der Person, die sich als TäterIn herausstellte, hätte ich nicht unbedingt gerechnet.

 

Cover und Titel:

Das Cover und der Titel haben mich angesprochen und gut gefallen, sodass ich mir das Buch gekauft habe.

 

Fazit:

Schlaf still ist ein Buch, das man ohne Pause in einem durch lesen kann.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Dubiose Machenschaften

26.11.2010 Bewertung:  3 Bücherwurm82 vergibt 6 von 10 Punkten

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Inhalt:

Lake Warren, Mutter zweier Kinder und geschieden, arbeitet als Marketingexpertin in einer Kinderwusch - Klinik in New York und soll ein Marketingkonzept für die Klinik entwickeln. Lake`s Kinder sind in den Ferien in ein Ferienlager gefahren. Und so wie es den Anschein hat auch gut so, das sie das ganze Drama zu Hause bei ihrer Mutter nicht mitbekommen. Lake wird von ihrem Anwalt Robert Hotchkiss benachrichtigt, das er sie dringend sprechen muss. Hotchkiss überrascht Lake mit der unangenehmen Nachricht, das ihr Exmann ein Sorgerechtsprozess angestrengt hat und sie sich bis dorthin am besten unauffällig verhält, also keine Affären mit einem Mann. Doch plötzlich kommt eins zum anderen. Sie hat doch ein One Night Stand mit einem Arzt aus der Klinik namens Keaton. Während der Nacht die Lake bei Keaton auf der Dachterrasse einschläft wurde im Schlafzimmer Keaton ermordet. Aus Angst Lake könnte von der Polizei verdächtigt werden flieht sie unter Schock aus dessen Wohnung. Während ihrer Arbeit in der Klinik stößt Lake auf dunkle Machenschaften. Aus Angst vor der Polizei fängt Lake auf eigenregie an zu ermitteln und bringt sich mehrmals in Gefahr. Bei ihren Ermittlungen stößt Lake auf den Reporter Kit Archer der ihr bei den schweren Stunden beisteht und hilft wo er kann.

Meinung:

Die Autorin Kate White versteht am Anfang dieses Thrillers wie man die Leser mit dem Prolog fasziniert, und einen Anreiz gibt dieses Buch bis zum Ende lesen zu wollen. Ihr Schreibstil ist sehr einfach, sodas man sehr gut in die Geschichte rein kommt. Doch leider fand ich die Spannung für einen Thriller nicht sehr gut gehalten. Der Roman glich mehr einem Krimi als einem Thriller sodass jemand der lieber richtig Spannung möchte die Hände davon läßt. Das Ende ging mir dann etwas zu schnell und war für mich alles etwas verwirrend wie und was alles zusammenhing.

Fazit:

Ein eher Soft Thriller, der einem Krimi glich und nichts für hartgesottete ist die richtig Spannung lieben.


Bücherwurm82 hat insgesamt 7 Rezensionen angelegt.


Nervenaufreibender Adrenalinstoß? Fehlanzeige

30.01.2011 Bewertung:  2 KimVi vergibt 4 von 10 Punkten

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Lake Warren ist Mutter von zwei Kindern. Ihr Mann Jack hat die Familie verlassen und will sich scheiden lassen. Zu Lakes großer Überraschung versucht er nun das alleinige Sorgerecht für die Kinder zu erstreiten. Lakes Anwalt warnt die Mutter eindringlich, sich in nächster Zeit möglichst unauffällig zu verhalten und stets an das Wohl ihrer Kinder zu denken. Lake ist Marketingexpertin und arbeitet zur Zeit als Beraterin für eine Kinderwunsch-Klinik. Dort lernt sie den attraktiven Arzt Mark Keaton kennen. Da ihre Kinder  sich den Sommer über im Ferienlager aufhalten, verbringt Lake ganz spontan die Nacht mit ihm. Am nächsten Morgen findet Lake den Arzt mit durchschnittener Kehle in seinem Bett. Der Mörder muss zur selben Zeit wie Lake in der Wohnung gewesen sein. Entsetzt flieht sie vom Tatort, eifrig darauf bedacht keine Spuren zu hinterlassen. Da sie das Sorgerecht für ihre Kinder behalten will, kann Lake nicht riskieren, dass ihre Affäre bekannt  und sie damit in die Mordermittlungen verwickelt wird. Auf eigene Faust versucht sie den Mord und seine Hintergründe aufzudecken. In der Kinderwunsch-Klinik kommt sie dunklen Machenschaften auf die Spur. Musste Mark deshalb sterben? Doch je näher Lake dem Täter kommt, desto gefährlicher wird es für sie. Und bald steht fest, dass sie niemandem mehr vertrauen kann....

