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Krimi/Thriller: Wespenhaus: Der äußere Schein trügt
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Titel:      Wespenhaus: Der äußere Schein trügt
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1397
Autor:      Corina Vogtländer
ISBN-10(13):      3869018291
Verlag:      Engelsdorfer Verlag
Publikationsdatum:      2010-04-16
Edition:      1
Number of pages:      351
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

1 
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Beschreibung:      Product Description
Wespenhaus
   


Rezensionen
Zum Glück sind Geschmäcker verschieden

16.06.2010 Bewertung:  1 KimVi vergibt 2 von 10 Punkten

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Nico Hegner ist mit seinem Wagen unterwegs. Hinter ihm fährt ein rücksichtsloser Drängler. Nico fühlt sich bedroht und ist erleichtert, als er endlich von diesem Wagen überholt wird. Doch plötzlich schert ein weiteres Fahrzeug hinter ihm aus und setzt zum Überholen an. Im nächsten Augenblick wird Nico an der Fahrerseite gerammt. Er kommt mit seinem Wagen von der Straße ab und verunglückt schwer. Der Verursacher kann unerkannt entkommen. Obwohl die Hauptkommissare Andrea Schöne und Volker Nett ihren aktuellen Fall, die Suche nach einem Täter, der Seniorinnen überfällt und misshandelt, noch nicht abgeschlossen haben, werden sie mit der Aufklärung des mysteriösen Autounfalls betraut.

Ihre Ermittlungen führen sie in ein elfstöckiges Wohnhaus im Städtchen Vogtlandgrün. Denn dort, im Punkthaus Nr. 4, hat das Unfallopfer seinen Wohnsitz. Andrea Schöne und Volker Nett wollen sich ein Bild von Nico Hegners häuslichem Umfeld machen und nehmen deshalb die Bewohner genauer in Augenschein. Dabei verstricken sich einige Bewohner in Falschaussagen und die beiden Hauptkommissare kommen lange verborgenen Geheimnissen auf die Spur. Im Punkthaus Nr. 4 trügt der äußere Schein, doch Andrea Schöne und Volker Nett lassen sich nicht in die Irre führen. Volker Nett hat sogar das unangenehme Gefühl, dass seine Kollegin Andrea Schöne ihr ganz eigenes Geheimnis hütet. Als dann auch noch die Prostituierte Lisa Müller ermordet im Punkthaus Nr. 4 aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse...

 

 

Meine Meinung



Aufgrund des Klappentextes erhoffte ich mir ein spannendes Lesevergnügen. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Da ich diesen Roman als Rezensionsexemplar erhalten habe, konnte ich mich dazu überwinden, das gesamte Exemplar zu lesen. Denn sonst hätte das Buch bereits nach wenigen Seiten entnervt abgebrochen.

Die Handlung wird im Präsens erzählt. Das war für mich schon gewöhnungsbedürftig, doch bereits nach wenigen Seiten hatte ich mich eingelesen und kam damit gut zurecht. Weniger leicht fiel mir dagegen der Einstieg in die eigentliche Handlung. Schon bei der Einführung der zahlreichen Protagonisten verlor ich recht schnell den Überblick. Das lag an den relativ kurzen Kapiteln und den schnell wechselnden Perspektiven. Bevor ich die besonderen Merkmale der jeweiligen Person zuordnen konnte, wechselte das Geschehen zur nächsten Persönlichkeit.

Mit dem Schreibstil der Autorin konnte ich mich leider nicht anfreunden. Das ist allerdings mein persönliches Empfinden und andere Leser mögen da vielleicht ganz anders urteilen. Doch auf mich wirkten die eigenwilligen Wortschöpfungen keinesfalls spitzzüngig, kreativ und humorvoll, sondern eher abschreckend. Wenn sich nur eine der handelnden Personen dieser merkwürdigen Wortwahl bedient hätte, dann hätte ich dies als Eigenart dieser Figur hingenommen. Dass jedoch alle Personen, insbesondere die Jugendlichen, sich so ausdrücken, erschien mir nicht besonders glaubwürdig.  Bei der Zeugenbefragung einiger Jugendlicher kommt es zum Beispiel zu folgenden Sätzen: \" Warum winken sie gleich mit einem Zaun, eine Latte hätte es auch getan...\" Übrigens, dass das \"Sie\" in diesem Satz kleingeschrieben ist, ist kein Tippfehler meinerseits. Diese Schreibweise in der wörtlichen Rede zieht sich so durch das gesamte Buch. Ein weiteres Beispiel: \"Wir sind sozusagen als Engel der Barmherzigkeit in dieser Nacht unterwegs gewesen\", oder: \" Wir sind Samariter der gehobenen Kategorie für baumelnde Genitale....\", so ein gestochenes Geschwafel habe ich noch nie aus dem Mund der Teenager-Generation gehört und deshalb konnten mich die Protagonisten und ihre Dialoge einfach nicht überzeugen.  Der eigenwillige Satzbau hemmte meinen Lesefluss noch zusätzlich, sodass mich die Geschichte keinen Moment fesseln konnte. Nach einer spannenden Kriminalhandlung suchte ich vergeblich, da die Erzählung gleichmäßig vor sich hin plätscherte. Wenn das einen modernen Krimi ausmacht, dann bleibe ich doch lieber beim Altbewährten.

Normalerweise fallen mir Rechtschreib- und Grammatikfehler beim Lesen  zwar auf, doch meistens lese ich achtlos darüber hinweg. Ich bin selbst nicht perfekt und kann deshalb auch Fehler verzeihen. Da sie in diesem Buch jedoch gehäuft vorkommen, konnte ich sie irgendwann nicht mehr wohlwollend ignorieren. Bisher habe ich angenommen, dass ein Roman, vor dem Druck durch zahlreiche Hände geht und Fehler dieser Art bemerkt und beseitigt werden. Doch leider ist das bei diesem Exemplar nicht passiert und bei einem regulären Verkaufspreis von 16,00 Euro bin ich mehr als enttäuscht. Wenn zum Beispiel ein Pferd von hinten aufgezäunt (!) wird und der Ermittler Manfred Merkel konsequent als Colombo-Manne ( in Bezug auf die Krimiserie \"Columbo\" mit u!) bezeichnet wird, dann kann man wohl kaum von kleinen Schwächen sprechen. Auch die verwendete Schreibweise \"mit Nichten\" anstatt \"mitnichten\" stürzte mich zunächst in große Verwirrung, da ich mir nicht erklären konnte, wo denn nun so urplötzlich die Verwandtschaft herkam. Ich könnte noch zahlreiche Beispiele aufführen, doch das würde meine Rezension nur unnötig in die Länge ziehen.

Die Liebesgeschichte, zwischen den Hauptkommissaren Andrea Schöne und Volker Nett, konnte mich leider nicht berühren und auch das Geheimnis der schönen Andrea machte mich nicht wirklich neugierig. Die Auflösung war zwar verblüffend, hier hatte der Klappentext also wirklich nicht zu viel versprochen, aber nicht unbedingt glaubwürdig. Insgesamt war ich von diesem Testlese-Abenteuer sehr enttäuscht und bin froh, dass ich für dieses Leseerlebnis kein Geld zahlen musste.

 


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