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Krimi/Thriller: Stumm
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Titel:      Stumm
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1100
Autor:      Sam Hayes
ISBN-10(13):      3548280382
Verlag:      Ullstein Taschenbuch
Publikationsdatum:      2010-02-10
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Stumm
   


Rezensionen
Das Schweigen der Vergangenheit

30.01.2010 Bewertung:  4 roccosmom vergibt 8 von 10 Punkten

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Julia, eine Lehrerin, kümmert sich zurzeit um ihre Mutter. Diese ist plötzlich verstummt – und keiner weiß warum. Doch Julias Mutter ist gegenwärtig nicht ihr einziges Problem. Julia lebt in Scheidung von ihrem alkoholkranken Mann und findet bei einem Spaziergang plötzlich Grace, eine ihrer Schülerinnen, halbtot und nackt im Gras liegend. Wenig später gerät der Arzt ihrer Mutter ins Visier der Mordermittlungen um Grace und wird verhaftet. Julia kämpft darum dass ihr Doktor, in den sie sich verliebt hat, wieder freikommt.  Er scheint doch so nett zu sein. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihre Familie in Gefahr bringt.

 

Was ich an diesem Buch sehr interessant fand, war der Zeitebenen- und Perspektivwechsel. Julia, ihr Ehemann Murray und ihre Mutter Mary erzählen in abwechselnden Kapiteln, jeweils in der Ich-Perspektive, von der Gegenwart und erinnern sich an die Vergangenheit. Am interessantesten ist es dabei Marys Sicht zu lesen und ihre Gedanken an die Vergangenheit zu verfolgen, da man ansonsten ja nichts über sie erfahren würde. Ihre Erinnerungen sind es auch, die Brücken zu den gegenwärtigen Ereignissen bauen und die Puzzleteile zusammen fügen.

Der Schreibstil ist durchgehend sehr angenehm und flüssig zu lesen. Anfangs baut sich die Spannung zwar nur langsam auf. Aber später verstricken sich die Fäden immer mehr und man mag gar nicht mehr aufhören zu lesen. Für einen Psychothriller finde ich „Stumm“ eher seicht, aber das hat mir persönlich nichts ausgemacht. Denn die tragische Familiengeschichte der Marshalls ist spannender als jede Leiche.

 

Sehr interessant finde ich das Cover. Mir hat es gut gefallen das der Titel „Stumm“ und die Nadel geprägt sind und sich erfühlen lassen. Allerdings hätte ich ein Messer, anstatt einer Nadel, passender gefunden.

 

Insgesamt kann ich sagen, dass Sam Hayes Thriller mir gut gefallen hat. Das Buch kommt eigentlich ohne viele Mittel aus, was ich bewundernswert finde und spielt in einem Zeitrahmen von etwa 30 Jahren. Das muss man erstmal auf 440 Seiten hinbekommen. Wirklich empfehlenswert.


roccosmom hat insgesamt 134 Rezensionen angelegt.


Stumm

03.02.2010 Bewertung:  4.5 goat vergibt 9 von 10 Punkten

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Um den fünften Stern zu vergeben, fehlt mir das gewisse Etwas. Aber ohne Frage hat Sam Hayes einen spannenden und lesenswerten Psychothriller geschrieben. Allerdings hätte ein überarbeiteter Feinschliff dem Roman ganz gut getan. Vor allen Dingen, was die Firguren angeht. Julia und Murray, die eigentlich getrennte Wegen gehen, scheinen beide nicht so recht zu wissen, was sie eigentlich wollen. Murray kam mir die ganze Zeit vor, wie ein absoluter Waschlappen. Anstatt die Dinge mal anzupacken, jammert er nur rum und bemitleidet sich selber. Bei Mary, Julias Mutter habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum teilt sie sich nicht schriftlich mit, wenn sie verstummt ist.
Ein paar erklärende Worte wären nicht schlecht gewesen.

Nichts desto Trotz war die psychologische Seite des Romans so gut verpackt, dass es mir unmöglich war, das Buch zur Seite zu legen. Interessant war auf jeden Fall die Erzählweise aus der Sicht der drei Haupfiguren Julia, Murray und Mary. So wird dem Leser immer nur häppchenweise verraten, was zur Auflösung des Ganzen nötig ist. Und dabei wird der Leser auch das ein oder andere Mal in die Irre geführt.

