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Krimi/Thriller: Angelus: Roman
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Titel:      Angelus: Roman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1159
Autor:      Danielle Trussoni
ISBN-10(13):      3426198789
Verlag:      Droemer
Publikationsdatum:      2010-02-22
Edition:      Hardcover
Number of pages:      656
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
der Engel zum Teufel wird, so gibt es einen bösen Teufel

03.03.2010 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicNephilim, die: (von naphal „fallen“) Riesenhafte Mischwesen aus der altisraelischen Mythologie. Gezeugt von göttlichen Wesen und Menschenfrauen. Die Nephilim waren größer und stärker als Menschen und laut den Berichten der Apokryphen von großer Boshaftigkeit. Die junge Klosterbibliothekarin und Nonne Evangeline stößt nach einer privaten Anfrage von Verlaine, der im Engelskloster der hl. Rosa Nachforschungen für Grigori anstellen will, auf eine heikle Korrespondenz zwischen der verstorbenen Äbtissin Innoncenta und Abigale Rockefeller. Was Verlaine nicht weiß, sein Auftraggeber Grigori ist ein Nephilim – halb Engel, halb Mensch und auf der Suche nach dem Schlüssel zum Sieg im Kampf zwischen Gut und Böse. Dieser Schlüssel ist eine Leier, die ebenfalls von den besten Angelologen der Welt gesucht wird. Und mitten hinein in diesen spirituellen Krieg, dessen Schauplatz die menschliche Zivilisation ist, gerät Evangeline.   Auf jeden Fall kann man sagen das „Angelus“ eine eher anspruchsvolle Lektüre ist. Wer die Seiten beim Lesen nur so runter reißen will, hat bei diesem Roman keine Chance. Gerade die vielen theolosich-angelologischen Dispute sollte man sehr aufmerksam verfolgen, da einem sonst einiges entgehen könnte. Wenn man aber konzentriert liest, so merkt man von Anfang an wie gut die Autorin recherchiert hat. Dies fängt schon bei der gut durchdachten Namensgebung der Charaktere an. Mit vielen Bibelzitaten und Hintergrundwissen hat sie ihre Ansichten gut untermauert und glaubwürdiger gestaltet. Fast könnte man glauben dass sich dieser Krieg wirklich heimlich unter uns abspielen könnte. Trotzdem kam ich anfangs erst etwas schleppend in die Geschichte hinein. Als es dann ging, hat der zweite Teil des Buches mich noch einmal etwas zurück geworfen und ab dem dritten Teil wurde es dann richtig spannend. Wobei wir auch schon beim Thema wären. Aufgeteilt ist „Angelus“ in vier Abschnitte:   Die erste Sphäre: Diesen Abschnitt sehe ich eher als große Einleitung an. Man lernt die Charaktere und das Kloster kennen, bekommt eine erste Einführung in die Angelologie und erste Fäden laufen zusammen.   Die zweite Sphäre: Ja, die zweite Etappe behandelt ausschließlich die Vergangenheit Celestines in der Zeit des zweiten Weltkrieges; ihre Ausbildung zur Angelologin und die Expedition in die Rhodopen, wo gleich zwei bedeutende Funde gemacht wurden. Diese zweite Sphäre ist zwar unabdingbar für das Verständnis der ganzen Geschichte, ist aber sehr langatmig beschrieben.   Die dritte Sphäre spielt wieder in der Gegenwart und meines Erachtens geht die Geschichte hier erst richtig los. Ab diesem Abschnitt konnte ich das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand legen.   Der himmlische Chor: Hier laufen die Fäden endgültig zusammen und es kommen einige Überraschungen zu Tage.   Insgesamt kann ich sagen das „Angelus“ ein wirklich detailreicher Roman ist. Und das überraschende Ende lässt vermuten dass es zumindest noch einen weiteren Teil um Evangeline geben wird. Wer sich nicht von den ersten Seiten entmutigen lässt, den erwartet ein wirklich außergewöhnliches Lesevergnügen. Ich jedenfalls bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt.

roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Ein bißchen enttäuscht

05.03.2010 Bewertung:  2 Alien vergibt 4 von 10 Punkten

Userpic

Es fällt mir wirklich extrem schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, das beginnt schon bei der kurzen Inhaltsangabe. Evangeline lebt in einem Kloster in der Nähe von New York. Von einem auf den anderen Tag, und das im wortwörtlichen Sinne, gerät ihr Leben komplett aus seiner geordneten Bahn und sie wird in einen Krieg geworfen, der schon seit Anbeginn der Zeit dauert. Dieser Krieg ist aber keine Glaubensfrage, sondern ein echter Kampf, bei dem es um nicht weniger als um die Weltherrschaft geht. Die Gruppe der Angelologen und die Nephilim, Nachkommen der gefallenen Engel - das sind die Gegner in einem erbitterten Gefecht um ein Instrument, das im Himmel geschaffen wurde und den Gefallenen ihre Freiheit  und den Nephilim die verlorene Unantastbarkeit zurückgeben soll. Für die Menschheit allerdings könnte die goldene Leier das Ende bedeuten: die endgültige Niederlage gegen die Engel und ihre Nachkommen. Für mich ist das die Kernaussage des Romans.

Ich stehe Büchern mit stark religiösem Einschlag eher kritisch gegenüber, die wenigen Zeilen des Verlages machten mich aber neugierig. Man kann es, obwohl es bei weitem nicht einfach zu lesen ist, kaum aus der Hand legen. Ich muß zugeben, daß ich Passagen, wo sich Erklärungen immer und immer wieder wiederholten, schließlich überblättert habe, dies gilt vor allem für die angelologisch Fachsimpelei, die mir überaus fantastisch erscheint und mich keineswegs und nicht für eine Minute glauben machen konnte, daß es so etwas vielleicht geben könnte. Mag sein, daß sich die Theologie damit beschäftigt oder ernsthaft beschäftigt hat, aber das gehört meiner Meinung nach kaum in einen Roman. Punktabzug für zuviel Theorie.

Ansonsten gibt es von allem ein bißchen was und von den guten Sachen zu wenig: Verfolgungen durch das weihnachtliche New York, ein bißchen Schatzsuche a lá Dan Brown, ein paar spannende Geschichten aus dem von Nazis besetzten Paris - Daniela Trussoni hat für meinen Geschmack an den falschen Stellen das Tempo herausgenommen, während andere Passagen mit weitaus weniger Pathos und Dramatik nicht so langatmig wirken würden. Etwas hat mich extrem gestört: daß Evangeline so wenige Informationen selbst bekommt. Z.B. spielt fast ein Viertel des Buches in Paris, wo sich die wichtigsten Sachen ereignen, die der Leser (und auch Evangeline) wissen müssen. Nur erfährt die Protagonistin das überhaupt nicht, denn das Ganze ist eine Erinnerung, quasi eine Erzählung an sich selbst (oder den Leser) einer alten Nonne. Ständig wird Evangeline von ihrer Großmutter und einer anderen Ordensschwester ermahnt und mit Bröckchen den Ganzen versorgt, das Evangeline aber gar nicht erkennen kann, weil sie fast kein Hintergrundwissen hat. Dennoch stellt sie sehr schlaue Fragen und während des Lesens dachte ich mir: woher weiß sie das? Wieso fragt sie nicht nach? So etwas stört den Lesefluß ungemein und \"Angelus\" ist ein Roman, den man sehr aufmerksam lesen muß.

Ein weiterer Minuspunkt war für mich die unkreative Namensgebung der Charaktere: Gabriella, Celestine, Seraphina, Raphael, Angela, Evangeline... man errät ja NIE, zu welcher Gruppe die alle gehören. Wie, das  sind Angelologen? Nein, wie überraschend! Desweiteren ist für den aufmerksamen Leser gleich auf den ersten Seiten zu erkennen, worauf das Buch hinauslaufen wird. Somit war das Ende, zumindest die Kräfteverteilung, von Anfang an klar. Ich hätte mir wirklich gewünscht, daß mich das Ende überrascht hätte. Für mich war der Roman zwar keine totale Zeitverschwendung, aber für eine Empfehlung reicht es auf keinen Fall.


Alien hat insgesamt 63 Rezensionen angelegt.


Wissenschaftlicher Mythos

28.04.2010 Bewertung:  4 antjemue vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Das Buch über das ich heute berichten möchte, \"Angelus“ von Danielle Trussoni, habe ich als Rezensionsexemplar aus dem Bücherpool angefordert. Der Klappentext klang interessant und ich freute mich darauf es zu lesen.

