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Klassik: Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44
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Titel:      Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44
Kategorien:      Klassik
BuchID:      505
Autor:      Oscar Wilde, Hedwig Lachmann, Gustav Landauer
ISBN-10(13):      3937793437
Verlag:      Süddeutsche Zeitung / Bibliothek
Publikationsdatum:      2005-01-15
Edition:      1
Number of pages:      288
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment.

Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit.

Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum: Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise.

Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft, um verborgene Sünden und geheimnisvolle Anziehungskräfte und um schwerwiegende Gefühle von Schuld.

Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele. --Daphne Unruh

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Anonym vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicOscar Wilde hat es geschafft eine Geschichte, die nur wenige Worte und somit Seiten in Anspruch genommen hätte, durch detaillierte Beschreibungen und großartigen Gedankengemälden in ein 280 Seitenwerk zu verwandeln.
Die Geschichte des Dorian Gray zeigt wie fatal sich der Einfluss des Dandy Lord Henry auf dessen Charakter auswirkt und wie grauenhaft es sein kann, wenn jemand nie für seine Gräueltaten bestraft wird. Eine durch und durch gut durchdachte und schöne Geschichte, die es durch Wildes Sprache schafft regelrecht zu leuchten, obwohl sie doch nur schwarz auf weiß verfasst worden ist.
Diese umschweifenden Erklärungen und Ausmalungen machen es jedoch schwer sich immer auf die Geschichte zu konzentrieren und nur zu oft schweift man mit den eigenen Gedanken ab. Demnach ist das Buch nichts für Leute, die gerne leicht und schnell lesen oder nichts mit soviel Kitsch anfangen können.
Grundsätzlich verständlich sind die Gedankengänge der Akteure auch nicht immer, doch kann man auch bei großzügigen Ignorieren viel Freude mit dem Buch haben, wie an einem besonders großen und schönen Gemälde mit viel Emotion und niedrig dosierter Action. Denn nichts anderes ist das Buch, als ein schreiberisches Bildnis des Dorian Gray.

P.S. Und ich weiß jetzt, warum alle Oscar Wilde für schwul hielten.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDas Bildnis des Dorian Gray ist nicht umsonst eines der bekanntesten Werke Oscar Wildes. Ist es doch sein einziger Roman unter vielen Theaterstücken, Kurzgeschichten, Märchen und Essays.

In dieser großartigen Geschichte begleitet der Leser Dorian Gray nicht nur auf seinem sehr langen Leben, sondern auch auf eine Reise der Sinneswandlung. Stark von Lord Henry Wotton und seiner Weltsicht beeinflusst, meint Dorian zu erkennen, was wirklich wichtig im Leben ist und wünscht sich, ewig so jung und schön zu bleiben, wie er es ist.
Doch wie so oft, hätte er besser aufpassen sollen, was er sich wünscht. "The Picture of Dorian Gray" entführt den Leser in die Abgründe der menschlichen Seele ebenso wie ans Ende des 19. Jahrhunderts.

Man kann auch heute noch sehr gut nachvollziehen, warum dieser Roman damals ein Skandal war. Andeutungen an Homosexualität unter Männern waren damals ja nicht gerade alltäglich. Gerade solch vorsichtige, aber doch offensichtliche Anmerkungen, machen Dorian Gray zu einem noch größeren Leseerlebnis.

Fazit: Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte und ein Autor, dessen Talent sich nicht nur aufs Romanschreiben beschränkt. Von Wilde kann man wirklich alles lesen.

P.S.: Oscar Wilde WAR schwul!

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDorian Gray ist für den Maler Basil Hallward die unvergleichliche Muse, die ihn zum Genie werden lässt. Lord Henry erscheint der schöne junge Dorian wie ein leeres Gefäß vollendeter Schönheit.

Von der Schönheit des jungen Dorian überwältigt und ihm völlig verfallen, überschüttet Basil Dorian mit Komplimenten.

Lord Henry erweckt den noch schlummernden Geist Dorians mit seiner Art. Basil versucht, Dorians blendende Schönheit in einem großen Porträt zu bannen.

Dorian Gray ist entzückt, als er sich auf dem Porträt sieht, und wünscht sich, er möge immer derart jung und schön bleiben wie auf diesem Bild. Stattdessen soll das Porträt für ihn altern. Sein Wunsch wird Wirklichkeit.

Dorian, dessen Horizont unter dem mieserablen Einfluss von Lord Henry weiter geworden ist, gerät in psychische Tiefen.

Äußerlich bleibt er schön, doch sein (aus Angst vor Entdeckung verstecktes) Porträt spiegelt seine Seele, die immer furchterregender Tiefen erreicht.

Wildes Roman (sein einziger) befasst sich mit der männlichen Schönheit und im Grunde mit dem Thema der Homosexualität. Das Buch ist unter Homosexuellen quasi Pflichtlektüre. Darüber hinaus sollten es auch alle anderen lesen, weil es ein ungeheurlich eloquentes Buch ist. Die Sprache verzaubert und zieht den Leser in den Bann. Die Art, wie Wilde Details beschreibt, zieht den Leser unmittelbar zu sich ins Buch.

Wer es sich zutraut, sollte The Picture of Dorian Gray in englischer Sprache lesen. Es gibt zwar mittlerweile ein paar gute Übersetzungen, an die Originalschreibe kommt eine Übersetzung aber denknotwendig nicht heran.

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