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Historischer Roman: Caravaggios Geheimnis: Historischer Roman
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Titel:      Caravaggios Geheimnis: Historischer Roman
Kategorien:      Historischer Roman
BuchID:      1176
Autor:      Tilman Röhrig
ISBN-10(13):      3866122438
Verlag:      Pendo
Publikationsdatum:      2009-09
Edition:      Hardcover
Number of pages:      496
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

2.5 
Bild:      cover           Button Buy now



   


Rezensionen
Das Leben des Caravaggio

10.03.2010 Bewertung:  4 kleinfriedelchen vergibt 8 von 10 Punkten

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Im Jahr 1969 wurde aus einer Kapelle in Palermo ein Gemälde gestohlen, welches bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Ob im Besitz der Mafia oder einer reichen Einzelperson, der Verbleib des Bildes ist unbekannt.

Die Rede ist vom Gemälde „Nativita“ von Michelangelo Merisi da Caravaggio. Dieser Diebstahl ist der Auftakt zu Tilman Röhrigs Buch über das Leben des italienischen Malers.

Im Jahr 1571 geboren, wächst Michele, wie er nur genannt wird, wohlbehütet im Städtchen Caravaggio auf. Schon früh erkennt sein Großvater die Liebe des Jungen zur Malerei und schickt ihn in die Lehre bei einem Maler. Doch die Lehrjahre sind hart. Michele muss sich nicht nur gegen die Bedrängungen des älteren Gesellen des Malers wehren, sondern auch, nach Ende seiner Lehre, gegen den Spott anderer, die seinen Malstil für zu schlicht halten. Denn Michele malt revolutionär: statt den Hintergrund auszuschmücken, hält er ihn dunkel, statt antike Statuen verwendet er einfache Leute aus dem Volk, um die Heiligen in seinen Bildern darzustellen.

Trotz der Kritik lässt sich der junge Mann nicht unterkriegen. Überzeugt von seinem Talent, ist er fest entschlossen, einen reichen Gönner zu finden, der seine Karriere fördert. Und das gelingt ihm auch. Bald schon wird er mit Aufträgen überhäuft. Doch auch seine Neider bleiben nicht untätig. Man lässt ihn ausspionieren und mehrmals werden Anschläge auf seine Leben verübt, um ihn vom Malen abzuhalten. Als Michele bei solch einem Anschlag jemanden tötet, muss er aus Rom fliehen…

Röhrig zeichnet ein komplexes Charakterbild des Malers: einerseits verabscheut er Ungerechtigkeit und will unbedingt durch seine eigenen Anstrengungen berühmt werden, statt nur durch die Hilfe anderer. Andererseits ist er doch auch jähzornig, sehr selbstbezogen und leicht reizbar. Eine Mischung, die ihn mir nicht sonderlich sympathisch gemacht hat. Meine Sympathie gehört eindeutig seiner Jugendliebe Paola, die durch Micheles diverse Liebschaften tief verletzt wurde und doch nicht von ihm loskommt. Trotzdem hat mich das plötzlich endende Schicksal des Malers am Ende mitgenommen. Die Handlung endet abrupt und man erfährt leider nichts mehr vom Schicksal der anderen Charaktere.

Desweiteren versteht es Röhrig gut, die Schauplätze und Nebencharaktere durch klangvolle Beschreibungen zum Leben zu erwecken. Zeitweise haben mich die Beschreibungen der verkommenen Obrigkeit oder brutaler Szenen sogar schockiert, doch das zeigt nur, wie gut es Röhrig gelingt, das Bild der damaligen Gesellschaft zu vermitteln.

Mein Fazit: ein schöner historischer Roman aus dem Italien des 16. Jahrhunderts, über einen charaktervollen Maler, der sich gegen jede Widerstände durchsetzt, um Ruhm zu erlangen. Mir hat’s gefallen!


kleinfriedelchen hat insgesamt 60 Rezensionen angelegt.