Das Ende hat mich schon etwas überrascht. Aber das macht ein gutes Buch ja unter anderem auch aus. Die Leser von Thrillern sollten sich allerdings gleich klarmachen, dass ein Psychsothriller nicht zwangsläufig blutig und brutal sein muss. Sie bauen auf die psychischen Ängste und weniger auf blutiges Gemetzel auf.
Wer das berücksichtigt, ist mit diesem Psychothriller auf der sicheren Seite.


goat hat insgesamt 193 Rezensionen angelegt.


Stumm

26.03.2010 Bewertung:  3 KimVi vergibt 6 von 10 Punkten

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Inhalt

 

Die Lehrerin Julia Marshall hat sich von ihrem Ehemann Murray getrennt. Auslöser dafür war Murrays ständiger und hoher Alkoholkonsum. Gemeinsam mit  Sohn Alex und der gehörlosen Tochter Flora versucht sie sich ein neues Leben aufzubauen. Plötzlich erkrankt Julias Mutter Mary. Die sonst so eigenständige Frau bringt kein einziges Wort mehr über ihre Lippen. Kurzentschlossen zieht Julia mit ihren Kindern auf den Hof der Mutter um ihr beizustehen und den Grund für ihr Schweigen herauszufinden. Unterstützt wird sie dabei von David, dem Hausarzt ihrer Mutter. Er kommt so oft es seine Zeit erlaubt auf den Hof und kümmert sich um seine Patientin. Schon bald fühlt Julia sich stark zu dem attraktiven Arzt hingezogen und auch sie scheint ihm nicht gleichgültig zu sein.

Bei einem Spaziergang mit dem Hund findet Julia ein nacktes und grausam zugerichtetes Mädchen. Sie erkennt ihre Schülerin Grace und versucht sie zu beruhigen. Doch Grace bringt nur noch ein einziges Wort heraus und fällt, aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen, ins Koma. Über den Täter kann sie keine Angaben mehr machen. Aufgrund der  Beweise am Tatort wird David verhaftet. Fassungslos beobachtet Julia seine Festnahme. Sie kann einfach nicht glauben, dass ihr neue Liebe zu so einer brutalen Tat fähig wäre. Entgegen aller Warnungen kämpft sie um ihr neues Glück...

 

Meine Meinung

 

Die Handlung wird in der Ich-Form erzählt. Allerdings wechselt die Perspektive zwischen der Lehrerin Julia, ihrem Noch-Ehemann Murray und Julias plötzlich verstummter Mutter Mary. Dennoch wirkt der Wechsel der Perspektiven nicht verwirrend, da der Roman in Kapitel unterteilt ist, die mit dem Namen der erzählenden Person gekennzeichnet sind. Die verschiedenen Blickwinkel sind klar voneinander abgegrenzt und ermöglichen einen Einblick in die Gedanken der jeweiligen Person. So erhält man einen guten Überblick über das Geschehen und die Beziehungen und Gefühle zwischen den Protagonisten. Besonders interessant ist dabei der Rückblick in das Leben der plötzlich verstummten Mary. Denn Schritt für Schritt lüftet sie ein lange gehütetes Familiengeheimnis.

Murrays Alkoholsucht und die daraus resultierenden Eheprobleme, lassen die Protagonisten menschlich wirken und hauchen der Handlung zusätzliches Leben ein. Durch die wechselnde Erzählperspektive kann man sich gut in die Ehepartner hineinversetzen und das Problem von beiden Seiten betrachten. Dennoch gab es einige Stellen im Buch, an denen ich die Handlungen der drei Hauptakteure nur schwer nachvollziehen konnte.

Durch den flüssigen Schreibstil und die klare Abgrenzung zwischen den unterschiedlichen Perspektiven, kann man von Anfang an in die Handlung eintauchen und ihr problemlos folgen.

Aufgrund des Covers, des Klappentextes und eines Zitats der Heat , in dem ein Page-Turner angekündigt wird, bei dem man seinen Bus verpasst, erwartete ich Hochspannung und Nervenkitzel. Durch die Erzählperspektiven, die oft an entscheidenden Stellen abbrechen und zur nächsten Person wechseln, wird das Geschehen nicht langweilig, sondern bleibt durchgehend interessant und abwechslungsreich. Doch der echte Nervenkitzel wollte sich bei mir nicht einstellen. Wenn ich mir bei Wikipedia die Kriterien ansehe, die einen Psychothriller kennzeichnen, stelle ich schon fest, das die Punkte erfüllt werden und die Definition korrekt ist. Dennoch hatte ich etwas ganz anderes erwartet und würde das Buch eher als einen spannenden Roman bezeichnen, der das dunkle Geheimnis einer Familie enthüllt.