 

Meine Meinung


Das Buch startet mit einem rasanten Prolog. Eine Frau kommt langsam zu sich. Es ist stockfinster. Sie kann sich zunächst nicht orientieren. Doch dann dringen Schmerz und Entsetzen zu ihr durch. Ihr wird klar, dass sie diesen Ort schnell verlassen muss. Doch schon nähern sich Schritte - der Mörder kehrt zurück. An dieser hochspannenden Stelle stoppt der Prolog. Der Grundstein für den nervenaufreibenden Adrenalinstoß, der am Ende des Klappentextes versprochen wird, scheint damit gelegt.

 

Dann beginnt die eigentliche Handlung. Die aufgebaute Spannung flacht leider schnell ab und die Ereignisse plätschern langsam vor sich hin. Das mag auch an der eingeschränkten Perspektive liegen, denn während der gesamten Erzählung betrachtet man nur das Geschehen um die Hauptprotagonistin Lake. Sie steht im Zentrum der Handlung, wechselnde Perspektiven und Nebenschauplätze gibt es nicht. Dadurch wirkt der durchaus spannend gestartete Thriller schnell eintönig. Lake versucht nicht mit dem Mord in Verbindung gebracht zu werden, den wahren Täter zu ermitteln und hinter die Geheimnisse der Kinderwunsch-Klinik zu kommen. Außerdem nimmt ihre Scheidung und der damit verbundene Sorgerechtsstreit Handlungsraum ein. Leider wirkt die Hauptprotagonistin nicht besonders sympathisch. Durch ihr unüberlegtes und keinesfalls nachvollziehbares Verhalten, fällt es schwer, sich mit Lake und ihren Handlungen zu identifizieren. Da der gesamte Fokus der Erzählung auf ihrer Person liegt, ist dieser Aspekt besonders bedauerlich. Die anderen Protagonisten erinnern an Spielsteine, die von der Autorin in die passenden Positionen geschoben werden. Sie wirken nicht lebendig, sondern eher hölzern und konstruiert.

 

Der Schreibstil ist recht einfach. Er lässt sich flüssig und angenehm lesen. Dadurch kann man der Handlung mühelos folgen. Die Spannung, die ja im rasanten Prolog durchaus spürbar war, lässt in der eigentlichen Erzählung allerdings auf sich warten. Das Geschehen plätschert relativ emotionslos vor sich hin. Den angepriesenen Nervenkitzel sucht man leider vergeblich. Besonders erfahrene Thrillerfans dürften hier enttäuscht werden. Positiv fällt allerdings auf, dass der eigentliche Täter lange unentdeckt bleibt. Es gibt einige Verdächtige, doch in der Auflösung kommt dann doch alles anders als gedacht. Dennoch wirkt das Ende, genau wie der Weg dorthin, eher enttäuschend. Die gesamte Handlung ist einfach zu klischeehaft und wirkt dadurch arg konstruiert und unglaubwürdig.

 

Aufgrund der Buchgestaltung, des interessanten Klappentextes und des rasanten Prologs hatte ich mir ein deutlich spannenderes Lesevergnügen erhofft. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Spannung und Nervenkitzel suchte ich leider vergeblich und auch der angepriesene, nervenaufreibende Adrenalinstoß wollte sich bei mir nicht einstellen. Die gesamte Handlung war eher langweilig und wirkte stellenweise übertrieben konstruiert und damit nicht nachvollziehbar. Von mir gibt es deshalb nur zwei von fünf möglichen Bewertungssternen.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


 
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