Da mir die Autorin Danielle Trussoni bislang auch gänzlich unbekannt war, nutzte ich im Vorfeld, wie schon so oft vorher, das World Wide Web, um mich über sie zu informieren. Dort erfuhr ich auf den Seiten des Droemer Knaur Verlages, dass sie 1973 geboren wurde und an der University of Wisconsin-Madison Geschichte und Englische Literatur studierte. Seit Absolvieren des Iowa Writers\' Workshop lebt sie als freie Schriftstellerin in den USA und in Bulgarien. Sie schreibt u.a. für \'The New York Times Book Review\', \'The New York Times Magazine\' und \'The Telegraph Magazine\'. Ihr Buch \"Falling Through the Earth: A Memoir\" stand auf der Liste der \'10 besten Bücher 2006\' der New York Times. Für diesen Titel erhielt sie mehrere Preise. \"Angelus\" ist ihr erster Roman.

Sind die Engel unter uns?

Im Dezember 1999 bittet der junge Wissenschaftler Verlaine per Brief um Zugang zum Klosterarchiv für Forschungszwecke für einen privaten Auftraggeber. Eigentlich müsste die mit der Korrespondenz betraute junge Nonne Evangeline Maria DeFlorian, wie immer bei solchen Anfragen, sofort eine nette aber kategorische Absage schreiben.

Doch irgendetwas an diesem Schreiben erweckt ihre Neugier. Als sie dann auch noch von einer ihr vorgesetzten älteren Nonne durch die Blume gesagt bekommt, dass sie den  Anweisungen der Mutter Oberin folgen soll, ohne Fragen zu stellen, ist sie sich sicher, dass es im Kloster ein streng gehütetes Geheimnis gibt. So beginnt sie mit eigenen Nachforschungen und fragt sich schnell, was das alles mit ihr und ihrer Familie zu tun hat...

Monsterengel?

Die Autorin hat ihr Werk in mehrere Teile aufgesplittet. Sie beginnt mit einem geheimnisvollen Prolog wo über Ereignisse aus dem Winter 1943 berichtet wird und steigt dann gleich in „Die erste Sphäre“ ein.

Dort lerne ich Evangeline kennen und erfahre viel über ihr Leben und die Gebräuche im Kloster der Heiligen Rosa. Aber auch Erinnerungen Evangelines aus ihrer Kindheit, ihre Eltern, Großmutter und deren Arbeit als Angelologen kommen zur Sprache. Die persönliche Begegnung mit Verlaine und die Erkenntnisse, die sie daraus und aus ihren eigenständigen Nachforschungen im Kloster zieht, bringen sie sichtlich aus dem Konzept.

In einem Nebenstrang hatte ich dann auch die erste Begegnung mit den seltsamen Wesen, die unerkannt unter den Menschen leben, den Nephilim. Einer von diesen, der ein ernsthaftes Problem mit sich herumträgt, hat auch Verlaine mit den Forschungen beauftragt, ohne dass letzterer ahnt, dass er es nicht mit einem Menschen zu tun hat.

In „Die zweite Sphäre“ folgen Rückblicke aus den Erinnerungen der alten Nonne Celestine. Letztere erzählt Evangeline die Geschichte der Angelogie und den Zusammenhang mit ihrer Großmutter Gabrielle, die früher Celestines Freundin und Kommilitonin war. Hier erhielt ich als Leser auch die Aufklärung zum Prolog, der von der zweiten angelologischen Expedition handelte und bekam ein umfassendes Bild über die geheime Wissenschaft und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse vermittelt.

Wieder in der Gegenwart nähern wir uns dann in „Die dritte Sphäre“ dem Showdown. Die Geschichte gewinnt mächtig an Tempo und ich bekomme etliche Fragen beantwortet, die nach den Erzählungen von Celestine erst einmal offen geblieben waren. „Der himmlische Chor“ bescherte mir dann ein aufregendes Finale, welches eine große Überraschung bereit hielt und letztendlich alles für eine Fortsetzung der Geschichte offen lässt.

