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Krimi/Thriller: Die Spur der Kinder
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Titel:      Die Spur der Kinder
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1453
Autor:      Hanna Winter
ISBN-10(13):      3548282555
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-07-14
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      352
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Die Spur der Kinder
   


Rezensionen
\"... Spurlos bis in alle Ewigkeit ...\"

14.07.2010 Bewertung:  4.5 Bellexr vergibt 9 von 10 Punkten

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Ein kleiner Junge ist spurlos bei einem Schwimmbadbesuch verschwunden. Seine Eltern haben eine weiße Lilie erhalten. Sofort klingeln bei den Kommissaren Karstens und Behrendt die Alarmglocken. Die Berliner Polizisten ermitteln bereits seit einigen Jahren an einem Fall von Kindesentführungen, bei denen die Eltern jedes Mal eine weiße Lilie erhalten und von den Kindern bis heute jede Spur fehlt. So auch bei der zweijährigen Sophie, die vor zwei Jahren von einem Spielplatz verschwunden ist, während ihr Vater auf sie aufpasste. Piet Karstens und seine Kollegin Frauke Behrendt befragen nun auch wieder die Schriftstellerin Fiona Seeberg, die Mutter von Sophie. Fiona hat das Verschwinden ihrer Tochter bis heute nicht verwunden, ertränkt ihren Schmerz im Alkohol und geht jeden Tag noch zu dem Spielplatz, von dem ihre Tochter verschwunden ist. Doch die neuen Ermittlungen rütteln sie wach und so fallen ihr nach und nach einige Merkwürdigkeiten am Verhalten ihres Verlobten Adrian auf. Hat er etwas mit der Entführung von Sophie zu tun gehabt? Und warum reagiert er so merkwürdig auf ihre neue Bekannte Theresa, die sie bei den Anonymen Alkoholikern kennen gelernt hat? Dann verschwindet wieder ein Kind aus derselben Kita, die auch Sophie besucht hatte.

 

Hanna Winter hält sich nicht mit viel Vorgeplänkel auf, sondern beginnt ihren Thriller sofort äußerst spannungstreibend und ihr gelingt es fast augenblicklich, eine sehr beklemmende Spannung aufzubauen. Sie erzählt ihre Story in mehreren Handlungssträngen, wobei der Fokus eindeutig bei den Erlebnissen von Fiona liegt, die Ermittlungen sind eher Nebenschauplatz, zumal kaum ein relevanter Ermittlungsansatz vorhanden ist. Und immer wieder baut sie neue Personen in ihre Handlung ein, die ganz offensichtlich etwas mit dem Fall zu tun haben, in welcher Form, bleibt jedoch bis ganz zum Schluss für den Leser ein Rätsel. Allerdings hält sich die Anzahl der Mitwirkenden in einem überschaubaren Rahmen.

 

So ist die Geschichte sehr komplex angelegt und sie lässt hierdurch für den Leser nicht ersichtlich werden, um wen es sich bei dem Serientäter handelt, noch welches Motiv hinter seinem Handeln steht. Geschickt fügt Hanna Winter nach und nach die losen Fäden zusammen und verknüpft sie zum Ende hin zu einer schlüssigen Story, die sogar noch eine Überraschung parat hat. Immer wieder wird man auch über die Handlungen des Serienmörders informiert und man merkt aber auch gleich zu Anfang, dass er scheinbar nicht alleine agiert, sondern dass hier ein weitaus intelligenterer Mensch die Fäden im Hintergrund zieht und für die Entführungen der Kinder verantwortlich zu sein scheint. Diese Szenen, die ausnahmslos in einem einsam gelegenen Bungalow spielen, sind so plastisch dargestellt, dass man das Gefühl hat, sich selbst in diesem düsteren, dunklen, stinkenden Kellerloch zu befinden.

 

Ihr Schreibstil ist durchweg flüssig und absolut fesselnd und so gelingt es Hanna Winter hervorragend, einem die Verzweiflung, Trauer und Hoffnungslosigkeit zu vermitteln, die Fiona durch den Verlust ihrer Tochter verspürt. Hierdurch erhält man zwar sofort einen Bezug zu ihrer Protagonistin, trotzdem hat man das Gefühl, dass sie für einen nicht richtig greifbar wird. Denn auch bei Fiona wird man oft das Gefühl nicht los, dass sie die Augen vor offensichtlichen Tatsachen verschließt, möglicherweise etwas über das Verschwinden von Sophie weiß, was sie nicht wahrhaben will und eigentlich durchweg wie unter Watte verpackt ihre Umwelt noch wahrnimmt. Sie funktioniert einfach nur noch. Erst durch die Entführung weiterer Kinder wird Fiona aus ihrer Lethargie wachgerüttelt und ergreift dann auch selbst und äußerst mutig die Initiative.

