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Horror: Ich bin kein Serienkiller (Rough Cut)
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Titel:      Ich bin kein Serienkiller (Rough Cut)
Kategorien:      Horror
BuchID:      1171
Autor:      Dan Wells
ISBN-10(13):      3492701698
Verlag:      Piper
Publikationsdatum:      2009-09
Edition:      9
Number of pages:      384
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4.5 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
ICH BIN KEIN SERIENKILLER
   


Rezensionen
Das Monster in mir

08.03.2010 Bewertung:  5 kleinfriedelchen vergibt 10 von 10 Punkten

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Der fünfzehnjährige John ist anders als seine Mitschüler. Auch anders als die meisten Erwachsenen. Denn John hält sich für einen potentiellen Serienmörder. Dank seiner Soziopathie ist er nicht in der Lage, eine engere Bindung zu anderen Menschen einzugehen, was besonders seiner Mutter zu schaffen macht. Denn welche Mutter freut sich schon darüber, wenn ihr Sohn sich statt für Mädchen und Sport für Serienmörder und grausame Todesfälle interessiert? Der gerne mit Feuer spielt und Tiere quält? Der mit Feuereifer dabei ist, wenn es daran geht, der Mutter bei der Konservierung von Leichen zu helfen? So versucht sie, ihren Sohn durch den Gang zum Therapeuten zu helfen. Und indem sie ihm den Zugang zur Leichenhalle verwehrt.

Dass John auch von sich aus versucht, seine \"böse\" Seite zu unterdrücken, ahnt sie dabei nicht. John hat sich klare Regeln aufgestellt: beschäftige dich nie zu lange mit einer Person, beobachte sie nicht. Wenn doch, ignoriere sie für mindestens eine Woche. Sei freundlich und verteile Komplimente, wenn du davon fantasierst, jemanden zu erstechen.

Doch dann geschehen unerklärliche Morde in der Stadt und seine Faszination von Mördern wird noch weiter angeheizt. Denn John glaubt, als Einziger in der Lage zu sein, diesen Mörder zur Strecke zu bringen. Schließlich denkt er doch auch wie ein Serienkiller. Doch als er den Mörder entlarvt, stellt ihn das vor eine schwere Entscheidung. Eine Entscheidung, von der er fürchtet, dass sie ihn letztendlich zu dem machen könnte, was er mit aller Macht versucht, nicht zu werden: ein Mörder.

Dan Wells schildert glaubhaft den Charakter eines Jungen, der einfach anders ist und sich verzweifelt bemüht, nicht als anders aufzufallen. Der lernen muss, dass nicht seine düsteren Gedanken, sondern seine Handlungen ausschlaggebend  sind für das, was er ist. Wells schafft es im Verlauf der Geschichte sogar, mir den Mörder sympathisch zu machen. Als Fan von Stephen King war es dabei für mich überhaupt kein Problem, dass der anfängliche Thriller ziemlich bald übernatürliche Züge annahm; im Gegenteil, dieser Umstand macht das Buch zu etwas Besonderem.

2010 erscheint die Fortsetzung und ich bin schon gespannt, ob John es dann weiterhin schafft, das \"Monster\" in sich unter Kontrolle zu halten.


kleinfriedelchen hat insgesamt 60 Rezensionen angelegt.


Bin ich ein Monster?

02.04.2010 Bewertung:  5 Toschi3 vergibt 10 von 10 Punkten

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Der 15jähriger Schüler John ist von Serienmördern fasziniert – und findet an sich deutliche Zeichen dafür, dass er auch einer werden könnte. Trotz psychologischer Betreuung wird das Monster in ihm immer stärker. Und dann ist da noch das andere Monster, das in der Kleinstadt, in der John lebt, sein Unwesen treibt und Menschen brutal ermordet.