Die Autorin verwendet durchgängig einen flüssigen, sehr bildhaften Schreibstil. Dieser nimmt den Leser schnell gefangen und lässt die Bilder im Kopf nur so sprießen. Außerdem hat sie das Leben von Nonnen sehr intensiv recherchiert, denn obwohl die Geschichte für mich an sich, trotz vieler Bezüge zur Bibel und anderen Werken christlichen Glaubens, fantastisch ist – ich bin weltlich erzogen, lasse aber jedem Menschen gern seinen Glauben – scheint mir der Großteil von dem, was darüber geschrieben wurde, sehr realistisch und vorstellbar. Auch die meisten erklärten Zusammenhänge der Wissenschaft der Angelologie, waren für mich als Leser gut und verständlich nachvollziehbar.

Die erste und die zweite Sphäre waren dienten der Einführung in die Geschichte – dem Kampf zwischen den Nephilim und den Angelologen. Dementsprechend waren sie mit einer Vielzahl an Informationen gespickt, die für den weiteren Handlungsverlauf allesamt von Bedeutung waren. Die Ausführungen waren sehr interessant, doch eben auch sehr weit ausholend. Nach einiger Zeit aufmerksamen Lesens musste ich das Buch dann doch immer mal wieder zur Seite legen, um über das Gelesene nachzudenken und es zu verarbeiten.

Wie bereits oben kurz erwähnt, änderte sich das ab der dritten Sphäre. Denn ab da war das Buch so fesselnd, dass jede Störung, die mich beim Lesen ereilte regelrecht lästig war.

Obwohl mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen hat und ich eine eventuelle Fortsetzung auch in jedem Fall lesen möchte, habe ich doch ein paar Kritikpunkte anzusprechen. Dass die machthungrigen und bösartigen Nephilim, die die Menschen lediglich als Sklaven betrachten, die Kinder und Nachkommen der gefallenen Engel (die sich mit Menschenfrauen gepaart haben und dafür in die Teufelshöhle verbannt wurden) habe ich ja verstanden. Allerdings verwendet die Autorin dann auch andere Begriffe wie Cherubim, Anakim und Gibborim, die mich hin und wieder ein wenig durcheinander brachten. Sicher waren auch dazu irgendwann mal Erklärungen gefallen, die bei mir aber bei der Fülle der Informationen irgendwie untergingen. Hier hätte ich einen kurzen Glossar im Buch als sehr hilfreich empfunden.

Auch das plötzlich uneingeschränkte Vertrauen, das von den ganzen anderen Angelologen in den Kunstwissenschaftler Verlaine gesetzt wurde, Leute die jahrelang die „geheime“ Wissenschaft studiert hatten und ihn einen Tag nach dem Kennenlernen gleich voll in alle Geheimnisse einwiesen, fand ich ein bisschen befremdlich. Andererseits gab er natürlich den Anstoß für Evangelines Weiterentwicklung und wird vielleicht auch in einer eventuellen Fortsetzung eine große Rolle spielen. Schauen wir mal ;o)

Für mich war „Angelus“ jedenfalls eine interessante und trotzdem unterhaltsame Lektüre aus dem Fantasybereich, in der es mal nicht um Vampire, Feen oder Werwölfe, sondern eben um Engel und den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse ging. Wer in diesem Bereich lediglich eine schnell zu verschlingende Story mit viel Tempo mag, sollte von Angelus die Finger lassen. Wer es jedoch gern auch mal mysteriös und rätselhaft, mit einem real wirkenden Touch mag und dazu eine schöne Sprache schätzt, der macht mit „Angelus“ nichts falsch.

Droemer Verlag 2010
Übersetzung: Rainer Schmidt
ISBN: 978-3-426-19878-0
646 Seiten
Als gebundene Ausgabe für 19,95 € im deutschen Buchhandel erhältlich.


antjemue hat insgesamt 45 Rezensionen angelegt.


Kampf zwischen Angelologen und Nephilim

25.07.2010 Bewertung:  4 Alyssa-Zoe vergibt 8 von 10 Punkten

Userpic

Zu Beginn der Geschichte lernt man Verlaine kennen, der von Percival Grigori beauftragt wurde, Nachforschungen über das Kloster der Heiligen Rosa anzustellen. Grigori ist ein alter, gebückter Mann, der ein ganz besonderes Interesse am Kloster und seiner Geschichte hat. Verlaine, der einen Brief zwischen der früheren Äbtissin und Abigail Rockefeller gefunden hat, beschließt Kontakt mit dem Kloster aufzunehmen und nach weiteren Dokumenten zu forschen.