 

Die weiteren Charaktere, angefangen von Fionas Verlobten Adrian, über Stalker Jens Zach bis hin zu ihrer Bekannten Theresa sind vielschichtig angelegt und bleiben absolut undurchsichtig. Man spürt unterschwellig, dass diese Personen etwas zu verbergen haben und hier legt die Autorin auch geschickt gut dosierte Hinweise, aber eine Sicherheit in Bezug auf ihr mögliches Mitwirken bei der Entführung der Kinder hat man bis zum Schluss nicht.

 

Fazit: Ein absolut gelungenes Thrillerdebüt mit einer sehr komplexen, extrem spannenden Story, die sogar am Ende noch mit einer Überraschung aufwartet.


Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.


Hanna Winter - \"Die Spur der Kinder\"

21.07.2010 Bewertung:  3.5 Stahlfixx vergibt 7 von 10 Punkten

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Über das Buch:
Fiona Seeberg war eine erfolgreiche Schriftstellerin, deren Tochter Sophie im Alter von vier Jahren spurlos verschwand, ihr wurde kurz nach dem Verschwinden eine weisse Lilie zugestellt, die \"Handschrift\" eines in Deutschland und vorrangig in und um Berlin agierenden Verbrechers, der es auf Kleinkinder abgesehen hat. Fionas Leben geriet nach dem Vorfall aus den Fugen, sie konnte nicht mehr schreiben und betäubte sich und ihren Kummer mit Alkohol. Als nach ca. zwei Jahren wieder ein Kind auf ähnliche Weise verschwindet, wird auch in Fionas Umfeld erneut ermittelt. Das erneute Auftauchen des \"Lilienmörders\" lässt Fiona aus ihrer Lethargie erwachen, sie beginnt wieder zu schreiben und versucht ihre Alkoholabhängigkeit in den Griff zu bekommen. Ihr Leben wieder mit klarerem Blick sehend, beginnt sie auch die Geschichte ihres Lebensgefährten Adrian zu hinterfragen, der zum Zeitpunkt von Sophies Verschwinden mit dem Kind auf einem Spielplatz war. Mit dem Ermittler Piet Karstens beginnt sie eine Affäre und macht sich auf die Spurensuche nach ihrer Tochter.


Meine Meinung:
Hanna Winter hat sich ein schon relativ oft behandeltes oder beschriebenes Thema ausgesucht und sicherlich ist es auch eines der grausamsten Szenarien, wenn kleinen Kindern Leid zugefügt wird. Leider muss ich sagen, dass ich schon bessere Thriller zu diesem Thema gelesen habe. Der Einstieg allerdings ist gelungen, so folgt man im Prolog Anne, die von ihrem Freund wegläuft um in vermeintlicher sicherer Umgebung Hilfe oder zumindest ein Telefon zu bekommen und - sie hätte eine andere Richtung nehmen sollen...
Das Buch ist stilistisch einfach und wirklich schnell zu lesen, bietet kurze Kapitel, stets mit Perspektiv- und Szenenwechsel einhergehend, was auch prinzipiell immer etwas Spannung erzeugt, denn eigentlich möchte man als Leser wissen, wie sich der aktuelle Handlungsstrang entwickelt und so wird man von Kapitel zu Kapitel ein wenig auf die Folter gespannt. Allerdings hat das auch zur Folge, dass man als Leser mit niemandem so richtig \"warm\" wird.
Der Plot an sich ist gut ausgedacht, die Geschichte um Sophie und auch der Täter überraschen, allerdings hatte die Umsetzung etwas \"stärker\" sein können und hat die, für deutsche Autoren, oft typischen Schwächen - die Charaktere sind relativ wenig ausgearbeitet, ihre Vergangenheit und ihr Charakter bleiben recht eindimensional und farblos und sie bedienen, zu viele, schon zu oft gelesene Klischees. Die ganze Geschichte wirkt etwas hölzern und bietet, trotz guten Ansätzen, recht wenig Raffinesse, es gibt sehr viele Versuche, immer neue Verdächtige zu präsentieren, die einfach etwas plump wirken. Auch einige Ungereimtheiten bleiben (...warum verheimlicht Fiona der Polizei den Stalker, der sie vor dem Verschwinden von Sophie belästigt hatte...) und die Ermittlung beruht an sich nur auf Zufällen, in die Fiona \"zufällig\" stolpert. Für meinen Geschmack hätte ich mir noch einiges an Hintergrundinformationen gewünscht, vor allem auch über den Täter und seine nicht unbeträchtliche Zahl an Opfern, dafür hätte ich gerne auf die Liebesgeschichte zwischen Fiona und Piet verzichtet.