 

Mit diesem Erstling katapultiert sich Dan Wells in meinen Augen in die erste Liga der Thriller-Autoren. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Krimi und Horror, es geht nicht alles mit rechten Dingen zu, es ist herrlich makaber und das Ende ist ein „realistischer“ Höhepunkt der Geschichte.

 

Der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil, das Buch liest sich sehr flüssig und ist alles andere als langatmig oder langweilig. Wells nimmt die Leser mit auf die Reise durch die Psyche des Jungen und seine Ermittlungen in den Mordfällen. Das Buch war für mich ein echter Pageturner und obwohl der Mörder relativ schnell entlarvt ist, hält der Autor die Spannung über den weiteren Verlauf der Handlung perfekt aufrecht.

 

Fazit: Dieses Buch ist sein Geld wirklich wert. Lesen!


Toschi3 hat insgesamt 81 Rezensionen angelegt.


Soziopath wider Willen

24.05.2010 Bewertung:  4 Pharo72 vergibt 8 von 10 Punkten

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Der 15jährige Teenager John Wayne Cleaver bezeichnet sich selbst als Freak, denn er ist anders als seine Mitschüler. Er hat keine Scheu vor dem Tod, im Gegenteil, er hilft liebend gern seiner Mutter und Tante im Beerdigungsinstitut beim Einbalsamieren der Leichen. Für Serienkiller hegt er eine besondere Faszination.

Er sucht regelmäßig einen Psychotherapeuten auf, denn in ihm schlummert ein Monster, dass nur zur gern von der Leine gelassen werden will. Als tatsächlich ein Serienkiller in seinem kleinen Wohnort umgeht, setzt er sich auf seine Spur und fürchtet dabei immer mehr, selbst eines Tages die Gewalt über sich zu verlieren.

Vorweg genommen, die Gestaltung des Buches (Cover, Kapitelüberschriften, unterschiedlicher Seitenschnitt) finde ich sehr gelungen und ansprechend. Man erwartet als Leser einen Thriller, tatsächlich handelt es sich jedoch eher um einen Fantasy- bzw. Mystery-Thriller. Darauf hätte meines Erachtens hingewiesen werden müssen, da doch einige Käufer so bestimmt fehlgeleitet werden.

Sieht man von diesem Manko ab, erwartet den Leser ein rasanter Roman, der einen guten Einblick in die Psyche eines angehenden Mörders bietet. Die innere Zerrissenheit von John wird sehr gut dargestellt. Er kämpft wirklich dagegen an und ist am Ende doch machtlos gegen sein inneres „Monster“. Bezüglich der Identität des Mörders war ich etwas enttäuscht, da ich mir eben doch eher einen echten Thriller vorgestellt habe. Die Mordszenen sind nicht gar zu blutig und daher auch für Jugendliche, vielleicht ca. ab 12 Jahre, gut lesbar.

Bereits angekündigt ist eine Fortsetzung und ich bin wirklich gespannt, ob John es schaffen wird, sein Monster im Zaum  zu halten.


Pharo72 hat insgesamt 83 Rezensionen angelegt.


Vergiss mich nicht

26.05.2010 Bewertung:  3.5 Bellexr vergibt 7 von 10 Punkten

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John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter über einem Bestattungsinstitut. Seit seiner frühesten Jugend hilft er ihr bei der Einbalsamierung von Leichen und hier in der Leichenhalle fühlt er sich wohl. John ist verhaltensgestört, er kann für andere Menschen keine Gefühle empfinden, er selbst bezeichnet sich als einen Soziopathen. Sein einziges Hobby ist die Analyse und das Sammeln von Informationen über Serienmörder, auf diesem Gebiet ist er ein Genie. Als eines Tages kurz vor Weihnachten in seinem Heimatort Clayton County eine schwer verstümmelte Leiche gefunden wird, ist für John sofort klar, dass es sich hierbei um die Tat eines Serienmörders handeln muss. Damit liegt John nicht ganz verkehrt und als er feststellt, dass es sich bei dem Serienmörder um einen Dämon handelt, macht er es sich zur persönlichen Aufgabe, diesen zu töten, um weitere Morde zu verhindern.

