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Krimi/Thriller: Die Leopardin
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Titel:      Die Leopardin
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      945
Autor:      Ken Follett
ISBN-10(13):      3785720904
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Publikationsdatum:      2002-11-28
Edition:      3
Number of pages:      544
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Frankreich, Juni 1944, wenige Tage vor der Invasion in der Normandie: Felicity Clariet, genannt die Leopardin, gehört zu den wenigen Überlebenden eines misslungenen Versuchs, die zentrale Telefonanlage der deutschen Besatzer zu zerstören. Sie flieht zurück nach England, wo sie ihren Vorgesetzten beim Geheimdienst einen gewagten Plan unterbreitet, mit dem sie ihren Ruf wieder herstellen möchten. Zu dessen Ausführung benötigt sie jedoch fünf Frauen, die fließend Französisch sprechen und etwas von Technik und Sprengstoffen verstehen.

Die Suche nach diesen Frauen und das anschließende kurze und intensive Training gehören zu den absoluten Highlights des Buches. Follett macht sich einen Spaß daraus, Agentinnen mit möglichst unterschiedlichem gesellschaftlichen Hintergrund und Temperament aufeinander prallen zu lassen. Im Zentrum der Handlung steht natürlich Felicity selbst, eine Schönheit mit glühenden Augen und kaltem Herz. An ihr kann Follett einmal mehr beweisen, dass er zu den wenigen Thriller-Autoren gehört, die starke und überzeugende Frauenfiguren gestalten können.

Darüber hinaus ist sich Follett durchaus bewusst, wie zwiespältig es ist, zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen Agenten-Thriller zu schreiben, der im Zweiten Weltkrieg spielt. Zwar hat er sorgfältig recherchiert, aber er gestattet sich auch eine ordentliche Portion Ironie. Informierten Kreisen zufolge hat Dino De Laurentiis (Conan, Blue Velvet) bereits die Filmrechte erworben, und wenn er jetzt noch Angelina "Tomb Raider" Jolie für die Hauptrolle gewinnen kann, ist die Sensation perfekt. Allerdings wird es der schönste Kinoreißer nicht mit den 500 Seiten Hochspannung des Romans aufnehmen können. --Hannes Riffel

   


Rezensionen
Guter Thriller, mittelmäßiger Follett

01.09.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

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Die groben Fakten des zweiten Weltkriegs sind bekannt, viele Einzelschicksale sind dagegen in Vergessenheit geraten oder waren nie wirklich Thema. Ken Follett schildert hier solche Einzelschicksale, hauptsächlich das der britischen Agentin Flick, der „Leopardin“, aber auch das des deutschen Offiziers Dieter Frank.
Ihr Ziel ist es, einen Kommunikationsknotenpunkt der Deutschen kurz vor dem „D-Day“ lahm zu legen. Seines, sie zu fassen, um mit ihrem Wissen der französischen Résistance einen empfindlichen Schlag zu versetzen.

Dieses stumme Duell macht das Buch interessant, werden doch beide Seiten glaubhaft geschildert und die unterschiedlichen Standpunkte deutlich. Die Position des deutschen Offiziers ist dabei besonders herausragend herausgearbeitet, denn der Einblick in seine Gedankenwelt macht aus einem gesichtslosen Monster eine Person mit Motivation und Beweggründen. Follett nutzt auch drastische Mittel, um Dieter Frank und das Grauen der Epoche darzustellen, einige Folterszenen dürften nichts für schwache Nerven sein. Bei allem bleibt Dieter Frank ein Mensch, der gerade trotz seiner Taten dennoch menschlich wirkt.

Als Sympathieträger ist allerdings Flick vorgesehen, was auch der Schwachpunkt des Romans ist. Ihre Ehe zu Beginn bleibt eher Beiwerk, hat die Tiefe eines Blatts Papier. Im Zuge ihres Auftrags geht sie beinahe ebenso rücksichtslos zu Werke wie ihr Gegenspieler. In den Bemühen, die Härte der Zeit authentisch wiederzugeben, etwas, dass durchaus gelungen ist, bleibt die Identifikation mit Flick auf der Strecke. Der romantische Anteil der Handlung fällt dem ebenso zum Opfer, wirkt überflüssig hinein gequetscht.

Als Thriller funktioniert „Die Leopardin“ somit großartig, als Gesamtwerk gesehen werden Schwächen sichtbar. Follett kann mehr.


Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


 
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