Mein Fazit:
Leichte Unterhaltung, prinzipiell ein gutes Debüt, zwar mit einigen Schwächen und viel Spielraum nach oben, aber ohne Längen.


Stahlfixx hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


Schaler Thriller, der an alte Horrorfilme erinnert

22.07.2010 Bewertung:  2 lily of the valley vergibt 4 von 10 Punkten

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Ich weiß nicht, ob es an meiner Auswahl liegt, oder  ob das Thema gerade tatsächlich sehr in Mode ist - wie auch immer: \"Die Spur der Kinder\" ist bereits das dritte Buch zum Thema entführte Kinder und Jugendliche, das ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Leider war es auch das schlechteste.

Natürlich haben die beiden anderen Bücher (\"Ein einziger Blick\" von Michelle Richmond und \"Pretty little Things\" von Jilliane Hoffman) sich anderer Herangehensweisen, Persepktiven  und Handlungsabläufen bedient, aber auch für sich betrachtet, weist \"Die Spur der Kinder\" einige Mängel auf.

Der Roman erinnert mich ein bisschen an die alten Horrorfilme aus den 70er und 80er Jahren. Wie in diesen Filmen so wird auch hier versucht, die Spannung allein über gruslige bzw. blutige Bilder aufzubauen. Die einzelnen Szenen - zumindest diejenigen, in denen der Entführer vorkommt - erscheinen allzu vorhersehrbar: die junge Frau irrt durch den Wald, glaubt in einer Hütte ihre Rettung zu finden und trifft das pure Grauen usw. Das allein wäre aber gar nicht so schlimm, wenn diese Szenen in einen überzeugenden Rahmen eingebaut wären. Aber das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar wird die Frage, was mit den entführten Kindern und vor allen Dingen mit Fiona Seebergs Tochter passiert ist, erst relativ spät geklärt und ein Überraschungseffekt ist durchaus gegeben. Aber der Weg dahin lässt zu wünschen übrig.

Die Charaktere des Romans bleiben hölzern und leider oftmals sehr klischeebehaftet: da ist die Kindergärtnerin, die Birkenstocksandalen und Nickelbrille trägt; die Sozialarbeiterin mit den schlechten Zähnen und strähnigen Haaren und das betuchte ältere Ehepaar, das nur des Geldes wegen zusammen ist und sich auch um nichts anderes kümmert, menschliche und soziale Belange sind ihnen fremd. Die Gefühle und Gedanken der Personen werden, wenn überhaupt, dann nur sehr plakativ dargestellt (\"plötzlich wurde ihr klar, dass...\"; \"Entsetzen machte sich breit\" o.ä.). Wirklich sympathisch oder nachvollziehbar ist keine der Figuren.

Hinzu kommen kleinere logische Fehler im Aufau der Geschichte.

 

Der Roman lässt sich leicht und schnell \"herunterlesen\", da er keine großen Ansprüche an den Leser stellt. Die Lösung ist immerhin einigermaßen überraschend, aber wirkliche Spannung will sich auch nicht wirklich einstellen. Vielleicht, weil man sich in keine der Figuren einfühlen kann und daher auch nicht \"mitfiebert\", vielleicht, weil die einzelnen Szenen zu abgedroschen wirken.

Alles in allem kann man sagen, dass das Buch leichte Unterhaltungskost ist. Wer psychologische Rafinesse und hohe Erzählkunst erwartet, ist allerdings hiermit schlecht beraten.


lily of the valley hat insgesamt 4 Rezensionen angelegt.