 

Allerdings muss er hierfür einige seiner selbst aufgestellten Regeln brechen, denn in John schlummert eine andere, dunkle Seite, die durch den Bruch der Regeln droht, auszubrechen und nichts lieber tun möchte als ebenfalls zu töten. Bedingt durch sein überaus fundiertes Fachwissen und durch seine Intelligenz durchschaut John schnell das Verhalten und das Motiv des Clayton-Mörders und hierdurch gelingt es ihm recht schnell, der wahren Identität des Dämons auf die Spur zu kommen.

 

Dan Wells erzählt seinen Horror-Thriller aus der Sicht von John und so erfährt man anfangs ein wenig über sein Leben, seine selbstauferlegten Regeln, seine völlige Empfindungslosigkeit und seiner Besessenheit Serienmördern gegenüber. Man merkt, dass John gerne wie andere Teenager seines Alters sein möchte und ständig bemüht ist, so normal wie möglich zu wirken. Doch sobald er anfängt über sein Lieblingsthema Serienmörder zu referieren, zeigt sich sogar sein einziger Freund Max des Öfteren erschüttert und so hat John eigentlich nur bei seinem Psychiater die Möglichkeit, sich ein wenig zu öffnen. Aber auch nicht zu weit, da ansonsten Mr. Monster, sein dunkles Ich, zu sehr in den Vordergrund rückt und davor hat John panische Angst. Denn eigentlich möchte er gut sein und keine Mordgedanken haben. Diesen Zwiespalt, den ständigen Kampf zwischen Gut und Böse beschreibt der Autor sehr nachvollziehbar.

 

Die Spannung ist anfangs noch etwas unterschwellig, baut sich jedoch im Verlauf des Thrillers hervorragend auf und hält sich dann mühelos bis zum Schluss. Es ist zwar recht schnell klar, bei wem es sich um den Dämon handelt, aber Johns Art, seine Schwachstellen zu analysieren, um so eine Möglichkeit zu finden, ihn zu töten, sind äußerst fesselnd umgesetzt. Das Ende ist zwar recht schnell vorhersehbar, aber der Weg dahin wurde von Dan Wells sehr gut umgesetzt. Allerdings neigt der Autor dazu, die Einbalsamierungsarbeit wie auch die Morde des Dämons recht detailliert zu beschreiben, sodass das Buch nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete ist. Da der Thriller aus Sicht eines 15-jährigen geschrieben ist, ist somit auch das Buch leicht und flüssig zu lesen.

 

Durch die Ich-Form wird einem der Charakter von John sehr schnell vertraut und sogar sympathisch, obwohl seine Gedanken zwangsläufig schon etwas abartig anmuten. Trotzdem gelingt es Dan Wells seinen Protagonisten als einen netten, sehr nachdenklichen, intelligenten Teenager darzustellen, der ständig sich und sein Verhalten analysiert. Die weiteren Figuren des Horrorthrillers sind eher Nebendarsteller und runden nur mehr oder weniger die Geschichte ab bis natürlich auf die Figur des Dämons, der allerdings etwas blass herüberkommt und dessen Rolle meiner Meinung nach mehr ausgebaut hätte werden können.

 

Alles in allem ein fesselnder und spannender Horrorthriller, der jedoch absolut nichts für schwache Mägen ist und einen einen Blick hinter die Fassade eines Soziopathen werfen lässt.


Bellexr hat insgesamt 28 Rezensionen angelegt.


Fesselnder Thriller mit interessanten Einblicken

20.11.2010 Bewertung:  5 horrorbiene vergibt 10 von 10 Punkten

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„Ich bin kein Serienkiller“(2009) ist der Auftakt einer Trilogie um den Soziopathen John Cleaver, die mit „Mr. Monster“ (2010) fortgesetzt wurde und mit „Ich will dich nicht töten“ (2010) einen Abschluss fand.

