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Historischer Roman: Ferne Ufer
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Titel:      Ferne Ufer
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      196
Autor:      Diana Gabaldon
ISBN-10(13):      3764507276
Verlag:      Blanvalet
Publikationsdatum:      1997
Edition:      Hardcover
Number of pages:      0
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Aus der Amazon.de-Redaktion
Diana Gabaldon, geboren 1952, ist Amerikanerin und lebt im Südwesten der USA. Mit ihrem Outlander-Zyklus hat sie sich eine ähnliche große und begeisterte Angängerschaft erworben, wie beispielsweise Robert Jordan mit seinem Zyklus Das Rad der Zeit.

Zu ihren vier Büchern um das schottische Hochland gehören Feuer und Stein, Die geliehene Zeit und Der Ruf der Trommeln. Demnach dürfte Ferne Ufer der 3. Band sein, eine Tatsache, die aber nirgendwo erwähnt wird.

Der Outlander-Zyklus ist eine Abenteurgeschichte, die auf einem Zeitrutsch basiert: Die Heldin Claire Randall, eine Krankenschwester, verschlägt es vom Ende des 2. Weltkriegs in das Jahr 1743, ins schottische Hochland - sie geht durch einen magischen Steinkreis hindurch. Dort verliebt sie sich in den schneidigen Clanführer Jamie Fraser. Fraser ist ein Anhänger von Bonnie Prince Charlie und beteiligt sich an der glücklosen Jakobiter-Rebellion, die den schottischen Thron von den Engländern zurückholen will. Im zweiten Band kehrt Claire zu Jamie zurück, der aber, wie sie glaubt, in der verlorenen Schlacht von Culloden 1746 stirbt. Er schickt sie am Vorabend der Schlacht in ihre Zeit zurück. In diesem, dem dritten Band, kehrt Claire in das 20. Jahrhundert, zu ihrem Gatten zurück -- schwanger mit Frasers Kind. Es ist ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen. Als die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt ist, kehrt Claire, nunmehr Ärztin, mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung wieder ins Schottland des 18. Jahrhunderts zurück. Und tatsächlich findet sie Jamie - lebend! Nach der Schlacht von Culloden hatte sich Fraser in eine Höhle nahe seinen Ländereien zurückgezogen. Doch nach Jahren des Versteckens und Hungerns (und fast völliger sexueller Enthaltsamkeit!) hatte er sich den Engländern gestellt, die ihn ins Gefängnis steckten, bis er 1766 schließlich ausbrach.

Doch die Liebe über Zeit und Raum hinweg bleibt nicht lange ungestört. Denn er hat sein Ziel, die Unabhängigkeit Schottlands wiederzugewinnen, nicht aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht, und so bleibt ihnen nur die Flucht - vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Schließlich liegt der Aufbruch zu fernen Ufern vor ihnen: in die englischen Kolonien in der Karibik -- Westindien. Das Buch endet mit einem haarsträubenden Schiffbruch vor den amerikanischen Kolonien. Dort spielt der vierte Band, Der Ruf der Trommeln. Der fünfte Band soll Fiery Cross heißen.

Fazit:Gabaldon läßt in der Schilderung von Jamie Fraser jedes Frauenherz höher schlagen: Abenteuer, Romantik, Liebe und Erotik winken! Es handelt sich sozusagen um die weibliche Version von Noah Gordons Bestseller Der Medicus, Zeitreise inklusive.

Ferne Ufer ist eine mitreißende Mischung aus historischer Romanze, Zeitreiseroman und Dickensianischem Zeitpanorama. Hier wurde sauber und intensiv darüber recherchiert, wie es damals zuging. In der Tat wird der Dickens-Touch so weit getrieben, daß die Hauptfiguren der Vorgängerbände wieder auftauchen und so sämtliche lose Enden zu einem vernünftigen Schluß gebracht werden können. Was aber an Daniel Defoe (Robinson Crusoe) erinnert, sind die in allzu unmotivierter Reihenfolge über das Liebespaar hereinbrechenden Katastrophen: Piraten, Schiffbruch - alles was gut und teuer ist. Hauptsache, es unterhält! Und warum müssen die zwei Helden überhaupt nach Amerika? Es trifft sich gut, daß sie nicht nur vor den britischen Behörden in der Karibik fliehen müssen, sondern daß sich im gelobten Land Amerika auch ein Großteil der Leserschaft der Autorin befindet. Wetten, daß sich Jamie am Unabhängigkeitskrieg beteiligen wird? Ist ja wohl Ehrensache, oder?

Gabaldon ist sich als erfolgreiche Autorin durchaus bewußt, was für ein Genre sie schreibt. Deshalb kann sie sich ironisch auch ab und zu selbst auf die Schippe nehmen. Ferne Ufer ist wohl der humorvollste Band des Zyklus bislang. Stören könnte lediglich der Eindruck, daß Claire, die Heldin, sich im Gegensatz zu den Vorgängerbänden so passiv und konventionell verhält - hat da jemand Zensor gespielt? --Michael Matzer

   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Zelda vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicDieser dritte Band der Highland-Saga setzt die Wandlung von einer Abenteuer-Geschichte hin zu einer Familien-Erzählung mit deutlichem Kitsch-Einschlag fort. Waren in den ersten beiden Teilen noch die beiden Protagonisten Jamie und Claire im Mittelpunkt, so rückt ab hier immer mehr auch deren Tochter Brianna und deren Leben ins Blickfeld.
Hinzu kommt, dass zwischen den Teilen zwei und drei zwanzig Jahre vergehen, was meiner Meinung nach der Geschichte nicht zu Gute kommt. Zu weiten Teilen des Buches ist die Autorin damit beschäftigt zu berichten, was sich in dieser Zwischenzeit alles ereignet hat. Besser wäre es gewesen, eine andere, nahtlosere Handlung anzuschließen.
Durch die Anwesenheit der Tochter, die in der "Zukunft" geboren wird, war das aber nur begrenzt möglich.
Statt dessen werden beide Protagonisten extrem jugendlich dargestellt (was insbesondere in Anbetracht der Lebensumstände im 18. Jahrhundert etwas deplaziert wirkt) und das zwangsläufige Wiedersehen fällt um Längen zu kitschig aus.

Dennoch hat das Buch auch seine starken Seiten und schwimmt noch voll auf der Erfolgswelle der ersten beiden Teile mit, in denen die Charaktere so zu faszinieren verstanden, dass der Leser an den Schicksalen der beiden interessiert ist.
Leider ist "Ferne Ufer" der Band, der endgültig die Weichen für eine Verlagerung der Geschichte festlegt und somit den Stern der an und für sich großartigen Highland-Saga sinken lässt.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


 
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