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Krimi/Thriller: Zerstört
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Titel:      Zerstört
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1206
Autor:      Karin Slaughter
ISBN-10(13):      3764502657
Verlag:      Blanvalet
Publikationsdatum:      2009-06-15
Edition:      Hardcover
Number of pages:      512
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Freundin von Lena Adams weiß nicht, was mit ihr geschehen ist. Alles nimmt sie nur noch sehr verschwommen war, sprechen kann sie auch nicht mehr. Aber sie begreift, dass sie mit Lena und einem Mann, den sie trotz Skimütze an seiner Stimme und den kalten Augen erkennt, in einem Auto durch die Landschaft fährt. Aber sie wird nicht mehr dazu kommen, ihr Wissen jemand Drittem mitzuteilen. Denn die Freundin von Lena Adams steigt ein bekannter Geruch in die Nase, als der Bekannte mit der Skimütze und den kalten Augen etwas Glitzerndes aus der Tasche zieht. Es ist ein Feuerzeug, und der bekannte Geruch ist Feuerzeugbenzin, mit dem sie überschüttet worden ist. Aber als ihr diese Erkenntnis durch den Kopf schießt, brennt die Freundin von Lena Adams bereits lichterloh.

Lena Adams ist Polizistin, und jetzt ist sie auch noch die einzige Verdächtige in einem grausamen Mordfall. Deshalb bittet sie ihre Kollegen Chief Jeffrey Tolliver um Hilfe – und das zu einer Zeit, wo dessen Wieder-Ehefrau Sara Linton in einem Prozess um einen Kunstfehler, der einem Jungen das Leben gekostet haben soll, vor Gericht steht. Trotzdem beginnt Tolliver ohne zu zögern mit den Ermittlungen – und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn die zwielichtige Polizistin ist über ihren inhaftierten Exfreund in einen Fall rund um einen brutalen Ring von Drogenhändlern verwickelt, die gleich reihenweise Zeugen aus dem Weg räumen. Die Täter gehen buchstäblich über Leichen. Und was das bedeutet, sollen Sarah Linton und Chief Jeffrey Tolliver bald am eigenen Leibe zu spüren bekommen...

Zerstört ist vieles in Karin Slaughters Roman: Freundschaft, Illusionen und Karrieren. Was aber bis zur letzten Seite bestehen bleibt, ist die Spannung. Das liegt daran, dass es Slaughter wieder einmal brillant gelingt, Fährten und Spuren auszulegen und mit Cliffhangern zu spicken. Das macht Zerstört zu einer fast schon unerträglich packenden Lektüre. -- Stefan Kellerer

   


Rezensionen
Der Name ist Programm!

21.03.2010 Bewertung:  5 antjemue vergibt 10 von 10 Punkten

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Die Kinderärztin Dr. Sara Linton ist enttäuscht. Von Heartsdale, den Eltern ihrer Patienten und den Nachbarn. Die Eltern eines ihrer kleinen Patienten, der an Leukämie gestorben ist, haben einen Kunstfehlerprozess gegen sie ins Rollen gebracht. Sara ist sich keines Fehlers in der Behandlung des Kindes bewusst. Doch allein die Tatsache, dass sie ihm nicht helfen konnte, dass ihm keiner helfen konnte, lässt sie sich trotzdem schuldig fühlen.

Sie hat vor einer Woche ihre Klinik geschlossen, da ihr guter Ruf so oder so zerstört ist. Die Eltern des Jungen, den sie bis zum bitteren Ende begleitete, kennt Sara seit ihrer Schulzeit, sie hat sie sogar einmal als Freunde betrachtet. Jetzt geht es nur noch um Geld. Die Anwältin, die das Ehepaar engagiert hat, arbeitet mit allen Mitteln und holt dabei Begebenheiten aus Saras Leben hervor, die Sara bewältigt glaubte. Glücklicherweise hat Sara noch ihre Familie, die hinter ihr steht und vor allem ihren Mann, den Polizeichef Jeffrey Tolliver.

Als dieser einen Anruf des Sheriffs aus der Heimatstadt seiner Detective Lena Adams erhält, mit der Nachricht, dass Lena dort im Krankenhaus ist und unter Arrest steht, will er sich natürlich sofort auf den Weg nach Reese machen um ihr (wieder einmal) aus der Patsche zu helfen. Statt des Widerstandes, den er von seiner Frau Sara eigentlich erwartet hätte, begleitet sie ihn. Für Sara ist es eine willkommene Ablenkung von dem an ihren Nerven zerrenden Prozess, obwohl sie schon die Frage stellt: „Was hat Lena jetzt schon wieder angestellt?“.