 

Mein Fazit

 

Insgesamt bewerte ich Stumm mit 3 von 5 Bewertungssternen, da ich mich zwar insgesamt gut unterhalten fühlte, mir aber der spezielle Nervenkitzel fehlte, der für mich einen Psychothriller ausmacht. Dennoch kann ich das Buch guten Gewissens an Leser empfehlen, die einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf den Grund gehen wollen, ohne dabei über einen blutigen Leichenstapel zu stolpern. Eine überraschende und unerwartete Wendung am Ende des Buchs verführt mich fast zu einer vier Sterne Bewertung.


KimVi hat insgesamt 226 Rezensionen angelegt.


Schweigen aus gutem Grund

26.04.2010 Bewertung:  1.5 Toschi3 vergibt 3 von 10 Punkten

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Eigentlich könnte für Julia gerade ein neues Leben beginnen: sie hat sich - mal wieder - von ihrem Mann getrennt und ist gerade dabei, sich in den Arzt ihrer Mutter zu verlieben. Da findet sie bei einem Spaziergang ein schwer verletztes junges Mädchen. Es ist fraglich, ob das Kind den Überfall überleben wird. Die Anzeichen verdichten sich, dass ihre neue Liebe in den Fall verwickelt ist. Zu allem Unglück ist ihre Mutter aufgrund ihrer Krankheit verstummt und dann muss auch noch ihr Ehemann den Arzt als Pflichtverteidiger übernehmen.

 

Bei diesem Buch fällt es mir wirklich schwer, eine Beurteilung abzugeben. Zunächst zum Schreibstil: die Autorin wählt kurze Kapitel, die Sätze sind recht einfach strukturiert , so dass sich das Buch an sich flüssig und ohne Stolperfallen lesen lässt. Die Hauptfiguren sind Julia, ihr Mann Murray und ihre Mutter Mary. Aus Sicht dieser Personen wird, jeweils in der Ich-Form, berichtet. Das ist an sich nicht so schlimm, da jedes Kapitel immer mit dem Namen der berichtenden Person überschrieben ist.

 

Schwierig wird es jedoch für den Leser, immer auf der Höhe des Geschehenes zu bleiben, da nicht nur die Erzählperspektiven wechseln, sondern häufig auch die Zeitebene. Das stellt für den Leser wirklich eine Herausforderung dar. Hinzu kommt, dass ein Teil der Handlung sehr vorhersehbar ist. Insofern versteht es die Autorin leider nicht, wirkliche Psychothriller-Atmosphäre aufzubauen. Ich habe mich durch dieses Buch durchgequält und mich gefragt, ob 100 Seiten weniger zu mehr Spannung beigetragen hätten. Nach 250 von 443 Seiten wollet ich das Buch eigentlich weg legen, aber ich hatte noch Hoffnung. Unbegründet, muss ich ehrlich zugeben.

 

Fazit: Eigentlich ist die Idee der Story hervorragend. Nur ist sie leider in meinen Augen sehr dürftig umgesetzt. Das Buch war echt eine Enttäuschung.


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Wenn die Worte fehlen

24.05.2010 Bewertung:  3.5 Pharo72 vergibt 7 von 10 Punkten

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Julia Marshalls Leben gerät aus der Bahn, als ihre Mutter plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr spricht und sie beim Spazierengehen ihre schwer verletzte Schülerin Grace Covatta findet. Von ihrem alkoholkranken Mann hat sie sich kürzlich getrennt und sucht nun beim Arzt ihrer Mutter, David Carlyle, Trost und Liebe. Doch bald darauf verdichten sich die Hinweise, dass David etwas mit dem Überfall auf Grace zu tun hatte und Julia weiß nicht mehr, wem sie vertrauen soll.

Der nach „Blutskinder“ zweite in Deutschland erschienene Roman der britischen Autorin Sam Hayes wird als Psychothriller angepriesen, gestaltet sich aber eher als Familiendrama, psychologisch gekonnt, aber mit weniger Thrill. Abwechselnd aus der Perspektive von Julia, ihrem Noch-Ehemann Murray und ihrer Mutter Mary erzählt, entwickelt sich eine spannende Geschichte, die immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Besonders gekonnt der Erzählstrang von Mary, die ihre schreckliche Vergangenheit in ganz kleinen Brocken offenbart, sodass die Spannung nie nachlässt.