 

Schwester Evangeline, die im Kloster der Heiligen Rosa lebt und dort für die Post zuständig ist, erhält eine Anfrage von Verlaine, der um Einlass ins Kloster bittet. Evangeline, die zunächst ablehnt, wird neugierig und stellt selbst Nachforschungen an. Zur gleichen Zeit macht sich Verlaine, der von seinem Auftraggeber angetrieben wird, mehr und bessere Ergebnisse zu liefern, zum Kloster auf bevor er überhaupt Antwort auf seinen Einlassgesuch erhalten hat. Dort zeigt Verlaine Evangeline den Brief von Abigail Rockefeller. Evangelines Neugier wurde geweckt. Sie stellt Nachforschungen an und bekommt dabei die Antworten von Schwester Celestine, einer alten und gebrechlichen Nonne. Celestine klärt sie über den jahrhundertelangen Kampf zwischen Angelologen und Nephilim auf. Nephilim sind riesige Mischwesen, die aus der Verbindung zwischen Menschen und Engeln hervorgegangen sind. Sie verstecken ihre riesigen Flügel unter langen schwarzen Mänteln und haben rote Augen und eine blasse Haut, die auf Menschen anziehend wirkt. Damals kam Celestine mit einer geheimnisvollen Leier nach Amerika, die von Abigail Rockefeller gut versteckt wurde, damit die Nephilim sie nicht finden können. Denn diese Leier könnte den Nephilim unheimliche Kräfte verleihen und die Welt, wie man sie bisher kannte, komplett verändern. Darüber hinaus erhält Evangeline von Celestine Karten, die ihre Großmutter Gabriella ihr geschrieben hat und die Evangeline helfen sollen, ihre besondere Herkunft und ihr Schicksal zu verstehen.

 

Die Korrespondenz zwischen der früheren Äbtissin und Abigail Rockefeller kann Aufschluss über den Verbleib der Leier geben, deshalb ist Percival Grigori auch so versessen darauf die Briefe in seine Hände zu bekommen. Denn auch Percival ist ein Nephilim und will die unsagbare Macht der alten Leier spüren. Verlaine erfährt am eigenen Leib, dass Grigori ein gefährlicher Mensch ist, und merkt schnell dass er auf der falschen Seite kämpft. Evangeline, die nun versteht, dass Verlaine in Gefahr schwebt, nimmt Kontakt zu ihrer Großmutter auf und Gabriella eilt Verlaine zu Hilfe. Von ihr erhält er nun endlich Antworten auf seine Fragen. Verlaine und Gabriella machen sich auf ins Kloster der Heiligen Rosa, wo bereits ein erbitterter Kampf zwischen den Schwestern und den Nephilim herrscht. Gabriella und Verlaine holen Evangeline aus dem Kloster heraus und machen sich mit ihr und weiteren Angelologen auf die Suche nach der verschwundenen Leier. Dabei erhalten sie Hilfe von Freunden von Abigail Rockefeller, die schon lange auf die Angelologen warten.

 

Der Anfang war etwas langatmig und nur wenig spannungsgeladen, aber ab der dritten CD kam richtig Spannung auf und ich konnte die Welt um mich herum vergessen. Am Ende des Romans kommt es zu einer unerwarteten Wendung, mit der man als Leser nicht rechnet. Das offene Ende lässt natürlich Spielraum für eine Fortsetzung. Allerdings hätte ich gerne gewusst wie es mit Evangeline und Verlaine weitergeht. Neben der ganzen Geschichte wurde auch noch Wissen über die Bibel und die Angelologie vermittelt. Das fand ich besonders interessant und auch sehr aufschlussreich. Auch die detailreiche Sprache von Danielle Trussoni fand ich sehr angenehm, sie schafft es Situationen so wiederzugeben, dass man sich bestimmte Orte und die Nephilim genau vorstellen kann. Die Stimme von Regina Lemnitz passt meines Erachtens perfekt zur Geschichte. Sie hat eine ruhige und tiefe Stimme, die die Neugierde beim Leser weckt.

 

Spätestens nach der ganzen Geschichte beginnt man sich zu fragen, ob es Nephilim wirklich gibt und ob sie versteckt unter uns leben.


Alyssa-Zoe hat insgesamt 6 Rezensionen angelegt.


 
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