In Reese angekommen, suchen sie zuerst das Krankenhaus auf. Nachdem sie ein älterer Polizist solange hinhielt, bis der scheinbar viel zu junge Sheriff kommt und ihnen berichtet, dass Lena bei einem grausigen Mordschauplatz aufgegriffen wurde und seit dem keinen Ton gesprochen hat, können sie endlich zu ihr. Lena reagiert auf ihren Anblick ungewohnt panisch und schickt sie weg. Sara will daraufhin mit Lena allein sprechen, lässt sich von ihr übertölpeln und verhilft ihr dabei ungewollt zur Flucht…

===Wahnsinn===

Ich muss es gleich vorwegnehmen. Obwohl es schon eine ganze Weile her ist, dass ich die anderen Bücher der „Grant County“ Reihe gelesen habe und die Geschehnisse, die mich an die Bücher fesselten so langsam in der Erinnerung verblassen, empfinde ich persönlich „Zerstört“ als den bislang aufregendsten und spannendsten Teil. Auch wenn mich das Ende – welches ich hier aber, aus Rücksicht auf alle, die dieses Buch noch lesen wollen, selbstverständlich nicht verrate – erst einmal erschüttert zurückgelassen hat.

Die Geschichte spielt diesmal – im Gegensatz zu den vorherigen – nur ganz kurz im Grant County. Die meiste Zeit halten sich die Protagonisten in der Stadt Reese, in der Lena aufgewachsen ist, auf. Die Geschichte beginnt – ohne dass der Leser über Ort und Zeit Bescheid weiß – mit einem grausamen Verbrechen, bei dem nur die beteiligte Lena die Verbindung zur eigentlichen Geschichte darstellt und ihre Rolle bleibt lange Zeit unklar. Dann teilt sich der Plot in zwei Handlungsstränge, für den verschiedene Zeitformen gewählt werden. Die Gegenwart für die Aufklärungsversuche von Sara und Jeffrey und die Vergangenheit für Lenas Erlebnisse einige Tage (und Jahre) zuvor. Später fließen beide Stränge dann natürlich zu einem zusammen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und gut verständlich. Auch wenn wohl dem Übersetzer hin und wieder kleine Patzer unterlaufen sind. Einmal wurden eindeutig die Namen der Protagonisten verwechselt. Hin und wieder fehlte ein Buchstabe. Allerdings wusste der aufmerksame Leser – in dem Fall ich – trotzdem was gemeint ist.

Die Szenenwechsel zwischen den Handlungssträngen sind immer extrem gut gewählt, so dass ich als Leser von Dingen wie den Eindrücken und Meinungen von Sara und Jeffrey, der persönlichen Geschichte Lenas oder Grauen der Gesellschaft wie Rechtsradikalismus und Drogenproblematik, die ganze Zeit gefesselt bin. Der Spannungsbogen baut sich dabei stetig auf, bis er sich dann in einem hochdramatischen ersten Finale in einem Sumpf aus Menschenverachtung und Korruption entlädt.

Doch damit nicht genug. Diesmal setzt Karin Slaugther noch eins drauf. Wie vorhin schon einmal kurz erwähnt, ließ mich die Autorin diesmal als Fan der Serie mit einem Ende zurück, welches mir aus reinen Sympathiegründen mit den mir lieb gewordenen Protagonisten eigentlich überhaupt nicht gefällt. Kurzzeitig war ich mir auch unsicher darüber, ob das jetzt wohl das Ende dieser Serie bedeutet.

Dann las ich jedoch in der Danksagung den Hinweis auf zwei Links auf ihrer Homepage karenslaugter.com, zum einen ein Brief, in dem die Autorin – leider auf Englisch – einige Erklärungen liefert, zum Anderen ein zusätzliches Kapitel. Mit meinen schlechten Kenntnissen dieser Sprache, las ich aus dem Brief nur soviel heraus, dass es, und sie einen Plan hat wie, weitergeht.

Da viele von Euch sicherlich wesentlich bessere Englischkenntnisse haben, schreibe ich die Links in diesen Bericht nicht hinein. Ich möchte ja niemanden in die Versuchung bringen, der sich dann im Nachhinein darüber ärgert. In der  Danksagung warnt die Autorin ausdrücklich, dass die Bonis erst nach Auslesen von „Zerstört“ gelesen werden sollten, da einiges Entscheidendes verraten wird.

Trotz meiner persönlichen Einstellung zu dem Ende, bin ich nun sogar gespannter denn je, wie die Autorin den von ihr „verzapften“ Einschnitt in einer Fortsetzung wieder gut machen will. Alles in allem hatte ich hier wieder einmal einen Thriller, der diesem Namen wirklich gerecht wurde. Ich vergebe die Höchstpunktzahl für „Zerstört“ und eine unbedingte Leseempfehlung an alle Thrillerfans. Allerdings bin ich mir im Nachhinein nicht ganz sicher, ob man das Buch auch als eigenständiges Werk oder gar als Einstieg in die Reihe lesen sollte. Obwohl mir viele Dinge, die ich in den vorher erschienenen Grant County Romanen bereits erfuhr noch mal kurz erklärt wurden (so dass sie meine Erinnerung daran weckten), würde ich jedem Neueinsteiger raten, die Serie in der oben angegebenen Reihenfolge zu lesen.


blanvalet Verlag 2009
Übersetzung Klaus Berr
ISBN 978-3-7645-0265-2
509 Seiten
Derzeit nur als gebundene Ausgabe erhältlich.
Neupreis 19,95 €.