Schwarz & Weiss

24.07.2010 Bewertung:  3.5 hrafnaklukka vergibt 7 von 10 Punkten

UserpicVor zwei Jahren wurde für die Schrifstellerin Fiona Seeberg ein Alptraum Wirklichkeit: ihre kleine Tochter Sophie, 2 Jahre alt, verschwand spurlos von einem Spielplatz.Einziger Hinweis, den der Täter hinterließ, war eine durch einen Boten zugesandte weiße Lilie. Und noch mehr Kinder sind seitdem vom selber Täter entführt worden – auch von ihnen fehlt jede Spur. Kommissar Piet Karstens und seine neue Kollegin Frauke Behrendt suchen immer noch nach Spuren in diesem scheinbar unlösbaren Fall. Nachdem der kleine David entführt wurde, werden Fiona und ihr Verlobter Adrian Riedel nochmals befragt – eine Wendepunkt im Leben der jungen Frau, die seit der Entführung alkoholumnebelt auf einem nahen Spielplatz ihren Erinnerungen nachhängt, anstatt an einem neuen Roman zu arbeiten. Sie geht zu den anonymen Alkoholikern, dort lernt sie Theresa kennen, deren düsteres Geheimnis mit ihrem Leben verwoben zu sein scheint. Und plötzlich taucht da noch Jens auf, gegen den sie eine einstweilige Verfügung erwirkt hat. Und auch der Rentner aus dem nahe gelegenen Seniorenheim wirkt verdächtig. Als dann noch die kleine Luna Gracia verschwindet, ist höchste Eile geboten um das Leben des Kindes zu retten …... Für ein Erstlingswerk ist „Die Spur der Kinder“ recht gut gelungen – ich sehe da jedoch noch eine Menge Entwicklungspotential. Die Schreibweise ist sehr einfach und erhebt keinen großen Lese-Anspruch, und trotzdem ist das Buch sehr spannend. Die Sympathien werden von Anfang an ganz klar verteilt – ob es nun beim undurchsichtigen, etwas aggressiv wirkenden Verlobten Adrian ist oder der auf eine Karriere hoffenden Frauke Behrendt. Auch der Fortgang der Randgeschichte lässt sich schnell erahnen, wobei ich aber finde, das die Autorin einige male über das Ziel hinaus geschossen ist. Die Dialoge wirken oft lebendig und nur an manchen Stellen etwas erzwungen. Einige Fäden verlaufen im Sande, so wundert es doch, das das Verschwinden eines Erziehers nicht mehr Aufsehen erregt. Es gibt viele verschiedene Spuren, viele Verdächtige, aber trotzdem ist die Auflösung schlüssig und am Ende doch eine Überraschung. Doch nicht alle Fragen werden geklärt, so hätte mich doch beispielsweise doch interessiert, was es mit den Kindern von Herrn Brommer auf sich hat. Auch einige Logikfehler haben mich etwas gestört: kann ein Kommissar der Polizei wirklich so einfach über den Aufenthaltsort einer Halbwaisen entscheiden, ohne das dies vorher überprüft worden ist? Noch dazu, wo die betreuende Person offensichtlich ein Problem mit Alkohol hat? Diese kleinen Schönheitsfehler haben mich zwar etwas gestört, mir den Spass am Buch aber nicht vermiest. „Die Spur der Kinder“ ist ein spannender, flüssig zu lesender Krimi, der kleine Schwächen hat, für einen Tag im Liegestuhl jedoch bestens geeignet ist.

hrafnaklukka hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


Die Spur der Kinder

30.10.2010 Bewertung:  3 Toschi3 vergibt 6 von 10 Punkten

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In Berlin verschwinden immer wieder Kinder spurlos. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Da hilft es auch nicht weiter, einer der Mütter, deren Kind bereits vor zwei Jahren verschwand, immer wieder zu befragen. Fiona ist seit dem völlig aus der Bahn geworfen. Ihr Mann ist keine große Hilfe. Im Gegenteil, er scheint einige Geheimnisse vor seiner Frau zu haben. Gelingt es Fiona zusammen mit dem Kommissar, das Rätsel um die vermissten Kinder doch noch zu lösen?

 

Die Autorin Hanna Winter legt mit ihrem ersten Krimi ein solides Werk vor. Ihr Schreibstil ist flüssig, sie verwendet keine gestelzten Formulierungen. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel gegliedert, die das Lesen angenehm machen.