Ein Buch, das ich gerne weggebe

10.11.2010 Bewertung:  2 suse9 vergibt 4 von 10 Punkten

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Erschöpft lege ich das Buch zur Seite - erschöpft von der Anstrengung durchzuhalten, es nicht abzubrechen. Ich hatte mich doch so darauf gefreut, endlich einmal wieder einen historischen Roman mit realem Hintergrund zu lesen und nebenbei auch noch etwas über die Entstehung der beeindruckenden Bilder Caravaggios zu erfahren,  kein \"Die ....in\", kein Schmachten, keine mutige selbstbewusste Heldin, die ihren Traumprinzen erkämpft. Einen gut recherchierten authentischen Roman über das Leben eines hervorragenden Künstlers wollte ich lesen, und das ist er auch - gut recherchiert und authentisch, aber so langweilig. Es klinkt brutal, aber ich kann es nicht höflicher umschreiben.

Es passiert sehr viel in dem Buch. Die Handlung ist es nicht, die die Langeweile hervorruft. Caravaggios Stationen werden beschrieben, sein schwieriger Charakter, das ständige Streben nach Anerkennung, sein mühsamer Weg nach oben, aber auch ausschweifende Saufgelage, Schlägereien, durch seine Unbeherrschtheit verursacht und Freunde, die zu ihm halten, obwohl er sie ständig vor den Kopf stößt. Tilman Röhrig macht aber mit seinem Schreibstil die spannenste Intrige, hinterhältigste Kneipenschlägerei, erotischste Liebesszene mit seinen - ich will schon fast sagen emotionslosen - Worten zunichte.

Eigentlich würde ich dem Roman nur einen Stern geben. Da er mich aber angeregt hat, mich mehr mit Michelangelo Caravaggio und seinen Bildern zu beschäftigen, war die Lektüre ja nicht vollkommen umsonst. Deshalb bekommt er - wenn auch wacklige - zwei Sterne und wird mein Bücherregal verlassen, damit jemand mehr Freude daran finden kann als ich.


suse9 hat insgesamt 12 Rezensionen angelegt.


Konnte mich leider nicht überzeugen

21.09.2011 Bewertung:  2 Nazena vergibt 4 von 10 Punkten

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Das Buch Caravaggios Geheimnis handelt vom Leben Caravaggios, eigentlich Michelangelo Merisi.

Die Handlung ist sehr plastisch und lebensecht dargestellt, zieht sich allerdings sehr hin. Es kommt keine wirkliche Spannung auf und es kostete mich teilweise viel Überwindung weiterzulesen, obwohl ich Romane üblicherweise am Stück durchlese und selten mehr als 3 Tage für diese Seitenzahl brauche. Der Schreibstil ist sehr darstellungsreich, allerdings stören mich die teilweise großen Zeitsprünge, ohne dass es überleitende Sequenzen gibt.

Michele ist Kind, dann plötzlich Malergeselle, dann auf Wanderschaft… es gibt keine Überleitungen zwischen den Sequenzen und die Erklärung, wo er gerade ist, was er tut und wieviel Zeit vergangen ist folgt erst später. Auch stört mich die Darstellung Micheles ein wenig: Er wird teilweise absolut unbeherrscht, jähzornig und sehr arrogant dargestellt.  Jedenfalls wirkt er im Buch äußerst unsympatisch. Man kann aber seine Liebe zur Malerei gut nachempfinden. Mich erinnert die Darstellung teilweise an eine Biographie von Michelangelo Buonarotti, die ich vor einiger Zeit gelesen habe, aber ich habe ohnehin den Eindruck, dass es von Künstlern der Renaissance und der späteren Zeit eine Art Klischeebild gibt, dass hier auch wieder bestätigt wird.

Mir persönlich hat das Buch nicht gefallen. Ich interessiere mich sehr für Kunst, aber der Roman konnte mich nicht fesseln. Allerdings hat mich das Buch dazu gebracht, mich mit Caravaggio auseinanderzusetzen. Ich habe vorher noch nie von ihm gehört und mich jetzt mit seinen Bildern beschäftigt. Ich muss sagen: Schon deswegen hat es sich gelohnt den Roman zu lesen.


Nazena hat insgesamt 88 Rezensionen angelegt.


 
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