Weitere Infos zur Autorin und Werken außerhalb der Grant County Reihe findet ihr übrigens auf wikipedia.de!


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


Zu oft eine Lena Show

20.07.2012 Bewertung:  3.5 NiliBine70 vergibt 7 von 10 Punkten

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Meine Rezension bezieht sich auf die Taschenbuch-Ausgabe:

Inhalt:

Wenn es hart kommt, dann an allen Fronten. So sieht es zurzeit im Leben von Jeffrey Tolliver aus. Nicht genug, dass seine geliebte Sara sich in einem Prozess verantworten muss, in dem Eltern sie verklagen, dass sie nicht genug für ihr Kind getan hätte, nein, auch seine beste Mitarbeiterin, Lena, steckt in großen Schwierigkeiten. Und Jeffrey weiß nicht, an welcher Front er zuerst kämpfen und präsent sein soll. Doch Sara spielt ihm die Starke vor, schickt ihn zu Lena, um ihr zu helfen.

Denn Lena ist verhaftet worden, sie wurde gestellt, weil sie an einem ausgebrannten Wagen vorgefunden wurde. Lena schweigt beharrlich. Und noch schlimmer, sie flüchtet und das ist für einige in ihrem Heimatort schon ein Schuldeingeständnis.

Als dann auch noch Lenas brutaler Ex-Lover ins Spiel kommt und somit die rechte Szene, ist das Gewaltchaos perfekt, welchem auch Sara und Jeffrey im Endeffekt nicht entfliehen können.

Alles steuert auf ein alles zerstörendes Finale zu, mit dem niemand rechnet.

Meine Meinung:

Tja, da ist es nun, das Ende, das keiner von uns Slaughter-Fans so haben will. Und was können wir tun? Wir müssen es ja so hinnehmen. Und ich für meinen Teil bin bereit, der Autorin auch weiterhin eine Chance zu geben, allerdings verzeihen…verzeihen werde ich ihr diese Geschichte hier nicht.

Alles fängt eigentlich recht gut an, man glaubt, es ist eine logische, gute Fortsetzung. Doch leider kommt es dann viel zu oft und viel lang zu einer Lena-Show, wie ich es nenne. Mich hätte doch viel mehr interessiert, wie es mit Sara und Jeffrey so weitergeht, wie es ihr in dem Prozess ergeht. Aber das wird, meiner Meinung nach, nur so am Rande mal gestreift. Im Fokus steht Lena, ihre Vergangenheit, ihre Kindheit, ihr Verhältnis zu ihrer Schwester, ihre schicksalhafte Beziehung zu diesem Nazi, ihre Probleme. All das ist wichtiger. Und genauso hat all das mich von Seite zu Seite wütender gemacht.

Jedes Mal, wenn ich umblätterte und da wieder eine mir endlos erscheinende Lena-Tirade kam, hätte ich am liebsten weitergeblättert, ohne zu lesen. Aber dann hab ich mir gedacht, vielleicht wird da was erzählt, was für die ganze Geschichte von Belang ist.

Nun gut, denjenigen, die das Buch bereits gelesen haben, dürfte DAS Ende genauso die Tränen in die Augen getrieben haben, wie mir. Ich war entsetzt. Hab gedacht, das kann einfach nicht sein. Aber es ist wohl so. Ich muss es akzeptieren. Es ist ein schmerzlicher Verlust, den man erst mal verdauen muss.

Und wie ich eingangs gesagt habe, ich werde Karin Slaughter trotzdem eine Chance geben. Bis dato hat sie mich gut unterhalten und am liebsten würde ich „Zerstört“ vergessen, ist der Titel doch hier echtes Programm!

Fazit:

Was zieht man für ein Fazit bei einem Buch, wo einem gefühlt der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Streckenweise ist es spannend, aber auch streckenweise eben zu viel Lena und zu wenig Sara und Jeffrey und eben ein Ende, was keiner von uns wollte und aufgrund dessen einige der Autorin den Rücken gekehrt haben. Ich glaube, es muss jeder, der sich hierdrauf einlässt, selbst entscheiden. Eine Empfehlung mag ich nicht aussprechen, da es hier meines Erachtens außer dem gewohnten Stil der Autorin nichts zu empfehlen gibt.

Reiheninfo:

Grant-County-Reihe:

Belladonna (2002)

Vergiss mein nicht (2002)

Dreh dich nicht um (2003)

Schattenblume (2004)

Gottlos (2005)

Zerstört (2009)

Will-Trent-Serie:

Verstummt (2008)

Entsetzen (2010)

Georgia-Serie:

Tote Augen (2011)

Eigentständig:

Unverstanden (2009)


NiliBine70 hat insgesamt 188 Rezensionen angelegt.


 
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