 

John Cleaver ist 15 und hat ein Hobby: Serienkiller. Er weiß alles über sie und bringt sein Wissen überall ein, auch in der Schule. Darüber hinaus ist er fasziniert vom Tod und vom Feuer und stellt von sich selbst fest, dass er nicht ganz normal ist. Bei einer Therapie wird diese Vermutung bestärkt: Er ist ein Soziopath, d.h. nicht zu Empathie fähig. Er hat schon seit einiger Zeit die Vermutung, dass er deshalb irgendwann selbst als Serienkiller enden wird und stellt sich Regeln (z.B. keine Menschen beobachten) auf, sein inneres Monster unter Kontrolle zu halten. Als wäre das alles nicht genug, hilft er seiner Mutter in der Leichenhalle aus und balsamiert Leichen. Nun taucht in der Kleinstadt ein Mörder auf und John stellt schnell fest: Es ist ein Serienkiller und er erstellt ein Profil um ihm schnellstmöglich das Handwerk zu legen. So entwickelt sich schnell eine rasante Ermittlung, in der auch übernatürliche Elemente nicht fehlen dürfen: Der Serienkiller ist ein Dämon.

 

Ich habe das Buch mit Kenntnis des letzten Teiles gelesen, daher wusste ich bereits wer der Mörder/Dämon war. Doch da John dies auch recht zeitnah herausfand, war dies nicht weiter schlimm. Diese Tatsache ist eine sehr erfrischende: Der Täter steht bereits nach einem Drittel des Buches fest und bis zum Schluss wird dieser gejagt. Dies habe ich bei keinem Thriller bisher so erlebt – klasse!

 

Auch sonst überzeugt das Buch durch eine klare Erzählweise und die Einblicke in die Psyche eines Soziopathen bedingt durch die Ich-Perspektive. Letztere sind wirklich interessant, da für mich nicht nachvollziehbar. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss und ich konnte es nicht aus der Hand legen.

Aufgrund der Thematik ist es manchmal schon etwas brutal und die Beschreibungen aus der Leichenhalle sind stellenweise ein wenig eklig, doch dies steht in einem guten Verhältnis zur Story und ist damit angemessen.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sie sind optisch schön von einander getrennt.

 

Fazit: Für mich ist dies ein gelungener Auftakt einer fantastisch Thriller-Trilogie - die man gelesen haben muss - und an dem ich einfach nichts aussetzen kann!


horrorbiene hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


Dan Wells - Ich bin kein Serienkiller

21.01.2011 Bewertung:  4 Stahlfixx vergibt 8 von 10 Punkten

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Über das Buch:
John Wayne Cleaver ist kein normaler 15 Jähriger, er wächst ohne Vater bei seiner Mutter auf, die mit ihrer Schwester ein Bestattungsunternehmen führt. John hilft dort gelegentlich und auch recht gerne beim Einbalsamieren der Toten. Er ist ein Einzelgänger und beschäftigt sich obsessiv mit Serienmördern. Sein Sozialverhalten kann man als gestört bezeichnen, er hat keinerlei Empathie gegenüber anderen Menschen, eigentlich kennt er keine Gefühle, er imitiert Verhaltensweisen, die er sich bei \"normalen\" Menschen abschaut, um nicht aufzufallen - eigentlich der geborene (Serien-) Killer, ein normales Leben funktioniert für ihn nur, solange er sein Leben um Regeln herum führt, die er für sich aufgestellt hat, um seine gewalttätige und sadistische Ader nicht auszuleben.
Als Johns Heimatort Clayton wiederholt Menschen auf ähnliche Art und Weise umgebracht werden, beginnt John, fasziniert von dem Gedanken einen für ihn realen Serienkiller zu jagen, den Mörder zu suchen.

