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Krimi/Thriller: Das Duell: Felidae-Roman
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Titel:      Das Duell: Felidae-Roman
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      2353
Autor:      Akif Pirincci
ISBN-10(13):      359615992X
Verlag:      Fischer (Tb.), Frankfurt
Publikationsdatum:      2004-03
Edition:      1., Aufl.
Number of pages:      270
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
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Beschreibung:      Product Description
Das Duell. Felidae-Roman.
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist eine verschneite Winternacht: Kater Francis, der sich schon fast auf das Altenteil zurückziehen will, entdeckt einen strangulierten Artgenossen an einer Gartenmauer hängend. Plötzlich ist das Gefühl, sich wie eine "fleischgewordene Schlaftablette" zu fühlen, wie weggeblasen. Erst recht, wenn jugendliche Konkurrenz auftaucht.

Akif Pirincci, spätestens seit Felidae Genie und Schöpfer einer ganz eigenen Tierliteratur-Gattung, schickt seinen vierpfötigen Klugscheißer, jene "lokale Berühmtheit", die sich schon in früheren Büchern "kriminalistische Lorbeeren" verdient hat, erneut auf Spurensuche. Ein mehrfach ausgezeichneter Autor, der in ein liebenswertes Knäuel aus Fell und Schnurrhaaren vernarrt ist und dies auf keiner der 270 Seiten leugnen kann. Und ein ungewöhnlicher Detektiv, der "gehörigen Eindruck" macht, seinen "fetten Dosenöffner" -- sein Herrchen -- liebt, und auch in erotischen Dingen "kein Waisenknabe" ist.

Schnell erkennt Francis, das "As der Asse im Revier": Man muss die Dinge "in die eigene Pfote" nehmen. Was ist die "Animal-Farm"? Eine Tierschutzorganisation? Ein Versuchslabor? Eine Biotech-Firma? Laufen hier abenteuerliche Machenschaften der Internationalen Pelz- und Ledermafia?

Man schmunzelt und lächelt über kriminalistisches Geschehen auf Samtpfoten-Niveau, ist verzaubert von so viel fantasievollem Einfühlen in die Revier-Welt der "Spitzohren und phosphoreszierenden Augen". Und doch bleibt die Botschaft des Autors, dass "die Welt kein Streichelzoo ist" alles andere als ungehört, geht Kritik an kriminellen Machenschaften, an zweifelhaften wissenschaftlichen Errungenschaften nicht verloren in einer etwa schlichten Tiererzählung. Doppelbödigkeit in einem außergewöhnlichen Handlungsrahmen, darin ist Pirincci ein absoluter Meister. Die Liebe zum einen mit der Kritik zum anderen zu verbinden, das ist das im wahrsten Sinne des Wortes Fabelhafte an diesem Roman. --Barbara Wegmann

   


Rezensionen
Alt, aber nicht senil

04.03.2012 Bewertung:  4 Convallaria vergibt 8 von 10 Punkten

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Das Alter macht Kater Francis schwer zu schaffen. Der berühmte Katzendetektiv liegt lieber faul in der Wohnung und beobachtet die verschneiten Gärten vom Fenster aus, als dass er sich aufrafft und die Gegend selbst erkundet. Bei einem eher unfreiwilligen Ausflug - dem ihn sein Herrchen verordnet hat - findet er eine erhängte Katzenleiche. Francis ist wieder in seinem Element, er möchte herausfinden was mit seinem Artgenossen passiert ist. Bei seinen Ermittlungen lernt er den jungen Kater Adrian kennen, der genau das verkörpert was Francis mal war. Er sieht gut aus, ist begehrt bei den Kätzinnen und tatsächlich noch um einiges klüger, als Francis selbst. Doch Francis spürt, dass mit seinem Rivalen etwas nicht stimmt. Oder ist es nur der Neid, der an dem alten Kater nagt?

Es handelt sich hier um den vierten Teil der „Felidae“-Reihe von Akif Pirinçci.
Das Buch besteht aus vierzehn, teilweise recht kurzen, Kapiteln. Die ersten Kapitel tritt der Mord als Thema gar nicht so sehr in den Vordergrund. Eher geht es darum, das alles vergänglich ist.
Francis muss das Selbe erleben was auch Menschen im Alter erfahren müssen. Es gibt Jüngere die sie scheinbar verdrängen, sie werden nicht mehr ernst genommen, zweifeln teilweise immer mehr an sich selbst. Mit dieser Situation fertig zu werden, ist auch für Francis nicht leicht. Zum Beispiel sieht es am Anfang des Buches so aus, dass sein Rivale Adrian genau von der Kätzin bewundert und verehrt wird, für die Francis seit letztem Sommer schwärmt. Francis selber wird nur belächelt, teilweise ignoriert.
Gegen Mitte der Geschichte zeigt sich aber, dass es Francis immer noch drauf hat und im Begriff ist, die das Rätsel um die Tode seiner Artgenossen zu lösen.
Im Buch tauchen einige Charakter auf, die man schon aus den vorangegangenen Romanen kennt. Man trifft auf Blaubart, Kong, seine Lakaien Herrmann und Herrmann und auf Francis Sohn Junior, der seinem alten Herrn an Gewitztheit kaum nachsteht.
Am Ende des Buches befindet sich der für Pirinçci typischen Anhang, wo er nochmal auf die Stellen im Buch eingeht, die er mit einer kleinen Zahl gekennzeichnet hat. So bekommt man nochmal einen kleinen Schub Hintergrundwissen.

„Das Duell“ ist ein leicht verständliches Buch, was man auch schnell in einem Zug durchlesen kann. Es gibt keine Stellen, die den Lesefluss stören. Das der Mord anfangs nicht im Zentrum der Geschichte lag, war nicht weiter schlimm, denn auch der Konflikt Alt gegen Jung war auf seine Art interessant.
So oder so, hat Pirinçci das erreicht, was es zu erreichen galt. Man fieberte mit Francis mit, legte sich selbst Theorien zurecht und war gegen Ende des Buches mit der Lösung einigermaßen zufrieden. Einigermaßen, weil das Thema an sich sehr weit hergeholt war.


Convallaria hat insgesamt 10 Rezensionen angelegt.


 
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