Warning: Creating default object from empty value in /www/htdocs/rezionde/components/com_booklibrary/booklibrary.php on line 2910
Klassik: Dantons Tod: Textausgabe mit Materialien
  Print


Titel:      Dantons Tod: Textausgabe mit Materialien
Kategorien:      Klassik
BuchID:      1733
Autor:      Georg Büchner
ISBN-10(13):      3123524353
Verlag:      Klett
Publikationsdatum:      2007-08
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      144
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Dantons Tod Textausgabe mit Materialien
   


Rezensionen
Dantons Tod

21.11.2010 Bewertung:  2.5 verbatim158 vergibt 5 von 10 Punkten

Userpic

 

Heute werde ich mal einen etwas für mich ungewöhnlicheren Bericht schreiben. Diesmal soll es um ein Thema gehen, welches wir im Leistungskurs Deutsch in der Schule behandelt haben und welches ich euch auch mal aufzeigen wollte.

 

 

  1. Hauptteil I
  2. Haupteil II
  3. eigene Wertung
  4. Fazit

 

 

Nichtsahnend gehe ich den einen Dienstagmorgen in meine Deutsch-LK-Doppelstunde hinein und muss mir anhören, dass ich „Dantons Tod“ von Georg Büchner schon längst gelesen haben sollte. Davor war kein Wort darüber verlroen worden und nun plötzlich sollte ich es gelesen haben. Ja wie sollte ich denn das schaffen?

Erstmal muss man sich das Büchlein kaufen. Natürlich kaufte ich mir als armer Schüler die billigste Version, nämlich die von Reclam, aber nein unser Herr Doktor meinte ja, dass es die teuerste sein müsse, welche auch Materialien enthält. Die Materialien brachten mir zwar nicht viel, aber naja. Nun ja man schiebe dieses „achso dünne“ Werk zwischen den sonstigen zu lesenden Romanen und beginnt zu lesen... Dann ist man plötzlich schneller fertig als der restliche Deutsch-LK und ist die Einzigste, die zur Abfrage dran kommt.

Zum Glück habe ich das Ding wirklich gelesen.

Das Drama ist ja an sich nicht unbedingt lang mit 4 Akten, aber dafür teilweise ziemlich unverständlich.

 

Hauptteil I

Historischer Hintergrund- die französische Revolution

Grundgedanke der französischen Revolution: Sie war eine Revolution des Volkes, um den Absolutismus abzulösen und den anderen Ständen einen gesicherten Wohlstand zu verschaffen. Die Revolution wurde von ungleicher Vermögensverteilung, Entfremdung vom Königtum, Scheitern der Reformen an Adel und Klerus und durch die Unzufriedenheit vom verahmten Landadel veranlasst. Des Weietren wurde erstmals der Absolutismus durch die entstehende Aufklärung hinterfragt und die Unterschichten waren in eine zunehmende wirtschaftliche Not geraten.

Wichtige Personen: Georges Danton, Camille Desmoulins, Maximilien de Robespierre, Hèrault de Sèchelles

 

Leben Georg Büchners

Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 geboren und starb am 19. Februar 1837. Er wurde also 24 Jahre alt. Er studierte Naturwissenschaften, Medizin und Philosophie, des Weiteren beschäftigte er sich mit den politischen Verhältnissen in Deutschland und entwirft den „Hessischen Landboten“. Naturalisten entdeckten Georg Büchners Werke erst ca. 60 Jahre nach seinem Tode. Sein Werk Dantons Tod veröffentlichte er im Jahr 1835, also zwei Jahre bevor er starb.

Georb Büchner war neben Goethe und Schiller der bedeutendste deutsche Schriftsteller und Naturwissenschaftler. So kam es, dass wir heutzutage auch einmal im Jahr den Georg-Büchner-Preis verleihen.

 

Kurzer Inhalt

Das Drama selbst beschäftigt sich mit dem Abschnitt der Schreckensherrschaft der französischen Revolution. Allerdings handelt das Werk Büchners dabei nur um den Höhepunkt des Terreur’s. Ungefähr vom 23. März bis zum 5. April 1794.

Wie der Name schon sagt, handelt das Drama grob um die Umstände und Vorgeschichte des Todes von Georges Danton.

 

 

Hauptteil II

 

Beschreibung des Buches

Da ich nun beide Versionen des Buches gelesen habe beziehungsweise musste, kann ich auch beide beschreiben.

Georg Büchner „Dantons Tod“ von Reclam Universal- Bibliothek

Dieses kleine Buch, welches man eher ein kleines Heftchen nennen könnte, ist von außen gelb und hat die ungefähren Maße von 14 x 10cm(HxB). Außerdem ist Georges Danton in einer schwarz-weiß-Zeichnung auf dem Deck aufgedruckt worden. Diese Version hat nur 84 Seiten und ist in sehr kleiner Schrift geschrieben.

