Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Krimi/Thriller: Trigger: Psychothriller
  Print


Titel:      Trigger: Psychothriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1200
Autor:      Wulf Dorn
ISBN-10(13):      3453434021
Verlag:      Heyne Verlag
Publikationsdatum:      2009-10-05
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      432
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
TRIGGER
   


Rezensionen
Der Auslöser mag simpel sein, TRIGGER nicht!

21.03.2010 Bewertung:  5 antjemue vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Kürzlich erfuhr ich von einer lieben Bekannten von einem Buch, bei der sich unser Lesegeschmack wohl mal wieder 1:1 traf. Ich setzte das Buch sofort auf die Merkliste und bestellte es kurze Zeit später auch schon. Doch just an dem Tag, an dem ich eigentlich mit diesem Buch beginnen wollte, besuchte mich die Buchhändlerin des Vertrauens und brachte mir 2 Vorableseexemplare mit. So wurde das Lesen von \'\'\'„TRIGGER“\'\'\' noch einmal verschoben. Seit dem trug ich es aber in meinem Rucksack mit mir herum, ich war einfach zu faul, es wieder raus zu legen.

===Manchmal ist Faulheit auch zu was gut===

Obwohl ich mit dem 2. Leseexemplar noch nicht durch war, fing ich diese Woche doch schon an, den hoch gelobten Psychothriller zu lesen. Ich hatte einen Augenarzttermin und kam aufgrund der hohen Anzahl von ebenfalls wartenden Patienten nicht pünktlich dran. Im Vorfeld hatte ich jedoch vergessen, mein aktuelles Buch in den Rucksack zu stecken. Zum Glück befand sich \'\'\'„TRIGGER“\'\'\' aber noch drin, denn den in Wartezimmern liegenden Zeitschriften kann ich überhaupt nichts abgewinnen. Also begann ich zu lesen und war so schnell drin, dass mir das Aufrufen meines Namens nach einer ¾ Stunde auf Seite 83 viel zu schnell kam und ich es fast als Störung empfand.

===Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?===

Die Psychiaterin Ellen Roth arbeitet seit 4 Jahren in der „Waldklinik“, einer Klinik für psychisch kranke Menschen. Als ihr Lebensgefährte Christoph Lorch, der ebenfalls dort arbeitet und ihr Vorgesetzter ist, für 3 Wochen mit einem Freund nach Australien fliegt, wird ihr als seine Vertretung, die Leitung der geschlossenen Abteilung übertragen. Damit übernimmt sie auch einen sogenannten BIF (besonders interessanter Fall) auf Zimmer 7. Dabei handelt es sich um eine völlig verängstigte, verwahrloste Frau mit schweren Misshandlungen, von der Chris vor seinem Urlaub weder den Namen, noch irgendwelche Gründe für ihren Zustand heraus erfuhr.

Ellen bemüht sich daher nach Kräften um Zugang zu der Patientin, doch außer der Aussage, dass sie der „Schwarze Mann“ verfolgt und dieser sie und auch Ellen holen wird, erreicht sie nichts. So bittet sie ihren Kollegen Mark Behrendt um Hilfe. Dieser mag Ellen sehr und möchte ihr gern einen Gefallen tun. Er verspricht ihr, sich die Patientin anzusehen. Doch als er Zimmer 7 betritt, ist dieses gar nicht belegt und macht einen komplett unberührten Eindruck. Hinzu kommt, dass es weder eine Aufnahmeakte gibt, noch irgendwer vom Klinikpersonal etwas von der namenlosen Patientin wissen will. Und Chris ist nicht zu erreichen.

Während Kollegen und Vorgesetzte fürchten, dass Ellen einfach überarbeitet ist, beginnt für sie der absolute Höllentrip. Denn noch während sie aufgeregt nach dem Verbleib der Patientin und den verschwundenen Akten forscht, nimmt der „Schwarze Mann“ Kontakt zu ihr auf…

===Ein gelungenes Debüt?===

Bis zum Lesen der oben bereits erwähnten Rezension hatte ich weder von Buch noch von Autor gehört. Nun machte ich mich kundig und erfuhr auf der Internetseite wulfdorn.de unter anderem, dass der 1969 geborene und in der Nähe von Ulm lebende Autor \'\'\'Wulf Dorn\'\'\' ausgebildeter Fremdsprachenkorrespondent ist und seit 1994 die Patienten einer psychiatrischen Klinik in der beruflichen Rehabilitation unterstützt.

Bereits seit seinem 12. Lebensjahr schreibt Wulf Dorn. Seine Kurzgeschichten – meist dem Horrorgenre entsprungen - erschienen in Anthologien und Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Dann entdeckte er die Spannbreite des Thrillers und lieferte mit „TRIGGER“ ein Roman-Debüt, welches bereits bekannte Autorenkollegen wie Sebastian Fitzek oder Andreas Eschbach und auch die einschlägige Presse mit höchstem Lob würdigten.

===Verdientes Lob?===

Von mir ein klares Ja! Auch Dorn beginnt seine Geschichte klassisch mit einem Prolog. Dieser ist bereits mit einer unheimlichen Spannung geladen und lässt mir als Leser, ohne dass das Grauen dort wirklich greifbar ist, die Nackenhaare aufrecht stehen.

