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Fantasy: Böser Engel: Roman
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Titel:      Böser Engel: Roman
Kategorien:      Fantasy
BuchID:      1395
Autor:      Timothy Carter
ISBN-10(13):      342650698X
Verlag:      Knaur TB
Publikationsdatum:      2010-06-01
Edition:      Taschenbuch
Number of pages:      272
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

4 
Bild:      cover           Button Buy now



Beschreibung:      Product Description
Böser Engel
   


Rezensionen
Tust Du es auch?

15.06.2010 Bewertung:  4.5 Alien vergibt 9 von 10 Punkten

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Der arme Stuart... nicht nur, daß er relativ unglücklich schwul ist, sondern er findet auch gar nichts dabei, ein bißchen Spaß mit sich selbst zu haben. Das wird ihm zum Verhängnis, als ihn eines Morgens sein kleiner Bruder dabei erwischt. Und als hätte Gott es so gewollt, wird genau diese Sünde, die Sünde des Onan nämlich, Thema in den Jugendstunden.
Moment: GOTT hat das so gewollt? Eher nicht, wie Stuart in Begleitung seiner Flamme Chester, der sich vehement weigert, schwul zu sein, herausfindet. Denn Stuart weiß aus zuverlässiger und feuriger Quelle, daß gefallene Engel unterwegs sind, die die Menschen dazu bringen, in Hysterie über Kleinigkeiten zu verfallen. Und so ist es nicht verwunderlich, daß Stuart und Chester bald ohne Unterstützung dastehen. Fast jedenfalls: Stuarts Schatten Fon Pyre, ein Dämon, den der Junge mit einer Beschwörung an sich binden konnte, ist ein wertvoller Verbündeter im Kampf gegen die gefallenen Engel, die aus der Bevölkerung einen rasenden Mob gemacht haben...

Nachdem ich Dämonenhunger grausig schlecht fand, reizte mich doch der neue Roman von Timothy Carter, denn ein Pageturner war auch schon das erste. Auch wenn der erste Roman holprig und unfertig wirkte, wollte ich dem Autor eine zweite Chance geben, die er - zumindest meiner Meinung nach - eindeutig genutzt hat. Böser Engel allerdings hat eine ganz andere Qualität an Geschichte, obwohl der Schreibstil immer noch locker, leger und ein wenig flapsig wirkt. Carter geht an die Themen Schwulsein und Selbstbefriedigung in Verbindung mit den (vermeintlichen) Lehren der Kirche sehr offen heran und teilt in alle Richtungen ordentlich aus, nie beleidigend oder abwertend, immer mit einem lachenden Auge und einem Zwinkern, rabenschwarz und in einer Art und Weise, die klarmacht: bevor Du hier den Mund aufmachst, kehr erst einmal vor Deiner eigenen Tür.

Wer erfahren möchte, wie man homogenisierte Milch zum zentralen Theaterstück einer christlichen Jugendgruppe machen kann, was für Teenager heutzutage Folter bedeutet und wovon schwule Jungs so träumen, dem empfehle ich Böser Engel. Und wer einfach mal wieder schön lachen will, dem auch. Und allen anderen aus den unterschiedlichsten Gründen auch.


Alien hat insgesamt 63 Rezensionen angelegt.


Bist du ein Sünder?

06.02.2011 Bewertung:  4 kleinfriedelchen vergibt 8 von 10 Punkten

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Moralapostel aufgepasst! Wer von euch Probleme mit der Beschreibung von aufmüpfigem Verhalten, gotteslästerlichen Kraftausdrücken oder gar Selbstbefriedigung und Dämonenbeschwörung hat, der lese doch bitte woanders weiter. Denn ich möchte euch heute von Stuart Bradley und seiner eigenartigen Geschichte berichten.

Stuart ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, der sich gerne mal unter der Dusche mit sich selbst vergnügt. Was bleibt einem auch übrig, wenn man der einzige Schwule in einem strenggläubigen kleinen Dörfchen ist? Dummerweise wird er an diesem Sonntag dabei von seinem kleinen Bruder erwischt, der es promt in der Sonntagsschule rumerzählt. Wie passend, das dort gerade über die Sünde von Onan berichtet wird, der scheinbar auch gern an sich selbst rumgespielt hat.
Doch irgendwie geht die Ächtung, die Stuart in den folgenden Tagen entgegenschlägt, etwas zu weit, wie er findet. Schließlich hat er niemandem geschadet oder gar umgebracht, oder? Trotzdem schmeißt ihn seine Mutter aus dem Haus und auf dem Schulweg wird er mit fauligem Gemüse beworfen.