 

Leider ist die Geschichte, die sie erzählt, nicht so gut ausgearbeitet. Die Charaktere haben nicht wirklich Tiefgang, viele Motive bleiben auch am Ende des Buches im Dunkeln. Auch sind die Entwicklungen in dem Fall zu verworren. Am Ende ist nahezu jeder verdächtig, das Motiv des Täters wirkt nicht überzeugend. Schade, aus der Idee hätte man mehr machen können. Mich als Viel-Krimi-Leserin hat dieses Buch nicht richtig überzeugt.

 

Fazit: solider Krimi aber kein wirkliches Highlight.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Die Spuren der Verdächtigen

05.11.2010 Bewertung:  3 coffee2go vergibt 6 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltszusammenfassung:

Fionas kleine Tochter ist vor zwei Jahren spurlos verschwunden und bis jetzt konnte kein/e TäterIn gefunden werden. Die Polizei ermittelt nun wieder am Fall, da weitere Kinder aus der gleichen Kindergartengruppe verschwinden. Fiona wird erneut befragt und beginnt selbst mit Nachforschungen und deckt einige Ungereimtheiten auf.

 

Meine Meinung zum Buch:

Die Autorin, Hanna Winter, schreibt sehr lebhaft und flüssig, sodass ich das Buch in einem durch lesen musste. Die Kapitelgliederung verleitet durch den Aufbau der Spannung am Ende des Kapitels zum raschen Weiterlesen. Die Charaktere wurden, meiner Meinung nach, gut eingeführt, allerdings wirkten sie nicht immer realistisch, sondern überzogen. Die Handlungsstränge waren auch nicht durchgängig gut ausgearbeitet, teilweise waren die Geschehnisse etwas holprig und an den Haaren herbeigezogen, dann wurde wieder ein Handlungsstrang zu rasch abgearbeitet. Die Ermittler im Fall werden als äußerst unfähig hingestellt und Fiona ermittelt auf eigener Faust fast effektiver als die Polizei. Wer die/der TäterIn ist, bleibt bis zum Ende des Buches unklar, es könnte nahezu jeder sein. Hanna Winter leitet den Verdachtsmoment von einem Akteur zum nächsten und hält somit die Spannung konstant aufrecht. Das Thema „Kindesentführung“ ist so sensibel und spannungsgeladen, da hätte man noch mehr herausholen können.

 

Cover und Titel:

Das Cover und der Titel sind okay, dezent gestaltet, in angenehmer Farbkombination, allerdings fällt das Cover nicht besonders auf.

 

Fazit:

Die Spur der Kinder ist ein Thriller mit einer sehr interessanten Thematik, der noch besser geworden wäre, wenn die einzelnen Charaktere und Szenen etwas besser ausgearbeitet worden wären. Für den ersten Thriller ist das Buch Hanna Winter aber recht gelungen. Ich freue mich schon auf ihren Nachfolge-Thriller.

 


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


Erwartungen leider nicht erfüllt

10.12.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter Sophie lebt die Schriftstellerin Fiona Seeberg noch immer im Ungewissen. Das Mädchen verschwand damals von einem Spielplatz und wurde nie wieder gesehen. Fiona betäubt ihren Kummer mit Alkohol und ihr Lebensgefährte Adrian, der Vater von Sophie, sucht Zuflucht in seiner Arbeit. Der unverhoffte Besuch des damaligen Ermittlers lässt die alten Wunden wieder aufbrechen. Fiona Seeberg muss sich erneut mit der Vergangenheit auseinandersetzen, da wieder Kinder entführt werden. Die Polizei vermutet, dass es sich um denselben Täter handelt, da auch jetzt den verzweifelten Eltern kurz nach der Entführung eine weiße Lilie per Kurier zugestellt wird.

 

Fiona hofft, dass die erneuten Ermittlungen Hinweise auf Sophies Schicksal liefern. Um sich der Vergangenheit zu stellen, durchlebt Fiona wiederholt die letzten gemeinsamen Stunden mit Sophie und die erste Zeit nach deren Verschwinden. Langsam fördert sie dabei Geheimnisse zu Tage, die besser im Verborgenen geblieben wären. Durch ihre Nachforschungen gerät Fiona schon bald selbst in große Gefahr.