Dann lerne ich die Protagonistin Ellen Roth, ihre Kollegen und Patienten kennen. Sie werden mir im Fluss der Geschichte ohne unnötige Ausschweifungen in ihrem „normalen“ Alltag vorgestellt. Als das Schicksal dann seinen Lauf nimmt und die Spannung unaufhörlich steigt, bin ich mit meinen Sympathien und dem was ich glauben soll und will, hin und her gerissen. Ich kann das Buch kaum aus der Hand legen und unterschwellig schwingt immer ein leises Grauen mit. Der Zusammenhang der Geschichte mit den Geschehnissen aus dem Prolog wird dann erst gegen Ende klar und berührt mich so stark, wie die meisten Geschichten mit dem Thema Kindesmissbrauch. Doch kurz darauf setzt der Autor dann mit dem „simplen“ Auslöser zum aktuellen Geschehen noch einmal das berühmte Tüpfelchen auf dem i.

Obwohl es schon einige Thriller gibt, die in psychiatrischen Kliniken oder deren Umfeld spielen – Romane von Sebastian Fitzek, John Katzenbach und noch einigen anderen Autoren habe ich selbst gelesen und teilweise regelrecht verschlungen - hat Wulf Dorn hier keinen billigen Abklatsch dieser Bücher fabriziert, sondern eine andere unheimlich fesselnde Geschichte zu diesem Thema konstruiert. Hier standen ihm seine persönlichen Erfahrungen mit Klinikbetrieb und psychisch kranken Menschen Pate. Dabei verliert er sich jedoch keinesfalls in einem medizinischen Fachchinesisch. Wenn er Fachbegriffe verwendet, werden mir als Leser diese unmittelbar danach, und geschickt ins Geschehen mit eingebunden, auf verständliche Art und Weise erklärt. Als Laie blieben mir keine offenen Fragen, ich hatte aber auch nicht das Gefühl, ein medizinisches Fachbuch studieren zu müssen.

Dass „TRIGGER“ nicht in einem Happyend mündet, möchte ich nur für diejenigen erwähnen, die ein solches unbedingt brauchen. Ich persönlich finde es nicht schlimm, sondern näher am Leben. Außerdem lässt sich der Autor damit vielleicht auch vieles offen.

Von mit gibt es für die Fans von Psychothrillern hier und jetzt eine klare Leseempfehlung. Von Anfang an konnte ich mich aufgrund des flüssigen und kompetenten Schreibstiles gut in der Geschichte zurechtfinden. Die Charaktere wirkten real, die Handlung nachvollziehbar, die Geschichte ist spannungsgeladen und die Auflösung, tja, an eine Solche hätte ich im Traum nicht gedacht. Höchstpunktzahl!

HEYNE Verlag 2009
ISBN: 978-3-453-43402-8
427 Seiten
Für 9,95 € als Taschenbuch im deutschen Buchhandel erhältlich!


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


Lässt keine Wünsche offen

19.03.2011 Bewertung:  5 Tialda vergibt 10 von 10 Punkten

Userpic

Rezension:

Ich kann nur sagen: Dieses Buch hat mich absolut vom Hocker gerissen. Wenn normalerweise ein Buch bei mir ankommt, lese ich in die erste Seite rein und dann kommt es auf den „zu lesen-Stapel“. Ganz anders bei diesem Buch. Mich hat die erste Seite schon so in ihren Bann geschlagen, dass ich weiterlesen musste und mich nicht mehr davon trennen konnte. Dabei verschlang ich begierig Seite für Seite, obwohl ich eigentlich ein Genuss- und Langsamleser bin.

 

Wulf Dorns Schreibstil ist sehr fesselnd, man muss sich beim Lesen nicht anstrengen um zu verstehen, was gemeint ist – die Worte fließen ganz einfach in den Kopf. Dabei ist die Geschichte so spannend und mitreißend, dass man das Buch einfach nicht mehr weglegen möchte. Man möchte unbedingt dahinter kommen, wo sich die namenlose Patientin befindet und wer dieser ominöse „schwarze Mann“ ist. Außerdem fiebert man mit, ob es Ellen rechtzeitig schafft, die beiden zu finden – denn er droht damit, die Entführte umzubringen, wenn Ellen das Rätsel nicht innerhalb einer gegebenen Frist löst, wer er denn sein könnte.

 

Die Hauptpersonen, allen voran Ellen, sind sehr ausführlich beschrieben und man hat so schnell das Gefühl, sie gut zu kennen. Gefallen hat mir dabei besonders, dass Ellens innere Dialoge und Gedanken mit kursiver Schrift in den Text eingefügt wurden. Sie wirkt dadurch teilweise gehetzt, panisch oder durcheinander und die Spannung nimmt dadurch zu.

 

Teilweise gibt es Stellen, bei denen man erst irritiert ist und sich fragt, was das nun soll – aber der Autor löst diese Stellen im Verlauf der Geschichte alle, bis auf ein, zwei Ausnahmen, auf. Genauso ist es mit dem anfangs zusammenhangslos erscheinenden Prolog. Es gibt innerhalb der Story so einige unerwartete Wendungen und am Ende schließt sich der Kreis und lässt einen atemlosen und schockierten Leser zurück.

 

Allerdings sollte man eine Warnung an psychisch instabile Menschen aussprechen, denn der Roman kann triggern! Wenn man zu Ängsten und Paranoia neigt, sollte man besser die Finger davon lassen.

 

Fazit:

Ein Psychothriller, der mitreißt, schockiert, Angst macht und somit keine Wünsche offen lässt.


Tialda hat insgesamt 386 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla