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Historischer Roman: Herrin zweier Länder: Roman
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Titel:      Herrin zweier Länder: Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      210
Autor:      Sabine Wassermann
ISBN-10(13):      3453877934
Verlag:      Heyne Verlag
Publikationsdatum:      2004-07-05
Edition:      2.Auflage
Number of pages:      384
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2 
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Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  1 Anonym vergibt 2 von 10 Punkten

UserpicNeith wurde als Tochter von Pharao Pepi und einer Nebenfrau geboren und trat den Dienst im Tempel der löwenköpfigen Göttin Sachmet an. Ihr Vater, Pepi, Herrscher über die zwei Länder, stirbt nach einem außergewöhnlich langen Leben. Sein jüngster Sohn, noch ein Kind, soll nun den Thron Ägyptens besteigen. Plötzlich taucht ein weiterer Sohn Pepis auf, der aus dem Land der Aamu kommt und eine Horde Wilder mitbringt, mit denen er sich im Palast einnistet. Neith wird seine Königin, als die eigentlich für den Thronfolger bestimmte Schwester aufgrund einer Zauberei stirbt. Doch auch Merenré herrscht nicht lange und so geschieht etwas, das es noch niemals zuvor gegeben hat: eine Frau wird zum Pharao - und ihr einziger Gedanke ist Rache und die Befriedigung der Rachegelüste ihrer Göttin Sachmet, deren ergebene Dienerin sie immer war...

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, das Buch zu kritisieren. Auf einen "erfahrenen Ägyptenleser", zu denen ich mich durchaus zähle, übt die Geschichte keinerlei Reiz aus. Die Erzählweise läßt die Farbenfrohheit und Detailgenauigkeit vermissen, die sich noch in Wassermanns erstem Roman "Der Zorn des Seth" fand. Die Geschichte ist derart durchschaubar, daß allein die Darstellung der Charaktere den Leser an den Roman fesseln könnte. Leider sind weder Story noch Charaktere darauf augelegt, uns in das Reich der Pharaonen, in die Zwei Länder, zu entführen. Durch seltsame Absätze (oder vielmehr das Fehlen solcher) kommt kein Fluß in die Geschichte. Sprünge von mehreren Monaten oder gar Jahren sind meist nicht zu erkennen und man wundert sich, wieso Gegebenheiten wie z.B. der Fortschritt eines Bauwerkes oder die Jahreszeit, auf einmal so dargestellt werden, wo es doch im vorhergehenden Satz noch ganz anders war. Der eigentliche historische Hintergrund, der Niedergang der 6. Dynastie mit dem ersten weiblichen Pharao, Nitokris (hier Neith) und die wenigen Fakten, die über diese Zeit bekannt sind, läßt so viel Raum für Ausschmückung und Interpretation. Leider wirken die Hauptfiguren unrealistisch und zu zerstritten in sich selbst und uneins mit ihrer Umgebung. Ein meiner Meinung nach leider nur noch unterdurchschnittlicher Zweitroman einer jungen Schriftstellerin, die mit ihrem Erstlingswerk so gut angefangen hatte...

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicEs gab nur wenige Pharaoninnen, dafür aber jetzt umso mehr Bücher über sie. Kein Wunder, hat man es in der Regel doch mit Frauen zu tun, die es entgegen aller Voraussetzungen schafften, zur "Göttin" zu werden. Sabine Wassermann verschenkt den Sympathiebonus, der durch diese Konstellation entsteht, leider fast vollständig, da die Protagonisten, Neith, teilweise extrem unsympathisch wirkt und ihre Beweggründe nicht immer nachvollziehbar sind. So passt es einfach nicht zusammen, dass sie ihren ersten Mann geliebt haben soll, wenn sie von Anfang an Pläne verfolgt, in denen er keine Rolle spielt.

Dennoch, zumindest zu Anfang ist der Roman gut gelungen (vier Sterne). Die Atmosphäre ist dicht, die Sprache gelungen. Im letzten Drittel baut aber die Geschichte stark ab, zieht sich in die Länge und dümpelt etwas unmotiviert dahin (zwei Sterne). Es ist schwer, noch genügend Energie aufzubringen, um durchzuhalten. Dass die Schilderung der Chronologie mich irgendwie gestört hätte, kann ich aber nicht behaupten.

Insgesamt ergibt sich ein Buch, welches nicht extrem schlecht ist, aber dem man anmerkt, dass die Autorin unter ihren Möglichkeiten geblieben ist.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


 
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