Einerseits ist die Handlung recht schnell vorhersehbar, erfährt dann aber eine Wendung, mit der man wirklich nicht rechnen konnte. Einige Handlungsweisen der Protagonisten sind schwer nachvollziehbar und das Ende ist für meinen Geschmack nicht ganz befriedigend, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass Murray mit der Wahrheit leben kann, ohne weiterhin dem Alkohol zu erliegen. Alles in allem aber ein gelungener Roman über die Abgründe der menschlichen Seele.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Stumm von Sam Hayer

28.09.2010 Bewertung:  3 coffee2go vergibt 6 von 10 Punkten

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Kurze Inhaltsangabe:

Julia und Murray kennen sich schon seit Kindheit an, verlieben sich ineinander, heiraten und bekommen zwei Kinder miteinander. Mit der Zeit haben sie sich auseinandergelebt und aufgrund von Murrays Problemen im Umgang mit Alkohol getrennt, doch emotional haben sie sich noch nicht ganz voneinander gelöst. Mary lebt alleine auf ihrem Bauernhof, kümmert sich um Pflegekinder und hat in ihrer Jugend ein traumatisierendes Erlebnis gehabt, das sie jetzt wieder einholt. Plötzlich erkrankt Mary schwer, kann nicht mehr sprechen und ist schwer traumatisiert. Ihre Tochter Julia versucht verzweifelt herauszufinden, was die traumatische Situation ausgelöst hat. David, Marys behandelnder Arzt, wird zugleich auch Julias neuer Freund und ist auch in die Familiengeschichte verwickelt. Der zweite, aber weniger ausführlich beschriebene Handlungsstrang, beschäftigt sich mit Grace, einer Schülerin von Julia, die schwer misshandelt wird und an ihren Verletzungen stirbt.

Am Ende des Buches werden einige Geheimnisse aufgedeckt, die man zu Beginn nicht vermutet hätte, aber im letzten Drittel des Buches schon angedeutet werden.

 

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe mir das Buch selbst gekauft, da es mich aufgrund der Covergestaltung und des Klappentextes angesprochen hat. Gut gelungen finde ich den Wechsel der Erzählperspektive in den einzelnen Kapiteln, es beinhaltet Julias Perspektive, Murrays und Marys Sichtweisen. Dies macht das Buch lebhaft, interessant und kurzweilig.

Etwas gestört hat mich an der Handlung, dass alle Indizien gegen David gesprochen haben und Julia trotzdem völliges Vertrauen in ihn setzte und alle Anzeichen ignorierte. Gerade als Mutter von zwei Kindern, die soeben negative Erfahrungen mit ihrem alkoholkranken Ex-Mann machen musste, lässt sie sich in eine zwielichtige Beziehung mit David ein und schöpft nicht einmal Verdacht. Gleichzeitig vertritt Murray, der Anwalt ist, den neuen Freund seiner Ex-Frau, als dieser unter Mordverdacht steht und gibt sein Bestes um seiner Ex-Frau, die er noch immer liebt, zu schmeicheln. Diese Szene war für mich unrealistisch.

Die Situation von Marys Pflegekindern habe ich auch nicht ganz realistisch empfunden, da einerseits Mary bereits ein recht hohes Alter hat um noch als Pflegemutter aktiv zu sein und auch die Geschichte der Pflegekinder habe ich nicht ganz nachempfinden können und als nicht realistisch empfunden.

Toll gelungen finde ich auch die Familiengeschichte und Geschichten aus der Vergangenheit, über die nicht gesprochen werden darf. Die Beschreibung der Hauptcharaktere Mary, Julia und Murray, sowie deren Kinder und das Schicksal von Flora, die taubstumm ist, nehmen im Buch einen großen Raum ein, weit mehr als der zweite Erzählstrang um die ermordete Schülerin.

 

Cover und Titel:

Das Cover ist dezent und schlicht gestaltet und ist mir in der Buchhandlung aufgefallen, sodass ich es mir gekauft habe. Der Titel „Stumm“ ist auch kurz und bündig und passt zur Handlung, also auch stimmig.

 

Fazit:

Das Buch wird als Psychothriller deklariert, allerdings würde ich es eher als Krimi mit einem großen Ausmaß an sozialem Hintergrund und Familiengeschichten einstufen. Für LeserInnen, die gerne wirklich harte Psychothriller lesen, würde ich es nicht empfehlen. Mir haben aber gerade das persönliche Beziehungsgefüge und die Familiengeschichten angesprochen.


coffee2go hat insgesamt 62 Rezensionen angelegt.


 
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