 

Meine Meinung


Das Buch ist in zwei Hauptteile gegliedert. Diese sind nochmal in einzelne Abschnitte unterteilt, die mit Datum und Handlungsort gekennzeichnet sind. Die Erzählung umfasst 343 Seiten. Allerdings ist die verwendete Schrift und der Zeilenabstand recht groß, sodass sich das Buch relativ schnell durchlesen lässt.

 

Die Handlung des Thrillers wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Bereits der Einstieg ist rasant, da man hier ein junges Mädchen beobachtet, das ein Haus betritt um welches es lieber einen großen Bogen gemacht hätte. Entsetzt verfolgt man in diesem Handlungsstrang die grausamen Vorgänge im Inneren des Hauses. Hier geht es stellenweise sehr blutig zu. Den größten Teil der Handlung nimmt allerdings die Perspektive um Fiona Seeberg, die Mutter der vor zwei Jahren verschwundenen Sophie, ein. Die Ermittlungsarbeiten der Polizei werden natürlich ebenfalls geschildert.

Die Spannung in diesem Thriller ist bereits von Anfang an spürbar. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt die Handlung interessant und wirkt dabei durchgehend flüssig. Der Schreibstil ist recht einfach, jedoch angenehm lesbar. In diesem Thriller werden einige Protagonisten eingeführt. Es mangelt deshalb auch nicht an Tatverdächtigen, denn eine Vielzahl der Charaktere hat etwas zu verbergen. Dieser Aspekt führt dazu, dass die Identität und das Motiv des Täters lange Zeit im Dunkeln liegen. Doch leider werden durch die hohe Anzahl der möglichen Verdächtigen, und die jeweiligen Hintergründe, beinahe sämtliche Klischees des Thriller-Genres erfüllt. Dadurch wirkt die Handlung sehr konstruiert. Die Auflösung am Ende ist zwar überraschend, aber insgesamt nicht besonders glaubwürdig.

 

Die Protagonisten der Handlung bleiben leider etwas farblos. Es fällt schwer, sich mit ihnen zu identifizieren und so bleibt beim Lesen immer eine gewisse Distanz.  Ganz den gängigen Klischees entsprechend, gibt es in dem Ermittlerteam der Polizei Spannungen und Reibereien. Auch die obligatorische Liebesgeschichte wird in die Handlung eingeflochten. Allerdings ist sie nicht zu überzogen. Sie hält sich eher im Hintergund und lässt dem Thrillergeschehen genug Raum.

 

Mein Fazit


Ich habe \"Die Spur der Kinder\" innerhalb kürzester Zeit gelesen. Das lag sicher auch an der großen Schrift und dem großzügigen Zeilenabstand. Allerdings gefiel mir auch der flüssige und angenehm lesbare Schreibstil der Autorin. Ich konnte dem Geschehen mühelos folgen, ohne mich dabei stark konzentrieren zu müssen. Durch die hohe Anzahl der Verdächtigen und die überraschenden Wendungen im Verlauf der Handlung, konnte ich den wahren Täter auch erst kurz vor Schluss ausmachen. Da ich mich allerdings nicht mit den relativ farblosen Charkateren anfreunden konnte und mir die Erzählung insgesamt gesehen zu klischeehaft war, kann ich mich nur zu einer drei Sterne Bewertung durchringen.

 


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Spannender Krimi, leider sehr kurz

21.09.2011 Bewertung:  4 Nazena vergibt 8 von 10 Punkten

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Überall in Deutschland verschwinden Kinder spurlos. Den Eltern wird kurze Zeit später eine weiße Lilie per Paketbote überbracht. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln und das Morden geht weiter…

Der Thriller war ein echter Pageturner. Es wurden zwar recht viele Personen eingeführt, doch sie waren alle klar unterscheidbar und in sich glaubhaft. Der Thriller war sehr spannend geschrieben, ich habe auf jeder Seite mitgefiebert, obwohl es sich eigentlich nicht um mein Lieblingsgenre handelt. Einzig die erzwungene und schon obligatorische Liebesbeziehung hat mich gestört. Die Auflösung sowohl des Täters als auch von Sophies Tod war sehr überraschend und nicht vorhersagbar, Hut ab. Insgesamt ein überzeugender Thriller, den ich weiterempfehlen kann. Kleines Manko: Der Roman ist in großer Schrift und großen Zeilenabständen gedruckt, so dass er doch recht schnell ausgelesen ist.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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