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Horror: Inferno.
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Titel:      Inferno.
Kategorien:      Horror
BuchID:      415
Autor:      Edward Lee, Elli Stern
ISBN-10(13):      3453532309
Verlag:      Heyne
Publikationsdatum:      2006-04-03
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      351
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

5 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicWie stellt sich der Normalsterbliche das Leben in bzw. die Hölle selbst vor? Als ein Ort voller Flammen, in der Verdammten geröstet werden wie Spanferkel? Mit dem lachenden Teufel, auf einem Thron aus Skeletten sitzend?
Geht es nach Edward Lee, dann hat sich die Hölle mindestens genau so entwickelt wie das Reich der Menschen selbst, und das Resultat ist eine einzige, gigantische Stadt; aufgebaut auf Sünden und Leid - Mephistopolis!
In diese dunkle Welt verschlägt es die Gothic-Göre Cassey. Obwohl mittlerweile Jahre vergangen sind, hat sie den Selbstmord ihrer Zwillingsschwester noch immer nicht überwunden, was nicht zuletzt auch an ihr selbst liegt. Wie gerne würde sie noch einmal ihrer Schwester in die Augen blicken, und ihr sagen, wie leid ihr doch alles tut! Doch dazu wird sie wohl keine Gelegenheit haben - oder?
Falsch gedacht: Denn schon kurze Zeit später bekommt Cassey Besuch von einer Handvoll Verdammter, denen es irgendwie gelungen ist, die Barrieren zwischen den Dimensionen zu erklimmen und in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Und was sie Cassey mitteilen, ist schon fast zu unglaublich, um wahr zu sein. Aber es kommt noch besser - und so tritt die Gruppe gemeinsam mit Casey durch den Vorhang der Dimensionen und betritt ... Mephistopolis!
Wenn ein Richard Laymon über Edward Lee behauptet, dass seine Geschichten und Romane literarische Körperverletzung (im positiven Sinne) seien, dann lässt dass natürlich aufhorchen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Mr. Laymon zu Lebzeiten selbst alles andere als ein Kind von Traurigkeit gewesen ist. Und er hat Recht: Edward Lee ist definitiv ein knallharter Schreiberling, dessen Hardboiled-Horror-Fantasien wirklich nichts für schwache Nerven sind. Dementsprechend ist auch "seine" Hölle kein Ort für friedliebende, ruhige Menschen, sondern eine Metropole, die puren Hass und Abschaum ausschwitzt. Insofern muss man Lee ein dickes Kompliment machen: Seine "Vision" scheitert nicht - wie es leider schon viel zu oft bei anderen Schriftstellern passiert ist - bereits in den ersten Zügen, sondern ist clever konzipiert und bis in letzte schlüssig. Lees Mikrokosmos des Bösen besitzt Hand und Fuß und auf jede Frage eine logische Antwort. Ach ja, und was den bereits erwähnten Höllenfürsten betrifft, auch der hat dazugelernt - und sitzt im 666. Stockwerk im größten Wolkenkratzer der Stadt!

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