Meine Meinung:
\"Ich bin kein Serienkiller\" ist das erste Buch einer Trilogie um den verhaltensgestörten (zumindest stark verhaltensauffälligen) Soziopathen John Wayne Cleaver.
Dan Wells hat ein sehr spezielles Buch geschrieben, das sicherlich polarisiert. Man kann es mögen oder für totalen Schwachsinn halten - ich mag es. Es ist ein wirklich ungewöhnlicher und interessanter Genremix. Deklariert ist das Buch als Thriller, was es aber nur teilweise beschreibt, relativ schnell wird auch dem Leser klar, dass der Mörder hinter dem John herjagt kein menschliches Wesen ist, in Clayton treibt ein Dämon sein Unwesen und John macht es sich zur Aufgabe, diesen zur Strecke zu bringen. Also kein Thriller mit den üblichen Verdächtigen und Ermittlern, sondern eine Geschichte, die ein wenig in Richtung Fantasy und/oder Horror tendiert. Wer sich auf fantastische Elemente nicht einlassen will, sollte die Finger von dem Buch lassen, der Realitätsbezug wird hier durchaus ein wenig \"überdehnt\".
Anfangs lässt das Buch noch nicht erahnen, welche Wendung es nehmen wird, das erste Drittel könnte (wenn man den Klappentext nicht gelesen hat) den Leser davon ausgehen lassen, dass es sich um einen ganz \"normalen\" Thriller handelt. Dann tritt der Dämon in die Handlung ein - der Rest ist dann mehr oder weniger Geschmacksache.

Die Charaktere sind, wie auch das gesamte Buch, etwas speziell, aber durchaus interessant. Am besten gelungen ist natürlich John, ein gerade in die Pubertät kommender Junge, der fasziniert von Tod, Mördern und Feuer ist. Er ist überaus intelligent und kann seine Verhaltensstörungen erkennen, zwar nicht ändern, aber durch Regeln im Zaum halten.
Die Einblicke in die Seele und die Gedankenwelt eines potenziellen Killers, der gegen seine (abstrusen) Neigungen ankämpft sind ebenfalls gelungen.
Wären nicht die recht ausführlichen Beschreibungen der Taten des Dämons, der Mordopfer, von anderen Leichen und die Handlungen rund um das Einbalsamieren, würde \"Ich bin kein Serienkiller\" wahrscheinlich als Jugend(Horror)roman durchgehen… Erwachsenwerden unter erschwerten Bedingungen sozusagen… dazu passend beginnt John sich auch (auf seine Weise) für Mädchen zu interessieren.
Prinzipiell ein Entwicklungsroman (der etwas anderen Art), nicht für zu sensible Leser geeignet, allerdings auch nicht so grausam, dass für ein wirkliches Horror-Leseerlebnis reicht.
Was mich bei amerikanischen Autoren oft stört, ist der typische Pathos (Held, Heimat, Nation - alles wird gut) mit der die Geschichten erzählt werden, das hat Dan Wells für meinen Geschmack gut hinbekommen, nämlich weggelassen.

Obwohl das Buch sehr einfach geschrieben ist und den Leser in keinster Weise überbeansprucht, hat es mir überdurchschnittlich gut gefallen, wahrscheinlich wegen der außergewöhnlichen Idee und der Tatsache, dass mir so eine (schön abgedrehte) Geschichte noch nicht untergekommen ist (und ich lese wirklich überdurchschnittlich viel).
Erzählt wird aus Johns Perspektive und diese wechselt auch nicht, als Leser folgt man John und weiß immer genau soviel wie er. Die ganze Geschichte wirkt recht nüchtern erzählt, was sie authentisch macht, es würde ja auch nicht passen, wenn ein junger Mann, der eigentlich vollkommen gefühlskalt ist, eine (seine) Geschichte voller Gefühlsduseleien erzählt.
Mir hat die Geschichte an sich sehr gut gefallen, nüchtern betrachtet (gerade weil das Buch als Thriller angeboten wird) fehlt dazu aber eigentlich auch etwas an Spannung, die Entwicklungen an sich sind (für mich) interessant, jedoch weiß der Leser ziemlich schnell, wer der Dämon ist und man begleitet danach nur noch John bei der \"Jagd\".