Georg Büchner „Dantons Tod“ von Ernst Klett Verlages

Diese Version fällt etwas größer und dicker aus. Die Umschlagseite ist lila und es wurde farbig eine Szene aus dem Drama dargestellt, welche Robespierre zeigt. Diese Version hat die ungefähren Maße von 20 x 13cm(HxB). Das Drama an sich ist hier 77 Seiten lang und dahinter befinden sich auch 63 Seiten Materialien zum Werk. Allerdings ist hier die Schrift größer und das Papier geschmeidiger.

Trotzdem würde ich wieder die Reclam-Version bevorzugen, da ein Drama für mich nicht mit Schnick-Schnack und Materialien ausgestattet sein muss. Des Weiteren unterscheidet sich der Preis deutlich. Während man die Version von Reclam schon unter 1Euro erwerben kann, muss man die Klett-Version für 7.95Euro kaufen.

 

Einschätzung meines Leseverhaltens

Wenn es um einen Roman geht, bin ich nicht unbedingt schnell, aber auch nicht sonderlich langsam im Lesen. Meistens kommt es auf das Buch, das Thema und meine verfgbare Zeit an, wie ich lesen kann.

Allerdings lese ich sehr gerne und zur Zeit auch viel, weil ich im Moment mehr Zeit dazu habe, weil mein Pferd leider 660km von meinem Wohnort entfernt stehen muss.

Aufgrund des hohen zeitlichen Druckes, welchen ich mich ausgesetzt gefühlt habe, habe ich dieses Drama ziemlich schnell durchgelesen. Allerding muss ich dazu sagen, dass ich die Reclam-Version gelesen habe, da ich besser in einem solchen „älteren“ Schmöker lesen kann.

So kam es, dass ich das Drama drei Tage nach Erhalt komplett ausgelesen hatte und so also auch die erste im LK war. ^^ Denn so schnell liest auch da keiner ein Drama von Büchner.

 

Kann ich lesen? Will ich lesen können?

Ich würde schon sagen, dass ich lesen kann. Zum mindestens in Deutsch auf jeden Fall. In Englisch wird es schon schwieriger und in anderen Sprachen schier unmöglich. Manchmal wünschte ich, dass ich nicht lesen könnte, z.B. wenn es wieder gilt irgendein schwachsinniges Werk fürs Abitur zu lesen. Oder auch wenn mir das Buch einfahc zu lang vorkommt.

Allgemein ist es jedoch shcon wichtig lesen zu können, denn sonst würde man viele Empfindungen verpassen, die einem das Fernsehen nicht bescheren kann.

Sonst könnte man auch solche ellenlangen Berichte nicht lesen ^^

 

Besondere Textstellen

„Jeder muss in seiner Art genießen können, jedoch so, dass keiner auf Unkosten eines anderen genießen oder ihn in seinem eigentümlichen Genuss stören darf.“ ( I.Akt 1. Szene Hèrault)

 

„Erbarmen für die Unschuld, Erbarmen für die Schwäche, Erbarmen für die Unglücklichen, Erbarmen für die Menschheit. Nur dem friedlichen Bürger gebührt von Seiten der Gesellschaft Schutz. In einer Republik sind nur Republikaner Bürger, Royalisten und Fremde sind Feinde.“ ( I.Akt 3. Szene Robespierrre)

 

Was haben diese Textstellen mit der französischen Revolution zu tun?

Nun, beide Textstellen sind Aussagen von zwei verschiedenen Gruppen der französischen Revolution. Hèrault ist ein Datonist und somit ein Vertreter des im Terreur bereits gewonnenden unterem adels. Dieser Adel hat sich bereits bereichert und ist im Terreur nun bereits zufriede, obwohl das Volk noch hungern muss und somit noch nicht zufrieden ist.

Die zweite Textstelle bezieht sich auf die Rede Robespierres im I.Akt, wo er genau das Gegenteil zu den Datonisten ausspricht. Er sagt, dass es dem Volke noch nicht besser geht, klagt das Laster an und preist die Tugend an. Er sagt weiterhin, dass alle nicht in die Republik sollten, die ihre besonderen Bedingungen nicht erfüllen.

 

Wer sind die Hauptpersonen im Drama?

Georges Danton: Ein Mann, welcher der Anführer der Dantonisten ist, mit einem verschwenderischem Lebensstil. Er war vor der Revolution ein armer Adel gewesen und fühlte sich immer unterlegen. Nach der Unterdrückung des Ludwigs XIV wuchs der Einfluss Dantons und somit auch sein Reichtum. Er konnte sich nun alles leisten. Er machte kein Geheimnis draus, dass er rumhurte und verschwenderische Speisen abhielt.
Die Anhänger der Dantonisten wollten bzw. besaßen das gleiche Lebensgefühl wie Danton. Er ist ein „Gemäßigter“ wie er von robespierre im gesamten Werk beschrieben wird. Man kann sagen, dass er das Leben in vollen Zügen genießt.

Robespierre: Ein Mann, welcher immer tugendhaft ist und die Meinung des Volkes vertritt. Er weiß, dass die Revolution noch nicht vorüber ist und möchte sie noch gewaltsamer weiterführen. Er möchte die lasterne Gesellschaft abschaffen und so ein komplett tugendhaftes Volk für eine Republik haben.