Um Antworten für das merkwürdige Verhalten der Dorfbewohner zu finden, beschwört er seinen alten Dämonenkumpel Fon Pyre, der ihm nicht gerade Hoffnung macht: ein gefallener Engel hat Einzug in das Dorf gehalten, und will die göttliche Rechtssprechung in die eigene Hand nehmen. Und ganz besonders verhasst sind ihm Jungs, die gerne an sich selbst rumspielen...


Was für ein übernatürlicher Spaß! Fiese Engel, die auf die Erde kommen um die Sünder zu bestrafen und Dämonen, die nur darauf warten, die Menschen langsam zu zerstückeln, sind hier genauso selbstverständlich wie Harry Potter Zauberkräfte hat.
Stuart war mir sofort sympathisch, nicht zuletzt weil er Tomaten genauso wenig ausstehen kann wie ich; zu dumm, dass er im Verlauf des Buches gerade mit einer Tomate geknebelt wird :-) Obwohl man zwar seine Homosexualität akzeptiert hat, muss er sich doch immer mal wieder dumme Sprüche gefallen lassen. Um allen zu beweisen, dass ihre religiösen Ansichten nichts als Unsinn sind, beschwört er den Dämon Fon Pyre, um einen Dokumentarfilm zu drehen und sich von ihm die Wahrheit über Gott und die Welt erzählen zu lassen und so den Dörflern ihre Dummheit auf die Nase zu binden.

Das Buch ist sehr einfach und humorvoll geschrieben, was bei der religiösen Thematik genau richtig ist. Wer sich von der Glaubenskritik auf den Schlips getreten fühlt, dem sei zu sagen, dass das Buch nicht nur das Christentum und ihre fanatischen Anhänger durch den Kakao zieht, sondern auch nebenbei noch ein wenig Toleranz für Religion und Andersartigkeit vermittelt. Schließlich wird Stuart von einem sehr modernen Priester begleitet, der ihm sogar Weihwasser für seine Dämonenbeschwörung überlässt und natürlich  vom übellaunigen Fon Pyre selbst, der ihm klarmacht, dass der Glaube nicht dumm ist, nur weil Stuart ihn nicht teilt.

Ich hatte zwischendurch befürchtet, dass das Buch nach dem witzigen Anfang etwas abflauen würde und eher eine ernstere Richtung einschlagen würde, aber das war glücklicherweise nicht der Fall. Stuart behält seine flapsige Art bei, selbst wenn ein wütender Mob samt Fackeln und Mistgabeln vor seiner Haustür steht. So habe ich das Buch an einem Tag ausgelesen. Lediglich das Ende war etwas lahm und schnell dahingehuscht. Die gerechte Strafe für jedermanns Taten kam leider nicht und hat mich etwas unzufrieden zurückgelassen.

Mein Fazit: Wer nach kurzweiliger und nicht sonderlich anspruchsvoller, dafür aber lustig-sarkastischer Literatur sucht, ist hier genau richtig. Ich jedenfalls hatte viel Spaß.


kleinfriedelchen hat insgesamt 60 Rezensionen angelegt.


Moral?

25.09.2013 Bewertung:  4 Aurumora vergibt 8 von 10 Punkten

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Inhalt: Stuart ist ein ganz normaler Teenager, und zwar einer, der sich hin und wieder gerne ein bisschen selbst befriedigt. Macht doch jeder! Stuart ahnt nicht, dass er dadurch versehentlich einen Engel erzürnt, der das für eine Todsünde hält. Plötzlich schwebt der Junge in höchster Gefahr - und sein einziger -Verbündeter ist ein übellauniger Dämon...

Erfahrungen:Ich habe das Buch in einer Lesenacht gelesen und bin jetzt total fertig.
Das Buch war besser als "Dämonen Hunger", es war klarer, dass es um ein wichtig Thema geht: Kirche, die Entscheidung über richtig und falsch, Sünde.
Ich musste an einige Stellen wirklich kichern, war aber auch entsetzt beim Lesen. Es ist kein "typisches" 4 Sternebuch aber in Relation zu dem anderen Werk ja.
Bin froh, das ich es ausgewählt habe für die Lesenacht, die länge der Kapitel war dafür ideal.


Aurumora hat insgesamt 18 Rezensionen angelegt.


 
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