Auch die Gestaltung des Buches ist ungewöhnlich und mit viel Liebe zum (außergewöhnlichen) Detail gemacht. Der Buchschnitt ist nicht gerade, alle Seiten sind unterschiedlich (breit), was einen ziemlich verrückten ersten Eindruck macht, wenn man das nicht weiß, könnte man denken, dass es sich um einen Fehlschnitt/-druck handelt, oder um mindestens ein (zurecht) preisreduziertes Mängelexemplar.
Das Cover gefällt mir gut, passend zum Buch, blutige, verlaufene Schrift, wie mit einer Dämonenkralle eingeritzt… lässt schon von Weitem erahnen, dass es sich nicht unbedingt um einen Liebesroman handelt.
Auch im Buch zieht sich die etwas \"wunderliche\" Gestaltung weiter, die Kapitel sind  durch graue Seiten getrennt, die mit der Überschrift \"Kapitel XX\" (krumm), ähnlich der Schrift vom Cover, betitelt sind.
Eventuell zu kritisieren wäre, dass die Seiten mit relativ wenig Text gefüllt sind, der auch noch relativ groß gedruckt wurde und so das Buch etwas dicker erscheinen lässt, als es eigentlich sein müsste. Es ist also nicht ganz der Wälzer, wie es auf den ersten Blick  aussieht, sondern in sehr kurzer Zeit zu lesen (ein Abend für mich, aber ich lese auch sehr schnell).

Eigentlich hat mir das Buch sehr gut gefallen - vier Sterne - denn für den erwachsenen Leser bietet das Buch.trotz vorhandener Grausamkeiten etwas zu wenig (Anspruch, Tiefe, Erklärungen, ausgearbeitet (nicht nur angedeutete) Nebenhandlungen). Ich denke es wäre für das Buch besser gewesen, es nicht als Thriller zu deklarieren, da die Optik und die Klassifizierung doch eher ein anderes Buch erwarten lassen. Etwas weniger Leichenfledderei und als Jugendbuch auf den Markt gebracht, wären es 5 Sterne (da ich nicht (mehr) unbedingt zu dieser Zielgruppe gehöre, wären die Erwartungen dann auch andere).


Stahlfixx hat insgesamt 42 Rezensionen angelegt.


Ich bin kein Serienkiller

02.08.2011 Bewertung:  5 Themistokeles vergibt 10 von 10 Punkten

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Inhalt: John Cleaver lebt in Clayton County. Er ist fünfzehn Jahr alt und lebt zusammen mit seiner Mutter über deren Leichenhaus, welches Johns Mutter und seine Tante betreiben. Nicht unbedingt normal für einen Fünfzehnjährigen hilft John so oft er kann seiner Mutter und seiner Tante, wenn sie mit den Leichen arbeiten, denn John ist vom Tod fasziniert. Das ist jedoch nicht das besondere an John, denn John ist zudem eine von Serienkillern faszinierter Soziopath, der versucht sich so normal wie möglich zu benehmen und niemanden zu töten.

Jedoch geschehen Morde in Clayton County und John vermutet schnell, dass es sich um die Taten eines Serienkillers handelt. Er beschäftigt sich immer mehr mit den Morden und dem vermeintlichen Mörder bis er selbst in Gefahr gerät. Als John ihm immer mehr auf die Spur kommt, muss er sich entscheiden, ob er sein inneres Monster freilassen will um den Clayton Killer zu erwischen.

Meinung: Ich muss ehrlich zugeben, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, so skurril es auch ist. Jedoch habe ich mich beim Lesen des öfteren gefragt, wie man als Autor auf eine solche Geschichte kommen kann und ob man dann nicht eventuell selbst schon ein wenig in diese Richtung gehen muss. Anders kann ich mir kaum vorstellen, dass man es schafft einen so glaubwürdigen und dabei so verrückten Charakter wie John zu erschaffen.

