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Horror: Parasit
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Titel:      Parasit
Kategorien:      Horror
BuchID:      418
Autor:      Richard Laymon
ISBN-10(13):      3935822944
Verlag:      Festa
Publikationsdatum:      2010-10-01
Edition:      3.
Number of pages:      416
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Vor einigen Jahren hatte der Goldmann Verlag deutschsprachigen Lesern immerhin drei Romane von Richard Laymon zugemutet, einem "der erfolgreichsten neueren Vertreter der englischen Horror-Literatur" (Lexikon der Horrorliteratur). Der Erfolg scheint hier zu Lande ausgeblieben zu sein, dem breiten Publikum war Laymon wohl zu derb und kompromisslos. Jetzt wagt sich der Festa-Verlag an diesen Autor, und dort ist er auch zweifellos besser aufgehoben.

Schauplatz der Handlung ist eine typische nordamerikanische Kleinstadt, deren unrettbar bürgerliche Atmosphäre durch ein College etwas aufgelockert wird. Der nette Polizist Jake lernt ausgerechnet bei einem Verkehrsunfall die Studentin Celia kennen. Als er die blutige Spur des flüchtigen Beifahrers verfolgt, wird er in einem nahe gelegenen Restaurant Zeuge einer entsetzlichen Gewalttat: Der Inhaber des Gasthauses hat seine Frau mit einer Schrotflinte erschossen -- und macht sich dann mit Zähnen und Klauen über sie her. Erst weiß Jake keine Erklärung für den Vorfall, doch nachdem auch Celia auf mysteriöse Art und Weise verschwindet, kommt ihm ein schrecklicher Verdacht.

Richard Laymons Stil ist geradlinig und brutal. Seine Figuren sind von geradezu provozierender Gewöhnlichkeit, doch es wäre falsch, daraus Rückschlüsse auf den Autor zu ziehen. Laymon ist ein Realist reinsten Wassers, dessen zynische Weltsicht durch ein Mindestmaß an Hoffnung zumindest etwas ausgeglichen wird. Und er erzählt eine Story, die erfrischend direkt und bis zur letzten Seite fast unterträglich spannend ist. Gäbe es nur mehr von seiner Sorte. --Felix Darwin

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Anonym vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicLaymons Bücher waren und sind schlicht, was die Storyline betrifft aber ziemlich heftig, was die Ausführung betrifft. Anders als King oder Koontz kannte Laymon den Begriff "Selbstzensur" offenbar nur vom Hörensagen und schrieb ohne Gewissensbisse ein paar der heftigsten, blutigsten und schockierendsten Geschichten und Romane der letzten fünfundzwanzig Jahre. Eine echte Alternative! Längst ist der Name Laymon in England, Australien und schließlich seiner Heimat Amerika ein Begriff geworden - nur der deutsche Markt hat immer noch nasse Füße angesichts der Werke. Umso mehr sollte man deshalb auch dem Festa-Verlag danken, dass er nun mit "Parasit" endlich mal auch einen Laymon-Roman ins Programm nimmt. Aber leider hat sich der Verlag nicht unbedingt das beste Buch des leider schon verstorbenen Schriftstellers ausgesucht. "Parasit" ist - wie oben bereits erwähnt - eine recht geradlinige, einfach gestrickte Geschichte. Dank dem Namensgeber verwandeln sich normale Menschen in rasende Wahnsinnige. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Wie immer garniert Laymon seine Erzählung mit heftigen Splattereinlagen, unsensierten Sexszenen ohne Tabus und den Selbstzweifeln seiner Charaktäre. Doch gerade in den letzten beiden Punkten hätte sich Laymon einfach zügeln müssen. Viel Tempo geht dabei verloren, wenn über den verflossenen Freund oder die Ex nachgedacht wird bzw. man sich unsicher ist, was man als nächstes tun soll. Eigentlich hätte Laymon diesen faux pas bemerken müssen - ist er doch schließlich ein Meister, was rasanten, atemlosen Horror angeht. Doch mit "Parasit" hat sich der gute Mann nicht gerade einen Gefallen getan. Obwohl das Buch noch immer gut und unterhaltsam ist - aber gemessen an seinen eigenen, ziemlich hoch gesetzten Maßstäben, hat Laymon diesmal nur Mittelmaß abgeliefert. Schade, schade, schade - besonders, weil es soviel andere, hervorragende Bücher des Autors gibt, mit denen man der deutschen Leserschaft die Werke Laymons hätte schmackhaft machen können.

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