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Historischer Roman: Die Hand der Anne Boleyn: Roman
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Titel:      Die Hand der Anne Boleyn: Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      195
Autor:      C.C. Humphreys
ISBN-10(13):      3492045995
Verlag:      Piper
Publikationsdatum:      2004
Edition:      HC
Number of pages:      589
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Rezension

05.07.2009 Bewertung:  4 Alien vergibt 8 von 10 Punkten

UserpicJean Rombaud hat in seinem Leben als Henker schon viele Köpfe abgeschlagen und er ist ein gut bezahlter Vollstrecker, man verlangt nach ihm, seine "Kunden" schätzen ihn. So auch Anne Boleyn, die ihn, wie zuvor den König von England, den sie sogar von seinem ursprünglichen Glauben abbrachte, mit ihrer Art und ihrem Lachen verzaubert. Er schwört ihr am Tag vor der Hinrichtung, daß er ihre Hand vor religiösen Fanaktikern schützen wird - diese seltsame sechsfingringe Hand. Doch sowohl der Erzbischof von Siena als auch der verrückte und selbsternannte König von Münster wollen mit Hilfe von Anne Boleyns Hand ihre eigenen Zwecke unterstützen. Jean Rombaud liest auf seiner Jagd nach dieser Reliquie einige Gefährten auf, die bald zu Vertrauten und guten Freunden werden, jeder von ihnen hat andere Motive und es zeigt sich, daß trotz der gemeinsamen Reise doch jeder seinen eigenen Zielen nachjagt...

Ein gutes Buch, das gleich vorweg. Der Roman hat von jedem etwas: historischer Roman, Märchen, Abenteuer, ein wenig religiöser Fanatismus, Einblicke in die Gebräuche und Gepflogenheiten der einfachen Bevölkerung wie auch des Adels: C.C.Humphreys hat mit seinem ersten Roman ein gewaltiges buntes Sammelsurium der verschiedensten Stile und Geschichten geschaffen. Zwar paßt insgesamt der englische Titel ein bißchen besser ("The French executioner"), doch es geht genauso immer um Anne Boleyns Hand und das, was Jean Rombaud mit ihr verbindet. Bemerkenswert, jedoch manches Mal ein wenig vorhersehbar gestalten sich die Kameraden und Freunde, die Jean auf seiner Suche und Jagd nach der Hand über Monate hinweg begleiten. Eine packende, manchmal etwas wunderliche und auch wundersame Odyssee durch England, Frankreich, Italien, Deutschland und sogar über die hohe See. Allerdings kostet der brutal kitschige Schluß, den es wirklich nicht gebraucht hätte, Humphreys den letzten Stern.

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  5 Anonym vergibt 10 von 10 Punkten

UserpicDie Geschichte handelt vom Henker Jean Rombaud im Jahre 1536, welcher der ehemaligen englische Königin Anne Boleyn am Schafott schwört, ihre Geschichtenumwobene sechsfingrige Hand an einen geheiligten Ort zu vergraben. Er ahnt dabei nicht, dass sich dadurch sein ganzes Leben total verändern wird. Aus dem Einzelgänger wird er zum Anführer einer, ihm treu ergebenen Gruppe. Er hat Freunde, findet eine neue Liebe und natürlich sind da noch seine neuen Feinde. Er wird vom Gejagten, zum Jäger, quer durch Frankreich, Italien und Deutschland …

Das Buch habe ich mir, auf schwärmerische Empfehlung hin und daraus folgender Neugier gekauft! Ich habe es nicht bereut.
Von der ersten bis zur letzten Seite spannend, mitreißend und auch witzige Stellen fehlen nicht. Die Figuren in dieser Geschichte einmalig! Die Beschreibungen der Landschaften, Umgebungen, das ganze Leben in dieser Zeit … gefielen mir super, konnte mich in alles sehr gut hineinversetzen, für mich sehr wichtig, um dem Lesestoff treu zu bleiben.
Enttäuscht war ich nur als das Buch schon zu Ende war, von mir aus hätte die Geschichte noch ewig weiter gehen können ;o)

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Rezension

05.07.2009 Bewertung:  3 Zelda vergibt 6 von 10 Punkten

UserpicDas Buch liest sich gut, das vorweg. Dennoch fehlen ihm zwei ganz entscheidende Zutaten, die einen wirklich spannenden Roman ausmachen:
glaubwürdige Charaktere und überraschende Wendungen.

Was die Charaktere angeht, so verhalten sie sich entweder stereotyp (der hirnlose Schlägertyp als Leibwächter, der korrupte Kirchenmann etc.) oder komplett außerhalb der Verhaltensweise, die unter normalen Umständen von ihnen zu erwarten gewesen wäre. Das fängt schon bei der Hauptfigur, dem Henker Jean Rombaud, an. Als Henker ist er nicht dazu geneigt, einen besonders sympathischen Charakter darzustellen, gerade das kann aber auch den Reiz ausmachen. Allerdings ist die Erklärung, warum er diese Mission, die tlw. ebenfalls nicht ganz glaubwürdig erscheint, nicht stichhaltig genug. Auch alle anderen Hauptfiguren schließen sich ihm viel zu schnell und reibungslos an, geradeso, als hätten sie nichts besseres vor und könnten es "ja mal versuchen". Bei einer Figur mag das noch gehen, aber bei fast allen wirkt das störend und deplaziert.

Im Laufe des Buches ahnt der Leser zudem häufig, wie die Handlung weitergehen wird. Der Roman kann die Ahnungen also nur noch bestätigen, nicht mehr überraschen.

Die Erzählweise ist flüssig und trägt leicht von Seite zu Seite, allerdings neigt der Autor dazu, selbst mitten im Absatz die Erzählperspektive zu wechseln. Gerade am Anfang des Buches entsteht so einige Verwirrung, da nicht immer klar ist, wer jetzt gerade von was erzählt.

Bei aller Kritik bleibt dennoch ein kurzweiliges Buch übrig, das nicht so schlecht ist, wie es die drei Sterne vermuten lassen. Es ist gute Unterhaltung, kommt aber nicht darüber hinaus, so dass nur eine durchschnittliche Bewertung übrig bleibt.

Zelda hat insgesamt 179 Rezensionen angelegt.


 
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