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Krimi/Thriller: Das Böse in uns: Thriller
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Titel:      Das Böse in uns: Thriller
Kategorien:      Krimi/Thriller
BuchID:      1116
Autor:      Cody Mcfadyen
ISBN-10(13):      3785723393
Verlag:      Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)
Publikationsdatum:      2010-04-09
Edition:      7
Number of pages:      448
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
“Ich jage lebende Albträume”- FBI- Agentin Smoky Barrett und Team haben es mit einem ganz besonders brutalen Serienkiller zu tun. Was mit dem Mord an einer jungen Frau im Flugzeug beginnt, endet mit mörderischem Geschehen, das einem unaufhaltsamen Tsunami gleichkommt.

Eines ist ganz sicher: die rund 450 Seiten sind erneut ein absoluter Hit in Sachen fesselnder Spannung. Wenngleich Mcfadyen nicht unbedingt ein Freund von psychologisch feinfühligem Gespinst ist, seine Wortwahl eher direkt und schlicht, denn anspruchsvoll, so ist sein Buch doch nach „Die Blutlinie“ und „Der Todeskünstler“ eine logische Fortsetzung.

Lisa, die Tochter eines Kongressabgeordneten ist das erste Opfer des Täters, bei ihrer Autopsie findet man ein silbernes Kreuz mit einer Nummer eingraviert. Es wird nicht die einzige Leiche bleiben. Der unbekannte Mörder, „einer der fleißigsten Killer aller Zeiten“, sucht sich offenbar gezielt seine Opfer: „Er sammelt Sünden“, „die Morde sind sauber, funktional symbolisch. Es fehlt jede Leidenschaft.“ Alle Opfer haben ein dunkles Geheimnis, etwas, das sie zu Lebzeiten verborgen und nie preisgegeben haben. Für den Killer scheint es, als wären „die Opfer notwendig. Wie Requisiten in einem Schauspiel“. Ein Psychopath, der sich als Erlöser gibt, Frauen von ihrer seelischen Last befreien will, indem er sie tötet. Und das alles via Internet an die Öffentlichkeit gibt. Im Ansatz spannend, insgesamt des Bösen vielleicht aber doch etwas zu viel.

Mag das Drastische auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein, so ist Mcfadyens straffe Erzählweise, die kein Verschnaufen zulässt, ein Grund, bei der Lektüre des Buches sicher keine Seite auszulassen. Plakativ und direkt, ohne Schnörkel so treibt und peitscht er das Böse voran.

Agentin Barrett, selbst auch nicht ohne dunkles Geheimnis, besitzt eine „spezielle Fähigkeit“, die sie für die Aufklärung dieses Falles schon zweimal qualifiziert hat: mit Instinkt macht sie sich „ein dreidimensionales Bild, angereichert mit Emotionen und Gedanken und- am wichtigsten- Hunger“. Mit eben diesem Heißhunger auf den Ausgang des Geschehens folgt man ihr denn auch mit der bangen Frage, woher weiß der Mörder all das, was er weiß?--Barbara Wegmann

   


Rezensionen
3. Fall von FBI-Agentin Smoky Barrett

15.02.2010 Bewertung:  5 haTikva vergibt 10 von 10 Punkten

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Meine Meinung:

In diesem Band geht es um die geheimsten Sünden der übelsten Sorte.
Ein Mann hat sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeit Gottes zu machen; Gottes Zepter in die Hand zu nehmen und die schlimmsten unter den Menschen zur Beichte zu zwingen, um sie dann zu \"erlösen\".
Und so fängt es gleich höchst brisant an, mit einer Tat, die weite Wellen schlagen könnte. Das erste Opfer, das Kind einer hohen Persönlichkeit ...
Erst nach einem weiteren Mord sickert das eigentliche Motiv des Killers langsam durch und so ermittelt FBI-Agentin Smoky Barrett erneut!

Das Buch ist in mehrere Abschnitte aufgeteilt, die als \"Sünden\" von den einzelnen Opfern, betitelt sind.
Der Roman ist ruhiger und gar nicht so blutiger, als sein Vorgänger. Aber trotzdem entwickelt er sich sehr spannend und ich finde ihn besser als den zweite Band. Der Nervenkitzel baut sich von Sündenfall zu Sündenfall auf und zum Schluss wird es noch richtig dramatisch.
Das Thema des Thrillers hat der Autor sehr sensibel behandelt und in meinen Augen als Christ wunderbar dargestellt.

Für mich war dieses Buch überhaupt sehr gefühlvoll. Trotz der Morde behält der Autor doch eine gewisse Reinheit im erzählen bei, wenn es um Smoky und ihr Privatleben geht. Dort gibt es sogar eine große Veränderung und gerade die Zeit, die Smoky mit ihrer Pflegetochter Bonnie verbringt, wird schön dargestellt.

Vater Yates, der dem FBI durch einen Mord an einem Mitglied seiner Gemeinde zur Seite steht, war mir von Anfang an sympathisch. Er hatte in meiner Ansicht nach eine gute Einstellung zum Glauben und dem Verknüpfen zum weltlichen Leben.