Auch die Geschichte war neben dem inneren Kampf Johns gegen seinen bösen Teil ziemlich gut ausgearbeitet, so dass man auch nicht sagen kann, dass die Darstellung Johns die Geschichte abgedämpft hätte.

Also alles in allem ist das echt ein ziemlich genial verrücktes Buch, das ich nur jedem wärmstens empfehlen kann, der es gern mal ein wenig skurriler und auch psychologisch wertvoll mag. Obwohl man das zweite eher kaum belehrend bemerkt, da es einfach passig in die Geschichte eingeflossen ist.


Themistokeles hat insgesamt 66 Rezensionen angelegt.


Fantasy/ Thriller-Genremix

21.09.2011 Bewertung:  4.5 Nazena vergibt 9 von 10 Punkten

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John Wayne Cleaver ist ein fünfzehnjähriger Junge und beginnt gerade sein erstes Highschooljahr. Doch er ist kein gewöhnlicher Junge: er ist ein Soziopath und kann keine emotionalen Bindungen zu seinen Mitmenschen aufbauen. Serienkiller faszinieren und ängstigen ihn zugleich: er ist von ihnen regelrecht besessen, doch gleichzeitig versucht er seinem Schicksal zu entrinnen und sich gegen sein gewalttätiges Alter Ego, dass er \"Mister Monster\" getauft hat, durchzusetzen und es mental einzukerkern.

Dann geschieht in dem verschlafenen Kleinstadtnest ein brutaler Mord, auf den weitere folgen. Durch Zufall entdeckt John den Täter, doch er weiß, dass niemand ihm glauben würde. Also beschließt er, den Serienkiller selbst zu stellen und muss dabei auch gegen sein anderes Ich antreten…

Das Buch liest sich einerseits sehr spannend, andererseits ist es in sehr nüchternen Ton gehalten, da es in der Ich-Perspektive geschrieben ist und Johns mangelnde Empathie betonen soll. Ich fand es recht interessant, Johns Darstellungen des typischen Kleinstadtlebens zu folgen, und habe mich teilweise gewundert, wie gut der Autor die \"Serienkiller\"-Mentalität darstellen konnte. Der Plot ist teilweise etwas unlogisch, besonders die Auflösung und die Polizeivernehmung wirken sehr bemüht. Alles in allem war der Roman aber interessant zu lesen, auch wenn am Ende jede Menge offener Fragen im Raum stehen. Zum Glück gibt es mittlerweile zwei Fortsetzungen. Ein Manko ist in meinen Augen allerdings die Aufmachung: dicke Seiten und große Schrift, damit ein höherer Preis für das Buch verlangt werden kann.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


Teil 2 des Dämonenjägers

18.03.2012 Bewertung:  4 Ivonnsche vergibt 8 von 10 Punkten

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Ein 15-jähriger, der zu keinen Emotionen fähig ist, ein Soziopath, ist von Serienkillern fasziniert und ha Angst selber einer zu werden. Er hat Regeln aufgestellt um nicht in typische Verhaltensmuster zu verfallen. Zusätzlich betreibt seine Mutter ein Bestattungsinstitut und er hilft bereits seit Jahren beim  Einbalsamieren. Doch ist das förderlich? Dann geschehen in der kleinen Stadt mehrere grausame Morde. Und anstatt Angst zu haben, steigt seine Faszination und er will dem Täter auf die Spur kommen.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und spiegelt sehr authentisch die innere Zerrissenheit wider. Anfangs ist es etwas eklig, wenn der Einbalsamierungsvorgang seitenweise detailliert beschrieben wird, aber dann erfolgt die Konzentration auf die Story. Sehr spannend geschrieben. Ich freu mich auf den nächsten Teil – Mr. Monster.


Ivonnsche hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


 
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