Der Gegensatz der beiden Hauptpersonen soll den Gegensatz zwischen den übrigen Volksmassen und er Oberschicht widerspiegeln.

 

Warum gerade dieses Werk im Unterricht im Deutsch-LK?

Nun im Lehrplan steht, dass der Lehrer ein Werk von Georg Büchner behandeln soll und zwar ein Drama des Bürgerlichen Realismus, welcher übrigens eine Literaturepoche war. Unser lieber Hr. Doktor entschied sich für „Dantons Tod“, weil er das bekannteste Drama Georg Büchners „Woyzeck“ bereits letztes Jahr mit seinem LK behandelte und er diesmal keine Lust auf dasselbe hatte.

Doch der Sinn aller Büchner-Werke ist sicher gleich. Und wenn auch noch so viele Schüler denken, dass es immer ein Scheiß ist, den wir lesen müssen, so hat doch jedes Werk seine eigene wichtige Aussage. Und das sage ich als Schülerin!!!

Nun für mich sagte das Drama aus, dass beide Meinungen der Revolutionsvertreter nicht vollkommen anzusehen sind. Für mich nahm ich aus beiden Meinungen etwas mit.

In Dantons Meinung kam mir besonders der Ausdruck der Langeweile des Lebens sehr bekannt vor und zeigte mir, dass es in unser heutigen Gesellschaft noch viel schlimmer geworden ist. So ein wenig ruhigeres Leben kann aber auch nicht schlecht sein. Es sollte bloß nicht zu ruhig und mühelos sein. Man sollte sich im Leben immer eine Aufgabe stellen, sonst lohnt es sich nicht zu leben.

Allerdings zog ich auch aus Robespierres Meinung meine Konsequenzen, denn ich sah ein, dass eine gewaltsame Revolution auch nicht viel mehr brachte als eine stille. Dies kann man ja auch an zahlreichen Beispielen in der Geschichte erkennen. Für mich entnahm ich noch, dass das Leben nicht zu lasterhaft sein sollte. Das man immer in seinem Leben etwas schaffen sollte und nicht nur auf der faulen Haut liegen. Des Weiteren sollte man sich an der sich immer weiterentwickelnden Gesellschaft beteiligen und nicht nur weggucken und rummeckern.

 

 

Konkrete eigene Wertung

 

Welche Szenen gefallen mir am besten?Warum?

Eigentlich habe ich keine direkte Lieblingsszene. Allerdings finde ich die Massenszenen am interessantesten, weil ich dort die Grundaussage des Werkes erst verstanden habe. Durch die Reden der einzelnen Revolutionäre wurde dies zwar verstärkt, aber ich konnte nie etwas Richtiges daraus entnehmen. Vor allem die erste Massenszene ist am interessantesten, weil man hier auch etwas erfährt, was mit Hurerei und Behandlung der Frau während der französischen Revolution zu tun hat.

 

Ist dieses Buch für Klassen der Oberstufe oder der Unterstufe geeignet?

Nun das Drama wird nicht umsonst auf dem Lehrplan der Oberstufe stehen. Dass ich dieses Werk erst in der 12. Klasse behandle bereue ich wirklich nicht, da ich es vorher wahrscheinlich nicht wirklich verstanden hätte. Das Thema der französischen ist so im Tiefgang sicherlich nur für die Oberstufe geeignet. Ich als Lehrer würde es, wenn ich die Freiheit als Lehrer haben würde, wahrscheinlich erst frühestens am Anfang der 13. Klasse behandeln, denn für dieses doch schwer zugängliche Thema brauch der Leser schon ein gewisses Allgemeinwissen und sollte auch nicht über zu wenig Lebenserfahrung verfügen.

 

Würde ich es lesen, wenn ich es nicht lesen müsste? Empfehle ich das?

Nein ich hätte es sicher nicht gelesen. Zum mindestens´nicht zu diesem Zeitpunkt. Vielleicht später mal in meinem Leben, wenn ich aus Versehen auf dieses Drama gestoßen wäre oder es vielleicht im Theater gesehen hätte.

Ich empfehle es erst ab einem Alter zu lesen, wenn man sich reif genug fühlt und denkt, dass man ein relativ gutes Allgemeinwissen hat. Manche Menschen können es sicherlich schon mit einem Alter von 18 Jahren lesen, aber ich denke nicht, dass ich dazu gehöre.

Man sollte es nicht als sonst schon genervter Schüler lesen. Und da wir in der Oberstufe alle von Klausuren genervt werden, sollte man es doch aus dem Lehrplan streichen und das Thema auch nicht fürs Abi zulassen.

 

 

Fazit

 

„Dantons Tod“ ist ein Drama, welches einen schwer zugänglichen Interpretationshintergrund enthält. Georg Büchner wurde zwar nur 24 Jahre alt, trotzdem war er dafür sehr weise und schrieb wichtige Werke der Deutschen Literatur. Man sollte mal gehört haben, dass es einen Mann namens Georg Büchner gegeben hat und im Groben und Ganzen was er so geschrieben hat.

 

 

 

LG Jasmin

 

 


verbatim158 hat insgesamt 13 Rezensionen angelegt.


 
Joomla templates by a4joomla