Dieser band ist, wie seine zwei Vorgänger, in der Ichform, aus Smoky Barretts Sicht erzählt.
Die wichtigsten Figuren, Smoky und ihr Team, sowie teilweise die Opfer werden wieder gut dargestellt. So könnte man den Thriller auch ohne die Vorgänger lesen. Der Inhalt der ersten zwei Bände wird kurz angeschnitten, damit der Leser sich ein Bild machen kann.

Fazit:
Wieder ein super McFadyen-Thriller!
Fünf volle Punkte.


haTikva hat insgesamt 117 Rezensionen angelegt.


Schock deine Eltern - lies ein Buch

31.10.2010 Bewertung:  4 mr.matze vergibt 8 von 10 Punkten

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Meine Frau liest viel - bewundernswert. So kam ich im letzten Urlaub aus Ermangelung guter Alternative dazu das Buch \"Das Böse in uns\" von Cody McFadyen zu verschlingen. Um es kurz zu machen: großartig.

Obwohl ich ehrlicherweise gestehen muss, dass ich nach den ersten 40 bis 50 Seiten kurz innehielt. Nicht, weil ich die Geschichte nicht verstanden hätte, sondern weil ich mal Luft holen musste - zu brutal erschien mir die eine oder andere Zeile. Als ich dann noch im Klappentext las, dass der Autor Vater einer jungen Tochter ist, so fragte ich mich kurz, was meine Tochter irgendwann sagen würde, wenn ich solche Romane schreiben würde: erfolgreich, aber doch teilweise sehr blutrünstig (Titel meiner Überlegungen: \"Schock deine Eltern - lies das Buch deines Vaters\").

 

Der Titel \"Das Böse in uns\" ist der dritte Teil einer Reihe von McFadyen, der Kriminalfälle aus der Kategorie Mord und Serienmord, behandelt von der Titelfigur Smoky Barett (eine Frau, wie man nicht auf den ersten Blick erkennt). Die Frau, die an Bord eines Flugzeugs getötet wird, wirft zunächst mehr Fragen als Antworten auf. Schnell findet man raus, dass die hübsche Lisa früher einmal Dexter hieß und ein Mann war - und dass sie Tochter, früher Sohn, eines konservativen Politikers war und es somit familiäre Probleme bis hin zum nur oberflächlich gekitteten Bruch mit derselben nach sich zog.

Wer hier einen Politthriller erahnt, liegt falsch. Denn nach dem Fund eines silbernen Kreuzes mit der Zahl 143, der in Bezug auf das Serienkillertum Böses ahnen lässt, gibt der Geschichte die erste, leichte Wendung. Es beginnt ein zunächst mühsamer, aber nicht langweiliger Kampf mit dem zunächst Unbekannten, bis man auf das grausame Protokoll stößt, nach dem der Killer vorgeht. Diejenigen sind sein Ziel, die gesündigt haben - pervers auf Video aufgenommen werden die Geständnisse, grausam kommentiert und so dem schrecklichen Tun verbal einen vermeintlichen Sinn gegeben.

Man ist gefesselt, gepackt - ahnt und hofft, dass die Sache gut ausgeht, dass Ultimaten nicht verstreichen und das Smoky Barrett mit ihrer Crew doch um Gottes Willen schneller ans Ziel kommt als der Killer, der einen das Buch über Nacht ins Eisfach des Kühlschranks legen lassen möchte.

Unterbrochen wird die packende Handlung klug und einfühlsam durch die tiefen Charakteristiken der handelnden Personen - den Killer ausgenommen. Smokys Geschichte aus den ersten beiden Bänden wird aufgenommen und emotional aufgerollt (hier hat es sich also doch empfohlen, die ersten beiden Bände vorher zu lesen, da natürlich dabei rückwirkend Spoilerqualitäten zum Zuge kommen).

 

Das Ende des Thrillers ist etwas sehr rasant - fast schon zu wild im Vergleich zu dem sehr ruhigen, aber immer spannenden Handlungsverlauf. Zuletzt nimmt das Buch soviel Fahrt auf, dass Cody McFadyen doch etwas ins Schlingern kommt, wenn er die Auflösung und das Happy End des Thrillers in die Tasten der Schreibmaschine hämmert. Etwas ratlos-unruhig sitzt man also am Ende da, bleibt aber trotzdem fasziniert von den 448 Seiten, die einen der Roman in die Abgründe der menschlichen Seele begleitet hat.

Stieg Larssons Triologie \"Verblendung, Verdammnis, Vergebung\" hat mich als Letztes gefesselt - mehr als viele anderen Bücher zuvor. Cody McFaden hat es auf andere, aber irgendwie doch ähnliche Weise geschafft - es wird nicht das Letzte von Smoky Barett gewesen sein, was ich lese.


mr.matze hat insgesamt 37 Rezensionen angelegt.


 
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