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Fachliteratur: Philosophie des Computerspiels: Theorie – Praxis – Ästhetik
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Titel:      Philosophie des Computerspiels: Theorie – Praxis – Ästhetik
Kategorien:      Fachliteratur
BuchID:      11137
ISBN-10(13):      3476045684
Verlag:      J.B. Metzler
Publikationsdatum:      2018-11-12
Edition:      1. Aufl. 2018
Number of pages:      276
Sprache:      Deutsch
Bewertung:     

3 
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Beschreibung:      Product Description
Computerspiele sind längst nicht mehr nur eine potentiell problematische Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen, sondern längst in der interdisziplinären Forschung angekommen. Eine systematische philosophische Beschäftigung mit dem Thema steht noch aus. Das Buch zeigt, wie die Philosophie zur theoretischen Klärung von Sachverhalten rund um das Computerspiel fruchtbar gemacht werden kann. Begriffe wie ,Medium'. ,Spiel', ,Narrativität' und ,Ontologie' werden grundsätzlich reflektiert, Ästhetik, Räumlichkeit und Bildlichkeit werden unter die Lupe genommen sowie Auswirkungen auf Ethik, Arbeit, die Politik und unser Handeln beleuchtet.
Außerdem macht das Buch deutlich, was für ein reichhaltiges Forschungsfeld das Computerspiel für die Philosophie selbst ist, das der ästhetischen, ontologischen und ethischen Aneignung harrt.


   


Rezensionen
Wie im Ballerspiel

25.01.2019 Bewertung:  3 ragantanger vergibt 6 von 10 Punkten

Userpic

Es klingt so herrlich interdisziplinär, das Bild auf dem Titel ist ebenfalls zeitlos schön: der Pacman und seine ihn verfolgenden Monster. Apropos Monster. Eine kleine Textprobe aus dem Werk gefällig? Im Zentrum der Diskussion innerhalb der stark ausdifferenzierten Theorielandschaft der internationalen Medienwissenschaft stand dann sehr bald die Idee der Epistemologie als Praxeologie. Oder auch: Damit fokussiert die postklasssische Narratologie, hier in der Ausprägungsform der kognitiven Narratologie, nicht mehr die Ebene der Signifikanten – einen Text – sonder die kognitive Ebene.

Noch den Durchblick? Als Intellektueller vielleicht; und überhaupt ist dies bewusst ja ein Fachbuch, ein philosophisches obendrein. Das darf dann derlei Fachbegrifflichkeiten wie Samenzellen verstreuen. Aber bitte: syntaktisch, semantisch und auch sprachlich schön. Das gelingt leider nur bedingt. Man hat den Eindruck die - vornehmlich - junge Autorengarde eifert hier in erster Linie der Diktion der arroganten Wissenschaftobrigkeit nach, möglichst komplizierte Sätze mit möglichst vielen komplizierten Wörtern einzubauen. Unschön und: unnötig.

Wer dann aber inhaltlich noch mitkommt, hat zumindest einen sehr sauberen, wissenschaftlich herausragend recherchierten und belegten Fundus an aktuellen Debatten über die theoretischen und praktischen Aspekte der Spielphilosophie sowie gelungene Querverweise in andere Medien wie Film, Kunst oder Bild. Aber spielerisch ist das alles leider gar nicht. Möglich wäre das gewesen, ohne dabei den Inhalt zu beschneiden. Man hätte nur etwas demütiger und sprachlich realer werden müssen. So aber ist es wie in einem megaschweren Ballerspiel. Über das erste Level kommt man kaum hinaus.


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